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Berichte der AG Botanik – NSG “Wätzumer Tonkuhle”

Floristische Bestandsaufnahme im Naturschutzgebiet

„Wätzumer Tonkuhle“ 2011

Ein Schutzgebiet der Paul-Feindt-Stiftung

Abb. 1: NSG „Wätzumer Tonkuhle“ Auszug aus: OpenStreetMap

Landkreis Hildesheim, Gemeinde Algermissen, Gemarkung Wätzum.

Gauss-Krüger PD: Rechts 3566762, Hoch 5792718; Höhe 72 m ü. NN Größe: 10,5 ha.

Google Earth, Bildaufnahmedatum: 1/1/2010; Koordinaten: 52°15‘49“N 9°58’37”E

NSG „Wätzumer Tonkuhle“ 14.05.2011

Blick auf die Wätzumer Tonkuhle

von Ernst-August Springmann, Algermissen (2011)

  • Von 1958 bis 1973 wurde für die Ziegelei in Algermissen Ton abgebaut.
  • 1980 gründete sich die „Bürgerinitiative Umweltschutz Wätzumer Tonkuhle“, um die Errichtung einer Sondermülldeponie zu verhindern. Sie beantragte, die Fläche unter Naturschutz zu stellen.
  • Im August 1986 erklärte die Bezirksregierung die zehn Hektar große Fläche zum Naturschutzgebiet (NSG HA 110).
  • Anfang 1992 kauften der Ornithologische Verein Hildesheim, die Paul-Feindt-Stiftung, die Gemeinde Algermissen und der Landkreis Hildesheim mit Unterstützung von Sponsoren das Gelände.
  • In den 90er Jahren kam eine weitere Fläche von 6,5 Hektar hinzu, als Ersatzmaßnahme für den Ausbau der BAB A7. Diese Fläche wurde später der Paul-Feindt-Stiftung übertragen.
  • Das Gebiet der Wätzumer Tonkuhle hat sich zu einem wertvollen Rückzugsraum für bedrohte Pflanzen und Tiere entwickelt.

Die Wiesenweihe brütete 2003 dort erstmals nach 60 Jahren wieder im Landkreis Hildesheim.

Kartierung des Landesverwaltungsamtes Hannover 1979

1979 wurde die Wätzumer Tonkuhle im Rahmen der „Erfassung der für den Naturschutz wertvollen Bereiche in Niedersachsen“ des Niedersächsischen Landesverwaltungsamtes (LVA) kartiert (Pohl, D.). Der damalige Kurzbericht lautete:

„Aufgelassene Tongrube mit 2 naturnahen Teichen. 1. Teich ca. 4 m unter Geländeoberfläche, 2. Teich noch ca. 2-3 m tiefer. In Ufernähe breite Verlandungszone aus artenarmem Schilf-Röhricht. Böschungen steil, viel Huflattich und / oder Gräser“. Als wertbestimmende Gesichtspunkte waren das „Vorkommen gefährdeter Ökosysteme / Ökotope / Vegetationsbestände“ und „Vermehrungsgebiet gefährdeter Tierarten“ aufgeführt.

Ausweisung als Naturschutzgebiet

1986 erfolgte die Ausweisung des Naturschutzgebietes HA 110 „Wätzumer Tonkuhle“ durch die Bezirksregierung Hannover.

In § 2 der Verordnung vom 18.08.1986 ist der Schutzzweck wie folgt dargestellt:

(1) Das Naturschutzgebiet “Wätzumer Tonkuhle” liegt im Naturraum Braunschweig-Hildesheimer-Lößbörde, einer landwirtschaftlich intensiv genutzten Landschaft. Es besteht aus einer aufgelassenen Tongrube mit zwei Teichen und daran anschließenden Verlandungszonen. Beim Tonabbau wurde der Boden an mehreren Stellen uneinheitlich abgetragen, so daß auf unterschiedlichem Höhenniveau eine große Anzahl verschiedener Standorte entsprechend den jeweiligen Feuchtigkeitsbedingungen und Nährstoffgehalten entstehen konnte. Das enge Nebeneinander vielfältiger und kleinräumiger Feucht- und Trockenbiotope bietet einen besonderen Lebensraum für die an solche Verhältnisse speziell angepaßte Tier- und Pflanzenwelt.

Die “Wätzumer Tonkuhle” hat sich als Inselbiotop vor allem auf Grund ihrer Vielfalt und räumlichen Lage zu einem wertvollen Rückzugsareal für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und ihre Lebensgemeinschaften entwickelt.

(2) Das Naturschutzgebiet soll als vielfältiger Biotop gesichert, entwickelt und gepflegt werden.

Abb. 3: Wätzumer Tonkuhle vom Feldweg im Osten 09.08.2011

Botanische Bestandsaufnahme im Jahr 2011

von H. Hofmeister und M. Burgdorf

Fotos: Maren Burgdorf

Am Erscheinungsbild der Teiche und ihrer Umgebung hat sich auch 32 Jahre nach der ersten Kartierung des LVA im Jahre 1979 bemerkenswert wenig verändert. Nach wie vor liegen die beiden Teiche mit ihren Schilfgürteln weitgehend offen in der Landschaft. Ufergehölze haben sich nur an wenigen Stellen angesiedelt, dichte Gehölzbestände sind nur an den Hängen im Norden ausgebildet.

