Aktuelles:

Neues vom DDA und das Komitee gegen den Vogelmord 27.11.2018

Tausende seltene Schreiadler sterben im Libanon

Bild zur Meldung
Jagdwilderer töten bei der Vogeljagd im Libanon auch Schreiadler aus Deutschland
© Thomas Krumenacker

5000 Schreiadler werden in jedem Jahr auf dem Weg in ihre Winterquartiere allein im Libanon von Wilderern getötet. Diese schockierende Schätzung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche des Komitees gegen den Vogelmord und des Journals Der Falke. Die Schätzung beruht auf der Auswertung und Zusammenführung zahlreicher Indizien. Vogelschützer legen damit erstmals eine konkrete Schätzung zum Ausmaß der Verfolgung von Deutschlands bedrohtestem Adler vor. mehr lesen…

Zwischen Trecker und Kiebitz

Großer Vortrags- und Diskussionsnachmittag zu Konflikten und möglichen Partnerschaften zwischen Landwirten und Naturschützern im Landkreis Hildesheim

Kiebitze sind heute in der Hildesheimer Börde deutlich seltener zu finden
als noch vor einigen Jahren. FOTO: PATRICK PLEUL/DPA

Von Tarek Abu Ajamieh

Kreis Hildesheim. Schädlingsbekämpfung und Insektensterben – das ist nur eins von vielen Themen, bei denen es zuletzt zwischen Landwirten und Umweltschützern krachte. Aber auch Glyphosat oder Massentierhaltung sind zu Reizworten in der gesellschaftlichen Debatte geworden. Am Freitag, 30. November, wollen Landwirte, Naturschützer und Wissenschaftler das Thema in Hildesheim durchdiskutieren. Viereinhalb Stunden sind dafür angesetzt. „Naturschutz und Landwirtschaft – Partner oder Gegner?“ lautet der ambitionierte Titel der Veranstaltung, zu dem der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) anlässlich seines 65-jährigen Bestehens einlädt.

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Vortragsveranstaltung im Kreishaus 30. Nov. 2018

65 Jahre OVH  

Naturschutz und Landwirtschaft – Partner oder Gegner?”

Freitag 30. November 15:00 – 19:30 Uhr

Großer Sitzungssaal im Kreishaus Hildesheim

Programm

Begrüßung: Landkreis 

Einführung: Alistair Hill,Vorsitzender Ornithologischer Verein zu Hildesheim e.V.

Vorträge

 Dr. Markus Nipkow, Staatliche Vogelschutzwarte, NLWKN:

„Feldvögel in der Krise – wie könnte eine Trendwende gelingen?“

Dr. Thomas Stadler, Kreis Landwirt, Landkreis Hildesheim:

„Der Landwirt im Spannungsfeld zwischen nachhaltiger Landbewirtschaftung und gesellschaftlichen Ansprüchen.”

 Pause

Sandra Mann, Hochschule Anhalt: 

„Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft durch die Anlage artenreicher Blühstreifen und –flächen mit gebietseigenen Wildpflanzen“

Guido Madsack, Untere Naturschutzbehörde, Stadt Hildesheim:

„Tagfalter und Widderchen in Hildesheim – Entwicklung des Artenbestandes in den letzten 100 Jahren und Maßnahmen des Naturschutzes“

