Aus der Presse:

OVH liefert Mauerseglerkästen

Aus der HAZ vom 16.03.2021/ Aktiv in der Region

(PP) Mauersegler leben schon seit über 30 Jahren regelmäßig in den Sommermonaten an der Emmerker Straße bei Heinrich Baule in Giesen. Nachdem ein Nest in einer Maueröffnung neben einem Rollladenkasten eingerichtet war, orderte Heinrich Baule bei den Hobbybastlern „Die Grübler“ vom Heimatverein Giesen vier Nistkästen für Mauersegler, die an der Nordwand des Hauses in einer Höhe von acht und zehn Metern angebracht wurden. Jahrzehnte wurden diese Kästen genutzt, auch durch Sperlinge und Stare. Ein Nachteil der „Doppelnutzung“: Sperlinge und Stare schleppen alles Mögliche an Nistmaterial in die Kästen. mehr lesen…

Hansen schreibt Hill offenen Brief

Ausschuss hat Thema längst thematisiert

Mit einem offenen Brief an Alistair Hill reagiert der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Detlef Hansen, nun auf den offenen Brief des Ornithologischen Vereins an den Oberbürgermeister der Stadt Hildesheim, Ingo Meyer. Das Schreiben sei „wenig konstruktiv“, so Hansen an den OVH-Vorsitzenden. Der hatte wie berichtet bemängelt, dass die Stadt bei ihrer Grünpflege oftmals zu radikal und mit zu wenig Augenmaß vorgehe und damit wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen beschädige oder sogar vernichte. mehr lesen…

Statt Gewerbefläche eine riesige Blumenwiese

Stadt lässt auf dem Gelände der Gartenkolonie Niedersachsen zwei Hektar Sommerblumen sprießen

Oberbürgermeister Ingo Meyer und Stephanie Biel vom Fachbereich Grün weisen die Fläche als Insektenwiese aus.Foto: Werner Kaiser
Oberbürgermeister Ingo Meyer und Stephanie Biel vom Fachbereich Grün weisen die Fläche als Insektenwiese aus. Foto: Werner Kaiser

Doch nun hat die Stadt all ihre bisherigen Anstrengungen noch einmal überboten: Auf dem Gelände der ehemaligen Kleingartenkolonie Niedersachsen zwischen Lerchenkamp und B 6 hat Oberbürgermeister Ingo Meyer am Dienstag hinter dem Domizil des Alpenvereins den Startschuss für eine Blumenwiese gegeben, die mit 20 000 Quadratmetern Fläche größer ist als alle bisher angelegten Blühflächen zusammen. Die kommen nämlich nur auf 18 000 Quadratmeter Fläche.

Meyer hatte zwar den bei offiziellen Anlässen üblichen ladenneuen Spaten zur Hand, die tatsächliche Aussaat der etwa 33 Kilogramm Blumensamen übernahmen dann aber doch Cord und Hanns-Heinrich Hartmann aus Klein Escherde mit schwerem Ackergerät. Die beiden Brüder stammen aus der Landwirtschaft. Vor anderthalb Jahren wagte Cord Hartmann (23) als staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt den Schritt in die Selbstständigkeit, gründete einen Betrieb für landwirtschaftliche Lohnarbeiten.

Zuletzt hatte die aufgelassene Gartenkolonie wegen ihres verwahrlosten Zustands für Unmut gesorgt. Inzwischen erinnert fast nichts mehr an sie. Der Boden ist frisch eingeebnet, das Saatgut mit Druckluft gleichmäßig verteilt und mit der Walze der Drillichmaschine sanft ins Erdreich gedrückt. Ein Viertel der Pflanzen sind Licht-, drei Viertel Bodenkeimer, so dass einem Blütenmeer im August nichts mehr im Wege stehen sollte. Die Saatmischung vom Landhandel Weiterer aus Algermissen enthält Ringelblumen, Lupinen und Sonnenblumen, verschiedene Kleesorten, Erbsen, Wicken und Koriander, und auch die blaublühende Phacelia, die im Volksmund als „Bienenfreund“ bekannt ist, darf darin nicht fehlen.

Was die Blühfläche ökologisch besonders wertvoll macht, ist die längerfristige Ausweisung als Naturraum: Die zwei Hektar städtischer Grund sind zwar als Gewerbefläche ausgewiesen, doch eine solche Nutzung stehe in den kommenden Jahren „noch längst nicht an“, so Meyer.