In den breiten Verlandungszonen an den Teichufern sind Schilf-Röhrichte vorherrschend, an einigen Stellen wurden außerdem größere Rohrkolben- (Typha latifolia) und Teichsimsen (Eleocharis palustris)-Bestände festgestellt. In den offenen Wasserflächen der beiden Teiche wurden keine Wasserpflanzen gefunden.

In der Nordost-Ecke des Geländes liegt ein mit Rohrkolben-Röhricht bewachsener, zum Untersuchungszeitpunkt trockengefallener Tümpel.

An der steilen Böschung im Norden der Teiche sind dichte Baum- und Strauchbestände ausgebildet, die sich z.T. aus dem Samenflug der oberhalb gepflanzten Hecke entwickelt haben. Am Ostrand der Grube und in einigen Tälern der ehemaligen Abraumhügel im Nordosten wurden Schlehen- und Brombeer-Gebüsche sowie ein Weiden-Pioniergehölz festgestellt.

Das Gelände östlich des großen Teichs ist durch den Wechsel von kleinen, bewachsenen Erdhügeln und vermutlich längere Zeit des Jahres überstauten Senken sehr bucklig. Auch frische, lehmige Erdhügel sind vorhanden. Auf der gesamten östlichen Fläche ist ein kleinräumiger Wechsel von Ruderalfluren feuchter, nasser und trockener Standorte zu beobachten. Bildbeherrschend sind die Massenbestände von Land- Reitgras (Calamagrostis epigeios). An einigen Stellen fallen große Bestände von Später Goldrute (Solidago gigantea) und Pastinak (Pastinaca sativa) ins Auge und im Südosten wurde ein Vorkommen von Großem Flohkraut (Pulicaria dysenterica), RL 3 mit mehreren 100 Exemplaren gefunden. An der östlichen Böschung fällt im Mai ein großer, violett blühender Bestand von Gewöhnlicher Nachtviole (Hesperis matronalis) ins Auge. Gehölze konnten sich augenscheinlich nur vereinzelt in der östlichen Fläche entwickeln, sie waren zumeist kleinwüchsig und vom Wild verbissen.

Von der Einfahrt im Südosten der Tonkuhle führt ein Weg mit teilweise aufgerissener Fahrspur zu den Weideflächen. Auf diesem Weg wurden Ruderalfluren aus überwiegend Einjährigen mit einem großem Anteil an Ackerunkraut-Arten festgestellt, die sonst in der intensiv genutzten Umgebung eher selten anzutreffen sind.

Im Süden und Westen des großen Teiches liegen ruderalisierte Glatthaferwiesen, die am Untersuchungstag teilweise von Schafen und Ziegen beweidet wurden. Als Begrenzung des Tonkuhlengeländes zu den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen im Westen und Norden wurde eine Hecke gepflanzt. Im Süden schließt sich die ca. 6,5 ha große, bis zum Alpebach reichende Ersatzfläche für den Ausbau der A7 an. Als Entwicklungsziel für diese Fläche wurde die freie Sukzession festgesetzt.

Blick über das Südufer der Tonkuhle und die A 7-Ausgleichsfläche nach Algermissen 09.08.2011

Listen der Gefäßpflanzen

erhoben am 14.05. und 09.08.2011 (Hofmeister, H., Burgdorf, M.)

RL Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Nds./Bremen (2004)

V Vorwarnliste

J Jungwuchs von Gehölzen

1. Verlandungszonen an den Teichufern

Alisma plantago-aquatica Gewöhnlicher Froschlöffel

Calystegia sepium Zaun-Winde

Eleocharis palustris Kleinfrüchtige Gewöhnl. Teichsimse

Epilobium hirsutum Zottiges Weidenröschen

Lycopus europaeus Ufer-Wolfstrapp

Phalaris arundinacea Rohr-Glanzgras

Phragmites australis Gewöhnliches Schilf

Poa palustris Sumpf-Rispengras

Schoenoplectus tabernaemontani V Salz-Teichsimse >100 Ex.

