Aus der Presse:

Die „Serengeti“ liegt im Landkreis – Große Gänsetrupps suchen die Maisfelder im Leinetal auf.

LEINEBERGLAND. Früher sind die grauen Gänse im Spätherbst über den Raum Hannover und Hildesheim hinweg nach Holland und Frankreich geflogen. Sie hatten weder Rastplätze noch Nahrung in der Börde gefunden. Das hat sich geändert. Seit Mitte der 1980er Jahre hat der Massenzug der nordischen Gänse auch im Kreis Hildesheim Platz gefunden, teilt der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) mit.

Blässgänse beim Abflug in Sarstedt-Schliekum

Zahlreiche Gänse machen Rast im Leinetal. So auch Blässgänse wie hier auf einem Gewässer bei Schliekum. Alle Fotos A.Hill/OVH mehr lesen…

Wo die Gänse den Bauern sogar helfen

Angesichts der Schwärme im Leinetal sprechen Ornithologen von einer „Serengeti bei Hildesheim“ – tatsächlich machen sich die Tiere teilweise nützlich

Tundrasaatgänse Schliekum

Die Saatgans kann dem Landwirt schon vom Namen her nicht gefallen – doch in diesem Jahr ist alles ein bisschen anders als sonst.

Von Tarek Abu Ajamieh Leinetal/Kreis Hildesheim. Alistair Hill ist ein eher ruhiger Typ. Doch wenn der Hildesheimer Hobby-Ornithologe in diesen Wochen im Leinetal unterwegs ist, kann er sich vor Begeisterung kaum halten: Tausende Gänse lassen sich bei der Nahrungssuche beobachten, darunter auch sehr seltene Arten, die er hier in der Gegend bislang kaum zu Gesicht bekommen hat. Und auch die Landwirte, ob der Gänse-Invasion in den vergangenen Jahren oft nicht gerade glücklich, sehen die gefiederten Gäste derzeit positiver. Denn die helfen ihnen bei der Vorbereitung der Aussaat in diesem Jahr. mehr lesen…

Kraftwerke abschalten, Kormorane abschießen?

Aus der HAZ vom 05.12.2017

Ringen um den Aal: Verband kontert Brüsseler Vorschläge / Aspekte des Streits betreffen den Landkreis Hildesheim

Kreis Hildesheim. Er ist wendig, glitschig und nicht leicht zu packender Aal. Die Frage, wie es mit ihm weitergeht, scheint ähnlich knifflig und ist zudem äußerst umstritten. Niedersachsens Angler laufen jetzt Sturm gegen EU- Pläne zum Schutz des langen – und aus Sicht von Fischfreunden auch schmackhaften – Flussbewohners. Eine Reihe von Streitpunkten spielt dabei auch im Landkreis Hildesheim eine große Rolle. mehr lesen…

Zwei Weltverbesserer im Kampf für Molch, Hamster und Mensch

Aus der HAZ vom 30.11.2017

Maren Burgdorf und Matthias Köhler achten im Ausschuss für Stadt-Entwicklung darauf, dass die Umwelt nicht unter die Räder kommt. Was treibt sie an?

Von Wiebke Barth

Sie sind die mahnenden Stimmen für die Interessen von Feldhamster und Kammmolch, Fledermaus und Nachtigall, sie sind so etwas wie die Anwälte der Natur in der Politik: Seit Jahrzehnten begleiten Maren Burgdorf vom OVH (Ornithologischer Verein zu Hildesheim) und Matthias Köhler vom BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz) als sachverständige Vertreter ihrer Vereine den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr (Steba) – ehrenamtlich, sie erhalten dafür nicht einmal Sitzungsgeld. mehr lesen…

Kraniche ziehen wieder nach Süden: Ornithologen bitten Bürger um Hinweise Kreis Hildesheim.

Die ersten Kraniche sind schon unterwegs, tausende dürften dieser Vorhut folgen.

