Rasten mit Blick auf Natur
ILEK-Börderegion schafft Pausenplätze entlang empfohlener Freizeitrouten
Wätzum (bar). Bei einer Fahrradtour lässt sich prima die Landschaft erkunden - in Ruhe genießen kann man ihre Schönheit aber besser während einer Pause Die beteiligten Gemeinden der ILEK (Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept) Börderegion haben deshalb Rastplätze mit Tischen und Bänken an den empfohlenen Routen eingerichtet, die in der Freizeitkarte zur Börderegion eingezeichnet sind.
An fünf Standorten stehen auch sogenannte „Landschaftsfenster", die den Blick auf besonders schöne Aussichten lenken sollen: Aus Baumstämmen ausgeschnittene Stelen mit einem rechteckigen Loch zum Durchgucken. Am Naturschutzgebiet Wätzumer Tonkuhle am Rande Algermissens und am Landschaftsschutzgebiet Bruchgraben in Hohenhameln/Harsum können sich die Besucher zudem auf Infotafeln über die schützenswerte Natur und ihre tierischen Bewohner informieren.
Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen. Wolfgang Moegerle aus Algermissen, Gundolf Kemnah aus Harsum, Carl Jürgen Lehrke aus Sehnde und Lutz Erwig aus Hohenhameln, weihten I den Standort an der Wätzumer Tonkuhle stellvertretend für alle Rastplätze ein und bedankten sich bei den ehrenamtlichen Unterstützern: Der Naturschutzverein Alpe-Bruch Algermissen und der Naturschutzverein Borsumer Kaspel im Ornithologischen Verein Hildesheim hatten beim Erstellen der Bilder und Texte auf den Infotafeln geholfen, auch der Heimat- I
und Kulturverein Harsum und das Amt für Landentwicklung waren beteiligt.
Die Gesamtkosten von rund 15 000 Euro Für die neuen Rastplätze werden etwa zur Hälfte durch Zuschüsse des Landes Niedersachsen aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds und Zuwendungen der niedersächsischen Bin-go-Umweltstiftung gedeckt. Die Restkosten teilen sich die vier Kommunen Alger-
missen, Harsum, Hohenhameln und Sehnde, Zur Einweihung konnten die Gäste den Blick auf die Wätzumer Tonkuhle bei schönstem Herbstwetter genießen. Nicht ganz so sonnig war die Stimmung bei Hans-Heinrich Grefe, dem Vorsitzenden des Wasser- und Bodenverbandes Um mein-Wätzum. Der Verband ist Eigentümer der Wege und Seitenräume am Rande des Naturschutzgebietes. Die
Gemeinde habe die Einrichtung des Rastplatzes nicht mit dem Verband abgesprochen, beklagte Grefe. Das Verhältnis zur Gemeindeverwaltung sei sonst gut, er habe auch überhaupt nichts gegen den Rastplatz - doch eine Absprache wäre angebracht gewesen, „Das ist völlig richtig", räumte Bürgermeister Moegerle sofort ein. Dieses Versäumnis sei aber keine Absicht gewesen.

Wer durch ein Landschaftsfenster schaut, bekommt einen besonders schönen Ausschnitt der Landschaft zu sehen. Foto: Barth
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