Solanum dulcamara Bittersüßer Nachtschatten

Stachys palustris Sumpf-Ziest

Stellaria aquatica Wasserdarm

Typha latifolia Breitblättriger Rohrkolben

2. Ruderalfluren feuchter bis nasser Standorte im kleinflächigen Wechsel mit Ruderalfluren trockener Standorte

Ruderalfluren mit Land-Reitgras und Wilder Mohrrübe im Osten 09.08.2011

Achillea millefolium Gewöhnliche Schafgarbe

Agrostis gigantea Riesen-Straußgras

Agrostis stolonifera Weißes Straußgras

Anthriscus sylvestris Wiesen-Kerbel

Arrhenatherum elatius Glatthafer

Betula pendula J Sand-Birke

Bromus hordeaceus Weiche Trespe

Calamagrostis epigeios Land-Reitgras

Carex muricata agg. Artengruppe Stachel-Segge

Carex otrubae Hain-Segge

Centaurium erythraea Echtes Tausendgüldenkraut

Cerastium glomeratum Knäuel-Hornkraut

Cerastium holosteoides Gewöhnliches Hornkraut

Cirsium arvense Acker-Kratzdistel

Cirsium palustre Sumpf-Kratzdistel

Cirsium vulgare Gewöhnliche Kratzdistel

Cornus sanguinea J Roter Hartriegel

Crataegus monogyna J Eingriffeliger Weißdorn

Daucus carota Wilde Mohrrübe

Deschampsia cespitosa Rasen-Schmiele

Dipsacus fullonum Gewöhnliche Karde

Epilobium angustifolium Schmalblättriges Weidenröschen

Epilobium palustre Sumpf-Weidenröschen

Epilobium parviflorum Kleinblütiges Weidenröschen

Equisetum arvense Acker-Schachtelhalm

Fraxinus excelsior J Gewöhnliche Esche

Heracleum sphondylium Wiesen-Bärenklau

Holcus lanatus Wolliges Honiggras

Hypericum perforatum Tüpfel-Johanniskraut

Juncus articulatus Glieder-Binse

Juncus inflexus Blaugrüne Binse

Lamium album Weiße Taubnessel

Lathyrus tuberosus V Knollen-Platterbse >100 Ex.

Linum catharticum Purgier-Lein

Lycopus europaeus Ufer-Wolfstrapp

Medicago lupulina Schneckenklee

Melilotus albus Weißer Steinklee

Melilotus altissimus Hoher Steinklee

Myosotis arvensis Acker-Vergissmeinnicht

Pastinaca sativa Pastinak

Phleum pratense Wiesen-Lieschgras

Picris hieracioides Gewöhnliches Bitterkraut

Poa pratensis Wiesen-Rispengras

Potentilla anserina Gänse-Fingerkraut

Prunella vulgaris Kleine Braunelle

Pulicaria dysenterica RL 3 Großes Flohkraut div. 100 Ex.

Quercus robur J Stiel-Eiche

Ranunculus repens Kriechender Hahnenfuß

Rumex crispus Krauser Ampfer

Senecio erucifolius Raukenblättriges Greiskraut

Solidago gigantea Späte Goldrute

Sonchus asper Krause Gänsedistel

Tanacetum vulgare Gewöhnlicher Rainfarn

Taraxacum officinale agg. Artengruppe Gewöhnlicher Löwenzahn

Torilis japonica Japanischer Klettenkerbel

Trifolium dubium Kleiner Klee

Tussilago farfara Huflattich

Urtica dioica Große Brennessel

Valeriana officinalis Arznei-Baldrian

Vicia cracca Vogel-Wicke

Vicia hirsuta Rauhaarige Wicke

Vicia tetrasperma Viersamige Wicke

Großes Flohkraut im Südosten des großen Teichs Gewöhnliche Nachtviole an der Böschung im Osten