Das berichtet der Ornithologische Verein Hildesheim. Allein am vergangenen Freitag wurden bei Ochtersum 44 Exemplare auf dem Weg nach Süden gesichtet. Die Kraniche rufen während des Zugs viel. Sie fliegen immer in Familiengruppen. Gelegentlich rasten sie auch. Dann sind die Jungvögel anhand des brauneren Kopfgefieders gut von dengrauen Altvögeln zu unterscheiden.  mehr lesen…

„Nager, den man mögen muss“

Beim Niedersächsischen Feldhamsterforum kommen die Tiere gut weg

Von Kathi Flau

Hildesheim. Vom Aussterben bedroht und trotzdem auf dem Acker unerwünscht – der Feldhamster hat es in Europa nicht leicht. Tierschützer setzen sich für ihn ein und fordern, dass vor allem die Landwirtschaft und Bauprojekte Rücksicht auf die Bestände nehmen. Die aber argumentieren mit den Kosten eines verzögerten Baubeginns oder einem möglichen Verlust der Ernte. So weit, so bekannt. mehr lesen…

Die Pflanzenwelt rund um Hildesheim: Besprechung von Prof. Dr. Hans Oelke in den “Beiträgen zur Naturkunde Niedersachsens” Vol. 70, Heft 3, 2017

PAUL- FEINDT- STIFTUNG (2017): Die Pflanzenwelt rund um Hildesheim. 33 Botanische Wanderungen im Hildesheimer Land. Schriften der Paul-Feindt-Stiftung Bd. 9, 224 S., großformatig, Buch-hardcover, > 900 farbige, auch ganzseitige Abb., 33 Karten + großformatige topogr. Karten auf den Umschlagrückseiten). € 24.90, Gerstenberg, Hildesheim. ISBN 978-3-8067-8825-9.

Das prächtige, hochprofessionell illustrierte Buch ist kein normales Wanderbuch oder eine übliche Flora. Es will zum aktiven Kennen oder Wiedererkennen ausgesuchter botanischer Höhepunkte rund um Hildesheim motivieren. Hildesheim ist nicht nur Weltkulturerbe (s. Dom und Michaeliskirche), sondern auch mit seiner Übergangslage zwischen niedersächsischem Bergland und norddeutscher Tiefebene ein eindrucksvoller Teil unseres biologischen Kulturerbes. mehr lesen…

EU und Nachhaltigkeit: Zwei Jahre Nachhaltigkeitsziele. Alles nur heiße Luft?

Neues vom NNR vom 19.10.2017

Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele setzen sich bis 2030 für die internationale Staatengemeinschaft hohe Ziele. Ein Steckbrief der EU-Koordination zeigt auf, wo es an der Umsetzung der Agenda2030 in der EU und in Deutschland harkt.

Zwei Jahre nach der Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele ist die Bilanz ernüchternd: Die EU-Nachhaltigkeitsstrategie wurde nicht novelliert, Juncker berücksichtigt die Agenda2030 kaum in seinen Visionen für Europa, zu wenig wird der Fokus der Mitgliedsländer auf die Probleme im eigenen Land gelenkt.

Der Steckbrief zu Nachhaltigkeitspolitiken in der EU zeigt den Prozess seit der UN-Generalversammlung 2015 auf und kommentiert die Schwachstellen der bisher vorgeschlagenen Nachhaltigkeitspapiere. Auch Deutschland kommt bei einem genaueren Blick auf die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele nicht gut weg. [es]

Hier bekommen Sie weitergehende Information zum Thema: Steckbrief Nachhaltigkeitspolitiken

Kleiner Baumgipfel im Liebesgrund

Kritiker und Naturschützer Alfred Kellner trifft den Fachbereichsleiter Tiefbau und Grün auf Einladung der HAZ, um über die Arbeiten im Park zu sprechen.

Von Andrea Hempen

Hildesheim. Geht die Stadt Hildesheim bei der Grünflächenpflege zu rigoros vor? Dieser Verdacht wird immer wieder laut, wenn größere Pflegearbeiten angekündigt werden. So meldete sich jüngst, als der Liebesgrund im Fokus stand, Alfred Kellner, Mitglied im Omithologi-schen Verein zu Hildesheim, mit einem Leserbrief zu Wort. Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung lud Kellner zu einem Treffen mit Fachbereichsleiter Tiefbau und Grün der Stadt Hildesheim, Heinz Habenicht, ein. Gemeinsam gingen die Männer durch den Liebesgrund.

