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Fast ausgerottet – nun wollen Silberreiher in Hildesheim dem Winter entfliehen

Wintergäste aus Südosteuropa

Aus der Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 11. Jan. 2022

von Marita Zimmerhof Veröffentlicht am: Aktualisiert:

Hildesheim – Sie waren fast schon ausgerottet, doch nun hat sich der Bestand der Silberreiher wieder erholt: Als Wintergäste machen einige gerade im Raum Hildesheim Station. Aber Achtung: Es gibt Doppelgänger.

Der Anblick von Graureihern, die im Winter langbeinig über die Felder stelzen und nach Futter Ausschau halten, ist in unserer Region längst vertraut. Doch seit einiger Zeit tauchen auf Äckern, Wiesen und an Uferrändern auch seine schneeweißen Verwandten auf: Silberreiher. Zu Beginn des Jahres haben die Vogelkundler des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH) in Stadt und Kreis mehr als 30 Tiere gezählt.

Als Wintergäste hat es mehrere Silberreiher in den Raum Hildesheim gezogen. Doch im Frühjahr dürften sie wieder in ihre Brutgebiete zurückfliegen. Foto: Salvatore Bologna

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Geisterartige Besucher im Hildesheimer Land.

Verstärktes Auftreten der Silberreiher in Hildesheim.

Aus der Leine-Deister-Zeitung vom 7ö. Jan,. 2022

Die großen Vögel mit dem schneeweißen Gefieder fallen einem schon von weitem ins Auge. Es handelt sich um Silberreiher, die man derzeit an vielen Stellen im Landkreis auf Feldern, Wiesen oder an Ufern sehen kann. Neben dem weißen Gefieder sind der gelbe Schnabel und die schwarzen Beine die Kennzeichen des Vogels, der immerhin 1m groß sein kann.

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Grünschnitt und Naturschutz: Geht das gut?

Ab Montag werden in der Stadt die schweren Gartenmaschinen wieder für die Grünpflege angeworfen / Ornithologischer Verein zu Hildesheim will die Maßnahmen mit kritschem Blick begleiten

Aus der Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 10.01.2022

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Abholzaktion im Bereich der Autobahnzufahrten zur A 7.Foto:: Clemens Heidrich

Am Montag wird auf der Marienburger Höhe wieder abgeholzt: Die Stadt kündigt dort „großflächige Grünschnittarbeiten“ bis Mitte Februar an. Bis zum 1. März läuft noch die Frist, dann beginnt offiziell die Brut- und Setzzeit. Doch es gibt immer wieder Kritik an den Maßnahmen, die auf den ersten Blick wie ein Kahlschlag wirken. Erst im Mai vergangenen Jahres hatte der Ornitologische Verein zu Hildesheim (OVH) in einem Brandbrief an Oberbürgermeister Ingo Meyer heftig das Vorgehen der Stadt bei der Grünpflege kritisiert.

Kräftig geholzt wurde auch an einer Stelle, an der die Stadt nicht zuständig ist: im Auffahrtbereich zur A 7. Das Bild ist immer das Gleiche: Hecken, Gebüsch, Unterholz werden kräftig runtergeschnitten. Doch die dienen den Insekten als Unterschlupf, die wiederum den Vögeln als Nahrung, die im Frühjahr dann noch mit ihrem Nestbau beginnen wollen.

Abholzen in Etappen

Doch die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Jahren ihre Methode bei der Grünpflege verändert. Grundsätzlich wird nun nur noch „abschnittsweise auf den Stock gesetzt“, teilt Stadtpressesprecher Helge Miethe auf Anfrage der HAZ mit. „Das Ergebnis mag zunächst nicht immer schön aussehen, doch nimmt ohne einen Rückschnitt die Dichte der Hecke ab, so dass viele Vogelarten keine geeigneten Nistplätze mehr finden würden.“

Außerdem werde grundsätzlich nur noch ein Drittel der jeweiligen Flächen bearbeitet. Dadurch blieben ausreichend Rückzugsgebiete für Vögel und Kleinstlebewesen. Der Naturschutz sei also im Rahmen der Grünpflege gewährleistet.

Wo noch geschnitten wird

Im Süden Hildesheims wird das nun unter anderem im Bereich der Ortelsburger und Braunsberger Straße oder dem Ützenkamp zu beobachten sein. Weitere Arbeiten kündigt die Stadt im Lindholzpark in Ochtersum und in der Grünanlage Brandisweg in Drispenstedt an.

Maren Burgdorf vom OVH bewertet die angekündigte Vorgehensweise als richtigen Schritt: „Das entspricht auch unserer Linie.“ Der Rückschnitt sei im Grunde wichtig, um das wilde Austreiben der Gehölze zu stoppen und für ein dichtes, inneres Wachstum zu sorgen. Auf diese Weise entstehe erst ein geeigneter Schutz- und Lebensraum.

