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Ein lebendes Museum mit ewig hungrigen Helfern

Die HAZ stellt in einer Serie sehenswerte Naturreservate vor. Heute: Der Gallberg.

In Stadt und Kreis Hildesheim gibt es viele landschaftliche Besonderheiten, um die uns Naturliebhaber aus anderen Regionen beneiden.

Der Landwirt Heinrich Köhler mit seiner Limousine Kühe

Kämen Zeitreisende heute nach Hildesheim, wären sie erstaunt, dass die Stadt im Südwesten und Südosten von dichtem Hochwald umgeben ist, denn über Generationen waren die Höhenzüge baumlos und kahl. Sie dienten der Bevölkerung, wo es der magere Boden hergab, als Acker, aber mehr noch als Weideland. Damit einher ging eine besondere Flora und Fauna, die heute um so mehr in Gefahr gerät, je mehr ihnen die Baumriesen das Sonnenlicht rauben.

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Störche im Hildesheimer Kreis – Aus der HAZ vom 25. Juli 2020

Entsorgte Masken und Gummibänder: Eine Gefahr für die Störche

Kreis Hildesheim – Naturschutzbund warnt: Achtlos weggeworfene Gummibänder oder Einmal-Masken können für Störche und andere Vögel im Landkreis Hildesheim das Todesurteil bedeuten.

Auf dem Heberberg in Lamspringe hat Heine sogar ein Denkmal bekommen

Aus der Hildesheimer Allgemeine Zeitung 18. Juli 2020 

In Stadt und Kreis Hildesheim gibt es viele landschaftliche Besonderheiten, um die uns Naturliebhaber aus anderen Regionen beneiden. Die HAZ stellt in einer neuen Serie sehenswerte Naturreservate vor. Heute: Der Heberberg

Die Mückenhändelwurz, eine streng geschützte heimische Orchidee, blüht auf den Lichtungen des Heberberges in üppigen Beständen.

DIE MÜCKENHÄNDELWURZ, EINE STRENG GESCHÜTZTE HEIMISCHE ORCHIDEE, BLÜHT AUF DEN LICHTUNGEN DES HEBERBERGES IN ÜPPIGEN BESTÄNDEN.

Wieder mehr singende Nachtigallen Vogelliebhaber zählen 129 Sänger

Aus der HAZ 8. Juli 2020 

In diesem Frühjahr haben wieder mehr Nachtigallen gesungen. Doch langfristig geht der Bestand zurück.Foto: HAZ-Archiv

In diesem Frühjahr haben wieder mehr Nachtigallen gesungen – nachdem ihr Bestand im Vorjahr eingebrochen war. Bei der Zählaktion des Ornithologischen Vereins (OVH) wurden Karl-Heinz Rosanowski 129 singende Männchen gemeldet. Vor einem Jahr waren es nur 105 Vögel gewesen.

„Vielleicht hat sich sogar Corona positiv auf den Zug der Nachtigall ausgewirkt“, mutmaßt Rosanowski. „Denn wegen der Corona-Einschränkungen waren in den Mittelmeerländern nicht so viele Vogelfänger wie sonst mit ihren Netzen und Leimruten unterwegs.“ Zudem dürfte der sehr sonnige und meldet Frühling in diesem Jahr diese wärmeliebende Vogelart begünstigt haben. Vor einem Jahr war das Frühjahr ziemlich feucht und kühl.

Bestandsschwankungen sind jedoch nichts Ungewöhnliches: In den vergangenen Jahren gab es von Jahr zu Jahr immer wieder deutliche Unterschiede bei den Zählergebnissen. Dennoch fällt auf, dass viele, früher regelmäßig besetzt Brutplätze, inzwischen verwaist sind. Und auch die beständig sinkende Zahl von Insekten dürfte der Bestandsentwicklung nicht gut tun.

Die ersten Nachtigallen wurden bereits am 4. April von Marina Grothe in Oedlum und Harry Heinecke in Harsum entdeckt, die letzte hörte Rosanowski am 24. Juni an der Lavesbrücke über die Innerste in der Nähe von Walshausen. Im vergangenen Jahr hatte die erste Nachtigall erst am 14. April in Oedlum gesungen.

