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Tag der offenen Tür im Amphibienbiotop

Andreas Kentler erklärt kleinen und großen Besuchern die verschiedenen Lurcharten, Foto H.-J. Pütz

(PP) Am 14. Mai 2022 fand der beliebte Tag der offenen Tür im Amphibienbiotop in Ochtersum statt. Der Einladung folgten viele Interessierte, denen sich die Gelegenheit bot einen Rundgang durch das Biotop zu unternehmen. Dabei gab es viel Wissenswertes über Amphibien zu erfahren. Andreas Kentler erklärte die verschiedenen Lurcharten und welche Lebensräume sie benötigen.

 

 

Die Nachtigall singt

Ein Abendspaziergang mit dem OVH zu den Nachtigallen bei Steuerwald

(PP) Am 11.05.2022 lud der Ornithologische Verein zu Hildesheim e.V. (OVH) zu einem Abendspaziergang ein. Über 20 Naturbegeisterte folgten der Einladung und wurden nicht enttäuscht.

Die Teilnehmer des Abendspaziergangs, Foto P. Pahl

Unter der fachkundigen Leitung von Wolfgang Pahl (OVH) brauchten wir an diesem schönen warmen Maiabend nicht weit zu gehen, schon vernahmen wir die ersten Töne. Aus den Gebüschen an den Gleisen der Hafenbahn sangen 3 Nachtigallen. Sie grenzen damit ihr Revier gegenüber dem Rivalen ab und buhlen um Weibchen. Der Gesang ist einzigartig und hat schon Komponisten zu meisterhaften Werken inspiriert. Zarte, schmelzende und schluchzende Töne wechseln mit schmetternden, harten Abschnitten, dem Schlagen. „Der Gesang der Nachtigall ist betörend“ schwärmte eine Teilnehmerin begeistert.

Die Nachtigall singt! Foto S. Bologna

Wir hatten das Glück die Nachtigall auch sehen zu können: ein unscheinbarer Vogel, der mit dem in Brauntönen gefärbten Gefieder perfekt getarnt ist. Denn: wer so schön singen kann braucht kein prachtvolles Federkleid. Als Lebensraum bevorzugen Nachtigallen Gebiete mit dichter Deckung in der Nähe von Gewässern oder feuchten Niederungen. Sie sind Bodenbrüter, das heißt sie bauen ihr Nest unter dichten Büschen und Hecken. Dort suchen sie auch Insekten als Futter für sich selbst sowie für ihren Nachwuchs.

Birdrace 2022

Bericht von Johanna und Petra vom Team Hildesheimer Bördebirder

Wir hatten beschlossen gemeinsam auf die „Jagd“ nach möglichst vielen Vogelarten zu gehen. Am 07.05.2022 um 7:00 Uhr geht es los, unser erstes Ziel ist das Gebiet rund um die Heinder Mühle. Die erste Art, die wir entdecken, ist die Wasseramsel, so ein Glück! Dann folgen viele weitere Singvögel wie Fitis, Buchfink, Zilpzalp. In der Fläche des ehemaligen Laugenbeckens (PFS) singen Goldammer und Rohrammer, gleich nebenan eine Nachtigall. Auf dem Mühlenteich schwimmen ein Paar Mittelsäger und einige Reiherenten. Nahe des Wehrs sitzt die Gebirgsstelze. mehr lesen…

Mit dem OVH am Gallberg

Was blüht denn da? Foto Hans-Jürgen Pütz

Naturkundlicher Spaziergang vom 01.05.2022

(PP) Die historische Kulturlandschaft des NSG Gallberges südlich von Himmelsthür war das Ziel des naturkundlichen Spazierganges am ersten Maiwochenende. „Die offene Landschaft muss gepflegt werden“ erklärt Petra Pahl vom OVH. „Wird die Fläche sich selbst überlassen, wächst hier innerhalb weniger Jahre alles zu“ Der Halbtrockenrasen ist ein ganz besonderer Lebensraum. Hier finden sich Tiere, Insekten und Pflanzen, die einen warmen und trockenen Lebensraum benötigen. So bot sich uns ein gelbes Blütenmeer von echten Schlüsselblumen durchsetzt mit violetten Farbtupfern des stattlichen Knabenkrauts. Ein wunderschöner Anblick, der aber bitte nur vom Weg aus genossen werden darf.

Aus den Gebüschen sangen Dorngrasmücken ihr raues Lied, in einem angrenzenden blühenden Rapsfeld jagten Schwarz- und Braunkelchen nach Insekten. Auf dem Rückweg konnten wir noch den Gesang einer Nachtigall aus einer Hecke an der Straße Am Klusberg hören.