Podiumsdiskussion. Moderation Dr. Hartmut Reichardt mehr lesen…

Die gesammelten Werke des Vogelpastors

Der Vogelpastor auf Exkursion. Foto: Ewald Bürig

Ewald Bürigs Beiträge zur Ornithologie gibt es jetzt als Buch

Von Christian Wolters

Hildesheim. Rechtzeitig zum 93. Geburtstag des Hildesheimer „Vogelpastors“ Ewald Bürig sind jetzt die Beiträge des Pfarrers zur Ornithologie des Hildesheimer Landes im Verlag Gebrüder Gerstenberg erschienen: Aufsätze aus mehr als vier Jahrzehnten, allesamt erschienen im Hildesheimer Kalender, eine Pirsch quer durch die Brutreviere der Region, vom Eisvogel bis zur Wachtel, und alle Texte haben eines gemein: Sie sind Dokumente der Fachkenntnis des Autors – und seiner grenzenlosen Begeisterung für die heimische Vogelwelt. „Fischreihers Abschiedsmelodie“ ist etwa Bürigs erster Aufsatz aus dem Herbst 1975 überschrieben, und der damals 50-jährige Autor spricht sein Publikum direkt an: „Hast du, lieber Leser, eigentlich schon einmal einen richtigen Graureiher auf freier Wildbahn zu Gesicht bekommen? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch“ – aber lange werde es die „stolzen, schönen Vögel“ nicht mehr geben. Immerhin dieser Pessimismus war nicht angebracht, der Reiher ist noch da – und Bürigs Texte, kraftstrotzend in ihrer Sprache und faktenreich dazu. So klärt der Ornithologe etwa auf, wie sich die Rufe von Bunt-, Mittel und Kleinspecht unterscheiden: „Kikkik-kik“ ruft Buntspecht, sanft und leiser „Güg-gig-güg“ der Mittelspecht, und ganz hell „Kik-kik-kik“ der Kleinste. Bürig selbst kann die Vogelstimmen perfekt imitieren. Sein Enthusiasmus kommt nicht von ungefähr. Am Josephinum war er Schüler des legendären Paul Feindt, mit ihm gehörte er 1953 zu den 37 Gründungsmitgliedern des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim – und natürlich taucht auch Feindt in einem der Aufsätze auf.

Info Ewald Bürig, Beiträge zur Ornithologie des Hildesheimer Landes. Gesammelte Aufsätze im Hildesheimer Kalender 1976-2018, 192 Seiten, fast 200 Abb., ISBN 978-3-8067-8836-5, gebunden 19,95 Euro

©Hildesheimer Allgemeine Zeitung 10.10.2018

Auf der Suche nach Naturfotos

Das Ziel ist es, den Eisvogel nicht auf, sondern vor die Kamera zu bekommen. Foto Friedrich Kleucker †

Ornithologischer Verein wird 65

Hildesheim. Der Ornithologische Verein zu Hildesheim e. V. (OVH) wird 65 Jahre alt. Deshalb ist der Verein auf der Suche nach dem besten Naturfoto der Region. Für die Hobby- und Berufsfotografen stehen sechs Kategorien zur Auswahl: Amphibien und Reptilien, Insekten, Landschaftsbilder – natürliche Lebensräume in unserer Region (auch in Schwarzweiß), Pflanzen und Pilze, Säugetiere und Vögel. Die schönsten Bilder des Wettbewerbs „Naturfotografen des Jahres 2018“ werden im Dezember und Januar im Kreishaus, Bischof-Jansen-Straße 31, ausgestellt. Ebenfalls ist eine Wanderaustellung im Landkreis angedacht.

Der Einsendeschluss der Fotografien ist am Dienstag, 30.Oktober. Alle weiteren Informationen gibt es auf der Webseite des OVH.  zoe

©Hildesheimer Allgemeine Zeitung 02.10.2018

OVH Spaziergänge am Sonntagvormittag

Der Ornithologische Verein zu Hildesheim e.V. bietet eine neue Veranstaltungsreihe an.

(PP) Alle, die sich für Natur und Vogelkunde interessieren sind herzlich eingeladen zu unseren „Spaziergängen am Sonntagvormittag“. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Spaziergänge finden an jedem 1. Sonntag des Monats statt. Wir werden im Laufe der Veranstaltungsreihe verschiedene Ziele in der Stadt Hildesheim und der näheren Umgebung erkunden. Die Dauer beträgt jeweils ca. 1,5 – 2 Stunden. Wir bemühen uns barrierefreie Wege zu nutzen und freuen uns auch über Gäste mit Kindern. Wir empfehlen wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk. Eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und kostenlos. Wir freuen uns aber über Spenden für die Naturschutzarbeit.