3. Ruderalisierte Glatthaferwiesen

Grünland im Westen der Tonkuhle mit Schaf- und Ziegenbeweidung 09.08.2011

Alopecurus pratensis Wiesen-Fuchsschwanz

Arrhenatherum elatius Glatthafer

Bellis perennis Gänseblümchen

Bromus hordeaceus Weiche Trespe

Dactylis glomerata Wiesen-Knäuelgras

Glechoma hederacea Gundermann

Holcus lanatus Wolliges Honiggras

Hypericum perforatum Tüpfel-Johanniskraut

Lolium perenne Ausdauerndes Weidelgras

Lotus corniculatus Wiesen-Hornklee

Picris hieracioides Bitterkraut

Poa trivialis Gewöhnliches Rispengras

Ranunculus repens Kriechender Hahnenfuß

Sisymbrium officinale Wege-Rauke

Taraxacuum officinale Artengruppe Gewöhnlicher Löwenzahn

Trifolium dubium Kleiner Klee

Trifolium pratense Wiesen-Klee

Urtica dioica Große Brennnessel

Vicia angustifolia ssp. segetalis Acker-Schmalblatt-Wicke

Vicia sepium

4. Weg und Wegränder im Südosten des Grundstücks

Aethusa cynapium Acker-Hundspetersilie

Anagallis arvensis Acker-Gauchheil

Atriplex patula Ausgebreitete Melde

Capsella bursa-pastoris Hirtentäschel

Carduus crispus Krause Distel

Carex hirta Behaarte Segge

Chenopodium album Weißer Gänsefuß

Chenopodium polyspermum Vielsamiger Gänsefuß

Chenopodium rubrum Roter Gänsefuß

Conyza canadensis Kanadisches Berufkraut

Elymus repens Kriechende Quecke

Epilobium tetragonum Vierkantiges Weidenröschen

Euphorbia peplus Garten-Wolfsmilch

Euphorbia helioscopia Sonnwend-Wolfsmilch

Fallopia convolvulus Acker-Flügelknöterich

Fumaria officinalis Gewöhnlicher Erdrauch

Galinsoga ciliata Behaartes Franzosenkraut

Galium aparine Kletten-Labkraut

Glechoma hederacea Gundermann

Gnaphalium uliginosum Sumpf-Ruhrkraut

Malva neglecta Weg-Malve

Matricaria recutita Echte Kamille

Papaver rhoeas Klatsch-Mohn

Persicaria maculosa Floh-Knöterich

Plantago major ssp.intermedia Vielsamiger Breit-Wegerich

Plantago lanceolata Spitz-Wegerich

Plantago major Breit-Wegerich

Polygonum aviculare Vogel-Knöterich

Potentilla reptans Kriechendes Fingerkraut

Solanum nigrum Schwarzer Nachtschatten

Thlaspi arvense Acker-Hellerkraut

Trifolium hybridum Schweden-Klee

Trifolium repens Weiß-Klee

Tripleurospermum perforatum Geruchlose Kamille

Nordufer und Böschung mit dichten Gehölzbeständen 09.08.2011

5. Gehölze in den umgebenden gepflanzten Hecken (aus heimischen und nicht heimischen Arten)

Acer campestre Feld-Ahorn

Acer pseudoplatanus Berg-Ahorn

Corylus avellana Gewöhnliche Haselnuss

Crataegus cf. pinnatifida Punktierter Weißdorn

Crataegus crus-galli Hahnensporn-Weißdorn

Crataegus monogyna Eingriffeliger Weißdorn

Euonymus europaeus Gewöhnliches Pfaffenhütchen

Fraxinus excelsior Gewöhnliche Esche

Juglans regia Walnuss

Ligustrum vulgare Liguster

Lonicera xylosteum Rote Heckenkirsche

Malus domestica Kultur-Apfel

Prunus avium Vogel-Kirsche

Prunus domestica Pflaume

Prunus spinosa Schlehe

Rosa canina Hunds-Rose

Rosa spec. Rose

Rosa spinosissima Bibernell-Rose

Rubus fruticosus Brombeere

Salix babylonica Trauer-Weide

Salix caprea Sal-Weide

Salix- Hybriden Weiden-Hybriden

Sambucus nigra Schwarzer Holunder

Sorbus aucuparia Eberesche

Gesamtliste aller gefundenen Arten

Insgesamt wurden 140 Arten festgestellt, darunter 1 gefährdete Art der Roten Liste Nds./Bremen (2004) und 2 Arten der Vorwarnliste.

Acer campestre Feld-Ahorn

Acer pseudoplatanus Berg-Ahorn

Achillea millefolium Gewöhnliche Schafgarbe

Aethusa cynapium Acker-Hundspetersilie

Agrostis gigantea Riesen-Straußgras

Agrostis stolonifera Weißes Straußgras

Alisma plantago-aquatica Gewöhnlicher Froschlöffel

Alopecurus pratensis Wiesen-Fuchsschwanz

Anagallis arvensis Acker-Gauchheil

Anthriscus sylvestris Wiesen-Kerbel

Arrhenatherum elatius Glatthafer

Atriplex patula Ausgebreitete Melde

Bellis perennis Gänseblümchen

Betula pendula J Sand-Birke

Bromus hordeaceus Weiche Trespe

Calamagrostis epigeios Land-Reitgras

Calystegia sepium Zaun-Winde

Capsella bursa-pastoris Hirtentäschel

Carduus crispus Krause Distel

Carex hirta Behaarte Segge

Carex muricata agg. Artengruppe Stachel-Segge

Carex otrubae Hain-Segge

Centaurium erythraea Echtes Tausendgüldenkraut

Cerastium glomeratum Knäuel-Hornkraut

Cerastium holosteoides Gewöhnliches Hornkraut

Chenopodium album Weißer Gänsefuß

Chenopodium polyspermum Vielsamiger Gänsefuß

Chenopodium rubrum Roter Gänsefuß

Cirsium arvense Acker-Kratzdistel

Cirsium palustre Sumpf-Kratzdistel

Cirsium vulgare Gewöhnliche Kratzdistel

Conyza canadensis Kanadisches Berufkraut

Cornus sanguinea J Roter Hartriegel

Corylus avellana Gewöhnliche Haselnuss

Crataegus cf. pinnatifida Punktierter Weißdorn

Crataegus crus-galli Hahnensporn-Weißdorn

Crataegus monogyna Eingriffeliger Weißdorn

Dactylis glomerata Wiesen-Knäuelgras

Daucus carota Wilde Mohrrübe

Deschampsia cespitosa Rasen-Schmiele

Dipsacus fullonum Gewöhnliche Karde

Eleocharis palustris Kleinfrüchtige Gewöhnl. Teichsimse

Elymus repens Kriechende Quecke

Epilobium angustifolium Schmalblättriges Weidenröschen

Epilobium hirsutum Zottiges Weidenröschen

Epilobium palustre Sumpf-Weidenröschen

Epilobium parviflorum Kleinblütiges Weidenröschen

Epilobium tetragonum Vierkantiges Weidenröschen

Equisetum arvense Acker-Schachtelhalm

Euonymus europaeus Gewöhnliches Pfaffenhütchen

Euphorbia helioscopia Sonnwend-Wolfsmilch

Euphorbia peplus Garten-Wolfsmilch

Fallopia convolvulus Acker-Flügelknöterich

Fraxinus excelsior Gewöhnliche Esche

Fumaria officinalis Gewöhnlicher Erdrauch

Galinsoga ciliata Behaartes Franzosenkraut

Galium aparine Kletten-Labkraut

Glechoma hederacea Gundermann

Gnaphalium uliginosum Sumpf-Ruhrkraut

Heracleum sphondylium Wiesen-Bärenklau

Holcus lanatus Wolliges Honiggras

Hypericum perforatum Tüpfel-Johanniskraut

Juglans regia Walnuss

Juncus articulatus Glieder-Binse

Juncus inflexus Blaugrüne Binse

Lamium album Weiße Taubnessel

Lathyrus tuberosus V Knollen-Platterbse >100 Ex.

