Vom Wintereinbruch überrascht: Arktische Bedingungen im Wattenmeer erhöhen die Sterblichkeit der überwinternden Wasservögel

Arktische Bedingungen während der letzten zwei Wochen lassen das Wattenmeer fast vollständig im Eis erstarren. Dies führt wahrscheinlich zu erhöhter Sterblichkeit bei den im Wattenmeer überwinternden Wasservögeln, vermuten die Experten des “Joint Monitoring of Migratory Birds” (JMMB). Seit über 20 Jahren koordinieren sie zusammen mit dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat ein Programm zur Zählung der Rastvögel im Wattenmeer. Das Engagement vieler ehrenamtlicher Vogelzähler und professioneller Ornithologen rund um das Wattenmeer ermöglicht mehrere koordinierte Zählungen im Jahr, die die Basis für die Trendberechnungen bilden. 

Viele Wasservögel leiden unter der schlechten Erreichbarkeit der Nahrung und dem sehr starken Frost, was möglicherweise viele Vögel nicht überleben werden. Die meisten Vögel haben daher das Wattenmeer verlassen und sind weiter nach Süden in wärmere Regionen gezogen. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Wintern verlief dieser Winter anfangs sehr mild ohne jeglichen Frost. Daher blieben z.B. viele Weißwangengänse, Brandgänse, Pfeifenten, Austernfischer, Kiebitzregenpfeifer, Knutts, Alpenstrandläufer, Brachvögel und sogar Goldregenpfeifer und Kiebitze im Wattenmeer und versuchten hier zu überwintern. Zusätzlich trieben die Stürme der vergangenen Tage ungewöhnlich viel Dreizehenmöwen und Zwergmöwen an die Küste, es wurden sogar so seltene Arten wie Eis- und Polarmöwen beobachtet.

Der plötzliche Wintereinbruch hat die Vögel völlig überrascht. Am 26. Januar begann die Kälteperiode verbunden mit starken Ostwinden, was dazu führte, dass fast das gesamte Wattenmeer von Dänemark bis in die Niederlande innerhalb weniger Tage vereiste. Mittlerweile sind die hoch gelegenen Wattflächen alle von einer mächtigen Eisschicht bedeckt. Die Vögel konzentrieren sich in den wenigen niedrig gelegenen Wattflächen, die noch eisfrei sind. Nur hier finden sie — wenn überhaupt — Nahrung. Die meisten Vögel haben daher das Wattenmeer geräumt. Vor allem Pflanzenfresser wie Gänse und Pfeifenten reagierten schnell und flogen zurück in mildere Regionen, aber auch die Zahl der Watvögel nahm sehr schnell ab. Tausende von Ringelgänsen, die gerade erst im nördlichen Wattenmeer angekommen waren, machten sofort wieder kehrt, als Ende Januar der Wintereinbruch begann.

Die extreme Kälte stellt für alle diese Vögel eine große Gefahr dar. So wurden nach der bisher kältesten Nacht vom 6. auf den 7. Februar mit unter Minus 15°C mehr als 90 tote Watvögel von freiwilligen Mitarbeitern der Schutzstation Wattenmeer an der Schleswig-Holsteinischen Küste vor allem vor Büsum und am Weststrand von Sylt gefunden. Es waren vor allem Austernfischer, aber auch zwei Knutts, 10 Alpenstrandläufer, ein Sanderling, fünf Rotschenkel und zwei Steinwälzer. Offensichtlich haben sie nicht genug Nahrung gefunden und hatten keine ausreichenden Fettreserven, so dass sie letztendlich erfroren sind.

Falls die Kältewelle anhält, ist zu erwarten, dass weitere Vögel verhungern und erfrieren. Besonders bei den Austernfischern könnte das sogar Auswirkungen auf die Population haben, denn der Bestand ist in den letzten 20 Jahren schon um 50% eingebrochen. Diese Art leidet zum einen in weiten Bereichen des Wattenmeeres unter Nahrungsmangel, der auf die bis vor wenigen Jahren noch durchgeführten Muschelfischerei im niederländischen Wattenmeer zurückzuführen ist, zum anderen hat sie hat sie schon länger keinen ausreichenden Bruterfolg mehr, wie durch das seit kurzem durchgeführte wattenmeerweite Bruterfolgsmonitoring deutlich wurde.

Detaillierte Informationen zu den Trends von 34 Rastvogelzahlen im Wattenmeer sind unter www.waddensea-secretariat.org/
 zu finden. Zusammen mit Übersichtstafeln werden auf der Internetseite für jede Art die Trends im gesamten Wattenmeer und den vier Unterregionen graphisch dargestellt. Auf der gleichen Internetseite sind ebenfalls Trends für 26 Brutvogelarten im Wattenmeer zu finden.

Mehr hierzu über www.ornitho.de

 

Aufruf des WWF Österreichs gegen der Abholzungsfreigabe in Amazonas

Im Amazonas erstreckt sich das größte Regenwaldgebiet der Erde. Noch. Denn die brasilianische Regierung plant den Kahlschlag im ganzen Land. Gigantische Sojaplantagen und Weideflächen für Rinder sollen die Wirtschaft weiter ankurbeln.

Der Countdown läuft bereits. Brasilien ist kurz davor, Millionen Hektar zur legalen Rodung freizugeben. Darüber hinaus ist eine Amnestie für mehrere Millionen Hektar illegal gerodeter Waldfläche geplant. Das hieße: Statt die Aufforstung voranzutreiben, wird die kriminelle Waldzerstörung einfach hingenommen. 

