Inhalte:

OVH naturkundlicher Spaziergang 02.06.19

Blutbär und Warzenbeißer

Der Anstieg will bewältigt werden! Foto: P. Pahl

(PP) „Wenn wir hier hoch gegangen sind, haben wir das schlimmste geschafft!“ Burkhard Rasche macht den 16 Teilnehmern Mut. Schon am Vormittag herrschen hochsommerliche Temperaturen. Wir machen uns auf zu unserem Rundgang über den Ortsberg bei Langenholzen. Oben belohnt uns nicht nur ein fantastischer Ausblick, wir entdecken auch etliche Schmetterlinge. Immer wieder meldet jemand:“ Hier ist wieder ein Falter! Was ist das für einer?“ Unsere Experten Burkhard Rasche und Jürgen Tänzer können Namen wie Faulbaum-Bläuling, Kleiner Würfel-Dickkopffalter oder Blutbär nennen.

Orchideen sind leider nur wenige zu sehen. Die Trockenheit der letzten Monate macht sich bemerkbar. Trotzdem können wir das Helmknabenkraut und die Grünliche Waldhyazinthe bewundern. Günter Grein, Experte für Heuschrecken, zeigt uns eine Larve des Warzenbeißers. Sogar eine Eidechse huscht vorbei.

Alle waren von diesem besonderen Lebensraum beeindruckt und begeistert. Vielen Dank an Burkhard Rasche, Jochen Tänzer und Günter Grein für die fachkundliche Führung!

Wir freuen uns auf unseren nächsten naturkundlichen Spaziergang. Am 07.07.19 geht es ins NSG „Am Roten Steine“ in Hildesheim

Unsere Streuobstwiese soll noch schöner werden

Barienroder Grundschüler pflanzen Apfelbäume Foto: Dieter Herrmann

„Juhu, wir pflanzen heute Bäume“, strahlte eine Schülerin der Grundschule Barienrode erfreut. Kinder der 3. Klasse der kleinen Umweltschule hatten sich auf der Streuobstwiese in Groß Düngen zum Pflanzen von drei jungen Apfelbäumen eingefunden. Die Wiese gehört der Paul-Feindt-Stiftung und wird von der Arbeitsgruppe „Streuobstwiese“ des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim betreut. Die Bäume brachte der Söhrer Biolandwirt Michal Volm mit, dazu alle notwendigen Werkzeuge und Kanister mit Wasser zum Wässern der neugepflanzten Setzlinge.

Die Drittklässler gingen mit Begeisterung an die Arbeit: Pflanzloch mit den Spaten ausheben, den Baum  nach kundiger Erklärung von Herrn Volm mit dem Pflanzschnitt versehen, ihn in das Loch einsetzen, Erde wieder einbringen, schön festtreten, den Pflanzpfahl einschlagen – Schwerstarbeit für die Schüler – und den Setzling fachgerecht am Pfahl anbinden. Dann den Baum nachhaltig wässern und zuletzt ein Namensschild anbringen. FERTIG! Das alles dreimal.

Anschließend bestaunten die kleinen Umweltschüler noch die ersten blühenden Wiesenschlüsselblumen. Dann ging es zu Fuß zurück zur Grundschule nach Barienrode. Es war ein gelungener Vormittag für alle.

Diese Pflanzaktionen im Frühjahr haben seit vielen Jahren Tradition. Im Herbst gehen die Schüler mit ihren Lehrerinnen dann zum Apfelsammeln auf „ihre“ Streuobstwiese. So schließt sich der Kreis vom Pflanzen zum Ernten – Vermittlung von Umweltverständnis nach bester Art.

Text: Dieter Herrmann

OVH sucht Brutplätze von Mehlschwalben

Brutplätze von Mehlschwalben gesucht

Aus der LDZ vom 24.05.2019

Kreis – Die Bestandsentwicklung der Mehlschwalben hat sich seit 1985 europaweit halbiert. In der Bundesrepublik wird die Art mittlerweile in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als gefährdet gelistet. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist die Mehlschwalbe als Gebäudebrüter -zusammen mit Mauersegler. Rauchschwalbe und Haussperling – in der Kategorie der besonders zu schützenden Arten, deren Nester nach gesetzlicher Regelung nicht zerstört werden dürfen.

