Illegale Greifvogelverfolgung in Nordrhein-Westfalen: Bericht für das Jahr 2010
Axel Hirschfeld
Zusammenfassung
Im Rahmen eines von der Stabsstelle Umweltkriminalität im NRW-Umweltministerium koordinierten und zusammen mit den Naturschutzverbänden durchgeführten Monitorings wurden im Jahr 2010 in NRW insgesamt 71 Fälle illegaler Verfolgungen (31 Mal Vergiftung, 13 Mal Abschuss, 24 Mal Fang, 1 Mal Störung einer Brut, 2 Mal illegale Haltung) geschützter Greifvögel und Eulen nachgewiesen. Dabei wurden 57 Mäusebussarde, 15 Habichte, 12 Rotmilane, 2 Sperber, 2 Turmfalken, 2 Rohrweihen und jeweils eine Kornweihe, ein Wanderfalke sowie zwei Waldohreulen vergiftet, abgeschossen oder gefangen.
Damit wurden 2010 so viele Fälle bekannt, wie noch nie zuvor. Es ist zu vermuten, dass die seit 2006 jedes Jahr steigende Anzahl nachgewiesener Fälle vor allem auf die in den letzten Jahren gestiegene Aufmerksamkeit von Zeugen sowie auf die verstärkt durchgeführten Kontrollen des Komitees gegen den Vogelmord und anderer Verbände zurückzuführen ist. Durch das landesweite Monitoring ist es gelungen, Schwerpunktbereiche zu identifizieren und dort gezielt Suchen nach illegalen Fallen oder Giftködern durchzuführen. Seit Beginn des Jahres 2005 konnten insgesamt 9 Personen in NRW wegen illegaler Greifvogelverfolgung rechtskräftig verurteilt werden.
Anmerkung:
(AH) Diesem Bericht können Sie in Charadrius nachlesen. Der Trend ist sehr unbefriedigend. Wir glauben, dass dieses Verhalten keine Nachahmung im Hildesheimer Raum findet. Trotzdem sollten alle Beobachter auch in unserem Raum eventuelle Fälle aufmerksam verfolgen und uns über Vorfälle sofort berichten.
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