Bedroht sind 76,5 Mio. Hektar Regenwald – eine Fläche so groß wie Deutschland, Österreich und Italien zusammen. Die Folgen wird die ganze Welt spüren: 28 Mrd. Tonnen CO2 würden freigesetzt - so viel wie Deutschland in drei Jahrzenten ausstößt. Und: Das Gesetz wäre verantwortlich für die beispiellose Zerstörung der biologischen Vielfalt Brasiliens.

Nun liegt es in den Händen der brasilianischen Präsidentin. Nur sie kann die Katastrophe noch verhindern. Bitte helfen Sie uns dabei, der brasilianischen Präsidentin einen Brief mit den notwendigen Forderungen zukommen zu lassen. Senden Sie jetzt rechts auf dieser Seite eine Protest-E-Mail an Präsidentin Dilma Rousseff!

 

Kommentar (AH)

Hier kann kein Naturschutzer sich zurück lehnen. Die Entscheidung der Regierung in Brasilien letztes Wochenende, das Abholzen komplett freizugeben ist viel verehrender als die Ergebnisse des UN Umweltkonferenz in Durban. Der Amazonas ohne Wald kann nur einen Bruchteil der bisherigen CO2 Menge verarbeiten. Ein Regenwald ohne Wald, wird zum Areal ohne Regen. Überschwemmungskatastrophen (siehe Thailand) werden aber trotzdem ein Resultat sein weil nichts vorhanden sein wird um die Wassermengen aus den Anden aufzufangen. Noch sehr viel schlimmer wird der Artenverlust sein. Nicht nur Arten aus den Neotropen werden verschwinden, es wird ein massiver Verlust Nearktischer Überwinterer geben. Millionen von Nordamerikaner überwintern in den Amazonas. Wann Brasilien dies durchzieht werden Peru, Ecuador, Venezuela, Bolivien nach folgen.

Welches Teufel auf den Rücken der Politiker in Brasilia gesprungen sind wies man nicht aber das Ganze stink nach Korruption.

Machen Sie bitte mit loggen Sie sich über dem Link rein und schicken Sie Ihren Mail nach Brasil

http://www.wwf.at/sos-regenwald?utm_source=newsletter12-2011&;;utm_medium=email

 

 

 

Die „Stunde der Wintervögel“ 2012

Bundesweite Mitmachaktion vom 6. bis 8. Januar

Schwanzmeise

Schwanzmeise


16. November 2011- Im Mittelpunkt der Aktion stehen die uns vertrauten und oft weit verbreiteten Vogelarten. Wo kommen Sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser kann sich der NABU für den Schutz der Vögel stark machen.

Es ist ganz einfach: Sie beobachten die gefiederten Freunde bequem in Ihrem Garten oder vom Balkon aus und melden dem NABU, was Sie innerhalb einer Stunde entdecken konnten. Vom 6. bis 8. Januar ist es wieder soweit – machen Sie mit! Der NABU Niedersachsen wünscht schon jetzt viel Spaß dabei.

Werden bei der Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ im Mai des Jahres die in Niedersachsen brütenden Arten gesucht, stehen im Januar jene Piepmätze im Blickpunkt, die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren. Neben den Standvögeln, also denjenigen, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Bei Nahrungsengpässen tauchen in manchen Wintern in riesiger Zahl auch Seidenschwänze oder Erlenzeisige bei uns auf.

Seit 2011 liefert die Aktion nun in ganz Deutschland Erkenntnisse über die Vogelwelt – und natürlich möglichst vielen Menschen Freude an der Naturbeobachtung.

http://niedersachsen.nabu.de/aktionen/sdw/sdw2012/14310.html 

Anmerkung:

(AH) Machen Sie hier mit es wird Spass machen. Alle Vögel die man vom Haus aus sehen kann - sollen gemeldet werden.

Diese Aktion ist wie die "Christmas Bird Count" des Audubon Gesellschaft in den USA einzustufen. Dort machen hundertausende mit, so dass die erhaltene Zahlen aussagefähig sind.

Wann Sie mit machen geben Sie Ihre Meldungen auch in ornitho.de ein.

 

 

Arbeitseinsatz am Schneiderberg

 

 

Am Samstag, 3. Dezember arbeiten wir im NSG Schneiderberg. In erster Linie wollen wir die wertvollen Bäume (Eiche, Elsbeere, Obstbäume) freistellen und die Schneisen zwischen den offenen Flächen verbreitern. Das abgesagte Buschwerk muss dann an geeigneten Stellen abgelegt werden. Außerdem sollen zwei kleine Abschnitte der Trampelpfade mit Spitzhacke und Spaten so hergerichtet werden, dass Besucher "gelenkt" werden, um Trittschaden zu verringern bzw. möglichst ganz zu vermeiden. Die Maßnahmen sind mit der UNB abgesprochen.

Wie immer bitte wir freundlichst um Anmeldung bis spätestens Donnerstag dieser Woche.

Wir treffen uns um 9 Uhr am Parkplatz "Goldhasen" an der Strafe nach Hildesheim ca. 1 km nördlich von Sack.

Leider ist die Wetterprognose für das kommende Wochenende "durchwachsen", so dass wir den Einsatz notfalls auf den 10. Dezember verschieben müssen. Deshalb werden wir am Freitagabend eine Information zur Terminbestätigung bzw. -verschiebung geben.

Wenn Sie mitmachen möchten, melden Sie sich bitte über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. "

 
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