Unser erster Spaziergang führt uns rund um den Hohnsensee. Treffen ist am Sonntag, 07.10.2018 um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz am Hohnsensee (in der Nähe des Restaurants Noah), Dauer ca. 1,5 – 2 Stunden

Weitere Termine und Treffpunkte: mehr lesen…

Tödliches Amsel-Virus: Erste Fälle nachgewiesen

Tote Vögel in Algermissen und Nordstemmen waren mit dem Erreger infiziert / Wissenschaftler rufen weiter zum Einschicken betroffener Tiere auf

Von Thomas Wedig

Kreis Hildesheim. Das Usutu-Virus ist erstmals im Labor bei zwei Amseln nachgewiesen worden, die im Landkreis Hildesheim tot aufgefunden wurden – und zwar in Algermissen und in Nordstemmen. Wie berichtet hatte es kreisweit eine ganze Reihe von Verdachtsfällen gegeben. Das Untersuchungsergebnis hat nun die ersten davon bestätigt, wie die Kreisverwaltung gestern mitteilte.

Das Virus ist nach bisherigen Erkenntnissen für Menschen nicht gefährlich – für Amseln und einige andere Vogelarten, die für eine Ansteckung empfänglich sind, ist es allerdings tödlich. Es kann laut Landkreis zu einem Massenvogelsterben führen. mehr lesen…

Streuobstwiesentag 2018

Der Arbeitskreis Streuobstwiesen Hildesheim lädt seit 2012 alljährlich am Tag der Deutschen Einheit und an den angrenzenden Wochenenden zum Besuch der regionalen Streuobstwiesen ein. Lokal tätige Gruppen sind vor Ort, laden zum Verweilen ein und informieren über das Leben im und mit den betreuten Streuobstwiesen.

Auf 19 Streuostwiesen finden in diesem Jahr im Landkreis Hildesheim und in den angrenzenden Landkreisen Veranstaltungen statt. Hinweise zu den Veranstaltungen finden Sie auch auf dem Flyer 2018 (PDF, ca. 0,9 MB), der als Download und im gesamten Landkreis zum Mitnehmen ausliegt.
Ebenfalls neu: ein im Flyer abgedruckter QR-Code ermöglicht das sofortige Einlesen der Koordinate in die Karten Apps der Smartphones. Alternativ befindet sich auf dieser Webseite bei jeder Wiese eine Geo-URI, die von Smartphone Wander- und Karten-Apps gelesen werden kann

Am 3. Oktober 2018 findet der Streuobstwiesentag in der Streuobstwiese beim Waldfrieden/Groß Düngen statt mit:

  • Führung über die Obstwiese
  • Sortenverkostung
  • Äpfel zum Selberpflücken
  • Apfel-Pralinen

Quelle: Arbeitskreis Streuobstwiesen Hildesheim

Fachvortrag “Gewässerentwicklung im Spannungsfeld von Hochwasserschutz und Naturschutz”

Leine Hochwasser Juli 2017 Foto Jürging

 (BG) Ende Juli 2017: 150 mm Niederschlag binnen 2 Tagen. Die verheerenden Überflutungen nach dem Starkregen sind keineswegs vergessen – ganz im Gegenteil! Die hiesigen Zeitungen erinnerten anlässlich des Jahrestages ausführlich an das Jahrhunderthochwasser. Die betroffenen Einwohner, Politik und Verwaltung, die Kommunen, Fachbehörden und Unterhaltungsverbände arbeiten intensiv an Lösungen, die allen Anforderungen gerecht werden: Die Sicherheit der Bewohner muss gewährleistet sein. mehr lesen…

Weißstorch verteidigt sein Revier im Schutzgebiet der Paul-Feindt-Stiftung gegen Seeadler