OVH zeigt Verständnis

Sie zeigt auch Verständnis dafür, dass die Stadt in einigen Bereichen auf eine Bepflanzung verzichtet hat wie zum Beispiel mit Rosen auf Grünstreifen zwischen den Straßen: „Man muss auch die Kosten für eine Pflege in Betracht ziehen.“ Auch die Gestaltung der historischen Wallanlagen und das gezielte Abholzen sei sinnvoll, besonders „wenn alles zugewachsen ist und man nichts mehr sehen kann. Die Anlage selbst ist dann hin“.

Aber es müsse eben nach der Ein-Drittel-Zwei-Drittel-Regel vorgegangen werden und nicht so wie beispielsweise im vergangenen Jahr an den Sportanlagen in Himmelsthür, wo alles radikal klein gemacht wurde: „Das dauert Jahre, bis dort wieder ein Lebensraum für Insekten und Vögel hochwächst“, sagt Burgdorf.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung

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Abholz-Aktion im Haseder Busch

Landkreis Hildesheim erklärt die Hintergründe des Rückschnitts im beliebten Naturschutz-Gebiet

Arg gestutzt sieht das Gehölz im Haseder Busch aus – aber für Naturfreunde kein Grund, Alarm zu schlagen.foto: Privat

Das Gehölz ist massiv gekappt – mancher wundert sich, warum es im Haseder Busch so wüst aussieht. Das Naturschutzgebiet ist bei vielen Spaziergängerinnen und Spaziergängern beliebt. Der Landkreis Hildesheim klärt auf Nachfrage der HAZ nun über die Gründe des Rückschnitts auf. mehr lesen…

OVH ruft auf zum Artenvielfalt-Wettbewerb

Meldung per App oder Website 

Leine Deister Zeitung 20.12.2021

LWL-Museum für Naturkunde App ObsIdentify

+Die Bestimmung von Beobachtungen ist mit der App „ObsIdentify“ schnell erledigt.

Kreis – „Was kann ich allein schon ausrichten?“ – eine Frage, die sich viele stellen, wenn es um Naturschutz und Artenvielfalt geht. Ab Sonnabend, 1. Januar 2022, ist die Antwort ganz einfach: beim deutschlandweiten „Bioblitz 2022“ der Landkreise oder kreisfreien Städte teilnehmen und Erkenntnisse sammeln, denn man kann bekanntlich nur schützen, was man kennt. Der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) ruft zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform observation.org zur Teilnahme an diesem Wettbewerb der Artenvielfalt im Landkreis Hildesheim auf.

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Große Artenvielfalt an den Kiesteichen

Wasservögel gehen zu neugierigen Beobachtern auf Distanz

Leine-Deister-Zeitung: Die Woche 01.12.2021

Teilnehmer an der OVH Exkursion  zur den Kiesteichen Nordstemmen Nord.         Fotos M Plitzko

Von M Plitzko

Rössing – „Vor 100 Jahren habe es noch kaum Wasservögel im Leinetal gegeben“, beginnt Alistair Hill vom Ornithologischen Verein Hildesheim (OVH) seine Einführung der morgendlichen Exkursion am Rössinger Sportplatz. Erst mit der „Auskiesung“ und den dadurch entstande- nen Teichen hätten sich Wasservögel hier als Brutvögel angesiedelt oder seien auf dem Durchzug zu beobachten. Klingt logisch, denn: Wasservögel zieht es zum Wasser.

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Neue Indikatoren für Pestizide in Europäischen Gewässer

Pressemitteilung von dem Europäischen Umweltagentur 10.12.2021

“New indicator on pesticides in European waters”

Pesticides can end up in rivers, lakes and groundwaters, with potential to harm aquatic ecosystems and water quality. The European Environment Agency’s (EEA) new indicator, which aims to track Europe’s progress in reducing pesticides in waters, shows that excessive levels of pesticides have been recorded in a considerable share of European freshwaters.

Hier ist ein Link zu dem Bericht

Tab. Übersicht der zusammengefassten Gewässertypen 2013-2019, mit dem Pestizideüberschüß an den erlaubten MaximaPercentage of reported monitoring sites with pesticides exceeding thresholds in surface waters, different sized rivers, lakes and groundwater in European countries, 2013 – 2019

© European Environmental Agency

OVH im Pop Up Store 

Werbeaktion in der Hildesheimer Fußgängerzone  

 (PP) Im Oktober 2021 durfte der OVH einen s.g. Pop up Store, eine leerstehende Ladenfläche in der Hildesheimer Fußgängerzone für Vereinswerbung nutzen. Einige OVH Mitglieder haben sich spontan bereit erklärt im Laden Präsenz zu zeigen und aktiv für den OVH zu werben. So war immer mittwochs und samstags im Oktober der Laden geöffnet.

