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Pressinformation Stadt Hildesheim 25.11.2020

Die Stadt Hildesheim ist als eine von 40 Städten, Gemeinden und Landkreisen im Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ ausgezeichnet worden!

Freuen sich über 25.000 Euro für den "Libellenflugplatz Steuerwald" (v. l.): Matthias Köhler (BUND), Frauke Imbrock (Stadt Hildesheim Naturschutz), Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Maren Burgdorf (Ornithologischer Verein) und Stephanie Biel (Stadt Hildesheim, Bereichsleiterin Grünflächenpflege, Wasserbau und Hochwasserschutz).
Freuen sich über 25.000 Euro für den “Libellenflugplatz Steuerwald” (v. l.): Matthias Köhler (BUND), Frauke Imbrock (Stadt Hildesheim Naturschutz), Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Maren Burgdorf (Ornithologischer Verein) und Stephanie Biel (Stadt Hildesheim, Bereichsleiterin Grünflächenpflege, Wasserbau und Hochwasserschutz).

Für die Umsetzung der Projektidee „Libellenflugplatz Steuerwald – schwirrendes Leben in bunter Vielfalt“ erhält die Stadt 25.000 Euro! Insgesamt waren beim Verein Kommunen für biologische Vielfalt 322 Beiträge für den von der Bundesregierung ausgelobten Wettbewerb eingereicht worden. Im Kern geht es darum, Stadtnatur und Insekten zu schützen, die biologische Vielfalt zu fördern und städtisches Grün zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

„Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr mit dem Label ‚StadtGrün naturnah‘ ausgezeichnet worden sind, stellt die erneute Prämierung im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs einmal mehr unter Beweis, dass wir in Sachen Umweltschutz innovativ aufgestellt sind und hier durchaus eine Vorreiterrolle einnehmen“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer über die Auszeichnung. „Die Stadt Hildesheim ist mit so vielen schönen Naturräumen gesegnet, dass uns deren Erhalt natürlich ohnehin eine Verpflichtung ist. Unser Projekt hat daher zum Ziel, einen Beitrag zur Auenentwicklung der Innerste zu leisten und gleichzeitig die Begeisterung für eine vielfältige und intakte Stadtnatur in der Bürgerschaft zu wecken. Die Wiederherstellung einer intakten Aue fördert zudem den Hochwasserschutz vor Ort, sodass die Synergien zwischen Schutz und Förderung der biologischen Vielfalt sowie der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger deutlich werden.“

Der verlandete Mühlgraben am Gut Steuerwald soll reaktiviert werden.
Der verlandete Mühlgraben am Gut Steuerwald soll reaktiviert werden.

Als Symbolart steht die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), die rund um das Gut Steuerwald vorkommt, stellvertretend für die Vielfalt

eng miteinander verzahnter Wasser- und Landlebensräume. Aufgrund seiner Nähe zu einem Natura 2000-Gebiet hat die Innerste eine hohe Bedeutung als Trittsteinbiotop im Auenbiotopverbund. „Durch eine Wiederanbindung des Altarms an die Innerste, einer Entlandung auf einer Länge von ca. 800 Metern sowie partielle Aufweitungen und Vertiefungen des Flussbettes wird der Lebensraum für auentypische Pflanzen und Tiere wiederhergestellt“, erläutert Stephanie Biel (Stadt Hildesheim, Bereichsleiterin Grünflächenpflege, Wasserbau und Hochwasserschutz) das Projektvorhaben. Mit einem attraktiven Aufenthaltspunkt wird das renaturierte Gewässer zudem zur Erkundung und zum Verweilen einladen. Zur Information sollen zwei Schautafeln mit den Schwerpunktthemen „Wasserburg im Wandel der Zeiten“ und „Lebensraum von Biber und Libellen“ beitragen. Über ein Exkursionsangebot und eine ehrenamtliche Begleitung des Monitorings soll das Projekt zudem in die lokale Umweltbildung integriert werden. Kooperationspartner des Projekts sind der Ornithologische Verein zu Hildesheim und die BUND Kreisgruppe Hildesheim.

Informationen zum Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“

Mit dem Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ möchte die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, neue Projekte zur Förderung von Stadtnatur und Insekten zu entwickeln und umzusetzen. Zu diesem Zweck wurden bundesweit Städte, Gemeinden und Landkreise dazu eingeladen, Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung von Stadtnatur einzureichen. Einsendeschluss war der 30. Juni 2020. Von einer Fachjury wurden die 40 besten Projektideen ausgewählt. Die erfolgreichen Kommunen erhalten aus Mitteln des Bundesumweltministeriums jeweils 25.000 Euro Preisgeld für die Umsetzung ihrer Zukunftsprojekte.

Der Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Mehr zum Wettbewerb und zu den ausgezeichneten Projektideen unter www.wettbewerb-naturstadt.de.

Erstellt am 25.11.2020 von der Internetredaktion