Eberholzen, Abbenser Berg (1986 / 2018), Schutzgebiet Paul-Feindt-Stiftung

Floristische Bestandsaufnahmen der AG Botanik in den Jahren 1986 und 2018
sowie ein Bericht über das Gebiet von Hermann Doebel von 1984

Abbenser Berg.jpg

Lage des Gebietes am Nordabhang der Vorberge zwischen Sibbesse und Eberholzen, Landkreis Hildesheim

Koordinaten in Google Earth 2020: 52°02‘49“N 9°52’29”E
Höhe ü. NN: 250-260 m
TK 3925, Q 3, MF 3
Größe: ca. 1,2 ha

Der Abbenser Berg ist ein Teilgebiet des FFH-Gebietes 117: “Trockenlebensräume – Sieben Berge, Vorberge”
sowie Teil des gleichnamigen, 2017 ausgewiesenen NSG HA 241 “Trockenlebensräume – Sieben Berge, Vorberge”.

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Abbenser Berg im Frühjahrsaspekt. Foto: M. Burgdorf (29.04.2018)

Das Gebiet
Der Abbenser Berg ist wegen seiner einzigartigen Frauenschuh-Bestände und zahlreicher weiterer seltener Pflanzen seit langer Zeit in der Umgebung bekannt. Das ca. 1,2 ha große, am Nordhang liegende Gebiet wurde 1981 vom Ornithologischen Verein zu Hildesheim gepachtet. Seitdem werden regelmäßige Pflegemaßnahmen zur Entbuschung und Mahd durchgeführt. 1988 wurde das Grundstück gekauft und nach der Stiftungsgründung auf die Paul-Feindt-Stiftung übertragen. „Leitpflanze“ ist der Frauenschuh, eine europaweit streng geschützte Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie und zugleich die einzige in Niedersachsen vorkommende Blütenpflanze dieser Schutzkategorie.

Die Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen am Abbenser Berg werden wie folgt durchgeführt: 1x jährliche Beweidung mit einer Schafherde, daran anschließend im Winterhalbjahr maschinelle Pflegeeinsätze, die z.T. mit Landesmitteln gefördert werden. Ausgesprochen wichtig sind die von Ehrenamtlichen in Zusammenarbeit des Ornithologischen Vereins und der Paul-Feindt-Stiftung geleisteten Pflegemaßnahmen: In ungezählten Arbeitsstunden werden im Gebiet Stockausschläge und nachwachsende Gehölze beseitigt und das anfallende Material abgeräumt. Tatkräftige Helfer*innen bei Arbeitseinsätzen in den Schutzgebieten der Paul-Feindt-Stiftung sind immer willkommen! Bitte melden Sie sich bei: info@paul-feindt-stiftung.de

Frühere botanische Beobachtungen
Schon vor Jahrzehnten wurden die zahlreichen seltenen Pflanzen des Gebietes dokumentiert. HERRMANN DOEBEL veröffentlichte 1984 eine Tabelle mit 13 Pflanzenarten der damals gültigen Roten Liste 1983 und stellte einen Vergleich mit früheren Beobachtungen weiterer Autoren an (Doebel 1984).

Liste der 1984 von H. Doebel am Abbenser Berg gefundenen Rote-Liste-Arten:

Rote Liste 1983
Cephalanthera damasonium Weißes Waldvögelein RL 3
Cypripedium calceolus Frauenschuh RL 2
Gentianella ciliata Gefranster Enzian RL 3
Gentianella germanica Deutscher Enzian RL 2
Gymnadenia conopsea Mücken-Händelwurz RL 3
Lithospermum officinale Echter Steinsame RL 2
Ophrys apifera Bienen-Ragwurz RL 3
Ophrys insectifera Fliegen-Ragwurz RL 3
Platanthera bifolia Zweiblättrige Waldhyazinthe RL 3
Platanthera chlorantha Grünliche Waldhyazinthe RL 3
Primula veris Echte Schlüsselblume RL 3
Pyrola rotundifolia Rundblättriges Wintergrün RL 2
Ranunculus polyanthemos Vielblütiger Hahnenfuß RL 3

Anm.: Die damaligen RL-Arten Cephalanthera damasonium und Primula veris werden in der Roten Liste 2004 nicht mehr als gefährdet geführt.

