Aktuelles:

Auf der Suche nach der Feuersalamander

Aus der Alfelder Zeitung vom 9.April 2019

KREIS HILDESHEIM. Die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz des Naturschutzbundes (NABU) Hildesheim lädt zu einer Entdeckungsreise auf den Spüren des Feuersalamanders ein. Die gemeinsame Veranstaltung mit dem Ornithologischen Verein Hildesheim (OVJH) wird an drei Terminen Angeboten. Freitag 12. April, Sonnabend, 11 Mai sowie Sonnabend 8 Juni, jeweils um 21 Uhr. Die Leitung hat der Amphibien- und Reptilien Fachmann des OVHs. Andreas Kentler. Es wird um vorherige Anmeldung bei Kentler unter der Tel. Nr. 01738601792 gebeten. Der Treffpunkt erfahren die Teilnehmer bei der Anmeldung. Die Entdeckungstour dauert etwa eine Stunde. Weitere Information unter www.nabu-hildesheim.de oder www.ovh-online.de

© Alfelder Zeitung

 

40 Jahre EU-Vogelschutzrichtlinie!

Neues vom DDA 02.04.2019

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© EU Kommission

Am 2. April 1979 beschlossen die damals neun Mitgliedsstaaten der Europäischen Wirtschafts-Gemeinschaft eine außerordentliche Richtlinie: Sie gilt allein dem Schutz der Vögel. Die EU-Vogelschutzrichtlinie umfasst alle in der EU wildlebenden Vogelarten und ihre Lebensräume. Heute begehen wir den 40. Geburtstag des seinerzeit wegweisenden Rechtsaktes, der sogar den Grundstein für das europäische Naturerbe „NATURA 2000“ legte. Ein Grund zum Feiern?
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Hoch hinaus – zu Lasten der Vögel?

Foto: michael Vollmer

Foto: michael Vollmer

In der Gemeinde Lamspringe könnten sich in Zukunft die höchsten Windräder des Landkreises drehen. Doch hier brütet auch der gefährdete Rotmilan. Weiter mit dem Artikel vom 28. März 2019

 

Rotmilan in Gefahr

Aus Huckcup am 27.03.2019

Ornithologen auf Spurensuche

KREIS HILDESHEIM. Er gehört in der Region zu den Königen der Lüfte – doch der ist Bestand akut bedroht: Es gibt immer weniger Rotmilane im Landkreis Hildesheim. Als Hauptgründe gelten das extreme Wetter der vergangenen beiden Jahre, aber auch die Tatsache, dass zuletzt viele alte, hohe Pappeln vor allem in der Hildesheimer Borde gefallt wurden. Doch der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) hat noch einen weiteren dringenden Verdacht: Windkraft- Interessenten sollen versucht haben, Rotmilane (auch unter dem Begriff „Gabelweihe“ bekannt) aus angestammten Horsten zu verscheuchen, weil die Standorte Windpark-Plänen im Wege standen. mehr lesen…

OVH erfasst Rotmilane im Landkreis Hildesheim

Aus der LDZ vom 18.03.2019

Adulter Rotmilan in Nest Nähe in Juni Foto

Kreis – „In den vergangenen zwei Jahren war der Bruterfolg des Rotmilans in Niedersachsen ganz schlecht“, heißt es in einer Mitteilung des Ornithologische Vereins zu Hildesheim (OVH). Um die Population zu erhalten, brauchen die Milane etwa zwei Jungvögel pro Brutpaar. Im Jahr 2018 lag der Bruterfolg nur bei 0,9 Jungvogel pro Brutpaar. „Diese Brutergebnisse reichen nicht aus, um den Rotmilan-Bestand zu halten. Die Gründe für den Misserfolg sind vielfältig. Das extreme Wetter war sicherlich der wichtigste Faktor: 2017 verregnet und 2018 zu trocken. Dies hat zu Brut Verlusten bei vielen Paaren gefühlt. Die Anzahl der besetzten Reviere ist im Landkreis Hildesheim ebenfalls rückläufig. Um den Milanen zu helfen, müssen wir wissen, wo sie Reviere besetzt haben“, teilt OVH-Sprecherin Petra Pahl mit. mehr lesen…