Der Auwald blüht

Am 10. April 2022 trafen sich über 30 Personen um den blühenden Auwald im Haseder Busch zu erleben

Die Teilnehmer des botanischen Rundgangs im Haseder Busch, Foto H.-J. Pütz

(GG) Ein Auwald ist ein an einem Bach oder Fluss – hier die Innerste- gelegener Wald, der bei Hochwasser überflutet wird. Beim Zurückweichen des Wassers bleiben feine Sedimente zurück, die einen natürlichen Nährstoffreichtum bewirken. Hier handelt es sich im Gegensatz zur Weichholzaue mit Weiden als typischen Bäumen um eine Hartholzaue. Im Haseder Busch sind die dominierenden Baumarten die Stieleiche, die Esche und die Hainbuche.

Der Rundgang findet in zwei Gruppen unter Führung von Uta Striebl und Günter Grein statt. Schon bald zeigen sich Blütenteppiche aus weißblühenden Buschwindröschen und Hohlem Lerchensporn mit -als Besonderheit- sowohl violetten als auch weißen Blütenständen. Hinzu gesellen sich Gelbes Windröschen und Dunkles Lungenkraut. Weniger ins Auge fallen die Sträucher: Stachelbeere und Rote Johannisbeere stehen hier am natürlichen Standort. Sie haben bereits junge Blätter und beginnen zu blühen. Außerdem sind Rote Heckenkirsche und Weißdorn häufig. mehr lesen…

Naturkundlicher Spaziergang mit dem OVH

Nach fast 2 Jahren Zwangspause geht es wieder los! Foto Hans-Jürgen Pütz

(PP) Am Sonntag, 03.04.2022 folgten fast 20 Naturinteressierte der Einladung des OVH zu einem Rundgang um den Mastberg bei Steuerwald. Dabei lernten sie die unterschiedlichen Lebensräume kennen, die sich hier bieten: Laubmischwald, Reste von Auwald, Flussufer und Feuchtwiesen.

Eine kleine Einführung in den Bioblitz 2022 durfte natürlich nicht fehlen, schließlich unterstützt der OVH dieses Jahr diese Aktion. Welcher Pilz wächst hier? Schnell das Smartphone zücken, Foto machen und mit Hilfe der App ObsIdentify ist der Pilz als Blasse Borstentramete Coriolopsis trogii sicher bestimmt.

Strahlender Sonnenschein, der Gesang von Buchfinken, Heckenbraunellen, Kleiber und Zaunkönigen, die Blüten von Hohlem Lerchensporn, Buschwindröschen und Gewöhnlicher Pestwurz und die vielen interessanten Gespräche machten den Vormittag zu einem perfekten Erlebnis.

Vielen Dank an alle, die dabei waren, wir freuen uns aufs nächste Mal!

Sag mir, wo die Rebhühner sind

DDA Newsletter 22.03.2022

Das Frühjahr steckt zwar noch in den Startlöchern, aber bei den Rebhühnern sind die Frühlingsgefühle schon längst aufgekommen. Bereits in der letzten Februarwoche beginnt bei dieser einst häufigen Vogelart die Balz. Dieses Naturschauspiel ist selten geworden. Seit den 1980er Jahren sind die Bestände des Rebhuhns stark rückläufig und in Deutschland um circa 90 Prozent eingebrochen. Für den Schutz der verbliebenden Bestände ist es daher sehr wichtig, wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen und die Entwicklung der Bestände weiter zu verfolgen.

Bundesweites Rebhuhnschutzprojekt mehr lesen…

Literaturbesprechung: Leitfaden Artenschutz – Gewässerunterhaltung

– Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen 1/2020 –

SELLHEIM, P. & A. SCHULZE (2020): Leitfaden Artenschutz – Gewässerunterhaltung – Eine Arbeitshilfe zur Berücksichtigung artenschutzrechtlicher Belange bei Maßnahmen der Gewässerunterhaltung in Niedersachsen, 2. aktualisierte Fassung März 2020. – Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 39, Nr. 1 (1/20): 1-48. mehr lesen…

Bioblitz: OVH ruft zum Wettbewerb der Artenvielfalt auf

Der Ornithologische Verein zu Hildesheim e.V. ist Partner des Bioblitz 2022 für den Landkreis Hildesheim

(AH, PP) Helfen Sie mit, die Vielfalt der Lebensformen in unserem Raum zu dokumentieren. Unsere jährliche „Ausbeute“ bei der Artengruppe der Vögel ist gut bekannt. Diese Zahlen werden in den Jahresberichten erfasst. Die Listen der festgestellten Vogelarten der Jahren 2012-2021 finden Sie unter Avivaunistische Jahresberichte und Artenlisten auf unserer Homepage.