OVH Werbung im Pop up Store Oktober 2021 Foto P.Pahl

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Die Protokolle aus der Gründerzeit des Ornithologischen Verein zu Hildesheim

Der Ornithologischer Verein zu Hildesheim würde am 27. März 1953 von Paul Feindt und seinen ornithologischen Freunden gegründet. Bereits in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg war Paul Feindt gemeinsam mit anderen naturkundlich Interessierten in einer Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft aktiv.

Im OVH Vereinsarchiv sind viele Protokolle dieser OAG vorhanden. Diese wollen wir anlässlich des 70. Jubiläums des OVH für alle Interessierten hier zur Verfügung stellen.

Diese Jahren vor der Gründung des OVH sind in dem Heft “Naturkundliche Mittelungen des Ornithologische Verein zu Hildesheim e.V. Jahrgang 20 2003” wunderbar beschrieben.

Die Mitteilungen des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim

Mitteilungen des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim, Hefte 1-15

Naturkundliche Mitteilungen des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim, Hefte 16-20

Der OVH wurde am 23. März 1953 von Paul Feindt und einer Gruppe ornithologischer Freunde gegründet. Im Jahr 2023 feiert der OVH sein 70-jähriges Vereinsjubiläum. Dieses Jubiläum wollen wir zum Anlass nehmen und die Schriftenreihe des OVH als PDF zur Verfügung zu stellen.

Zwischen 1977 und 2003 sind über 20 Hefte des OVH zur Naturkunde in der Region Hildesheim erscheinen. In den ersten Jahren wurde in den Veröffentlichungen ein breiter Raum zwischen Hannover, Salzgitter und Göttingen erfasst. Später hat man sich auf die Region Hildesheim konzentriert. mehr lesen…

Der Frühling wird leiser: Vogelgesang im Wandel – Neues vom DDA

Aus dem DDA Newsletter vom 02.11.2021

Hier ist ein Link zum DDA Homepage

Naturgeräusche, insbesondere Vogelgesang, sind wichtig für unsere Verbindung zur Natur. Doch durch veränderte Landnutzung und Klimawandel nimmt die Zahl der Vögel ab. Wie hat sich dies auf unsere Klanglandschaften, also den im Hintergrund immer präsenten Vogelgesang, ausgewirkt? Ein internationales Forschungsteam, an dem auch die Universität Göttingen beteiligt ist, kombinierte Daten aus Vogelmonitoring-Programmen mit Tonaufnahmen einzelner Arten in freier Wildbahn, die durch Bürgerinnen und Bürger gemacht wurden. So konnten sie Klanglandschaften von mehr als 200.000 Aufnahmeflächen in den vergangenen 25 Jahren erstellen. Die Studie zeigt, dass sich die Geräusche des Frühlings verändern: Das Vogelkonzert wird in Nordamerika und Europa leiser und weniger abwechslungsreich. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.
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OVH Arbeitseinsatz im Erlenbruch

Hans-Jürgen Pütz und Gebhard Finke beim Arbeitseinsatz im Erlenbruch Foto P.Pahl

Aktiv im Erlenbruch: Dieter Hermann und Wolfgang Pahl Foto P.Pahl

(PP) Am Samstagmorgen, 30.10.2021 trafen sich Dieter Hermann, Wolfgang Pahl, Hans-Jürgen Pütz und Gebhard Finke zum Arbeitseinsatz im Erlenbruch in Himmelsthür. Die Aufgabe lautete den an der Grenze zum Nachbargrundstück wuchernden Bewuchs zu entfernen. Dank guter Organisation und einiger bereits im Vorfeld von Gebhard Finke und Walter Koch durchgeführter Vorarbeiten, war diese Arbeit war schnell erledigt. So blieb noch Zeit sich um die immer anstehenden Pflegemaßnahmen zu kümmern. 

Presseinformation: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 21.10.2021

Geflügelpest bei Lachmöwe im Landkreis Aurich bestätigt

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast ruft Geflügelhalter zur Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen auf

Hannover. Bei einer Lachmöwe, die im Landkreis Aurich aufgefunden wurde, konnte das hochansteckende Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 festgestellt werden. Eine entsprechende Bestätigung erhielt das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) aus dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als nationales Referenzlabor. mehr lesen…

Mitgliederbefragung 2021

Umfrage 2021 an die Mitglieder des OVH 

Im Jahr 1978 wurde im Ornithologischen Verein Hildesheim e. V (OVH) eine Mitgliederbefragung durchgeführt. Aus der Quo Vadis Runde kam im Juni 2021 von W. Pahl die Anregung, dass es nach 43 Jahren an der Zeit sei, eine solche Mitgliederbefragung zu wiederholen. In der Gruppe und im Vorstand (sowohl im “alten” wie im “neuen”) fand die Idee sofort Zustimmung. Mit großer Bereitschaft wurde auf Grundlage des damaligen Fragebogens innerhalb kurzer Zeit die aktuelle Version erarbeitet. Es ist erstaunlich, dass manche Fragen damals wie heute aktuell sind. mehr lesen…