Ligustrum vulgare Liguster

Linum catharticum Purgier-Lein

Lolium perenne Ausdauerndes Weidelgras

Lonicera xylosteum Rote Heckenkirsche

Lotus corniculatus Wiesen-Hornklee

Lycopus europaeus Ufer-Wolfstrapp

Malus domestica Kultur-Apfel

Malva neglecta Weg-Malve

Matricaria recutita Echte Kamille

Medicago lupulina Schneckenklee

Melilotus albus Weißer Steinklee

Melilotus altissimus Hoher Steinklee

Myosotis arvensis Acker-Vergissmeinnicht

Papaver rhoeas Klatsch-Mohn

Pastinaca sativa Pastinak

Persicaria maculosa Floh-Knöterich

Phalaris arundinacea Rohr-Glanzgras

Phleum pratense Wiesen-Lieschgras

Phragmites australis Gewöhnliches Schilf

Picris hieracioides Gewöhnliches Bitterkraut

Plantago lanceolata Spitz-Wegerich

Plantago major ssp.intermedia Vielsamiger Breit-Wegerich

Plantago major Breit-Wegerich

Poa palustris Sumpf-Rispengras

Poa pratensis Wiesen-Rispengras

Poa trivialis Gewöhnliches Rispengras

Polygonum aviculare Vogel-Knöterich

Potentilla anserina Gänse-Fingerkraut

Potentilla reptans Kriechendes Fingerkraut

Prunella vulgaris Kleine Braunelle

Prunus avium Vogel-Kirsche

Prunus domestica Pflaume

Prunus spinosa Schlehe

Pulicaria dysenterica RL 3 Großes Flohkraut div. 100 Ex.

Quercus robur J Stiel-Eiche

Ranunculus repens Kriechender Hahnenfuß

Rosa canina Hunds-Rose

Rosa spec. Rose

Rosa spinosissima Bibernell-Rose

Rubus fruticosus Brombeere

Rumex crispus Krauser Ampfer

Salix babylonica Trauer-Weide

Salix caprea Sal-Weide

Salix- Hybriden Weiden-Hybriden

Sambucus nigra Schwarzer Holunder

Schoenoplectus tabernaemontani V Salz-Teichsimse >100 Ex.

Senecio erucifolius Raukenblättriges Greiskraut

Sisymbrium officinale Wege-Rauke

Solanum dulcamara Bittersüßer Nachtschatten

Solanum nigrum Schwarzer Nachtschatten

Solidago gigantea Späte Goldrute

Sonchus asper Krause Gänsedistel

Sorbus aucuparia Eberesche

Stachys palustris Sumpf-Ziest

Stellaria aquatica Wasserdarm

Tanacetum vulgare Gewöhnlicher Rainfarn

Taraxacum officinale agg. Artengruppe Gewöhnlicher Löwenzahn

Thlaspi arvense Acker-Hellerkraut

Torilis japonica Japanischer Klettenkerbel

Trifolium dubium Kleiner Klee

Trifolium hybridum Schweden-Klee

Trifolium pratense Wiesen-Klee

Trifolium repens Weiß-Klee

Tripleurospermum perforatum Geruchlose Kamille

Tussilago farfara Huflattich

Typha latifolia Breitblättriger Rohrkolben

Urtica dioica Große Brennnessel

Valeriana officinalis Arznei-Baldrian

Vicia angustifolia ssp. segetalis Acker-Schmalblatt-Wicke

Vicia cracca Vogel-Wicke

Vicia hirsuta Rauhaarige Wicke

Vicia sepium Zaun-Wicke

Vicia tetrasperma Viersamige Wicke

Kleiner Teich im Nordwesten der Tonkuhle mit Schilf-Röhricht 15.05.2011

© Ornithologischer Verein zu Hildesheim / Arbeitsgemeinschaft Botanik

Jugendgruppe per Videomeeting

Rätselvogel von Salvatore Bologna

(PP)Trotz der Corona-Pandemie halten wir Kontakt. Unsere monatlichen Treffen finden als Videomeetings statt. Anhand von Fotos erläutern wir bestimmte Merkmale von Vögeln. Mit Hilfe von Audiodateien können wir uns mit Vogelstimmen vertraut machen. Besondern Spaß haben wir mit den Rätselbildern, die Salvatore für uns vorbereitet, Nach Art der Dalli-Klick Bilder erscheint nach und nach ein vollständiges Vogelbild. Wer errät als erster, um welchen Vogel es sich handelt?