Zur Erfassung und Schutz des Kiebitz

Erfassung und Schutz der hiesigen Kiebitze

Kiebitze brüten in kleiner Zahl in den Hildesheimer und Calenberger Börden. Der Kiebitz war vor noch 40-50 Jahren einer Leitarten in der Börde. Noch vor etwa 15 Jahren würde auf der Durchzug bei uns tausende Kiebitze gesehen. Sie haben in Herbst in Getreidestoppel über Wochen Energie getankt. Auch im Frühjahr haben wir große Schwärme sehen können. Heute erfreuen wir uns wann wir 50-100 Kiebitze sehen. Der Bestand der Kiebitz ist um 90% zurückgegangen. Wir wollen die erstmals die Bestände genau ermitteln.  Damit können wir in 2019 beginnen. In 2020 wird eine landesweite Erfassung des NOV und der Landesvogelwarte folgen.,
 
In dem vom Michael-Otto-Instut herausgegebenen Broschüre werden Möglichkeiten für den Schutz der Kiebitze kurz dargestellt.

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Hilfe für Feldlerchen

Anmerkung: (PP) Fleißige Ornithologen des OVH erfassen seit vielen Jahren im Rahmen des „Monitorings der häufigen Brutvögel“ auf insgesamt 10 Monitoringflächen den Bestand der Feldlerchen in Stadt und Landkreis Hildesheim. Wir suchen die intensive Zusammenarbeit mit dem Landvolk im Kreis Hildesheim, um die Lebensräume der Feldlerche noch besser erfassen zu können, als es bislang der Fall gewesen ist.

Die Feldlerche braucht Ihre Hilfe

Blühstreifen sind wichtig für eine naturverträgliche Landwirtschaft. Foto: NABU/Klemens Karkow

Es ist beängstigend: Der wunderbare Gesang der Feldlerche ist in Deutschland kaum mehr zu hören. Ein stetiger Verlust an Lebensraum wird zur ernsten Gefahr für unseren Vogel des Jahres 2019 – mittlerweile gilt er sogar schon als gefährdet! Doch gemeinsam können wir diese Entwicklung jetzt stoppen!

Einst als Allerweltsvogel überall in der Kulturlandschaft gesehen, befindet sich der Bestand der Feldlerche auf einem stetigen Sinkflug. Allein zwischen 1990 und 2015 ist die Anzahl der Tiere in Deutschland um deutlich mehr als ein Drittel gesunken. In ganz Europa sind sogar über die Hälfte der kleinen Feldvögel in den letzten 30 Jahren verschwunden. Hauptverantwortlich für diese dramatische Entwicklung ist die intensive Landwirtschaft. So werden Nistplätze immer rarer und Insekten als Nahrung immer weniger.

Um diese gefährliche Entwicklung zu stoppen, muss unsere Landwirtschaft naturverträglicher werden. Der NABU setzt sich in bundesweiten Projekten dafür ein, dass Landwirte und Landwirtinnen aufgeklärt und von einer ökologischen Wirtschaftsweise überzeugt werden. Auch ganz konkrete Maßnahmen, wie zum Beispiel Lerchenfenster, sollen so in den täglichen Betrieb integriert werden. Doch für all das brauchen wir Ihre Hilfe. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir den kleinen Feldvogel mit seinen rollenden Rufen schützen. Spenden Sie jetzt und sorgen Sie mit uns für eine sichere Vogelheimat!

 

Der Rotmilan braucht unsere Hilfe

Presseinformation März 2019

Ein Projekt des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim

Der Rotmilan ist die einzige Vogelart für dessen Schutz, die Bundesrepublik Deutschland weltweite Verantwortung trägt: über 50% der Weltpopulation brütet in Deutschland. In Niedersachsen brüten mehr als 90% östlich der Linie Hameln-Lüneburg.

