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Fleißige Helfer im Einsatz für den Naturschutz

Verein für Naturschutz Alpe-Bruch

Algermissen, 14.02.19: An der Sanderschen Wiese wurden Obstbäume geschnitten Foto: Wolfgang Deppe

Von Wolfgang Deppe

Algermissen. Wie in jedem Jahr haben wir von Januar bis Februar jeweils am 1. und 3. Donnerstag im Monat Arbeitseinsätze durchgeführt.

Bei einem Einsatz haben  wir auf der Sanderschen Wiese Obstbäume geschnitten. Dort waren die von uns Ende der 80er Jahre gepflanzten Obstbäume durch die Fällung von Pappeln im Rahmen der Arbeiten am Bruchgraben schwer beschädigt worden. Einer davon war so schwer beschädigt worden, dass wir nur noch den Stamm (Totholz) stehengelassen haben. Der letzte  Einsatz fand dann in Derneburg statt. Dort haben wir 5 Kopfweiden geschnitten.

Derneburg, 25.02.19: Der Kopfweidenschnitt war der letzte Einsatz im Frühjahr, jetzt geht s erst im Oktober weiter. Foto: Wolfgang Deppe

Bei unseren Arbeitseinsätzen wurden wir auch tatkräftig von Flüchtlingen unterstützt.

Die nächsten Arbeitseinsätze finden von Oktober bis Dezember 2019 jeweils am 1. und 3. Donnerstag statt.

Sie haben Lust sich in und für die Natur zu betätigen? Dann beachten Sie unsere Ankündigung dazu

 

OVH erfasst Rotmilane im Landkreis Hildesheim

Aus der LDZ vom 18.03.2019

Adulter Rotmilan in Nest Nähe in Juni Foto

Kreis – „In den vergangenen zwei Jahren war der Bruterfolg des Rotmilans in Niedersachsen ganz schlecht“, heißt es in einer Mitteilung des Ornithologische Vereins zu Hildesheim (OVH). Um die Population zu erhalten, brauchen die Milane etwa zwei Jungvögel pro Brutpaar. Im Jahr 2018 lag der Bruterfolg nur bei 0,9 Jungvogel pro Brutpaar. „Diese Brutergebnisse reichen nicht aus, um den Rotmilan-Bestand zu halten. Die Gründe für den Misserfolg sind vielfältig. Das extreme Wetter war sicherlich der wichtigste Faktor: 2017 verregnet und 2018 zu trocken. Dies hat zu Brut Verlusten bei vielen Paaren gefühlt. Die Anzahl der besetzten Reviere ist im Landkreis Hildesheim ebenfalls rückläufig. Um den Milanen zu helfen, müssen wir wissen, wo sie Reviere besetzt haben“, teilt OVH-Sprecherin Petra Pahl mit. mehr lesen…

Stadt lädt zu Beteiligung an Plänen für Hohnsensee und historische Wallanlagen ein

See und Wälle: Jetzt sind die Bürger gefragt

Einer der Bereiche, die mit den Zuschüssen aufgewertet werden sollen, ist der Kehrwiederwall. Foto: Werner Kaiser

EINER DER BEREICHE, DIE MIT DEN ZUSCHÜSSEN AUFGEWERTET WERDEN SOLLEN, IST DER KEHRWIEDERWALL. FOTO: WERNER KAISER

Hildesheim. Die Stadt will den Hohnsensee und die historischen Wallanlagen in den nächsten Jahren für viel Geld umgestalten und bekommt dafür massive Unterstützung von Bund und Land. Rund 4 Millionen Euro stehen bis zum Jahr 2025 zur Verfügung. Inzwischen gibt es einen Plan, was alles gemacht werden soll. Doch nun will die Stadt von Bürgern hören, wie sie zu den Entwürfen stehen, welche Vorschläge und Wünsche sie noch haben – und lädt zu einem Treffen am nächsten Dienstag ein.