„Kreist im Liebesgnmd bald die Kettensäge?”, titelte die Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 15. September. Der Fachbereich Tiefbau und Grün habe vorgeschlagen, das sechs Hektar große Areal umfassend auf forsten zu lassen. Dafür müssten zahlreiche alte Bäume gefällt werden. Diese Meldung regte Alfred Kellner auf. Seine Meinung dazu schrieb er in einem Leserbrief nieder. „Aus Äußerungen von Herrn Habenicht weiß ich, dass die Stadt einen Park, wie er in den letzten Jahren am Godehardikamp geschaffen wurde, präferiert: leicht maschinell zu pflegende Rasenflächen mit großen Solitärbäumen”, formulierte Kellner. Wird Habenicht diese Vorwürfe entkräften?

Alfred Kellner (links) und Heinz Habenicht im Gespräch über die geplanten Arbeiten Im Liebesgrund. Foto: Kaiser

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Drei süße Jungstörche in unserem Schutzgebiet Gronauer Masch beringt

Aus der LDZ vom 14. Juni 2017

Bernd-Jürgen Schulz und Manfred Weinhold sind mit der Entwicklung des Nachwuches zufrieden

Von Mareike Ehlers

GRONAU Bernd-Jürgen Schul* hat die Lizenz zum Urningen. Der Einbecker war gestern ln der Gronauer Masch Im Einsatz: Dort hat er im Auftrag von „Storchenvater” Manfred Weinhold aus Gronau drei junge Störche mit einem Ring versehen. „Sie sind quietsch fidel”, freut sich der Einbecker Experte, der sich die etwa viereinhalb Wochen alten Jungtiere mittels Hubsteigergenau angeschaut hat. „Sie sind gesund und gut ernährt“, stellt der 76-Jährige in zwölf Meter Höhe erfreut fest, wo er auch zwei Störche in luftiger Höhe beringt hat. mehr lesen…

Kreist im Liebesgrund bald die Kettensäge?

Die Stadt möchte das Areal am Hohen Wall gern gründlich auf Vordermann bringen – aber zuvor muss noch die Politik einwilligen

Von Christian Harborth

Hildesheim. DerLiebesgrund gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten Hildesheims. Allerdings hat die grüne Lunge südlich der Schützenallee biologisch gesehen ihre glanzvollen Zeiten lange hinter sich gelassen, meint man im Rathaus. 13er Fachbereich Tiefbau und Grün schlägt jetzt vor, das mindestens sechs Hektar große Areal umfassend aufforsten zu lassen. Das würde auch bedeuten, dass zahlreiche alte Bäume gefällt werden müssen.

Der Liebesgrund ist voll von beschädigten Bäumen, wie hier unweit der Unterführung. Die Stadt würde den Park gern umfassend aufforsten lassen. Foto: moras

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Die schwarze Verwandtschaft ist da

In diesem Jahr schreiten besonders viele Schwarzstörche über Felder und durch Auen / Gutes Nahrungsangebot durch regenreichen Sommer

Aus der HAZ vom 26.08.2017

Graziös stolziert der Schwarzstorch über die Felder und Wiesen in der Gemeinde Holle. Auch in Luttrum wurde der Vogel beobachtet. Foto Bologna

Von Andrea Hempen

Luttrum/Holle. Er ist eher der zurückhaltende Typ, nicht so forsch wie der weiße Verwandte, dem sogar nachgesagt wird, er würde Menschenkinder ausliefern. Der Schwarzstorch ist selten zu sehen. Aber es gibt ihn. Und das stellt er in diesem Jahr eindrucksvoll unter Beweis. „Schuld“ daran ist das Wetter. Der viele Regen, der die Menschen nervt, ist ihm eine Freude. Denn so findet er nicht nur in Flussauen, sondern auch auf Feldern in der Börde ein breitgefächertes Nahrungsangebot. Derzeit sind die schwarzen Störche in Holle und auch in Luttrum, nahe des Moores, zu sehen. mehr lesen…

Schlechte Aussichten für die Natur in Hildesheim

Aus der HAZ vom 12.08.2016 „Harter Brocken für Naturschützer“

Die Stadt will beim Baugebiet Großer Kamp ein Gesetz nutzen, durch das sie auf einen Umwelt-Ausgleich verzichten darf. Die Politik zeigt sich offen, BUND und OVH kritisieren die Idee. Von Rainer Breda