Da nimmt der Adler Reißaus: Ein Weißstorch jagt den Raubvogel aus seinem Revier in der Gronauer Leinemasch. FOTOS: MENZEL

Wo der Storch den Adler verjagt

Vogelfreund gelingen außergewöhnliche Fotos in der Gronauer Masch

Von Tarek Abu Ajamieh

Gronau. Die Amsel, die in allen Tonarten auf die heranschleichende Katze schimpft und dabei versucht, den Räuber vom Nest mit dem Nachwuchs wegzulocken – dieses Schauspiel haben wohl viele Gartenbesitzer schon beobachtet. Was die beiden Vogel-Fans Manfred Weinhold und Bernd Menzel kürzlich in der Gronauer Masch erlebten, ist hingegen ein eher seltenes Schauspiel. Noch dazu gelangen Menzel außergewöhnliche Aufnahmen des Geschehens. mehr lesen…

19 Störche machen Rast in Söhlde

Nahrungsknappheit aufgrund der Hitze lässt die Vögel früher gen Süden starten

Von Ulrike Kohrs

Söhlde. Liegt Söhlde für die Störche auf dem Weg nach Afrika? Das könnte erklären, warum gestern am frühen Morgen gleich 19 der langbeinigen Vögel auf einem Feld bei Söhlde ein kleines Päuschen gemacht haben.

Halt in Söhlde: Die Störche haben auf dem Acker vermutlich nach Mäusen gesucht. FOTO: GIFFEY

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Bitte nicht aufräumen, die Haubenlerche brütet!

Seltener Vogel liebt Gewerbegebiete – Programm soll ihm helfen

Von Wiebke Barth

Hildesheim. Wenn Fritz Aly morgens früh aus seinem Bürofenster schaut, kann es sein, dass ein Hase dort noch in seiner Sasse liegt und die Rebhühner zwischen Hauswand und Hecke Schutz vor dem Blick der Greifvögel suchen. Erst kürzlich hat er auf einer Blüte einen Schwalbenschwanz fotografiert, hat auch Bachstelzen und Stieglitze beobachtet. Dabei sieht Aly von seinem Fenster keineswegs in einen ländlichen Naturgarten, sondern auf das Grundstück seines Steinmetz-Unternehmens Steinwolf im Gewerbegebiet Glockensteinfeld. Hier wird gearbeitet, gibt es Werkstatt und Büros, fahren Kunden im Auto vor, warten Steinplatten auf die Verarbeitung. Aber trotzdem ist auch Platz für Natur. Und sogar für die Haubenlerche.

Fritz Aly und Nina Lipecki sind sich einig, dass nicht immer alles rechtwinklig und geglättet sein muss. FOTO:BARTH

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Ornithologische Wanderung vom 13.05.2018

(PP) Zur 2. Exkursion zum Thema „Was singt denn da?“  trafen sich 10 Naturfreunde um unter der Führung von Herrn Laufer am 13.05.2018 in Himmelsthür. Erkundigt werden sollte die Vogelwelt des Gebietes Erlenbruch, Innersteaue bei Steuerwald, Mastberg und Bungenpfuhl. mehr lesen…

Das Vogelbuch des Jahres: Shirihai !

Hadoram Shirihai und Lars Svensson: Handbook of Western Palearctic Birds – Passerines

Shirihai, Svensson: Handbook of Western Palearctic Birds - Passerines

Das Autoren Duo gehört zu den renommiertesten Ornithologen weltweit. Sie sind an den besten Bestimmungsbücher der Vergangenheit beteiligt gewesen. Diese zwei Bänder werden noch durch weitere Bände über den Nicht-Passeriformes später ergänzt. Die Bücher sind nicht als Feldführer konzipiert sondern für das Nachlesen oder für die Vorbereitung einer Reise. Das folgende Text stammt von der Online Buchhandlung Christ Media Natur Hier können die Bücher noch zum Sonderpreis bestellt werden. 

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