Folgende der 1984 festgestellten RL-Arten wurden 2018 nicht mehr gefunden:

Gentianella ciliata Gefranster Enzian RL 3
Gentianella germanica Deutscher Enzian RL 2
Ophrys apifera Bienen-Ragwurz RL 3
Platanthera bifolia Zweiblättrige Waldhyazinthe RL 3
Pyrola rotundifolia Rundblättriges Wintergrün RL 2

2018 neu gefundene Rote-Liste-Arten:

Rote Liste 2004
Aquilegia vulgaris Gewöhnliche Akelei RL 3
Betonica officinalis Heil-Ziest RL 3
Galium pumilum Zierliches Labkraut RL 3
Helleborus viridis Grüne Nieswurz RL 3
Orchis mascula Stattliches Knabenkraut RL 3
Orchis purpurea Purpur-Knabenkraut RL 3
Rhinanthus alectorolophus Zottiger Klappertopf RL 3 (angesalbt?)

Beobachtungen vor 1984

Doebel (1984) führt einige Beobachtungen früherer Autoren im Gebiet auf: Das Rundblättrige Wintergrün (Pyrola rotundifolia), das er „seit geraumer Zeit vermisst“ hatte, war von Burdik (1981) im Jahr 1977 noch gefunden worden. Die AG Botanik konnte das Wintergrün weder 1986 noch 2018 feststellen.
Auch bei der Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) verzeichnet Doebel 1984 einen Rückgang. Sie ging seit 1950 (65 Blütenstände) auf 5 Pflanzen im Jahr 1981 zurück. Bis 1984 erfolgte eine weitere Abnahme. Doebel vermutet als mögliche Ursache „einen Rückgang der die Blüte bestäubenden Grabwespe“. Die AG Botanik fand 1986 kein Exemplar der Fliegen-Ragwurz, bei der Bestandsaufnahme 2018 wurde 1 Ex. gefunden.
Von der Grünlichen Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha) fand Doebel 1984 fünf Exemplare, die AG Botanik stellte 1986 keine, 2018 dagegen zwei Ex. fest.
Die Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) wurde damals wie heute in großer Menge gefunden. Böse dokumentierte 1984 über 1000 Exemplare, die AG Botanik stellte 1986 und auch 2018 über 100 Exemplare fest.
Nach wie vor häufig auf der Fläche ist das Große Zweiblatt (Listera ovata): 1984 war es mit über 1000 Individuuen vertreten, 2018 wurden mehrere hundert Exemplare gezählt.
Über den Frauenschuh (Cypripedium calceolus) berichtet Doebel (1984), dass Seeland in den Jahren 1948 bis 1953 einen Rückgang der Art von 45 auf 21 blühende Pflanzen verzeichnete und vermerkt hierzu, „dass der Frauenschuh, insbesondere stattlich entwickelte Horste, leicht gewissenlosen Ausgräbern zum Opfer fällt.“

Ergebnis der botanischen Bestandsaufnahme
vom 29.04., 14.05. und 10.06.2018

Im Vergleich mit der am 18.06.1986 von der AG Botanik des OVH unter Leitung von Dr. H. Hofmeister durchgeführten Erfassung des Gebietes ergab die neue Bestandsaufnahme der AG an drei Terminen 2018, dass sich die Artenzusammensetzung im Laufe der Jahre insgesamt nicht wesentlich verändert hatte. Bezüglich der Arten der Roten Liste sowie der Vorwarnliste sind jedoch einige Unterschiede zu verzeichnen (s. 3. Vergleich der Individuenzahlen der Rote-Liste-Arten 1986 und 2018).

