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Borsumer Kaspel Mitgliederversamlung 2019 – von Schwarzspechten u.v.a.m.

Trommelwirbel im Borsumer Wald

Der Schwarzspecht wurde im Borsumer Wald seit etwa einem Jahrzehnt nicht mehr gesichtet, jetzt ist er wieder da – und zu hören. Foto: Manfred Wille

Vogelexperten des Naturschutzvereins werten Beobachtungen als kleine Sensation / 60 Mäusebussarde über einer Wiese am Bruchgraben gesichtet

Von Hans-Theo Wiechens

Borsum/Ahrbergen. Die Vogelexperten des Vereins für Naturschutz Borsumer Kaspel im Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH) stufen aktuelle Beobachtungen in der regionalen Vogelwelt als sensationell ein: Manfred Wille berichtet, dass er im Laufe der vergangenen Woche mehrere Tage lang einen Schwarzspecht am südlichen Rand des Borsumer Waldes beobachtet habe. Bei einem vogelkundlichen Spaziergang durch das Holz seien im Abstand von etwa einer halben Minute wahre Trommelwirbel und der typische Ruf „kliööh” zu hören gewesen. Untersuchungen haben laut Wille ergeben, dass solche Wirbel bis zu 17 Schläge pro Sekunde umfassen.

Mit Fernglas und Kamera ausgerüstet, beobachtete der Vogelkundler den rund 45 Zentimeter großen Schwarzspecht mit seinem glänzend schwarzen Gefieder, rotem Scheitel, elfenbeinfarbenen Schnabel und hellen Augen gleich an mehreren Tagen beim Bearbeiten morscher Baumstämme. Dabei glückten ihm bemerkenswerte Aufnahmen von dem Vogel, der in den vergangenen zehn Jahren im Borsumer Wald nicht mehr gesehen wurde. Es sei ein gutes Zeichen, so der Vereinsvorsitzende Winfried Kauer, dass der Specht offensichtlich am Totholz der dort vorzufindenden Stieleichen, Hainbuchen, Buchen und Eschen Nahrung gefunden habe. Der größte Specht Europas bevorzuge normal größere Laub- und Mischwälder. Dagegen seien der Bunt- und Grünspecht schon immer Dauergäste in dem kleinen Wald auf Schwarzerde gewesen. mehr lesen…

Winterlicher OVH Spaziergang

(PP)Am Sonntag, 03.02.2019 haben wir unseren 5. naturkundlichen Spaziergang am Sonntagvormittag durchgeführt. Diesmal ging es durch den winterlichen Steinberg bei Ochtersum. Die Wetterbedingungen konnten kaum besser sein: eine leichte Schneedecke, etwas Sonnenschein, kaum Wind und Temperaturen um 0°C. Mit 33 Teilnehmenden zogen wir gut gelaunt los. Schon zu Beginn konnten wir die Rufe von Buntspecht und Grünspecht hören. Auf dem Stamm einer Lärche lief ein Kleiber, der sich ausgiebig betrachten ließ.

Kleiber, Foto: Benedikt Scharfenberg

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Ornithologischer Verein sorgt sich um Ruhe der Wasservögel am Hohnsensee

Vogelschützer gegen neuen Weg –

Aus der HAZ vom 29.08.2018
 
Der Hohnsensee aus der Vogelperspektive. Am unteren Rand ist der Beach zu sehen. 	 Archivbild: Chris Gossmann
Der Hohnsensee aus der Vogelperspektive. Am unteren Rand ist der Beach zu sehen. Archivbild: Chris Gossmann

Hildesheim. Fast 100 Vogelarten hat der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) im Umfeld des Hohnsensees ausgemacht. Etliche davon sind gerade im Winter, wenn der Badebetrieb auf der Jo-Wiese ruht, auf dem Sandstreifen am nordöstlichen Ufer zu finden. „Weil sie da ihre Ruhe haben, vor allem vor Hunden“, sagt Alistair Hill.

