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Neues vom DDA am 06.08.2018

Wir fragen uns alle was ist in diesem Jahr mit der Vogelwelt los. Hier sind erste Hinweise vom DDA

Das Wetter im vergangenen Frühjahr war extrem. Zuerst kam der Winter Ende Februar noch mit einem eisigen Finale und blieb mit Frost und Schnee bis Ende März, dann stiegen die Temperaturen innerhalb weniger Tage auf sommerliche Verhältnisse. April und Mai waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Ein derart ungewöhnlicher Verlauf des Frühjahres wirkt sich natürlich auch auf die Vogelwelt aus.
Wir befassen uns in unserem Rückblick auf die zurückliegende Jahreszeit in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Der Falke” unter anderem mit der Ankunft der Zugvögel. Der späte Kälteeinbruch führte im März zu einer erheblichen Zugstausituation, über die bereits in der Mai-Ausgabe berichtet wurde. Früh heimkehrende Arten trafen dadurch erst zum Ende der ersten Aprildekade ein. Ab der zweiten Monatsdekade erreichten uns viele Singvogelarten dann aber dank idealer Bedingungen deutlich früher.

Etwas genauer schauen wir uns diesmal Mauersegler und Mehlschwalbe an. Es war im Frühjahr in aller Munde, dass es von beiden Arten angeblich weniger gäbe als in den Vorjahren. Doch lässt sich aus diesem Eindruck tatsächlich auf das Ausmaß des Verlustes insektenfressender Vogelarten schließen? Wir haben uns die bei ornitho.degemeldeten Beobachtungen angesehen und kommen zu einer etwas differenzierteren Aussage.

Während Mauersegler und Mehlschwalbe den Winter tausende Kilometer entfernt verbringen, können wir andere Vogelarten das ganze Jahr über bei uns beobachten. Eisvogel und Zaunkönig sind zwei solche Arten, bei denen sich die Verhältnisse im Winter in Deutschland unmittelbar auf den hiesigen Brutbestand auswirken. Die Temperaturen der letzten beiden Winter lagen über dem langjährigen Mittel. Aber bedeuten „milde Winter“ auch gleich gute Bedingungen für die beiden Arten? Ganz so einfach scheint es nicht zu sein, schaut man sich die Beobachtungsmeldungen von ornitho.deeinmal genauer an…

Das Frühjahr 2018 hatte an Seltenheiten einiges zu bieten. Auffällig waren in den Monaten März bis Mai vor allem zahlreiche mediterrane Arten. Unterm Strich liest sich die Übersicht der Raritäten daher fast wie eine Beobachtungsliste aus Südspanien. Doch nicht alle Seltenheiten kamen aus dieser Richtung. Erddrossel, Grauortolan und mehrere Kappenammern zeigen, dass auch östlich verbreitete Arten den Weg zu uns fanden.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Frühjahr 2018: Erst eisig, dann mediterran“ in der Zeitschrift „Der Falke“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 8/2018 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. zu Blauracken in Ungarn, den Vogeltod durch illegale Klebefallen in deutschen Städten, Pfuhlschnepfen und Ferngläser, können Sie über die Internetseite von „Der Falke“beziehen.

© DDA