Hohnsensee: Sportfischer kontern Kritik

Verein versichert, bei umstrittenem Mäheinsatz „alle geltenden Regeln beachtet“ zu haben

Vom Schilf am Hohnsensee ist nach den Arbeiten der Sportfischer nicht viel übrig. Doch das wachse schnell nach, meint der Verein.Foto: Chris Gossmann
VOM SCHILF AM HOHNSENSEE IST NACH DEN ARBEITEN DER SPORTFISCHER NICHT VIEL ÜBRIG. DOCH DAS WACHSE SCHNELL NACH, MEINT DER VEREIN.FOTO: CHRIS GOSSMANN

Es hat eine Woche gedauert. Doch wegen der Corona-Beschränkungen habe man sich nicht eher zu der Kritik an den Mäharbeiten am Hohnsensee äußern können, betont der Sportfischerverein. Nun aber bezieht der Klub Stellung zu den Vorwürfen des Ornithologischen Vereins (OVH), er habe das Schilf an dem Gewässer viel zu viel gekürzt. mehr lesen…

Was wird aus Rundweg um Hohnsensee? Noch sind zwei wichtige Fragen offen

Verwaltung startet demnächst das Verschönerungsprogramm für die Wälle und Grünanlagen – doch das umstrittenste Thema aus dem Projekt liegt erst einmal auf Eis

Noch gibt es keinen Weg, der direkt am Hohnsensee entlangführt: Spaziergänger und Jogger müssen einen Bogen um das Jo-Bad machen. Foto: Chris Gossmann
NOCH GIBT ES KEINEN WEG, DER DIREKT AM HOHNSENSEE ENTLANGFÜHRT: SPAZIERGÄNGER UND JOGGER MÜSSEN EINEN BOGEN UM DAS JO-BAD MACHEN. FOTO: CHRIS GOSSMANN

In die Verschönerungskur für die Grüngürtel in der Innenstadt kommt Bewegung: Die Stadtverwaltung will im Februar die Entwurfs- und Kostenplanung für das, was am Kehrwiederwall und Kehrwiedergrund passieren soll, im Ortsrat Stadtmitte/Neustadt und im Stadtentwicklungsausschuss vorstellen. Das hat Planungsamtschefin Sandra Brouër auf Anfrage der HAZ erklärt. Der strittigste Punkt des Gesamtvorhabens liegt allerdings auf Eis: Bevor die Debatte über den neuen Rundweg um den Hohnsensee weitergeht und die Entscheidung darüber ansteht, will die Stadt ein Gutachten abwarten, welche Vögel im Winter am Ufer rasten und damit gestört würden. Die Expertise ist gerade in Arbeit, sie soll im Mai vorliegen, hofft Brouër. mehr lesen…

Wasserkamp: Bügerinitiativen hoffen auf Hilfe von der EU

Beschwerdebrief an die EU-Kommission in Brüssel wegen Vertragsverletzung beim Naturschutzgebiet Am roten Steine

Durch die Bebauung des Wasserkamps könnte das Naturschutzgebiet Am roten Steine gefährdet werden, fürchten die Bürgerinitiativen und hoffen auf Rückenwind aus Brüssel.Foto: Chris Gossmann

Passen ein Naturschutzgebiet mit einem sensiblen Trockenrasen und ein Neubaugebiet für 600 Häuser als Nachbarn zusammen, ohne dass es zu Konflikten kommt? Die Stadt meint ja und hält an ihrem Entwicklungskonzept für das 350 000 Quadratmeter große Baugebiet am Wasserkamp fest. Naturschützer hegen hingegen Zweifel. Deshalb haben die Bürgerinitiativen „Für eine lebenswerte Marienburger Höhe“ und „Itzumer für einen grünen Wasserkamp“ nun eine offizielle Beschwerde an die EU-Kommission in Brüssel geschickt. mehr lesen…

Nach Kahlschlag: Dürfen die Angler bald nicht mehr mähen?

Verwaltung will aber an grundsätzlicher Zusammenarbeit mit den Sportfischern am Hohnsensee festhalten

Vom Schilf am Hohnsensee-Südufer ist kaum noch etwas übrig.Foto: Julia Moras

VOM SCHILF AM HOHNSENSEE-SÜDUFER IST KAUM NOCH ETWAS ÜBRIG.FOTO: JULIA MORAS

Die Stadt will den Sportfischerverein künftig möglicherweise nicht mehr mit dem Schilfschneiden am Hohnsensee beauftragen. Das hat Rathaus-Sprecher Helge Miethe auf Anfrage der HAZ erklärt. Der Forderung des Ornithologischen Vereins (OVH), die Zusammenarbeit mit dem Verein aufzukündigen, will die Verwaltung allerdings nicht nachkommen.

Die Sportfischer hatten vor Kurzem im Auftrag der Stadt das Schilf am Südufer des Hohnsensees geschnitten. Sie waren dabei aber deutlich über das Ziel hinausgeschossen und hatten zu viel Schilf entfernt: OVH-Vorsitzender Alistair Hill beschreibt das Ausmaß der Arbeiten als „beklagenswert“, weil dadurch wichtige Rückzugsgebiete für Vögel zerstört worden seien. Die Stadt hatte die Kritik als berechtigt bezeichnet und dem Verein in einem Gespräch in dieser Woche deutlich gemacht, dass sie mit dessen Vorgehen alles andere als einverstanden ist.

Gleichwohl wolle der Fachbereich Tiefbau und Grün an der Zusammenarbeit mit den Sportfischern festhalten, verkündete Miethe jetzt. Der Verein unterstütze die Stadt bei den Gewässern, die er von ihr gepachtet habe, bereits seit Jahrzehnten, er habe dies bisher auch verlässlich getan. So sei es nicht das erste Mal gewesen, dass die Sportfischer Rückschnitte am Hohnsensee erledigt hätten, „bisher hat das reibungslos funktioniert“, betont Miethe.