Die Mehlschwalbe ist praktisch überall zuhause, wo Siedlungen sind. Foto: Alistair Hill

Die Mehlschwalbe ist ein kleiner Verwandter der Rauchschwalbe und kann von dieser durch die weiße Unterseite und den weißen Bürzel am Ende des Rückens leicht unterschieden werden. Der Schwanz der Mehlschwalbe ist nur leicht eingekerbt. Mehlschwalben sind Langstreckenzieher und überwintern im südlichen Afrika. Sie kehren an ihren ursprünglichen Geburtsort Anfang Mai zurück und bleiben im Landkreis Hildesheim bis Mitte September oder Anfang Oktober. Die Mehlschwalbe ist in Mitteleuropa ein Kulturfolger und abhängig von Gebäuden, wo sie ihre Nester an den Außenwänden direkt unter überhängenden Dachvorsprüngen baut. mehr lesen…

Aus dem Vereinsleben: Wanderung im Nordfriedhof

Aus der HAZ vom 6. April 2019

Welcher Vogel singt denn da wohl? Foto:

WELCHER VOGEL SINGT DENN DA WOHL? 

Sonnenschein, blauer Himmel und frühlingshafte Temperaturen: perfekte Voraussetzungen für einen Spaziergang mit dem Ornithologischen Verein zu Hildesheim. Fast 50 Naturinteressierte trafen sich am Sonntag, 7. April, zu einem Rundgang über den Hildesheimer Nordfriedhof. In der weitläufigen Parklandschaft des fast 130 Jahre alten Friedhofs konnten wir schnell die typischen Vögel wie Buchfink, Heckenbraunelle, Rotkelchen, Zilzalp, und Zaunkönig ausmachen. Zahlreiche Sommergoldhähnchen ließen ihren feinen Gesang hören und sogar zwei oder drei Misteldrosseln sangen noch.

Freude machten uns die zahlreichen Mönchsgrasmücken, die gerade erst aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt waren. Ein ganz besonderes Highlight war der Anblick einer Waldohreule, die in einem Baum döste. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer.

Windpark Escherde-Rössing: Debatte verschoben

Aus der HAZ vom 4. Mai 2019

Raumordnungsprogramm wird erst im Juni Thema

Rössing/Kreis Hildesheim. Die Entscheidung über die Frage, ob zwischen Rössing und Klein Escherde eine sogenannte Vorrangfläche für Windkraft ausgewiesen soll, verzögert sich noch einmal. Die Kreistags-Mehrheit aus SPD und CDU will das regionale Raumordnungsprogramm nicht wie von der Kreisverwaltung vorgesehen am Montag im Fachausschuss für Bau und Kreisentwicklung diskutieren und dann am 15. Mai im Kreistag entscheiden. „Wir wollen das vertagen“, bestätigte die Ausschuss-Vorsitzende Erika Hanenkamp (SPD) auf HAZ-Nachfrage.

Zwar hat die Kreisverwaltung, wie berichtet, die Ergebnisse eines Erörterungstermins vorgelegt, bei dem Vertreter der Bürgerinitiative gegen den geplanten Windpark, die einheimischen Investoren, die die Windräder errichten wollen, sowie die Gemeinde Nordstemmen ihre gegensätzlichen Standpunkte noch einmal deutlich gemacht haben. „Wir brauchen aber mehr Zeit, um das zu bewerten, das ist wirklich ein sehr komplexes Thema mit einander widersprechenden Gutachten“, erklärt Hanenkamp. „Da ist Sorgfalt ganz besonders wichtig.“ Zudem erhoffe sich auch die Politik eine wichtige Entscheidungshilfe vom niedersächsischen Umweltministerium. Die Kreisverwaltung hat die Behörde um eine Stellungnahme gebeten, diese steht noch aus.

