Bundesweit auf Platz 1 steht die Kohlmeise noch vor die Amsel auf Platz 2. Der Hausperling ist nur in jeden zweiten Garten gemeldet worden. In Landkreis Hildesheim steht diese Art jedoch auf Platz 1.
Man sollte aber die Gesamtmeldeliste mit einer gewissen Skepsis betrachten. Die NABU erfasst nicht nur die Arten die die Gärten auf suchen sondern alle Arten die vom Grundstück aus gesehen werden. Bei der hohen Zahl der Meldungen muss man ebenfalls Falschbestimmung ebenfalls berücksichtigen so dass die vom NABU präsentierten Zahlen fragwürdig sind.
Dies sagt der NABU dazu:
Warum findet die Stunde der Wintervögel an mehreren Tagen statt?
Wie bei der „Stunde der Gartenvögel“ haben wir ein verlängertes Wochenende gewählt, damit möglichst viele Menschen teilnehmen und sich an einem dieser Tage für eine Stunde der Vogelbeobachtung widmen können. 2011 ist es durch den regionalen Feiertag am 6. Januar sogar ein extralanges Wochenende mit vier Tagen.
Warum soll ich nur im Garten oder in einem Park zählen?
Die Beschränkung auf den Siedlungsbereich – also Gärten, Parks, Friedhöfe, aber auch Innenhöfe oder Balkone – entspricht der Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ im Mai. Im Mittelpunkt beider Aktionen stehen die häufigeren Vögel rund um Haus und Garten, über deren Bestände wir zum Teil weniger genau Bescheid wissen als über manche Seltenheit in der Vogelwelt. Damit die Ergebnisse auf Städte und Dörfer als eigene Lebensräume bezogen werden können, heißt das: Bitte wirklich nur dort und nicht im Wald oder in der Feldflur die Vögel zählen.
Der Luftraum zählt übrigens dazu. Ein Vogel muss sich nicht im Garten oder am Futterhäuschen niederlassen, es zählt auch, wenn er vorbei- oder drüberlegt.
Kann ich auch an mehreren Orten zählen?
Dem Engagement sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer Zeit und Gelegenheit hat, im Laufe der vier Tage mehrfach zu zählen, kann das gerne tun. Wichtig ist, dass es sich um verschiedene Orte handelt – zum Beispiel zuerst am eigenen Haus, dann im entfernt gelegenen Schrebergarten – und dass jede Beobachtungsstunde getrennt gemeldet wird.
Weiter gibt es außerordentliche Meldungen die man nachgehen sollte.
Aus Landkreis Hildesheim sind 23 Nebelkrähen gemeldet worden. Es hat noch nie mehr als 2 oder 3 in einem Winter gegeben. In den meisten Winter fehlt die Nebelkrähe bei uns. Die obwohl die Verbreitungsgrenze an der Elbe liegt und obwohl einzelne immer wieder in Niedersachsen übersommern. Die Zahlen für ganz Niedersachsen sind mit 96 Ex. sehr hoch. In der Kartendarstellung des NABU sind aber nur Hildesheim und Gifhorn farbig markiert. Dabei sind in Gifhorn 9 gesehen worden. Aus dem Umliegenden Landkreise sind keine gemeldet worden. Die Nebelkrähe ist in Berlin durchaus als Gartenvogel ein zu stufen, so dass das Auftreten an Futterplätzen durchaus möglich ist.
Ebenfalls als außergewöhnlich einzustufen ist die Feststellung von Gartengrasmücken. 2 sind aus dem Landkreis gemeldet worden. Allerdings sind für Niedersachsen 51 Gartengrasmücken gemeldet worden. 15 sind aus Verden, 4 aus Region Hannover während aus den andern Nachbarkreisen keine Meldungen vorliegen.
Es wäre sehr wichtig wann der Melder die Beobachtungsdaten auch dem OVH melden würde. Mit diesem Link bekommen Sie ein tabellarisches Gesamtüberblick.