Rotmilan nach der Ankunft bei Schliekum in März

In den letzten 2 Jahren war der Bruterfolg des Rotmilans in Niedersachsen ganz schlecht. Um die Population zu halten brauchen die Milane etwa 2 Jungvögel pro Brutpaar. In 2018 lag der Bruterfolg nur bei 0,9 Jungvogel/Brutpaar. Die Gründe für den Misserfolg sind vielfältig. Das Wetter war in den letzten zwei Jahren der wichtigste Faktor: in 2017 verregnet und in 2018 zu trocken. Auf jeden Fall hat es zu Brutverlusten bei vielen Paaren geführt. Die Anzahl der besetzten Reviere ist im Landkreis Hildesheim ebenfalls rückläufig. Die Brutergebnisse reichen überhaupt nicht, um den Rotmilan-Bestand zu halten. Um den Milanen zu helfen müssen wir erstmals wissen wo sie Reviere besetzt haben. mehr lesen…

Feldlerchen und stinkende Nieswurz

Naturkundlicher Spaziergang am Gallberg

Teilnehmer unseres Spazierganges am Gallberg, Foto: Dieter Herrmann

(PP) Unsere Veranstaltungsreihe “Naturkundliche Spaziergänge am Sonntagvormittag” ging in die nächste Runde. Diesmal haben wir zu einem Rundgang über den Gallberg am 03. 03.19 eingeladen. Viele Naturinteressierte sind der Einladung gefolgt und trotzten Wind und Wetter. Besondere Freude riefen die singenden Feldlerchen, der Anblick der “stinkenden Nieswurz” und die ersten zarten Blüten der Leberblümchen hervor.

Stinkende Nieswurz, Foto Petra Pahl

Außerdem gab es viel Wissenswertes über das FFH-Gebiet Gallberg und die Biotoppflege zu erfahren. So legen z. B. die Stadt Hildesheim und die Paul-Feindt-Stiftung als Flächeneigentümer zusammen mit den Tierhaltern die notwendigen Pflegemaßnahmen fest.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächsten naturkundlichen Spaziergang am 07.04.19 über den Hildesheimer Nordfriedhof.

Widerstand gegen Windpark

Ornithologen und Bürgerinitiative sprechen sich gegen Windpark zwischen Rössing und Klein Escherde aus

Rössing Klein Escherde. Der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) zeigt sich besorgt darüber, dass Windkraftanlagen auf der umstrittenen Fläche zwischen Rössing und Klein Escherde errichtet werden könnten. „Diese bereits früher diskutierte Fläche ist vom OVH aus naturschutzfachlichen Gründen schon immer abgelehnt worden“, informierten die Vogelkundler in der letzten Woche. mehr lesen…

Millionen Todesfälle an Stromleitungen

Anmerkung: seit etwa 20 Jahre werden die Opfer der Windkraft in einer zentralen Datenbank in Magdeburg erfasst. Eine solcher Datenbank fehlte für die Opfer der Stromleitungen. In den letzten Jahren hat es, vor Allem im Leinetal, Totfunde von Wasservögeln an den zahlreichen Leitungen entlang oder quer zur Leine, gegeben. In Elze hat es wiederholt Todesfällen von Weißstörchen an E-Leitungen gegeben. Es macht Sinn diese Vorfälle zu registrieren. Durch die neue Stromstrasse Wahle-Mecklar im Osten des Landkreises wird die Gefahr in unserem Raum noch erhöht. (AH)
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Windpark: Initiative droht mit Klage

Aus der HAZ vom 01.03.2019

Gegner des Projekts bei Rössing erwägen bei Genehmigung der Anlage rechtliche Schritte

Die Kritiker der Windpark-Pläne fürchten, dass Vogelarten wie etwa der Schwarzstorch durch Rotoren gefährdet werden. Foto: Stephan Hördt/dpa

Die Kritiker der Windpark-Pläne fürchten, dass Vogelarten wie etwa der Schwarzstorch durch Rotoren gefährdet werden. Foto: Stephan Hördt/dpa

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Windpark Escherde-Rössing – Auswirkung auf die Vogelwelt im Leinetal bei Nordstemmen

Presseinformation 25.02.2019

Der OVH zeigt sich besorgt darüber, dass es offensichtlich immer noch Kräfte gibt, die Windkraftanlagen auch auf einer umstrittenen Fläche bei Rössing errichten wollen. Diese bereits früher diskutierte Fläche ist vom OVH aus naturschutzfachlichen Gründen schon immer abgelehnt worden.  