Nun soll im Juni diskutiert und entschieden werden. Das bedeutet auch noch einmal eine kleine Verzögerung für die Pläne der Stadt Sarstedt, das Baugebiet Sonnenkamp in Richtung Gödringen zu erweitern. Denn dafür ist eine Veränderung des Raumordnungsprogramms Voraussetzung. abu © Hildesheimer Allgemeine Zeitung

OVH Spaziergang im Amphibienbiotop

Unser Mai-Spaziergang führte uns ins Amphibienbiotop Ochtersum

Großes Interesse der Besucher Foto:P.Pahl

(PP)Andreas Kentler übernahm die fachkundliche Führung. Er zeigte uns Kammmolche, Teichmolche und den Bergmolch, die Amphibie des Jahres 2019. Leider konnten wir die Gelbbauchunke nicht sehen. Für sie war es zu kalt, sie wird erst in den nächsten Tagen wieder aktiv, wenn die Temperaturen steigen. Geduldig beantwortete Andreas Kentler die vielen Fragen der kleinen und großen Besucher und führte uns durch das Biotop. So lernten wir die Amphibien und ihren besonderen Lebensraum kennen. Vielen Dank Andreas!

Rundgang durch das Amphibienbiotop Foto: P.Pahl

Wir freuen uns auf den nächsten Spaziergang am 02.Juni. Ziel wird der Ortsberg in Langenholzen sein!

Kreis nun doch für Windpark

Kehrtwende zu Projekt bei Rössing

Aus der HAZ vom 30.04.2019

Rössing/Klein Escherde. Neue Wende im Streit um einen möglichen Windpark in der Feldmark zwischen Rössing und Klein Escherde. Die Kreisverwaltung will das Areal nun doch als sogenannte Vorrangfläche für Windkraft im Raumordnungsprogramm belassen. Das ist das Ergebnis einer erneuten Erörterung, bei der Befürworter, Gegner und Behörden an einem Tisch saßen. Zudem gebe es neue, grundsätzliche Überlegungen zum Thema erneuerbare Energien. Das letzte Wort hat allerdings der Kreistag. Wie auch immer er entscheidet, droht danach eine juristische Auseinandersetzung um die Pläne.

mehr lesen…

Neun Brutpaare: Weißstorch-Rekord im Landkreis

Aus der HAZ vom 02.05.2019

Familiengründung auf der Poppenburg / Wagemutige Vögel starten in Elze zweiten Anlauf auf Leitungsmast

Auf der Poppenburg sind sich zwei Störche ganz nahe gekommen – nun brüten sie Nachwuchs aus. Foto: Manfred Weinhold

Auf der Poppenburg sind sich zwei Störche ganz nahe gekommen – nun brüten sie Nachwuchs aus. Foto: Manfred Weinhold

Kreis Hildesheim. Im Landkreis Hildesheim brüten in diesem Jahr so viele Weißstorch-Paare wie seit Jahrzehnten nicht mehr. In insgesamt neun Horsten hocken Elterntiere auf Eiern. Das ist die höchste Zahl, seit im Jahr 2003 erstmals wieder ein Weißstorch-Paar im Landkreis brütete. Davor hatte es seit 1976 überhaupt keine Brut gegeben. In diesem Jahr scheuen die Tiere offenbar kein Risiko – und lassen sich auch von schweren Rückschlägen nicht abhalten. mehr lesen…

Turteltauben: Symbol für Liebe und Treue durch illegale Jagd bedroht

Neues vom DDA 30.04.2019

Bild zur Meldung
Der Bestandstrend der Turteltaube (1980–2016) in Europa zeigt einen signifikanten Rückgang. In den Trendverlauf sind Daten aus 23 europäischen Ländern eingeflossen. Das Konfidenzintervall ist hellblau dargestellt
© EBCC/BirdLife/RSPB/CSO

Seit Tausenden von Jahren gilt die Turteltaube als Liebes- und Glückssymbol. Schon den Griechen war sie heilig. Damals schrieb man sie Demeter, der Göttin der Ernte und Fruchtbarkeit, zu – und noch heute werden zwei frisch verliebte Menschen oft als Turteltauben bezeichnet.
mehr lesen…

Aus eins mach zwei!