Wie er einräumt, erspare der Einsatz des Vereins der Stadt „natürlich finanzielle und personelle Ressourcen“. Was es gekostet hätte, den Auftrag an eine Firma zu vergeben, wisse die Verwaltung nicht: Sie habe nie geplant, die Arbeiten zu vergeben, es liege daher kein Angebot vor.

Ganz ohne Folge soll die Panne für die Sportfischer allerdings nicht bleiben: Dass die Stadt weiter mit dem Verein zusammenarbeite, bedeute nicht zwangsläufig, dass etwaige Maßnahmen am Hohnsensee wieder von diesem ausgeführt würden, erklärte der Rathaussprecher. Zudem werde die Verwaltung den Verein künftig bei solchen Arbeiten engmaschiger kontrollieren. Regress wolle die Verwaltung aber nicht fordern, erklärte Miethe, „zumal alles nachwachsen wird.“

Der Sportfischerverein selbst hat sich bislang zu seinem Einsatz am Hohnsensee und der Kritik daran noch nicht geäußert: Eine Sprecherin hatte für Mittwoch eine Stellungnahme gegenüber der HAZ angekündigt, die gab es allerdings nicht. Die Frau hatte bei der Gelegenheit erklärt, warum sich der Verein mit einer Erklärung so schwer tut: „Wir sind alle berufstätig und wegen der Corona-Bestimmungen dürfen wir auch nicht alle zur selben Zeit in der Geschäftsstelle sein.“

Aus der HiAZ vom 22.01.2021 © Hildesheimer Allgemeine Zeitung

One Planet Summit: Deutschland setzt sich für besseren internationalen Schutz der biologischen Vielfalt ein

Pressedienst Nr. 004/21
Berlin, 11. Januar 2021
Deutschland tritt „High Ambition Coalition for Nature und People“ bei

Deutschland tritt der sogenannten „High Ambition Coalition for Nature and People“ bei. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel heute beim One Planet Summit for Biodiversity angekündigt. Die internationale Allianz setzt sich für den wirksamen Schutz von jeweils mindestens 30 Prozent des Landes und der Weltmeere bis 2030 ein. Sie wurde auf Initiative der Staatspräsidenten Frankreichs und Costa Ricas ins Leben gerufen. Auf dem Weg zur diesjährigen Weltbiodiversitätskonferenz und einem ambitionierten globalen Rahmen für biologische Vielfalt ist die „High Ambition Coalition“ ein wichtiger Schritt. mehr lesen…

Großflächige Rodung im Landschaftsschutzgebiet

Landkreis prüft, ob bei Fällungen im Borsumer Holz gegen Gesetze verstoßen wurde

Auf einer Fläche von rund 2500 Quadratmetern wurden die Bäume gerodet.foto: Hans-Theo WiechensAUF EINER FLÄCHE VON RUND 2500 QUADRATMETERN WURDEN DIE BÄUME GERODET.FOTO: HANS-THEO WIECHENS

Da wo früher stattliche Bäume standen, ist jetzt eine Lichtung entstanden. Am Rand liegen noch die dicken Stämme und warten auf die Abholung. Auf einer gut 2500 Quadratmeter großen Fläche im Landschaftsschutzgebiet Borsumer Holz wurden vor einigen Tagen sämtliche Bäume gerodet. mehr lesen…

Blume des Jahres – bei uns fast schon ausgestorben

Ohne feuchte Wiesen kann der Große Wiesenknopf nicht existieren / Damit ist auch ein seltener Schmetterling in großer Gefahr

Die Loki-Schmidt-Stiftung in Hamburg hat den Großen Wiesenknopf zur Blume des Jahres 2021 ernannt. Obwohl er über ganz Eurasien verbreitet ist, kennen ihn hierzulande nur versierte Pflanzenfreunde. Denn das Pflänzchen aus der Familie der Rosengewächse ist extrem selten geworden. Grund dafür ist die Zerstörung seines natürlichen Lebensraums. mehr lesen…

Ornithologen entsetzt: Schilf am Hohnsensee gekappt



Nach Einsatz des Fischereivereins fehlt Tieren nun ein Schutzgebiet

Vom Schilf am Südufer des Hohnsensees stehen nur noch die Stoppeln.Foto: Chris Gossmann

Von Andrea Hempen
Naturschützer sind entsetzt: Am Südufer des Hohnsensees ist das Schilf abgemäht worden. Offenbar geschah das aus Unwissenheit. Mitglieder des Hildesheimer Sportfischervereins von 1904 sollen den Bereich geschnitten haben.

(mehr …)

Wer hat hier sein Nest gebaut?

Nistkastenkontrolle auf dem Nordfriedhof

(PP)Die OVH Jugendgruppe hat am 10.10.2020 mit tatkräftiger Unterstützung von aktiven Vereinsmitgliedern die Nistkästen auf dem Gelände des Nordfriedhofs kontrolliert. Im Frühjahr hatten wir dort 45 neue Nistkästen aufgehängt. Jetzt wollten wir wissen ob die Nisthilfen von Vögeln angenommen wurden. Der Verein der Waldvogelfreunde Hildesheim und Umgebung hat 35 Kästen, die schon viele Jahre auf dem Gelände hängen, in unsere Obhut gegeben. So haben wir insgesamt 80 Kästen kontrolliert. In 77% der Kästen befanden sich Vogelnester. In manchen waren sogar 2 oder 3 Nester übereinander gebaut. Die meisten Kästen wurden von Kohl- oder Blaumeisen bezogen.