Was ist eigentlich ein Bioblitz?

Ein Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen. Naturbegeisterte in ganz Deutschland sollen beim „Bioblitz 2022“ versuchen, ihren Landkreisen oder kreisfreien Städten zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen. Dies geschieht, indem sie das ganze Jahr 2022 über so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die App ObsIdentify oder über die Webseite Observation.org. Bei einem Bioblitz zählt alles, was bestimmbar ist, egal ob Einzeller, Pilz, Pflanze oder Tier. mehr lesen…

Stellungnahme zu Rotmilan-Todesursachen und Gefährdung durch Windenergieanlagen

Aufgrund der Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien zu den Todesursachen des Rotmilans und einer möglichen Gefährdung der Art durch Windenergieanlagen (WEA) in Deutschland, haben wir zusammen mit den deutschen Rotmilan-Expertinnen und Experten eine ausführliche Stellungnahme zu den fachlichen Hintergründen erarbeitet. Im ZDF Frontal Beitrag „Rotmilan gegen Windkraft – Das Märchen vom bedrohten Greifvogel“ vom 22.02.22 sowie weiterer Berichterstattung z.B. auf tagessschau.de wurden vor dem Hintergrund des Konfliktfelds Artenschutz und Windenergieausbau in Deutschland Angaben zu den Todesursachen des Rotmilans gemacht. mehr lesen…

ebba2.info Europäischer Brutvogelatlas geht online

Mitteilung von Ornitho.de 08.02.2022

Vor mehr als einem Jahr wurde der Zweite Europäische Brutvogelatlas (EBBA2) veröffentlicht. Die fünfjährige Feldarbeit von rund 120.000 Kartiererinnen und Kartierern erstreckte sich über mehr als 11 Millionen km², also rund 7% der Landfläche der Erde. Insgesamt 48 nationale Partner halfen bei der Erstellung und steuerten Daten bei. Die Daten für Deutschland wurden durch den DDA aufbereitet und bereitgestellt. So flossen u.a. Daten aus den Programmen des bundesweiten Vogelmonitorings und aus ornitho.de ein. mehr lesen…

ornitho-App NaturaList nun auch für iPhones verfügbar!

Neues vom Dachverband am 21.01.2022

Bild zur Meldung

Nach vielen neidvollen Blicken auf Android-User ist es nun endlich soweit: Die ornitho-App NaturaList ist seit dieser Woche auch im App-Store von Apple verfügbar. Damit ist es nun auch iPhone-Besitzer:innen möglich, Beobachtungen direkt im Feld zu erfassen, ohne den Umweg für die Beta-Testversion gehen zu müssen. Bereits heute erreichen uns fast 50 % der Meldungen über mobile Endgeräte – Tendenz stark steigend. mehr lesen…

OVH im Pop Up Store 

Werbeaktion in der Hildesheimer Fußgängerzone  

 (PP) Im Oktober 2021 durfte der OVH einen s.g. Pop up Store, eine leerstehende Ladenfläche in der Hildesheimer Fußgängerzone für Vereinswerbung nutzen. Einige OVH Mitglieder haben sich spontan bereit erklärt im Laden Präsenz zu zeigen und aktiv für den OVH zu werben. So war immer mittwochs und samstags im Oktober der Laden geöffnet.

OVH Werbung im Pop up Store Oktober 2021 Foto P.Pahl

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Die Protokolle aus der Gründerzeit des Ornithologischen Verein zu Hildesheim

Der Ornithologischer Verein zu Hildesheim würde am 23. März 1953 von Paul Feindt und seinen ornithologischen Freunden gegründet. Bereits in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg war Paul Feindt gemeinsam mit anderen naturkundlich Interessierten in einer Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft aktiv.

Im OVH Vereinsarchiv sind viele Protokolle dieser OAG vorhanden. Diese wollen wir anlässlich des 70. Jubiläums des OVH für alle Interessierten hier zur Verfügung stellen.

Diese Jahren vor der Gründung des OVH sind in dem Heft “Naturkundliche Mittelungen des Ornithologische Verein zu Hildesheim e.V. Jahrgang 20 2003” wunderbar beschrieben.