Insgesamt meldeten 81 Naturfreunde 319 Nachtigallen – manche Sänger wurden allerdings gleich mehrfach gemeldet. Und manche Vogelliebhaber meldeten gleiche etliche Tiere: So steuerte Stefan Thieme 60 Beobachtungen bei, Josef Folger 26, Bernhard Scharfenberg 25, Alistair Hill 18. Die Arbeitsgemeinschaft Umwelt und Naturschutz Ambergau, die im vergangenen Jahr lediglich drei Reviere entdeckte, meldete in diesem Jahr zehn Areale, in denen eine Nachtigall sang.

Als regelrechte Hotspots erwiesen sich Lebensräume, die vom Menschen umgestaltet worden sind und jetzt zumindest teilweise der Natur zurückgegeben worden sind: der Bruchgraben, der Innerstelauf in Höhe Himmelsthür, die Giftener Seen und die Nordstemmer Kiesseen sind Gebiete, in denen sich der zierliche braune Sänger offenbar besonders wohl fühlt.

Auf Spaziergängen im Kreis Hildesheim Neues entdecken: Wernershöhe

HAZ-Serie: Schätze vor der Haustür von Marita Zimmerhof

Wrisbergholzen – In Stadt und Kreis Hildesheim gibt es viele landschaftliche Besonderheiten, um die uns Naturliebhaber aus anderen Regionen beneiden. Die HAZ stellt einige Orte vor, an denen sich Spaziergänge lohnen. Heute: Wernershöhe.

WrisbergholzenFür den flüchtigen Blick sieht das Getreidefeld aus wie jedes andere. Wer aber näher herantritt, entdeckt ein Blütenmeer in schönstem Himmelblau: Der Ackerrittersporn steht gerade üppig in Blüte. Und wer sich die Mühe macht, seinen Blick zwischen den Halmen über den Boden schweifen zu lassen, entdeckt noch jede Menge weitere botanische Schätze: leuchtend gelben Ackerhahnenfuß etwa, lilablühenden Kleinen Frauenspiegel, rosafarbene Ackerröte oder weiße Ackerlichtnelke.

Auf einer Anhöhe am Ostrand des Alfelder Berglands liegt zwischen Sibbesse und Alfeld die Wernershöhe, eine Ackerfläche, die seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt wird. Zu beneiden waren die Bauern hier oben auf der oftmals windumtobten Hochfläche allerdings nie. Wenn der heutige Landwirt Wilhelm Bertram über sein Feld geht, kann er bei jedem Schritt eintauchen in die Zeit vor 80 Millionen Jahren, als der Landstrich von einem warmen tropischen Meer überflutet war.

Neues vom Dachverband: Das Rebhuhn in Gefahr – Europaweite Bestandseinbrüche

Pressemitteilung DDA 29.06.2020

Bild zur Meldung
Kein Platz mehr für das Rebhuhn? In ganz Europa sind die Bestände in den letzten Jahren zusammengebrochen.

Früher war das Rebhuhn ein gewöhnlicher Anblick in der Feldflur, heute sind die Vorkommen in weiten Teilen Europas stark geschrumpft und in manchen Regionen ist die Art bereits ausgestorben. Steht die Charakterart der Ackerflur und -brachen vor dem Aus? Bundesweit gibt es keine andere Vogelart, die in den letzten Jahren so stark im Bestand zurückgegangen ist. Der europäische Bestand ging um rund 93% zurück, aus der Schweiz wurde kürzlich sogar das vollständige Aussterben bekannt gegeben. Höchste Zeit aktiv zu werden und die verbliebenen Vorkommen des Rebhuhns zu schützen! mehr lesen…

45 Nistkästen für den Nordfriedhof

OVH Jugendgruppe hängt Nisthilfen auf

Alles in Ordnung? Die letzte Kontrolle. Foto S, Bologna

(PP) Die Jugendgruppe des Ornithologischen Vereins Hildesheim (OVH) hat auf dem Hildesheimer Nordfriedhof neue Nistkästen aufgehängt. Diese Aktion wurde durch die finanzielle Förderung der Stadtteil.Aktiv.Kasse des Vereins Nordstadt.Mehr.Wert. unterstützt. Nistkästen auf dem Nordfriedhof haben bereits eine lange Tradition. Schon in den 1950er bis in die 1970er Jahre haben Mitglieder des OVH dort Nistkästen aufgehängt und betreut. Seit 1988 hat der Verein Waldvogelfreunde Hildesheim + Umgebung die Betreuung der Nisthilfen auf dem Friedhofsgelände übernommen. Zwischenzeitlich hatten die Waldvogelfreunde bis zu 150 Kästen unter Ihrer Obhut.