Geschäftsführender Vorsitzender Hill: „Auch bei der Erzeugung regenerativer Energien muss ein Ausgleich wirtschaftlicher Interessen mit denjenigen der vor Ort lebenden Menschen und der Belange der Natur gesucht werden. Der Standort Escherde-Rössing war und bleibt aus Naturschutzgründen denkbar ungeeignet. Hierauf hat der OVH sowohl den Landkreis Hildesheim als auch die Gemeinde bereits früher nachdrücklich hingewiesen.“

Hill ergänzt:„Wir haben den Bereich um den avisierten Windpark über Jahre hinweg ornithologisch bearbeitet. Es ist bedauerlich, dass häufig Bestandsaufnahmen, die von Gebietsfremden in lediglich einer Saison durchgeführt werden, höheres Gewicht beigemessen wird als über jahrelang hinweg erfolgte Erhebungen lokaler Ornithologen. Windkraftanlagen in dem angedachten Gebiet würden sowohl Brutvögel wie Schwarzstorch, Rot- und Schwarzmilan als auch zahlreiche Wintergäste bzw. Durchzügler gefährden.“

Blick auf dem Zuckerfabrik Nordstemmen mit dem bestehenden Windpark bei der Marienburg mehr lesen…

Langfristiger Rückgang der Überlebensraten erstjähriger Rotmilane

Neues vom DDA 11.01.2019

Landwirtschaftliche Intensivierung und eine Verschlechterung der Nahrungsverfügbarkeit, aber auch anthropogene Mortalität durch Vergiftungen und Kollisionen sind zentrale Bedrohungen für den Rotmilan in seinem stark begrenzten Verbreitungsgebiet. Bei langlebigen Vogelarten haben die Überlebensraten verschiedener Altersklassen einen wesentlichen Einfluss auf die Bestandsentwicklung. Eine erhöhte Mortalität hat daher langfristig auch für den Rotmilan besonders negative Auswirkungen auf die Bestandsgröße, insbesondere wenn mehr Altvögel zu Tode kommen.

Eine äußerst wertvolle Datenquelle um belastbare Überlebensraten zu bestimmen, ist die Beringung von Vögeln und die daraus resultierenden Wiederfunde von toten Individuen. Eine jetzt im Journal of Ornithology erschienene Studie, an der auch Wissenschaftler des DDA beteiligt waren, analysiert die Ring-Wiederfunde von toten Rotmilanen die zwischen 1970-2015 in Deutschland markiert wurden. Die Auswertung erlaubt so eine Schätzung der Überlebensraten von erstjährigen, subadulten und adulten Vögeln über fast 50 Jahre anhand von >29.000 beringten Individuen und etwa 1.500 Wiederfunden die durch das große Engagement der Beringer und die Bereitstellung der Daten durch die Beringungszentralen Hiddensee, Helgoland und Radolfzell ermöglicht wurden. mehr lesen…

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel

Neues von Dachverband (DDA) 11.01.2019 

 

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Allein das Kapitel zum Rotmilan umfasst acht Seiten und mehr als 50 Literaturquellen
© Martin Lindner

Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen. Die „Dokumentation Vögel und Windenergienutzung“ auf der Internetseite des LUGV wurde nun aktualisiert und die Informationen und Kollisionszahlen auf den neuesten Stand gebracht. Nach der Erweiterung sind auf nunmehr 126 Seiten fast 500 Literaturquellen verarbeitet, die eine solide Basis für Entscheidungen verschiedenster Art bilden. Zusammen mit der gesamtdeutschen Datenbank der Kollisionsopfer ist diese Faktensammlung die Grundlage der Abstandsempfehlungen der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten für Windkraftanlagen. mehr lesen…