Hildesheim. Der Punkt schien harmlos, schließlich hatte sich der Stadtentwicklungsausschuss schon oft mit der geplanten Siedlung „Großer Kamp“ befasst. Und doch steckt in dem Vorhaben auf einmal Zündstoff, wie sich jetzt zeigte. Denn die Verwaltung will bei dem Vorhaben einen neuen Paragraphen im Baugesetzbuch anwenden, den der Bundestag jüngst mit den Stimmen der Großen Koalition beschlossen hat – mit dem Ziel, Baugebiete zu beschleunigen. So können Städte und Gemeinden unter speziellen Voraussetzungen auf die sonst obligate Untersuchung verzichten, welche ökologischen Folgen das Ganze hat. Und nicht nur das: Auch Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Umwelt, normalerweise zwingend geboten, sind nicht nötig. mehr lesen…

Können erneuerbare Energien auch aus Naturparken und Biosphärenreservaten kommen?

BfN Pressemitteilung Bonn, 09. August 2017:

Können erneuerbare Energien auch in Naturparks
und Biosphärenreservaten naturverträglich erzeugt werden? Und wenn ja,
wie und unter welchen Voraussetzungen kann dies erreicht werden?
Antworten auf diese Frage gibt ein Leitfaden, der die Ergebnisse eines
dreijährigen Forschungsvorhabens des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)
zusammenfasst.
“Biosphärenreservate und Naturparke machen nicht nur einen großen Teil
unserer Nationalen Naturlandschaften aus. Sie tragen auf rund einem
Drittel der Bundesfläche zum Erhalt von Arten und ihren Lebensräumen bei,
erbringen wichtige ökologische Leistungen und sind oft wichtige
Destinationen für den Naturtourismus. Weil sie vom Flächenbedarf und den
Auswirkungen für die Erzeugung erneuerbarer Energien in besonderer Weise
betroffen sein können, sind die Ergebnisse des Forschungsprojekts von
besonderer Bedeutung, um die Energiewende naturverträglich zu gestalten”,
sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

Die Empfehlungen für die Art und Weise der Nutzung der erneuerbaren
Energieformen in den Nationalen Naturlandschaften betreffen die Wahl des
Standorts, die Gestaltung sowie den Bau und Betrieb von Anlagen zur
energetischen Nutzung, aber auch die Art und Weise des
Energiepflanzenanbaus und der energetischen Nutzung von Holz und
Schnittgut aus der Landschaftspflege. Für den Netzausbau werden
Empfehlungen zur Wahl des Trassenverlaufs sowie der technischen und
ästhetischen Gestaltung formuliert. Zum Einsatz der verschiedenen
Steuerungsinstrumente, die für die Nutzung und den Ausbau erneuerbarer
Energien in den Nationalen Naturlandschaften zur Verfügung stehen, werden
Vorschläge unterbreitet, die gezielt verschiedene beteiligte
Akteursgruppen adressieren. Die Empfehlungen wurden sowohl übergreifend
als auch für die einzelnen Energieformen Windenergie, Biomasse und
Photovoltaik sowie den Netzausbau entwickelt. Sie richten sich vor allem
an die Träger von Naturparken und Biosphärenreservaten, aber auch an
Entscheidungsträger auf Landes- und Bundesebene sowie weitere mit den
Zielen von Biosphärenreservaten und Naturparken und den Themen
erneuerbare Energien, Netzausbau und Klimaschutz befasste Akteure.

Zentrale Handlungsempfehlungen sind:

Damit Steuerungsinstrumente und -ansätze bei der Ausführung auf örtlicher
Ebene zielgerichtet greifen können, sind vorgeschaltete
planerisch-konzeptionelle Aussagen  auf übergeordneter Ebene wichtig,
insbesondere in Form einer qualifizierten, flächendeckenden und aktuellen
Landschaftsrahmenplanung.