Leider finden Vögel immer weniger natürliche Nistmöglichkeiten. Alte Bäume, in denen Höhlenbrüter wie Blau- und Kohlmeisen, Stare oder Trauerschnäpper einen geeigneten Brutplatz finden, gibt es immer weniger. Hilfe ist nötig! Daher hat die OVH Jugendgruppe beschlossen Nistkästen zu bauen.

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30 Prozent der Landes- und Meeresflächen unter Schutz: die neue Biodiversitätsstrategie der EU

Neues vom DNR Deutsch Naturschutzring 20.05.2020

“Mehr Raum für Natur in unserem Leben” – so ist die Mitteilung der EU-Kommission untertitelt, in der sie “ehrgeizige EU-Maßnahmen und Verpflichtungen” vorschlägt, um den weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen. Die EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 ist lang erwartet, vielfach verschoben und extrem wichtig, um die Artenvielfalt zu sichern. Doch was steckt drin?

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Reisen in Corona-Zeiten: Der Rekordflug einer Ente von Hessen nach Russland

Eine Presse Mitteilung der Universität Giesen – Nr. 78 • 6. Mai 2020

2.250 Kilometer in nur zwei Tagen – Die oberste Jagdbehörde im Hessischen Umweltministerium fördert ein Forschungsprojekt zum Schutz von Stockenten an der Universität Gießen

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Von Hessen in den Norden Russlands: die 2.250 Kilometer lange Reiseroute der Stockente. Karte: AG Wildtierforschung auf der Basis von OpenStreetMap (https://www.openstreetmap.org/copyright)

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Den Anblick von Orchideen genießen, aber bitte nicht ausgraben oder abpflücken

Aus der Alfelder Zeitung vom 11.06.2020

SACK. Bei einem Spaziergang durch den Schneiderberg bei Sack kann man jetzt viele blühende Orchideen entdecken. Darunter auch der Frauenschuh, eine der schönsten Orchideen im Leinebergland. Auch das Wechselspiel zwischen Licht und Schatten erzeugt zwischen Bäumen und Sträuchern eine besondere Stimmung. Der Schneiderberg ist im Besitz der Paul-Feindt-Stiftung und wird regelmäßig von den Mitgliedern des naturkundlichen Arbeitskreis Alfeld im OVH gepflegt. mehr lesen…

95 Vogelarten in 24 Stunden

Birdrace 2020

(PP)Am 02.05.2020 fand das bundesweite Birdrace des DDA (Dachverband Deutscher Avifaunisten) statt. Für den Ornithologischen Verein Hildesheim (OVH) ging das Team Hildesheimer Bördebirder an den Start.

Hildesheimer Bördebirder: B. Scharfenberg, W. + P. Pahl

Ziel dieser Veranstaltung ist es in 24 Stunden möglichst viele verschiedene Vogelarten zu ermitteln. Wobei es egal ist, ob sie gesehen oder nur gehört werden. Geschummelt wird nicht, das ist Ehrensache.

Unsere Hauptziele waren Gebiete, in denen Flächen im Besitz der Paul-Feindt-Stiftung sind. So haben wir u. a. die Derneburger Teiche, den Borsumer Pass und den ehemaligen Truppenübungsplatz “Lange Dreisch” aufgesucht. Aber auch der Hildesheimer Wald, der Hohnsensee und unser vereinseigenes Schutzgebiet der Erlenbruch in Hildesheim/Himmelsthür standen auf dem Programm. mehr lesen…

OVH erfasst die Brutplätze der Mehlschwalben

Aus der LDZ vom 25.06.2020

Die Schwalben sind aus ihren Winterquartieren zurück und ziehen wieder um unsere Häuser. Doch es sind immer weniger dieser eleganten Vögel, die in unseren Dörfern und Städten in den Sommermonaten durch die Luft jagen. mehr lesen…