Das Gebiet wird im Süden und Westen von Buchenwald und im Norden und Osten von Hecken und Einzelsträuchern umrahmt und vermittelt partiell den Charakter einer Waldlichtung. Dem am Oberhang angrenzenden Wald ist ein strukturreicher Waldsaum mit zahlreichen gefährdeten und geschützten Arten vorgelagert. Hangabwärts schließt sich ein saumartenreicher Kalkhalbtrockenrasen mit Übergängen zu magerem Grünland an. Auf den teilweise wechselfeuchten Böden sind zahlreiche Frische- und Feuchtezeiger zu finden.

1. Strukturreicher Waldrand (WR) (§) am Oberhang

Acer campestre J Feld-Ahorn
Acer pseudoplatanus J Berg-Ahorn
Actaea spicata Christophskraut
Agrimonia eupatoria Odermennig
Anemone nemorosa Busch-Windröschen
Aquilegia vulgaris Gewöhnliche Akelei RL 3; >25 Ex.
Arctium tomentosum Filzige Klette
Arum maculatum Aronstab
Calamagrostis epigeios Land-Reitgras
Cardamine bulbifera Zwiebel-Zahnwurz
Cephalanthera damasonium Weißes Waldvögelein §; 3 Ex.
Chaerophyllum temulum Taumel-Kälberkropf
Clematis vitalba Gewöhnliche Waldrebe
Fraxinus excelsior J Gewöhnliche Esche
Galium odoratum Waldmeister
Galium sylvaticum Wald-Labkraut
Geranium robertianum Stinkender Storchschnabel
Helleborus viridis Grüne Nieswurz RL 3; 1 Ex.
Hepatica nobilis Leberblümchen
Hypericum hirsutum Behaartes Johanniskraut
Listera ovata Großes Zweiblatt §; >50 Ex. am Waldrand
Lithospermum officinale Echter Steinsame RL 3; >50 Triebe am Waldrand
Mercurialis perennis Wald-Bingelkraut
Neottia nidus-avis Vogelnestwurz §; 10 Ex.
*Orchis mascula Stattl.Knabenkraut RL 3
*Orchis purpurea Purpur-Knabenkraut RL 3
Paris quadrifolia Einbeere V; >100
Phyteuma spicatum Ährige Teufelskralle
Primula elatior Hohe Schlüsselblume
Pulmonaria obscura Dunkles Lungenkraut
Ranunculus auricomus Gold-Hahnenfuß
Ranunculus ficaria Scharbockskraut
Rubus idaeus Himbeere
Solidago virgaurea Gewöhnliche Goldrute
Sorbus aucuparia J Eberesche
Stachys sylvatica Wald-Ziest
Valeriana officinalis Echter Arznei-Baldrian
Viburnum opulus Gewöhnlicher Schneeball
Viola reichenbachiana Wald-Veilchen

* Orchis mascula und O. purpurea wurden im Mai 2016 am westlichen Waldrand von Jan WIESENMÜLLER festgestellt (ohne Anzahl).

2. Kalkmagerrasen mit Übergängen zu Grünland mit Feuchtezeigern

FFH-Lebensraumtyp (LRT) 6210(*): Naturnahe Kalk-Trockenrasen und ihre Verbuschungsstadien (*Besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen); Biotoptyp gemäß Kartierschlüssel für Biotoptypen in Niedersachsen: Saumartenreicher Kalkmagerrasen (RHS) mit Übergängen zu Magerem mesophilem Grünland kalkreicher Standorte (GMK)