Nest mit Eiern von Blaumeise und 1 Ei der Kohlmeise, Foto S. Bologna

2 Kästen haben wir allerdings nicht geöffnet, da die Bewohner zu Hause und sehr aktiv waren:  es waren Wespen und Hornissen, die sich eingenistet haben. Da haben wir lieber respektvollen Abstand gehalten.

Ein Fund hat uns sehr erfreut. In einem neuen Kasten befand sich Fledermauskot. Es könnte es sich um eine Zwergfledermaus handeln, die sich dort einige Zeit aufgehalten hat.

Auffällig ist, dass die meisten leeren, ungenutzten Kästen im Westen des Friedhofgeländes hängen. Hier grenzt eine Kleingartenkolonie an den Friedhof. Inwiefern ein Zusammenhang mit den Leerständen besteht, ist eine Frage, mit der wir uns beschäftigen werden.

Bereits im Jahr 1958 hat der damalige Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule A. May eine Abschlussarbeit über die Vögel auf dem Nordfriedhof verfasst. Damals konnte er in den Nistkästen viele Nester von Feldsperlingen finden. Bis in die Mitte der 70 er Jahre waren Feldsperlinge die häufigste Vogelart, die die Nistkästen nutzte. Heute haben wir keinen einzigen dieser Vögel feststellen können. Wir danken den Mitgliedern des NSV Borsumer Kaspel und den anderen Aktiven des OVH für die tatkräftige Hilfe.

Ergebnisse der Synchronzählung von Wasservögeln entlang des Ostatlantischen Zugwegs im Januar 2020

Aus dem DDA Rundbrief vom 22.12.2020

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© WSFI, WI & BLI

Von Island bis Estland und von Norwegen bis Südafrika nahmen alle Länder entlang des Ostatlantischen Zugwegs im Januar 2020 an synchronen Wasservogelzählungen teil. Insgesamt beteiligten sich mehr als 12.000 Personen an der Datensammlung und erfassten insgesamt 250 verschiedene Arten. Von den 95 Schwerpunktarten des Ostatlantischen Zugwegs wurden mehr als 14 Millionen Vögel gezählt. Um einen genaueren Eindruck der gesammelten Ergebnisse liefern zu können, stellten 32 beteiligte Länder nun ihre Ergebnisse in einem Bericht zusammen, der in Kooperation zwischen der Wadden Sea Flyway Initiative (WSFI), Wetlands International (WI) und BirdLife International (BLI) erstellt wurde. Eine noch umfassendere Analyse des Populationsstatus der Arten und des Zustands der von ihnen genutzten Feuchtgebiete soll Ende 2021 veröffentlicht werden. mehr lesen…

Neuer Atlas der Brutvögel Europas veröffentlicht

Rundbrief DDA am 3. Dez. 2020

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Cover EBBA2 © EBCC

Aktuelle Informationen zur Verbreitung und Häufigkeit der Vögel Europas sind wichtige Grundlagen für den Schutz der Vogelwelt. Vor zehn Jahren startete der European Bird Census Council (EBCC) das ehrgeizige Projekt, die europaweiten Kartierungen aus den 1980er Jahren zu wiederholen, den Europäischen Brutvogelatlas (EBBA1) zu aktualisieren und Veränderungen gegenüber der damaligen Verbreitung aufzuzeigen. Dank der engen Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen – in Deutschland dem Dachverband Deutscher Avifaunisten – konnte die selbstgestellte Herkules-Aufgabe nicht nur erfolgreich gemeistert, sondern sogar dem ursprünglich aufgestellten Zeitplan folgend „fristgerecht“ umgesetzt werden. Schweizer Präzisionsarbeit, die die Handschrift der Erstautorin Verena Keller von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach trägt. Womit keineswegs die immense Leistung des gesamten Herausgeberteams geschmälert werden soll, das die auf über 11 Millionen km² auf systematische und standardisierte Weise gesammelten Vogeldaten auswertete und die Ergebnisse zu diesem im wahrsten Sinne des Wortes schwergewichtigen Werk zusammentrug. mehr lesen…

Hildesheim als „Naturstadt“ ausgezeichnet!

Pressinformation Stadt Hildesheim 25.11.2020

Die Stadt Hildesheim ist als eine von 40 Städten, Gemeinden und Landkreisen im Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ ausgezeichnet worden!

Freuen sich über 25.000 Euro für den "Libellenflugplatz Steuerwald" (v. l.): Matthias Köhler (BUND), Frauke Imbrock (Stadt Hildesheim Naturschutz), Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Maren Burgdorf (Ornithologischer Verein) und Stephanie Biel (Stadt Hildesheim, Bereichsleiterin Grünflächenpflege, Wasserbau und Hochwasserschutz).
Freuen sich über 25.000 Euro für den “Libellenflugplatz Steuerwald” (v. l.): Matthias Köhler (BUND), Frauke Imbrock (Stadt Hildesheim Naturschutz), Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Maren Burgdorf (Ornithologischer Verein) und Stephanie Biel (Stadt Hildesheim, Bereichsleiterin Grünflächenpflege, Wasserbau und Hochwasserschutz).
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