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Hilfe für die Schleiereule

Gemeinsames Projekt vom OVH und NABU in Landkreis Hildesheim

Aus der Alfelder Zeitung vom 28.01.2019

Ein neues Jahr hat begonnen. Dass es ein gutes Jahr für die Schleiereulen in der Region wird, hoffen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Eulenschutz des Naturschutzbundes (Nabu) und der Omi-thologischen Arbeitsgruppe des Ornithologischen Vereins Hildesheim (OVH). In einem gemeinsamen Projekt möchten die Naturschützer den Schleiereulen im Landkreis Hildesheim, deren Bestände besorgniserregend rückläufig sind, helfen, indem sie für Brutkästen für die Eulen an geeigneten Standorten sorgen. Dazu sind sie auch auf die Mithilfe der Öffentlichkeit angewiesen.

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Naturkunde mitten in Hildesheim

OVH Spaziergang am 06.01.2019

Im Ernst-von-Ehrlicher-Park Foto:Dieter Herrmann

(PP) Am 06. Januar 2019 fand der 4. Rundgang unserer Veranstaltungsreihe „Naturkundliche Spaziergänge am Sonntagvormittag“ statt. Trotz ungemütlicher Witterungsbedingungen fanden sich 29 interessierte Naturliebhaber ein. Unser Weg führte entlang des Kalenberger Grabens in den Ernst-von-Ehrlicher-Park. Beides sind immer wieder lohnende Ziele für schöne Beobachtungen. Gerade die alten Bäume mit ihrem vielen natürlichen Höhlen bieten Vögeln und Fledermäusen wertvolle Lebensräume.

Sehr gut konnten wir unsere gefiederten Wintergäste wie Kernbeißer und Dompfaff beobachten. Ebenso waren u.a. Kohlmeisen, Rotkelchen, Kleiber, Buntspecht, Misteldrossel und Zaunkönig zu sehen und zu hören. Stockenten, Höckerschwäne, Teichhuhn und Zwergtaucher konnten wir auf den Teichen und Gräben sichten, auch der Eisvogel flog 2x an uns vorbei und lies seinen typischen pfeifenden schrillen Ruf hören.

Einige Gruppenmitglieder erweiterten die Exkursion Richtung Hohnsensee. Dort waren neben über 100 Blässrallen auch Pfeifenten, Mittelsäger, Löffelente, Schellente, Reiherenten, und Haubentaucher zu entdecken.

Auf unserer Liste fanden sich am Ende über 30 Vogelarten. Alle Teilnehmer freuten sich über die schönen Beobachtungen und machten sich zufrieden auf den Nachhauseweg.

Unser nächster Spaziergang findet am 03. Februar 2019 im Steinberg statt.

Wir freuen uns auf Sie!

Langfristiger Rückgang der Überlebensraten erstjähriger Rotmilane

Neues vom DDA 11.01.2019

Landwirtschaftliche Intensivierung und eine Verschlechterung der Nahrungsverfügbarkeit, aber auch anthropogene Mortalität durch Vergiftungen und Kollisionen sind zentrale Bedrohungen für den Rotmilan in seinem stark begrenzten Verbreitungsgebiet. Bei langlebigen Vogelarten haben die Überlebensraten verschiedener Altersklassen einen wesentlichen Einfluss auf die Bestandsentwicklung. Eine erhöhte Mortalität hat daher langfristig auch für den Rotmilan besonders negative Auswirkungen auf die Bestandsgröße, insbesondere wenn mehr Altvögel zu Tode kommen.

Eine äußerst wertvolle Datenquelle um belastbare Überlebensraten zu bestimmen, ist die Beringung von Vögeln und die daraus resultierenden Wiederfunde von toten Individuen. Eine jetzt im Journal of Ornithology erschienene Studie, an der auch Wissenschaftler des DDA beteiligt waren, analysiert die Ring-Wiederfunde von toten Rotmilanen die zwischen 1970-2015 in Deutschland markiert wurden. Die Auswertung erlaubt so eine Schätzung der Überlebensraten von erstjährigen, subadulten und adulten Vögeln über fast 50 Jahre anhand von >29.000 beringten Individuen und etwa 1.500 Wiederfunden die durch das große Engagement der Beringer und die Bereitstellung der Daten durch die Beringungszentralen Hiddensee, Helgoland und Radolfzell ermöglicht wurden. mehr lesen…