Achillea millefolium Gewöhnliche Schafgarbe
Agrimonia eupatoria Odermennig
Ajuga reptans Kriechender Günsel
Arrhenatherum elatius Gewöhnlicher Glatthafer
Asparagus officinalis Gemüse-Spargel
Betonica officinalis Heil-Ziest RL 3; >100 blüh. Triebe
Brachypodium pinnatum Fieder-Zwenke
Briza media Kleines Zittergras V; div. 100E x.
Bromus erectus Aufrechte Trespe
Carex caryophyllea Frühlings-Segge
Carex flacca Blaugrüne Segge
Centaurea jacea Wiesen-Flockenblume
Centaurea scabiosa Skabiosen-Flockenblume
Cerastium holosteoides Gewöhnliches Hornkraut
Cirsium acaule Stängellose Kratzdistel
Cirsium arvense Acker-Kratzdistel
Cornus sanguinea Roter Hartriegel
Crataegus monogyna Eingriffeliger Weißdorn
Cypripedium calceolus Frauenschuh RL 2; §§; 52 Horste, ca. 500 blühende Triebe
Dactylis glomerata Gewöhnliches Rispengras
Euphorbia esula Esels-Wolfsmilch
Festuca pratensis Wiesen-Schwingel
Fragaria vesca Wald-Erdbeere
Fraxinus excelsior J Gewöhnliche Esche
Galium album Wiesen-Labkraut
Galium pumilum Zierliches Labkraut RL 3; >6 Ex.
Gymnadenia conopsea Mücken-Händelwurz >100 Ex.
Helictotrichon pubescens Flaumhafer V; >100 Ex.
Heracleum sphondylium Wiesen-Bärenklau
Holcus lanatus Wolliges Honiggras
Knautia arvensis Wiesen-Witwenblume
Lathyrus pratensis Wiesen-Platterbse
Leontodon hispidus Rauer Löwenzahn
Listera ovata Großes Zweiblatt §; div. 100 Ex.
Lithospermum officinale Echter Steinsame RL 3; >100 Triebe
Lotus corniculatus Wiesen-Hornklee
Luzula campestris Feld-Hainsimse
Medicago lupulina Schneckenklee
Ononis repens Kriechende Hauhechel V; >6 Ex.
Ophrys insectifera Fliegen-Ragwurz RL 3; 1 Ex.
Origanum vulgare Gewöhnlicher Dost
Paris quadrifilia Einbeere V; >100 Ex.
Pimpinella major Große Bibernelle
Plantago lanceolata Spitz-Wegerich
Plantago media Mittlerer Wegerich
Plathanthera chlorantha Grünliche Waldhyazinthe RL 3; §; 2 Ex.
Poa angustifolia Schmalblättr. Wiesen-Rispengras
Poa pratensis Wiesen-Rispengras
Primula veris Echte Schlüsselblume V; >1000 Ex.
Prunus spinosa J Schlehe
Ranunculus acris Scharfer Hahnenfuß
Ranunculus polyanthemos agg. Artengr. Vielblütiger Hain-Hahnenfuß RL 3; >100 Ex.
Rhinanthus alectorolophus Zottiger Klappertopf RL 3; >1000 Ex.
Rosa canina Hunds-Rose
Rubus caesius Kratzbeere
Sanguisorba minor Kleiner Wiesenknopf
Scabiosa columbaria Tauben-Skabiose
Senecio erucifolius Raukenblättriges Greiskraut
Tragopogon dubius Großer Bocksbart
Trifolium pratense Rot-Klee
Trifolium repens Weiß-Klee
Trisetum flavescens Goldhafer
Valeriana officinalis Echter Arznei-Baldrian an vielen Stellen
Veronica chamaedrys Gamander-Ehrenpreis
Vicia sepium Zaun-Wicke
Vicia tetrasperma Viersamige Wicke
Viola hirta Raues Veilchen

 

3. Vergleich der Individuenzahlen der Rote-Liste-Arten 1986 und 2018

1986

(nach Roter Liste 1983)

2018

(nach Roter Liste 2004)