Die Stadt Hildesheim war bereits 2019 als eine von 14 Kommunen bundesweit mit dem Label „Stadtgrün naturnah“ ausgezeichnet worden. Die Zertifizierung gilt für drei Jahre. „Die Stadt setzt seit Jahren verstärkt auf die naturnahe Gestaltung ihrer Grünflächen, schafft damit Lebensräume für Tiere und Pflanzen und leistet so einen wichtigen Beitrag für das Klima und die Artenvielfalt“, so Meyer. „Und ganz nebenbei werden die Flächen optisch attraktiver gestaltet.“

© Hildesheimer Allgemeiner Zeitung 19. Mai 2021

OVH klagt an: Stadt vernichtet wertvollen Lebensraum

Ornithologischer Verein schreibt Brandbrief an Oberbürgermeister und kritisiert öffentliche Grünpflege, Schottergärten und Verlust von Naturraum

In einem offenen Brief an Oberbürgermeister Ingo Meyer kritisiert Alistair Hill als Vorsitzender des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH) das rigorose Abholzen und Zurückschneiden auf städtischen Grünflächen, den Verlust von immer mehr Schrebergärten, die Bauprojekten weichen müssen, und die Umgestaltung einst grüner Hausgärten in „lebensfeindliche Steinwüsten“. mehr lesen…

Stadt-Wege überpflügt? Bauern unter Verdacht

Verwaltung kündigt Überprüfungen in Itzum und Bavenstedt an / Baudezernentin hofft auf Lerneffekt bei Landwirten

Die Stadt hat Hinweise darauf, dass auch in Itzum Landwirte kommunale Wege überpflügt haben, die an ihre Äcker grenzen. Nach Angaben der Verwaltung gibt es gegen zwölf Bauern „leichte bis starke Verdachtsmomente“, es geht um 23 Flächen. In den vergangenen Jahren hatte die Stadt solche Fälle bereits auf dem Gallberg am Moritzberg und in Sorsum nachgewiesen und mit sanftem Druck erreicht, dass die Bauern das überpflügte Land liegen lassen und die Grenzen achten. mehr lesen…

Wird Kastanienallee autofrei?

Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland hat eine Reihe von Vorschlägen, die beim Derneburger Verkehrskonzept berücksichtigt werden sollen

Aus der HiAZ vom 11.05.2021

Wenn das Museum im Derneburger Schloss für die Öffentlichkeit öffnet, werden viele Besucher erwartet. Um den Verkehr zu leiten und die Interessen unter einen Hut zu bringen, wird nun ein Verkehrskonzept erstellt. Der Kreisverband Hildesheim des Verkehrsclubs Deutschland begrüßt diese Maßnahme. Er appelliert aber an alle Verantwortlichen, beim Erstellen des Konzeptes nicht nur den Autoverkehr und die Parkplätze im Blick zu haben. mehr lesen…

Vögel und Rundweg? Das ist am Hohnsensee wohl kein Problem

Stadt hat vom Fachmann das Artenvorkommen ermitteln lassen

Aus der HAZ vom 26,04,.2021 von Rainer Breda

Hildesheim. Legt die Stadt einen Rundweg um den Hohnsensee an, der auf ganzer Länge direkt am Ufer entlang führt – also auch auf der nordwestlichen Seite, die derzeit für Spaziergänger tabu ist, weü sie innerhalb des Jo-Bad-Geländes hegt? Noch ist die Entscheidung nicht gefallen, sind mehrere Fragen offen. Auf eine gibt es demnächst eine Antwort ^-nämlich darauf, inwieweit Vögel durch Spaziergänger gestört würden, wenn diese künftig direkt am Wasser unterwegs wären. mehr lesen…

Die ersten Störche sind zurück

Paare in Gronau und Ruthe beisammen / Einer kämpfte sich sogar durch den Schnee

Da ist er wieder: einer der beringten Gronauer Störche in der Leinemasch.Foto: Manfred Weinhold
Da ist er wieder: einer der beringten Gronauer Storch in de Gronauer Masch
(ein Schutzgebiet der Paul-Feindt-Stiftung). Foto Manfred Weinhold

Den heftigen Wintereinbruch haben sie noch vom wärmeren Süden aus „beobachtet“ – inzwischen kehren immer mehr Weißstörche an ihre Nistplätze im Landkreis Hildesheim zurück. Erste Brutpaare haben sich bereits gefunden.