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Zur Erfassung und Schutz des Kiebitz

Erfassung und Schutz der hiesigen Kiebitze

Kiebitze brüten in kleiner Zahl in den Hildesheimer und Calenberger Börden. Der Kiebitz war vor noch 40-50 Jahren einer Leitarten in der Börde. Noch vor etwa 15 Jahren würde auf der Durchzug bei uns tausende Kiebitze gesehen. Sie haben in Herbst in Getreidestoppel über Wochen Energie getankt. Auch im Frühjahr haben wir große Schwärme sehen können. Heute erfreuen wir uns wann wir 50-100 Kiebitze sehen. Der Bestand der Kiebitz ist um 90% zurückgegangen. Wir wollen die erstmals die Bestände genau ermitteln.  Damit können wir in 2019 beginnen. In 2020 wird eine landesweite Erfassung des NOV und der Landesvogelwarte folgen.,
 
In dem vom Michael-Otto-Instut herausgegebenen Broschüre werden Möglichkeiten für den Schutz der Kiebitze kurz dargestellt.

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Hilfe für Feldlerchen

Anmerkung: (PP) Fleißige Ornithologen des OVH erfassen seit vielen Jahren im Rahmen des „Monitorings der häufigen Brutvögel“ auf insgesamt 10 Monitoringflächen den Bestand der Feldlerchen in Stadt und Landkreis Hildesheim. Wir suchen die intensive Zusammenarbeit mit dem Landvolk im Kreis Hildesheim, um die Lebensräume der Feldlerche noch besser erfassen zu können, als es bislang der Fall gewesen ist.

Die Feldlerche braucht Ihre Hilfe

Blühstreifen sind wichtig für eine naturverträgliche Landwirtschaft. Foto: NABU/Klemens Karkow

Es ist beängstigend: Der wunderbare Gesang der Feldlerche ist in Deutschland kaum mehr zu hören. Ein stetiger Verlust an Lebensraum wird zur ernsten Gefahr für unseren Vogel des Jahres 2019 – mittlerweile gilt er sogar schon als gefährdet! Doch gemeinsam können wir diese Entwicklung jetzt stoppen!

Einst als Allerweltsvogel überall in der Kulturlandschaft gesehen, befindet sich der Bestand der Feldlerche auf einem stetigen Sinkflug. Allein zwischen 1990 und 2015 ist die Anzahl der Tiere in Deutschland um deutlich mehr als ein Drittel gesunken. In ganz Europa sind sogar über die Hälfte der kleinen Feldvögel in den letzten 30 Jahren verschwunden. Hauptverantwortlich für diese dramatische Entwicklung ist die intensive Landwirtschaft. So werden Nistplätze immer rarer und Insekten als Nahrung immer weniger.

Um diese gefährliche Entwicklung zu stoppen, muss unsere Landwirtschaft naturverträglicher werden. Der NABU setzt sich in bundesweiten Projekten dafür ein, dass Landwirte und Landwirtinnen aufgeklärt und von einer ökologischen Wirtschaftsweise überzeugt werden. Auch ganz konkrete Maßnahmen, wie zum Beispiel Lerchenfenster, sollen so in den täglichen Betrieb integriert werden. Doch für all das brauchen wir Ihre Hilfe. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir den kleinen Feldvogel mit seinen rollenden Rufen schützen. Spenden Sie jetzt und sorgen Sie mit uns für eine sichere Vogelheimat!

 

Der Rotmilan braucht unsere Hilfe

Presseinformation März 2019

Ein Projekt des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim

Der Rotmilan ist die einzige Vogelart für dessen Schutz, die Bundesrepublik Deutschland weltweite Verantwortung trägt: über 50% der Weltpopulation brütet in Deutschland. In Niedersachsen brüten mehr als 90% östlich der Linie Hameln-Lüneburg.

Rotmilan nach der Ankunft bei Schliekum in März

In den letzten 2 Jahren war der Bruterfolg des Rotmilans in Niedersachsen ganz schlecht. Um die Population zu halten brauchen die Milane etwa 2 Jungvögel pro Brutpaar. In 2018 lag der Bruterfolg nur bei 0,9 Jungvogel/Brutpaar. Die Gründe für den Misserfolg sind vielfältig. Das Wetter war in den letzten zwei Jahren der wichtigste Faktor: in 2017 verregnet und in 2018 zu trocken. Auf jeden Fall hat es zu Brutverlusten bei vielen Paaren geführt. Die Anzahl der besetzten Reviere ist im Landkreis Hildesheim ebenfalls rückläufig. Die Brutergebnisse reichen überhaupt nicht, um den Rotmilan-Bestand zu halten. Um den Milanen zu helfen müssen wir erstmals wissen wo sie Reviere besetzt haben. mehr lesen…