Aquilegia vulgaris Gewöhnliche Akelei 0 RL 3; >25;
Betonica officinalis Heil-Ziest 0 RL 3; >100 blüh. Triebe
Briza media Gewöhnliches Zittergras Keine RL-Art V; div. 100
Cephalanthera damasonium Weißes Waldvögelein 0 Keine RL-Art; 3 Ex
Cypripedium calceolus Frauenschuh RL 2; >100 RL 2; FFH; 52 Horste, >500 blüh.
Fragaria viridis Knack-Erdbeere 3; >1000 0 (übersehen?)
Galium pumilum Zierliches Labkraut 0 RL 3; >6 Ex.
Gentianella germanica Deutscher Enzian RL 2; keine Mengenangabe 0
Gymnadenia conopsea ssp. conops.
Mücken-Händelwurz RL 3; div. 100 RL 3; >100
Helictotrichon pubescens Flaumhafer Keine RL-Art V; >100
Helleborus viridis Grüne Nieswurz 0 RL 3; 1 Ex.
Listera ovata Großes Zweiblatt §; div.100 Ex. §; div.100 Ex.
Lithospermum officinale Echter Steinsame RL 2; keine Mengenangabe RL 3; >100
Neottia nidus-avis Vogelnestwurz §; keine Mengenangabe §; 10 Ex.
Ononis repens Kriechende Hauhechel 0 V; >6 Ex.
Ophrys insectifera Fliegen-Ragwurz 0 RL 3; §; 1 Ex.
Orchis mascula Stattl. Knabenkraut 0 RL 3; §; keine Mengenang.
Orchis purpurea Purpur-Knabenkraut 0 RL 3; §; keine Mengenang.
Paris quadrifolia Einbeere Keine RL-Art V; >100
Platanthera chlorantha Grünliche Waldhyazinthe RL 3; §; keine Mengenangabe RL 3; §; 2 Ex.
Polygala comosa Schopfige Kreuzblume Keine RL-Art V
Primula veris Echte Schlüsselblume RL 3; keine Mengenangabe V; > 1000
Ranunculus polyanthemos agg. Vielblütiger Hahnenfuß RL 3; keine Mengenangabe RL 3; >100
Rhinanthus alectorolophus Zottiger Klappertopf 0 RL 3; >1000; angesalbt?
Rhinanthus minor Kleiner Klappertopf Keine RL-Art V; 0 (nicht gefunden)


4. Gesamtliste der 2018 am Abbenser Berg festgestellten Arten

Acer campestre Feld-Ahorn
Acer pseudoplatanus Berg-Ahorn
Achillea millefolium Gewöhnliche Schafgarbe
Actaea spicata Christophskraut
Agrimonia eupatoria Odermennig
Ajuga reptans Kriechender Günsel
Anemone nemorosa Busch-Windröschen
Aquilegia vulgaris Gewöhnliche Akelei RL 3; >25
Arctium tomentosum Filzige Klette
Arrhenatherum elatius Gewöhnlicher Glatthafer
Arum maculatum Aronstab
Asparagus officinalis Gemüse-Spargel
Betonica officinalis Heil-Ziest RL 3; >100 blüh. Triebe
Brachypodium pinnatum Fieder-Zwenke
Briza media Kleines Zittergras V; div. 100
Bromus erectus Aufrechte Trespe
Calamagrostis epigeios Land-Reitgras
Cardamine bulbifera Zwiebel-Zahnwurz
Carex caryophyllea Frühlings-Segge
Carex flacca Blaugrüne Segge
Centaurea jacea Wiesen-Flockenblume
Centaurea scabiosa Skabiosen-Flockenblume
Cephalanthera damasonium Weißes Waldvögelein §; 3 Ex.
Cerastium holosteoides Gewöhnliches Hornkraut
Chaerophyllum temulum Taumel-Kälberkropf
Cirsium arvense Acker-Kratzdistel
Clematis vitalba Gewöhnliche Waldrebe
Cornus sanguinea Roter Hartriegel
Crataegus monogyna Eingriffeliger Weißdorn
Cypripedium calceolus Frauenschuh RL 2; §§; 52 Horste,