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel

Neues von Dachverband (DDA) 11.01.2019 

 

Bild zur Meldung
Allein das Kapitel zum Rotmilan umfasst acht Seiten und mehr als 50 Literaturquellen
© Martin Lindner

Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen. Die „Dokumentation Vögel und Windenergienutzung“ auf der Internetseite des LUGV wurde nun aktualisiert und die Informationen und Kollisionszahlen auf den neuesten Stand gebracht. Nach der Erweiterung sind auf nunmehr 126 Seiten fast 500 Literaturquellen verarbeitet, die eine solide Basis für Entscheidungen verschiedenster Art bilden. Zusammen mit der gesamtdeutschen Datenbank der Kollisionsopfer ist diese Faktensammlung die Grundlage der Abstandsempfehlungen der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten für Windkraftanlagen. mehr lesen…

Zum 10. Todestages unseres Freundes

Heinz Ritter zum Gedenken

Vor 10 Jahren, am 18. Dezember 2008, ist Heinz Ritter im Alter von 64 Jahren plötzlich verstorben. Aus diesem Anlass erinnern wir an seinen über 30 Jahre währenden unermüdlichen Einsatz für die naturnahen Lebensräume der heimischen Kulturlandschaft mit ihrem Reichtum an Pflanzen- und Tierarten.

Schon als Schüler trat er in den 1950er Jahren in den Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH) ein. 1978 wurde er in den Vorstand des OVH gewählt. Von Beginn an arbeitete er intensiv daran, Flächen für die Pflanzen- und Tierwelt zu sichern. Waren es anfangs „nur“ gepachtete kleine Gebiete, kamen schon bald die ersten Eigentumsflächen hinzu. Bereits 1981 konnte der Verein eine ca. 5 ha große Fläche in der Mitte der Gronauer Masch erwerben. Dass dieser Kauf zur Initialzündung für eines der größten Naturschutzgebiete im Landkreis Hildesheim wurde, die Leineaue von Gronau bis Burgstemmen, war damals noch nicht absehbar. mehr lesen…

OVH Naturfotografen des Jahres 2018

Der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) hat die Fotoausstellung zu dem Wettbewerb „Naturfotografen des Jahres 2018“ am 4. Dez. im Eingangsfoyer des Kreishauses eröffnet.

(AH) Der Vorsitzende des Vereins Alistair Hill stellte die Siegerbilder vor. Der Verein hat sich über die rege Teilnahme gefreut. Ca. 200 Einsendungen wurden von der Jury ausgewertet. Klaus Thielemann und Jarno Hayer vom Foto- und Film Club Hildesheim haben zusammen mit Alistair Hill angesichts der hohen Qualität der eingereichten Bilder keinen leichten Stand gehabt. Letztendlich sind 13 Bilder der Sieger der einzelnen Kategorien und einige besonders prämierte Fotos in einem Kalender zusammengefasst worden. 35 der besten Fotos sind in der Ausstellung zu sehen. Die Bilder sind über 2 Etagen im Kreishaus aufgehängt worden. Die Ausstellung läuft bis zum 15. Januar und kann zu den Öffnungszeiten des Kreishauses besichtigt werden. mehr lesen…

Abgehoben Richtung Wärme

In Oktober und November beobachten und melden Bürger insgesamt 21 000 Kraniche beim Zug in den Süden – einige überwintern aber auch hier

Von Tarek Abu Ajamieh

Hildesheim. „Zum Kampf der Wagen und Gesänge, der auf Korinthos’ Landesenge …“ Viele Hildesheimer aller Generationen dürften sich noch an die ersten Zeilen der Schiller-Ballade von den „Kranichen des Ibykus“ erinnern – weil sie das Gedicht in der Schule auswendig lernen mussten. In dem Werk tragen die Vögel, die auch als Wappentiere der Lufthansa bekannt sind, zur Aufklärung eines Verbrechens bei. Viele Menschen in Stadt und Landkreis beobachten die Kraniche auch heute noch gern. Allerdings weniger, weil sie sich Aufklärung über einen Mord versprechen, sondern unter anderem, weil sie den Formationsflug der Tiere bestaunen und auch ihren eleganten Flugstil.