Feldlerchen und stinkende Nieswurz

Naturkundlicher Spaziergang am Gallberg

Teilnehmer unseres Spazierganges am Gallberg, Foto: Dieter Herrmann

(PP) Unsere Veranstaltungsreihe “Naturkundliche Spaziergänge am Sonntagvormittag” ging in die nächste Runde. Diesmal haben wir zu einem Rundgang über den Gallberg am 03. 03.19 eingeladen. Viele Naturinteressierte sind der Einladung gefolgt und trotzten Wind und Wetter. Besondere Freude riefen die singenden Feldlerchen, der Anblick der “stinkenden Nieswurz” und die ersten zarten Blüten der Leberblümchen hervor.

Stinkende Nieswurz, Foto Petra Pahl

Außerdem gab es viel Wissenswertes über das FFH-Gebiet Gallberg und die Biotoppflege zu erfahren. So legen z. B. die Stadt Hildesheim und die Paul-Feindt-Stiftung als Flächeneigentümer zusammen mit den Tierhaltern die notwendigen Pflegemaßnahmen fest.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächsten naturkundlichen Spaziergang am 07.04.19 über den Hildesheimer Nordfriedhof.

Widerstand gegen Windpark

Ornithologen und Bürgerinitiative sprechen sich gegen Windpark zwischen Rössing und Klein Escherde aus

Rössing Klein Escherde. Der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) zeigt sich besorgt darüber, dass Windkraftanlagen auf der umstrittenen Fläche zwischen Rössing und Klein Escherde errichtet werden könnten. „Diese bereits früher diskutierte Fläche ist vom OVH aus naturschutzfachlichen Gründen schon immer abgelehnt worden“, informierten die Vogelkundler in der letzten Woche. mehr lesen…

Millionen Todesfälle an Stromleitungen

Anmerkung: seit etwa 20 Jahre werden die Opfer der Windkraft in einer zentralen Datenbank in Magdeburg erfasst. Eine solcher Datenbank fehlte für die Opfer der Stromleitungen. In den letzten Jahren hat es, vor Allem im Leinetal, Totfunde von Wasservögeln an den zahlreichen Leitungen entlang oder quer zur Leine, gegeben. In Elze hat es wiederholt Todesfällen von Weißstörchen an E-Leitungen gegeben. Es macht Sinn diese Vorfälle zu registrieren. Durch die neue Stromstrasse Wahle-Mecklar im Osten des Landkreises wird die Gefahr in unserem Raum noch erhöht. (AH)
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OVH sagt Nein zum geplanten Windpark

Im Umfeld der geplanten Anlage brüten laut Alistair Hill, Vorsitzender des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH) seit Jahren Rotmilan, Schwarzmilan und Rohrweihe. DerWindpark würde auch den Schwarzstorch gefährden. Auf Nahrungssuche flögen Störche häufig über genau die Fläche, die für die Rotoren vorgesehen ist, inRichtung Leinetal. „Aus der Literatur ist bekannt, dass Schwarzstörche bei ihren Nahrungsflügen auch Distanzen Uber 20 Kilometer überbrücken“, sagt Hill. Auch der Seeadler als seltener Neubürger im Leinetal wäre betroffen.

Außerhalb der Brutsaison wäre die Situation nicht weniger heikel: „Es gibt einen Flugkorridor entlang der Leine. Hierfliegen unter anderem Saat- und Blässgänse in Flughöhen zwischen 50 und 300 Metern. Die wichtigsten Wintergäste im Leinetal werden durch die geplante Anlage gefährdet.“ ha

© Hildesheimer Algemeine Zeitung

Anmerkung AH

Das ist was aus unsere Pressinformation übrig geblieben ist. Hier steht nichts Falsches doch bilden Sie Ihre Meinung selbst. Hier ist ein Link zu der Presseinformation

 

Windpark: Initiative droht mit Klage

Aus der HAZ vom 01.03.2019

Gegner des Projekts bei Rössing erwägen bei Genehmigung der Anlage rechtliche Schritte

