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Botanische Bestandserfassung ehem. Abraumhalde des Kaliwerks Mathildenhall

Berichte der Arbeitsgemeinschaft Botanik im OVH

Erfassung der Salzpflanzen auf der ehemaligen Abraumhalde des Kaliwerks Mathildenhall im Hildesheimer Wald am 23.06.2011

Führung: Dr. Werner Müller

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Google Earth 2010

Kartiert wurde die östliche ehemalige Halde (weißer Fleck rechts) Koordinaten: (ungefährer Mittelpunkt des Untersuchungsgebietes östliche ehemalige Halde): 52°06‘19“N 9°51‘43“E

Nach dem Abbau von Kalisalzen von 1908–1930 und einer Wiederaufnahme der Förderung von 1950-59 wurde die Schachtanlage Mathildenhall 1997 verfüllt.

Zuvor hatte am 16.08.1995 bereits eine Exkursion der AG Botanik zur ehemaligen Kalihalde Mathildenhall unter der Führung von Dr. W. MÜLLER stattgefunden (s. Botanik-Bericht Diekholzen Kalihalde Mathildenhall 1995).

2011 erfolgte auf Anregung der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Hildesheim eine erneute Bestandsaufnahme der Salzpflanzen auf der ehemaligen Halde.

Zum Untersuchungszeitpunkt 2011 war von der Kalihalde nichts mehr zu sehen, auf dem salzigen Haldenuntergrund wurden jedoch Halophyten und salztolerante Pflanzen in größerer Anzahl festgestellt.

Die zentrale Fläche der ehemaligen Kalihalde ist gehölzfrei, vom Rand dringen jedoch erste Gehölze vor, v.a. Grau-Erle (Alnus incana), vereinzelt auch Birke (Betula pendula) und Fichte (Picea abies).

An den Rändern der Fläche ist eine starke Ausbreitung von Land-Reitgras (Calamagrostis epigeios) zu beobachten.

Bestandsaufnahme vom 23.06.2011

Wissenschaftliche und deutsche Namen nach: Rote Liste und Florenliste der Farn- und Blütenpflanzen in Niedersachsen und Bremen (GARVE 2004)

Verwendete Abkürzungen

RL 2 stark gefährdet

RL 3 gefährdet

V Vorwarnliste (Art zurückgegangen, aber aktuell noch nicht gefährdet)

(in Klammern: Mengenangaben der RL-Salzpflanzen 1995)

Salzpflanzen (Halophyten)

Apium graveolens RL 3 Echter Sellerie div. 100 Ex.(1995: >100)

Aster tripolium RL 3 Strand-Aster >50 (1995: >50)

Bupleurum tenuissimum RL 2 Salz-Hasenohr ca.15 Ex.(1995:nicht gef.)

Glaux maritima RL 2 Milchkraut >1000 (1995: >50)

Hordeum jubatum Mähnen-Gerste (Größere Bestände)

Lepidium latifolium Breitblättrige Kresse ca. 300

Puccinellia distans Gewöhnlicher Salzschwaden (bestandsbildend an stark salzhaltigen Stellen)

Samolus valerandi RL 2 Salz-Bunge >1000

Spergularia media Flügelsamige Schuppenmiere >25

Spergularia salina Salz-Schuppenmiere >50

Trifolium fragiferum RL 3 Erdbeer-Klee 12-15 Ex. (1995: >100)

Triglochin maritimum RL 3 Strand-Dreizack >100 (1995: >25)

Salztolerante Pflanzen

Atriplex prostrata Spieß-Melde

Juncus compressus Zusammengedrückte Binse (häufigste Art)

Pulicaria dysenterica RL 3 Großes Flohkraut >1000

Nicht gefunden wurden die nachfolgenden Salzpflanzen, die 1995 nachgewiesen wurden

Wissenschaftliche und deutsche Namen nach: Rote Liste (GARVE 1993):

Verwendete Abkürzungen

RL 0 B: ausgestorben oder verschollen im Binnenland

RL 2 B: stark gefährdet im Binnenland

RL 4 : potentiell gefährdet

Atrilex littoralis Strand-Melde

Atriplex pedunculata RL 0 B Gestielte Keilmelde

Lotus glaber RL 2 B Salz-Hornklee

Plantago major ssp. winteri RL 4 Großer Wegerich

Plantago maritima RL 0 B Strand-Wegerich

Suaeda maritima Strand-Sode

Salicornia ramosissima RL 2 B Ästiger Queller

© Ornithologischer Verein zu Hildesheim AG Botanik