Und Abflug: Kraniche gehören zu jenen Vögeln, die von vielen Menschen in Stadt und Landkreis besonders interessiert beobachtet werden. FOTO: BERND WÜSTNECK/DPA

In der Region hat es sich der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) zur Aufgabe gemacht, die Kraniche nicht nur zu beobachten, sondern auch zu zählen. Hauptverantwortlich dafür ist seit Jahren der Hildesheimer Karl Heinz Rosanowski, der dabei auf die Hilfe viele Interessierter aus Stadt und Landkreis setzen kann – so auch in diesem Herbst. mehr lesen…

OVH Spaziergang 02.12.2018

Von Himmelsthür nach Steuerwald

Graureiher auf Innerste bei Steuerwald Foto: W.Pahl

(PP) Unser 3. Spaziergang führte uns am 1. Adventssonntag von Himmelsthür nach Steuerwald. Obwohl das Wetter es diesmal nicht so gut mit uns meinte (leichter Regen und 8°C), konnten wir insgesamt 15 Teilnehmern willkommen heißen. Gleich zu Anfang begrüßte uns ein Graureiher, der in geringer Entfernung zu uns am Ufer des Kupferstranges stand. Wir folgten dem Verlauf des Kupferstranges am Erlenbruch vorbei. Aus unserem ältesten OVH Schutzgebiet ließ sich die Wasserralle hören. Ein Stück weiter an einer Ausbuchtung des Bachlaufes, an der eigentlich immer zahlreiche Vögel zu beobachten sind, war heute leider kaum ein Vogel zu sehen oder zu hören. Nur einige Haussperlinge tschilpen im Gebüsch. In den hohen Pappeln, an denen zahlreiche Misteln wachsen, konnten wir die ersten Misteldrosseln hören. mehr lesen…

Neues vom DDA und das Komitee gegen den Vogelmord 27.11.2018

Tausende seltene Schreiadler sterben im Libanon

Bild zur Meldung
Jagdwilderer töten bei der Vogeljagd im Libanon auch Schreiadler aus Deutschland
© Thomas Krumenacker

5000 Schreiadler werden in jedem Jahr auf dem Weg in ihre Winterquartiere allein im Libanon von Wilderern getötet. Diese schockierende Schätzung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche des Komitees gegen den Vogelmord und des Journals Der Falke. Die Schätzung beruht auf der Auswertung und Zusammenführung zahlreicher Indizien. Vogelschützer legen damit erstmals eine konkrete Schätzung zum Ausmaß der Verfolgung von Deutschlands bedrohtestem Adler vor. mehr lesen…

Zwischen Trecker und Kiebitz

Großer Vortrags- und Diskussionsnachmittag zu Konflikten und möglichen Partnerschaften zwischen Landwirten und Naturschützern im Landkreis Hildesheim

Kiebitze sind heute in der Hildesheimer Börde deutlich seltener zu finden
als noch vor einigen Jahren. FOTO: PATRICK PLEUL/DPA

Von Tarek Abu Ajamieh

Kreis Hildesheim. Schädlingsbekämpfung und Insektensterben – das ist nur eins von vielen Themen, bei denen es zuletzt zwischen Landwirten und Umweltschützern krachte. Aber auch Glyphosat oder Massentierhaltung sind zu Reizworten in der gesellschaftlichen Debatte geworden. Am Freitag, 30. November, wollen Landwirte, Naturschützer und Wissenschaftler das Thema in Hildesheim durchdiskutieren. Viereinhalb Stunden sind dafür angesetzt. „Naturschutz und Landwirtschaft – Partner oder Gegner?“ lautet der ambitionierte Titel der Veranstaltung, zu dem der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) anlässlich seines 65-jährigen Bestehens einlädt.

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