Die Kritiker der Windpark-Pläne fürchten, dass Vogelarten wie etwa der Schwarzstorch durch Rotoren gefährdet werden. Foto: Stephan Hördt/dpa

Die Kritiker der Windpark-Pläne fürchten, dass Vogelarten wie etwa der Schwarzstorch durch Rotoren gefährdet werden. Foto: Stephan Hördt/dpa

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Windpark Escherde-Rössing – Auswirkung auf die Vogelwelt im Leinetal bei Nordstemmen

Presseinformation 25.02.2019

Der OVH zeigt sich besorgt darüber, dass es offensichtlich immer noch Kräfte gibt, die Windkraftanlagen auch auf einer umstrittenen Fläche bei Rössing errichten wollen. Diese bereits früher diskutierte Fläche ist vom OVH aus naturschutzfachlichen Gründen schon immer abgelehnt worden.  

Geschäftsführender Vorsitzender Hill: „Auch bei der Erzeugung regenerativer Energien muss ein Ausgleich wirtschaftlicher Interessen mit denjenigen der vor Ort lebenden Menschen und der Belange der Natur gesucht werden. Der Standort Escherde-Rössing war und bleibt aus Naturschutzgründen denkbar ungeeignet. Hierauf hat der OVH sowohl den Landkreis Hildesheim als auch die Gemeinde bereits früher nachdrücklich hingewiesen.“

Hill ergänzt:„Wir haben den Bereich um den avisierten Windpark über Jahre hinweg ornithologisch bearbeitet. Es ist bedauerlich, dass häufig Bestandsaufnahmen, die von Gebietsfremden in lediglich einer Saison durchgeführt werden, höheres Gewicht beigemessen wird als über jahrelang hinweg erfolgte Erhebungen lokaler Ornithologen. Windkraftanlagen in dem angedachten Gebiet würden sowohl Brutvögel wie Schwarzstorch, Rot- und Schwarzmilan als auch zahlreiche Wintergäste bzw. Durchzügler gefährden.“

Blick auf dem Zuckerfabrik Nordstemmen mit dem bestehenden Windpark bei der Marienburg mehr lesen…

Ornithologen sorgen sich um die Vogelwelt am Hohnsensee

Vogelkundler zählen am Hohnsensee Dutzende von geschützten Vogelarten – und warnen vor einer Verlegung des Rundweges dicht ans Wasser.

Der Ornithologe Alistair Hill, Vorsitzender des OVH, beobachtet das bunte Treiben auf dem Hohnsensee: Das künstliche Gewässer ist längst ein wichtiger Überwinterungsplatz für Hunderte von Wasservögeln geworden. Auf Veränderungen reagiert die Natur sehr sensibel. Foto Werner Kaiser

Von Marita Zimmerhof

Krök“. Als die Morgensonne über dem Hohnsensee aufsteigt und ihre Strahlen in zahllosen Glitzerpunkten reflektiert werden, können die Blässhühner nicht mehr an sich halten. „Krök“, „Krök“, klingt es aufgekratzt aus dutzenden Kehlen. Spaziergänger bleiben stehen, um das muntere Treiben der Vögel mit der leuchtend weißen Blesse auf Stirn und Schnabel zu beobachten. An die 150 Tiere, schätzt Alistair Hill, der Vorsitzende des Ornithologischen Vereins (OVH), dürften auf dem innerstädtischen Baggersee ihr Winterquartier bezogen haben.

Blässhühner sind nicht nur einer der häufigsten Wasservögel in unseren Breiten, die etwas pummelig wirkenden Federknäule aus der Familie der Rallen stellen auch auf dem Hohnsensee die größte Population. Das Gewässer teilen sie sich einträchtig mit anderen Arten: mit schwarz-weißen Reiherenten, Tafelenten mit kastanienbraunem Kopf, Stockenten, bei denen nur die Männchen das auffallende grünmetallische Gefieder am Kopf tragen.