ca. 500 blühende Triebe

Dactylis glomerata Gewöhnliches Rispengras
Euphorbia esula Esels-Wolfsmilch
Festuca pratensis Wiesen-Schwingel
Fragaria vesca Wald-Erdbeere
Fraxinus excelsior J Gewöhnliche Esche
Galium album Wiesen-Labkraut
Galium odoratum Waldmeister
Galium pumilum Zierliches Labkraut RL 3; >6
Galium sylvaticum Wald-Labkraut
Geranium robertianum Stinkender Storchschnabel
Gymnadenia conopsea Mücken-Händelwurz RL 3; >100
Helictotrichon pubescens Flaumhafer V; >100
Helleborus viridis Grüne Nieswurz RL 3; 1 Ex.
Hepatica nobilis Leberblümchen
Heracleum sphondylium Wiesen-Bärenklau
Holcus lanatus Wolliges Honiggras
Hypericum hirsutum Behaartes Johanniskraut
Knautia arvensis Wiesen-Witwenblume
Lathyrus pratensis Wiesen-Platterbse
Leontodon hispidus Rauer Löwenzahn
Listera ovata Großes Zweiblatt §; div. 100
Lithospermum officinale Echter Steinsame RL 3; >100 Triebe
Lotus corniculatus Wiesen-Hornklee
Luzula campestris Feld-Hainsimse
Medicago lupulina Schneckenklee
Neottia nidus-avis Vogelnestwurz §; 10 Ex.
Ononis repens Kriechende Hauhechel V; >6
Ophrys insectifera Fliegen-Ragwurz RL 3; 1 Ex.
Orchis mascula Stattl. Knabenkraut RL 3
Orchis purpurea Purpur-Knabenkraut RL 3
Origanum vulgare Gewöhnlicher Dost
Paris quadrifolia Einbeere V; >100
Phyteuma spicatum Ährige Teufelskralle
Pimpinella major Große Bibernelle
Plantago lanceolata Spitz-Wegerich
Plantago media Mittlerer Wegerich
Plathanthera chlorantha Grünliche Waldhyazinthe RL 3; §; 2 Ex.
Poa angustifolia Schmalblättr. Wiesen-Rispengras
Poa pratensis Wiesen-Rispengras
Primula veris Echte Schlüsselblume V; §; >1000
Prunus spinosa J Schlehe
Pulmonaria obscura Dunkles Lungenkraut
Ranunculus acris Scharfer Hahnenfuß
Ranunculus auricomus Gold-Hahnenfuß
Ranunculus ficaria Scharbockskraut
Ranunculus polyanthemos agg. Artengr. Vielblütiger Hain-Hahnenfuß RL 3; >100
Rhinanthus alectorolophus Zottiger Klappertopf RL 3; >1000
Rosa canina Hunds-Rose
Rubus caesius Kratzbeere
Sanguisorba minor Kleiner Wiesenknopf
Scabiosa columbaria Tauben-Skabiose
Senecio erucifolius Raukenblättriges Greiskraut
Solidago virgaurea Gewöhnliche Goldrute
Sorbus aucuparia J Eberesche
Stachys sylvatica Wald-Ziest
Tragopogon dubius Großer Bocksbart
Trifolium pratense Rot-Klee
Trifolium repens Weiß-Klee
Trisetum flavescens Goldhafer
Valeriana officinalis Echter Arznei-Baldrian
Veronica chamaedrys Gamander-Ehrenpreis
Viburnum opulus Gewöhnlicher Schneeball
Vicia sepium Zaun-Wicke
Vicia tetrasperma Viersamige Wicke
Viola hirta Raues Veilchen
Viola reichenbachiana Wald-Veilchen

 

Literatur

DOEBEL, H. (1984): Veränderungen eines Halbtrockenrasens im Alfelder Bergland. – Mitt. orn. Ver. Hildesheim 8, Heft 2.
BURDIK, A. (1981): Orchideen und andere geschützte Pflanzen.- Unveröff. Manuskript.
H. HAEUPLER, A. MONTAG, K. WÖLDECKE und E. GARVE (1983): Rote Liste Gefäßpflanzen Niedersachsen und Bremen.
H. SEELAND (1940): Nachtrag zu: Die Orchidaceen der Flora von Hildesheim. Mitteilungen aus dem Roemer-Museum, Hildesheim, Nr. 46.
BÖSE, K-H./DOEBEL, H. (1988): Verbreitung und Gefährdung der Orchideen im Landkreis Hildesheim. – Mitt. Roemer-Museum Hildesheim. Neue Folge 2. Bad Salzdetfurth.

© Ornithologischer Verein zu Hildesheim e.V.