Um die Auswirkungen erneuerbarer Energien auf Natur und Landschaft in
Biosphärenreservaten und Naturparken naturverträglich zu steuern, sind
darüber hinaus regulative Instrumente einzusetzen. Hierfür bieten
insbesondere die Regional- und Bauleitplanung, Schutzgebietsverordnungen
sowie die gute fachliche Praxis nach § 5 Abs. 2 und 3
Bundes-Naturschutz-Gesetz grundsätzlich gute Möglichkeiten. Sie weisen
aber zum Teil Vollzugsdefizite auf, die sie in ihrer Wirksamkeit
einschränken. Diese Instrumentengruppe gilt es daher zu stärken,
indembestehende zugrunde liegende rechtliche Regelungen ergänzt oder
konkretisiert werden und/oder sie konsequenter angewendet werden.

Bei den anreizorientierten Instrumenten sollten insbesondere im Bereich
der Land- und Forstwirtschaft die Fördermöglichkeiten so zugeschnitten
werden, dass die sensiblen Gebietskulissen von Biosphärenreservaten und
Naturparken bzw. ihre Zielsetzungen berücksichtigt werden.

Über kooperativ-beratende Ansätze können Träger von Biosphärenreservaten
und Naturparken gut auf informeller Ebene steuernd wirken und ihre
gebietseigenen Ziele und Leitlinien in Bezug auf erneuerbare Energien und
Klimaschutz einbringen. Sie sollten dazu in die Lage versetzt werden,
über Information, Beratung und Kooperation bei konkreten Maßnahmen eine
aktive gestaltende Rolle einzunehmen.

Hintergrund:

Alternative Formen der Energieerzeugung wie Windparks,
Photovoltaik-Freiflächenanlagen, Ackerflächen zur Biomasseerzeugung oder
leistungsfähigere Stromtrassen benötigen oft große Areale und stellen
einen Eingriff in gewachsene Lebensräume und Landschaftsbilder dar. Hinzu
kommen die spezifischen Auswirkungen auf einzelne Arten, wie Fledermäuse
und bestimmte Vogelarten.

Der Handlungsleitfaden wurde im Rahmen eines vom Bundesamt für
Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderten
Forschungsvorhabens erarbeitet und jetzt in der BfN-Skripten-Reihe
veröffentlicht. Forschungsnehmer war ein Konsortium aus dem Institut für
ländliche Strukturforschung, der Universität Kassel und den beiden
Dachverbänden EUROPARC Deutschland und Verband deutscher Naturparke.

In dem dreijährigen Forschungsvorhaben “Nationale Naturlandschaften und
erneuerbare Energien” wurde untersucht, welche Auswirkungen die Erzeugung
erneuerbarer Energien in den Biosphärenreservaten und Naturparken auf die
Schutzgüter und -funktionen der Gebiete hat und welche
Steuerungsmöglichkeiten den Trägern zur Verfügung stehen, um Einfluss auf
die Erzeugung erneuerbarer Energien in ihren Gebieten zu nehmen. Hierzu
erfolgte eine umfangreiche Bestandsanalyse, die in bundesweit 14
Fallstudiengebieten vertieft wurde. Im Mittelpunkt standen dabei die
jeweils besondere Betroffenheit durch einzelne Formen der erneuerbaren
Energien und auch die Aktivitäten der Region für den Klimaschutz. Die
länderspezifischen Rahmenbedingungen und unterschiedlichen Verfasstheiten
der Gebiete wurden jeweils einbezogen.

Neben dem Handlungsleitfaden wurde auch der zweibändige Gesamtbericht in
der Skripten-Reihe des BfN veröffentlicht und kann wie der
Handlungsleitfaden als Download auf http://www.bfn.de/0502_skripten.html
bezogen werden.

Der Handlungsleitfaden kann zudem in gedruckter Form kostenfrei beim
Bundesamt für Naturschutz, Konstantinstr. 110, 53179 Bonn, E-Mail:
gabriele.niclas@bfn.de bezogen werden.

Bezugshinweis:

GEHRLEIN, U., MENGEL, A., MILZ, E., HOHEISEL, D., BARTHELMES, B.,
DÜSTERHAUS, B., MATHIAS, C., LIESEN, J., BARANEK, E. & SCHUBERT, S.
(2017): Nationale Naturlandschaften und erneuerbare Energien.
Handlungsleitfaden des gleichnamigen F+E-Vorhabens. – BfN-Skripten 467. –
Bonn- Bad Godesberg, 107 Seiten.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter:
http://www.bfn.de/0401_pm.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=6140

Hrsg: Bundesamt für Naturschutz
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