Zwei Paare des Rotmilans brüten in Rössing

Aus der LDZ vom 18.04.2019

Die Mitglieder des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH) erfassen die Rotmilane im Landkreis Hildesheim bereits seit Jahrzehnten. Wie der Verein nun mitteilt habe die Erfassung in diesem Jahr bisher einige Lücken aufgezeichnet. mehr lesen…

Auf der Suche nach der Feuersalamander

Aus der Alfelder Zeitung vom 9.April 2019

KREIS HILDESHEIM. Die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz des Naturschutzbundes (NABU) Hildesheim lädt zu einer Entdeckungsreise auf den Spüren des Feuersalamanders ein. Die gemeinsame Veranstaltung mit dem Ornithologischen Verein Hildesheim (OVJH) wird an drei Terminen Angeboten. Freitag 12. April, Sonnabend, 11 Mai sowie Sonnabend 8 Juni, jeweils um 21 Uhr. Die Leitung hat der Amphibien- und Reptilien Fachmann des OVHs. Andreas Kentler. Es wird um vorherige Anmeldung bei Kentler unter der Tel. Nr. 01738601792 gebeten. Der Treffpunkt erfahren die Teilnehmer bei der Anmeldung. Die Entdeckungstour dauert etwa eine Stunde. Weitere Information unter www.nabu-hildesheim.de oder www.ovh-online.de

© Alfelder Zeitung

 

OVH Spaziergang über den Nordfriedhof

Welcher Vogel singt denn da? Foto: A. Hill

Mönchsgrasmücken und Sommergoldhähnchen

(PP)Sonnenschein, blauer Himmel und frühlingshafte Temperaturen: perfekte Voraussetzungen für einen Spaziergang mit dem OVH. Fast 50 Naturinteressierte trafen sich am Sonntag, 07.04.19 zu einem Rundgang über den Hildesheimer Nordfriedhof.

In der weitläufigen Parklandschaft des fast 130 Jahre alten Friedhofs konnten wir schnell die typischen Vögel wie Buchfink, Heckenbraunelle, Rotkelchen, Zilzalp, und Zaunkönig ausmachen. Zahlreiche Sommergoldhähnchen ließen ihren feinen Gesang hören und sogar 2 oder 3 Misteldrosseln sangen noch. Freude machten uns die zahlreichen Mönchsgrasmücken, die gerade erst aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt waren. Ein ganz besonderes Highlight war der Anblick einer Waldohreule, die in einem Baum döste.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 05.Mai 19 im Amphibienbiotop Ochtersum.

EuroBirdPortal: Den Vogelzug durch Europa jetzt tagesaktuell verfolgen!

Neues vom Dachverband (DDA) am 9. April 2019

Ankunft der Rauchschwalbe in Europa© EBP

Rauchschwalbe 19 bis 25-03-2019

Nachtigall 09 bis 11-04-2019

Wo bleiben unsere Mehlschwalben? Wurden schon Trauerschnäpper beobachtet? Wann kann ich mit den ersten Mauerseglern rechnen? Antworten auf diese Fragen sind ab sofort nur noch wenige Klicks entfernt. Über das EuroBirdPortal (EBP) kann der Vogelzug quer durch Europa künftig über einen LIVE-Viewer verfolgt werden, der heute im Rahmen der Internationalen Fachtagung „BirdNumbers 2019“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

mehr lesen…

Neues vom DDA 29.11.2018 Kiebitz im Sinkflug

Neue Daten zeigen:  ehemals häufiger Wiesenvogel hat um 88 Prozent abgenommen

Noch vor etwa 30 Jahren sah und hörte man den Kiebitz fast überall auf Deutschlands Feldern. Doch neue Daten zeigen: Seit 1992 ist der Bestand dieser Charakterart unserer Agrarlandschaft um 88 Prozent eingebrochen, wie der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) mitteilte.

„Dem Kiebitz geht es noch deutlich schlechter als bislang befürchtet. Er teilt sein Schicksal mit Feldlerche, Rebhuhn und Co., deren Populationen sich ebenfalls in rasantem Sinkflug befinden“, sagte Christoph Sudfeldt, Geschäftsführer des DDA anlässlich einer Veranstaltung zur künftigen EU-Agrarpolitik in der Landesvertretung Schleswig-Holsteins in Berlin.
mehr lesen…