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Hildesheim hinkt immer noch hinterher

Nicht alle EU-Schutzgebiete für Flora und Fauna sind bislang gesichert – trotz Ultimatum vom Minister

Eines der geschützten FFH-Gebiete im Raum Hildesheim ist der Haseder Busch, der im Frühjahr von einem Teppich von Hohlem Lerchensporn überzogen ist.Foto: Archiv

Am 5. Juni ist es 29 Jahre her, dass die Europäische Union ihre FFH-Richtlinien in Kraft gesetzt hat. FFH, also Flora- und Fauna-Habitate, sind Schutzgebiete für Pflanzen und Tiere, in denen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft nur eingeschränkt erlaubt sind. Um aber überhaupt zu wissen, was genau da geschützt werden soll, sind Landkreise und Städte verpflichtet, eine exakte Gebietsbeschreibung zu erstellen. mehr lesen…

Hildesheimer Landwirte und Naturschützer drängen zusammen auf Artenschutz

„Niedersächsischer Weg“ vor Ort

Hildesheimer Landwirte und Naturschützer drängen zusammen auf Artenschutz

Kreis Hildesheim – Vertreter der Bauern und der Umweltverbände verfassen gemeinsamen Brandbrief an den Kreistag. Das Schreiben dürfte nach jüngsten Streits intensive Diskussionen auslösen.

Kreis Hildesheim – Es ist ein Brief, bei dem schon der Briefkopf aufhorchen lässt: Nebeneinander stehen dort die Wappen des Landvolks, der Landwirtschaftskammer, der Naturschutz-Verbände Nabu und BUND sowie des Ornithologischen Vereins Hildesheim (OVH). Am Schluss des Briefes finden sich die Unterschriften der jeweiligen Verantwortlichen. Und im Text taucht immer wieder das Wort „Wir“ auf. Adressat: der Hildesheimer Kreistag.

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Vogelpastor Ewald Bürig ist gestorben

Seine Naturfotos machten ihn berühmt

Ewald Bürig

Als Pfarrer hat sich Ewald Bürig um das Wohl der Menschen gekümmert. Sein Herz schlug aber auch für die Natur: Schon vor Gründung des Ornithologischen Vereins (OVH) am 23. März 1953 gehörte er einem Arbeitskreis um den Josephinum-Lehrer und ersten OVH-Vorsitzenden Paul Feindt an. Die jungen Leute verstanden sich als Feldforscher, die beobachteten, kartierten, auswerteten. Bürig wurde OVH-Gründungsmitglied, war wegen seiner Fachkenntnisse und seiner faszinierenden Tierfotos schließlich weithin als Vogelpastor bekannt. Am Wochenende ist er im gesegnet Alter von 95 Jahren gestorben. mehr lesen…

Bleihaltige Munition wird in Feuchtgebieten in der EU verboten

Neues vom BirdLife International 18.02.2021

Commission confirms it: lead shot will finally be banned in wetlands

By Willem van Den Bossche, Senior Flyway Conservation Officer for Europe & Central Asia
The long awaited ban on the use of lead shots in wetlands finally came into force on 25 January. This sets the timetable for the ban’s implementation in Member States: they have until 15 February 2023, or 2024 if the country’s surface consists of more than 20% of wetlands.
Why does this matter? This law will reduce the annual death of an estimated one million waterbirds which currently die of lead poisoning in the EU, and halt the extreme poisoning of wetland wildlife. It will save millions of lives.

Fütterung von Wildvögeln

Aus dem Stadtteilmagazin Nordstädter Februar 2021

Vielen Dank an die/den unbekannte/n Vogelfreund/in auf dem Nordfriedhof Foto: P. Pahl

(PP) Im Winter füttern viele Menschen gerne Vögel. Doch was ist richtig und was ist falsch?

Der Ornithologische Verein zu Hildesheim e.V. (OVH) hat einige Tipps für Vogelfreunde*innen: Die Futterstelle sollte in der Nähe von Gebüsch angelegt werden. So können Vögel Deckung vor Feinden finden, allerdings sollte darauf geachtet werden, dass Katzen nicht ihrerseits darin Deckung finden. Wichtig ist, Futterstelle und Tränke regelmäßig zu reinigen, um die Übertragung von Krankheiten zu minimieren.

Im Handel ist eine große Auswahl an geeigneten Wildvogelfuttermischungen erhältlich z.B. Mischungen mit Sonnenblumenkernen und Erdnüssen, Fettfuttermischungen mit Haferflocken und speziellem Fett und Meisenknödel. Völlig ungeeignet sind Speisereste wie Brot, Wurst oder Käse. Das darin enthaltene Salz ist für Vögel lebensbedrohlich.

Viele weitere Infos zu diesem Thema bietet der OVH im Faltblatt „Fütterung von Wildvögeln“ und auf der OVH Homepage www.ovh-online.de unter dem Stichwort „Vogelfütterung“.