Trotz der frühen Stunde hat das Gewässer schon etliche Menschen angelockt. Mütter mit Kinderwagen, Jogger mit Kopfhörer im Ohr, Rentner mit forschem Schritt und auch eine ganze Schar von Ornithologen, die leicht an ihren Ferngläsern und Kameras mit riesiger Brennweite zu erkennen sind. mehr lesen…

Hilfe für bedrohte Schleiereulen

Ausstellung macht auf Tiere aufmerksam

Von Karina Scholz

Hildesheim. Mit einer Poster-Ausstellung im Foyer der Sparkassenfiliale am Marktplatz wollen der Naturschutzbund (Nabu) und der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) für den Schutz der bedrohten Schleiereulen werben. Vom 1. bis 15. März können sich Besucher über die Bedürfnisse und den Lebensraum der heimischen Vögel informieren. „Die Population der Schleiereulen ist dramatisch zurückgegangen“, erklärt Angelika Krueger von der Eulenschutz-AG, in der sich Mitglieder des NABU und des OVH gemeinsam engagieren. „Dabei kann man den Tieren relativ einfach helfen, denn was sie brauchen, ist Nahrung und Unterkunft.“ Die AG kümmert sich seit Herbst 2018 um die Pflege und das Aufstellen von Brutkästen, die jungen Eulen Schutz vor Mardern und Waschbären bieten.

Angelika Krueger (Nabu) und Jürgen Twardzik (Sparkasse) wollen über den Schutz von Schleiereulen aufklären. Foto: Karina Scholz

Die Sparkasse unterstützt das Engagement der Umwelt- und Tierschützer mit einer Spende von 500 Euro. „Schleiereulen stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten, da ist es gut, wenn wir die Menschen auch in unserer Region darauf aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Jürgen Twardzik. Alistair Hill vom OVH betont, dass die Eulenschutz-AG auf Meldungen aus der Bevölkerung angewiesen ist, um Brutkästen zu registrieren und zu reinigen. Unter schleiereule@ovh-online.de ist die Eulenschutz-AG erreichbar. Die Ausstellung ist im März auch jeweils eine Woche in der Stadtbibliothek und im Josephinum zu sehen. ks

©Hildesheimer Allgemeine Zeitung 26.02.2019

Borsumer Kaspel Mitgliederversamlung 2019 – von Schwarzspechten u.v.a.m.

Trommelwirbel im Borsumer Wald

Der Schwarzspecht wurde im Borsumer Wald seit etwa einem Jahrzehnt nicht mehr gesichtet, jetzt ist er wieder da – und zu hören. Foto: Manfred Wille

Vogelexperten des Naturschutzvereins werten Beobachtungen als kleine Sensation / 60 Mäusebussarde über einer Wiese am Bruchgraben gesichtet

Von Hans-Theo Wiechens

Borsum/Ahrbergen. Die Vogelexperten des Vereins für Naturschutz Borsumer Kaspel im Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH) stufen aktuelle Beobachtungen in der regionalen Vogelwelt als sensationell ein: Manfred Wille berichtet, dass er im Laufe der vergangenen Woche mehrere Tage lang einen Schwarzspecht am südlichen Rand des Borsumer Waldes beobachtet habe. Bei einem vogelkundlichen Spaziergang durch das Holz seien im Abstand von etwa einer halben Minute wahre Trommelwirbel und der typische Ruf „kliööh” zu hören gewesen. Untersuchungen haben laut Wille ergeben, dass solche Wirbel bis zu 17 Schläge pro Sekunde umfassen.

Mit Fernglas und Kamera ausgerüstet, beobachtete der Vogelkundler den rund 45 Zentimeter großen Schwarzspecht mit seinem glänzend schwarzen Gefieder, rotem Scheitel, elfenbeinfarbenen Schnabel und hellen Augen gleich an mehreren Tagen beim Bearbeiten morscher Baumstämme. Dabei glückten ihm bemerkenswerte Aufnahmen von dem Vogel, der in den vergangenen zehn Jahren im Borsumer Wald nicht mehr gesehen wurde. Es sei ein gutes Zeichen, so der Vereinsvorsitzende Winfried Kauer, dass der Specht offensichtlich am Totholz der dort vorzufindenden Stieleichen, Hainbuchen, Buchen und Eschen Nahrung gefunden habe. Der größte Specht Europas bevorzuge normal größere Laub- und Mischwälder. Dagegen seien der Bunt- und Grünspecht schon immer Dauergäste in dem kleinen Wald auf Schwarzerde gewesen. mehr lesen…