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Aus der Presse:

Verbände und Wissenschaft: Biodiversitätskrise endlich angehen!

Neues vom DNR – Deutschen Naturschutzring 30.04.2020

Blauer Brief für Brüssel: Nun schon zum dritten Mal hat die EU-Kommission die Veröffentlichung ihrer EU-Biodiversitätsstrategie 2030 – ebenso wie die Farm-to-Fork-Ernährungsstrategie – verschoben (EU-News 19.03.2020). Ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen unter dem Dach des Europäischen Habitat Forums hat die Behörde aufgefordert, beide Strategien dringend noch im Mai zu veröffentlichen. Ebenso dringlich sei es, als EU die Biodiversitäts- und Klimakrise gerade auch bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie wirkungsvoll anzugehen.

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Die Nachtigallen singen wieder

Die wärmeliebenden Zugvögel sind in diesem Frühling etwas früher aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt

Aus der HAZ vom 15. April 2020

Von Marita Zimmerhof

Hildesheim. Die ersten Nachtigallen haben ihre Reise aus den Winterquartieren im tropischen Afrika erfolgreich hinter sich gebracht und nehmen nun Kurs auf ihre Sommerquartiere in Stadt und Landkreis: mehr lesen…

Wer hat den Rotmilan gesehen

Aus Kehrwieder am Sontag 05.04.2020

LANDKREIS. Der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) bittet um Unterstützung bei der Zählung von Rotmilanen. Man erkennt sie am eingekerbten Gabelschwanz, der die Hälfte der Körperlänge ausmacht. Seit Anfang April haben sie ihre Reviere besetzt. Die Jungvögel verlassen ab Ende Juni den Horst, dann können bis Ende August Familiengruppen in den Revieren beobachtet werden. mehr lesen…

Wo sind die Reviere im Leinebergland? Daten zu Rotmilane sollen wieder erfasst werden.

OVH wünscht Hilfe

Aus der LDZ vom 31.03.2020

Leinebergland – Seit 2012 erfassen Mitglieder des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH) das Vorkommen des Rotmilans im Landkreis Hildesheim. In den Jahren 2013, 2014 und 2019 wurden Rotmilane mit Hilfe der Öffentlichkeit im Landkreis nahezu vollständig erfasst.

Rotmilan in Horst Nähe Foto A Hill

Der Rotmilan ist eine eindrucksvolle Erscheinung. Mit einer Spannweite von 150 bis 180 Zentimetern und einer Körperlänge zwischen 60 und 75 Zentimetern ist er einer der größten Greifvögel unserer Heimat. mehr lesen…

Neubaugebiet und der Naturschutz OVH-Experten über Interessenkonflikt

Aus der HAZ von 6. März 2020

Hildesheim. Wenn das Neubaugebiet Wasserkamp tatsächlich entwickelt wird, dürfte das auch Auswirkungen auf das angrenzende Naturschutzgebiet Am roten Steine unterhalb des geplanten Siedlungsraums haben. Die Bürgerinitiative für eine lebenswerte Marienburger Höhe / Itzumer für einen grünen Wasserkamp lädt deshalb zu einer Vortragsveranstaltung ein, in der zwei Experten vom Ornithologischen Verein (OVH), Dieter Herrmann und Winfried Kauer, darstellen, welche schützenswerten Pflanzen und Tiere in dem Naturschutzgebiet unterhalb des Wasserkamps leben.

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Zu langsam beim Naturschutz? Land stellt Landkreis Ultimatum FFH-Gebiete sollen schärfere Regeln bekommen / Bruer: Hannover bricht Zusage

Wie geht es nicht weiter, oder gelingt noch der Durchbruch. Archivfoto HAZ Julia Moras

Wie geht es nicht weiter, oder gelingt noch der Durchbruch. Archivfoto HAZ Julia Moras

 

Kreis Hildesheim. Der Landkreis Hildesheim ist bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten viel zu langsam, meint das Land Niedersachsen. Das Umweltministerium hat dem Kreis nun ein Ultimatum gestellt: Bis zum 15. Juli muss der Kreistag die Verordnungen für sechs noch fehlende Gebiete beschließen – sonst weist Minister Olaf Lies Landrat Olaf Levonen an, sie ohne Beteiligung der Politik in Kraft zu setzen. Aus dem Kreistag kommt Widerspruch.

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Zeit läuft: Rettungsplan zum Schutz der Meere

Aussteller bieten Abschüsse von Turteltauben, Papageitauchern und Singvögeln an

Neues vom DDA am 27.01.2020 

Kritik an Messe „Jagd & Hund“:  – Landesjagdverband eingeschaltet

Auf Europas größer Jagdmesse, der “Jagd und Hund 2020” in Dortmund, bieten Reiseveranstalter ab morgen, 28. Januar, wieder Safaris für den Abschuss seltener Tiere im Ausland an. Vogelschützer kritisieren, dass der Veranstalter Messe Dortmund GmbH auch Firmen eine Plattform bietet, die Abschüsse bedrohter Zugvögel wie Turteltauben, Wachteln und Singvögeln in Südeuropa oder dem Balkan im Programm haben. Wie das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) mitteilt, haben Biologen in den letzten Wochen das Ausstellerverzeichnis der Messe ausgewertet und sind dabei auf insgesamt acht Unternehmen gestoßen, die das Töten europäischer Zugvögel gegen Entgelt zum Geschäftsmodell gemacht haben.
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Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel

Neues vom DDA am 13.01.2020

Bild zur Meldung
Allein das Kapitel zum Rotmilan umfasst zehn Seiten und mehr als 60 Literaturquellen
© Udo Lieke

Im Auftrag der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW) dokumentiert die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg bundesweit die Verluste von Vögeln und Fledermäusen an Windkraftanlagen. Zudem führt sie eine Zusammenstellung internationaler Fachliteratur zu den Konflikten zwischen Vogelschutz und Windkraftnutzung. Nach genau einem Jahr gibt es wieder ein Update dieser Unterlagen, das auf https://lfu.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.312579.de verfügbar ist. 
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Vogelkundler telefoniert mit Wintergoldhähnchen 30 Menschen treffen sich zum „Naturkundlichen Spaziergang“ auf dem Nordfriedhof – eine App hilft, die Vögel anzulocken

30 Menschen treffen sich zum „Naturkundlichen Spaziergang“ auf dem Nordfriedhof – eine App hilft, die Vögel anzulocken

Blick nach oben: Die Teilnehmer des naturkundlichen Spaziergangs beobachten Wintervögel auf dem Hildesheimer Nordfriedhof Foto Michael Bormann

Von Michael Bormann

Hildesheim. Zu einem „Naturkundlichen Spaziergang“ hatte der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) eingeladen. Es versammelten sich knapp 30 Teilnehmer am Nordfriedhof, um auf den Spuren der Wintervögel zu wandeln. Angestrengt lauschen die Spaziergänger schon kurze Zeit später unter anderen den Stimmen von Blau- und Kohlmeisen, Buchfinken oder Amseln und beobachten sie auch mit ihren Ferngläsern. Begrüßt wird die Gruppe eingangs von Petra Pahl, Vorstandsmitglied des OVH. mehr lesen…

Exkursionen zu den Wasservögeln im Leinetal

Wintergäste zwischen Nordstemmen und Rössing

Eine Gänseschar bei Nordstemmen: zu sehen sind Bläss-, Saat- und Nonnengänse Foto: A. Hill

Aus der LDZ vom 11.10.2019

Der Ornithologische Verein zu Hildesheim e.V. lädt ein zu einer Reihe von Exkursionen zu den Kiesteichen bei Nordstemmen, Rössing. Die Leitung übernehmen die Ornithologen Alistair Hill und Johannes Laufer. Die erste Führung findet am Sonntag,13. Oktober 2019 statt, Beginn ist um 09:00 Uhr auf dem Parkplatz des Sportplatzes Rössing, zwischen Rössing und Nordstemmen an der Straße L410.

Das mittlere Leinetal hat sich durch die vielen Kiesteiche und Seen zu einem sehr attraktiven Rast- und Nahrungsgebiet für durchziehende und überwinternde Wasservögel entwickelt. Dort kann man die Gäste häufig aus kurzer Entfernung beobachten. In den kommenden Wochen werden hunderte Entenvögel und tausende Gänse erwartet. Neben den immer anwesenden Grau- und Nilgänsen sind Saat- und Blässgänse zu sehen, die aus ihren Brutgebieten der skandinavischen und russischen Tundra kommen. Unter den Entenarten sind u.a. Schnatter- und Pfeifenten, Reiherenten, Tafelenten und Gänsesäger zu beobachten. Es gibt auch immer wieder Überraschungsgäste. mehr lesen…

Hunderte neue Häuser am Wasserkamp:

Kommt der Naturschutz unter die Räder?

Ein Gutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, erwartet bei einer Bebauung des Itzumer Wasserkamps keine Nachteile für das nahe Schutzgebiet Am roten Steine. Naturschützer widersprechen. Das Gutachten habe Defizite.

Von Marita Zimmerhof

Hildesheim. Wenn der Wasserkamp als Baugebiet freigegeben wird, könnten südwestlich der Marienburger Straße auf 35 Hektar bis zu 600 neue Häuser entstehen, so die Pläne der Stadt. Problem nur: Im Südwesten grenzt das Gelände auf einer Länge von einem Kilometer an das 87 Hektar große Faunen- und Florenhabitat (FFH) „Beuster“, zu dem entlang der Innerste auch das Naturschutzgebiet „Am roten Steine“ gehört. Das umfasst in etwa den Flussabschnitt nördlich von Marienrode bis südlich des Lönsbruchs.

HAZ-Grafik Anja Brinkmann, maps4news/©here Quelle Stadt Hildesheim

FFH-Gebiete stehen unter strengem Schutz der EU: Wann immer in ihrem Umfeld in die Landschaft eingegriffen wird, muss zuvor geprüft werden, ob geschützte Areale und die darin lebenden Tiere und Pflanzen davon berührt werden könnten. Im konkreten Fall bedeutet das: Hat es auf das Naturschutzgebiet rechts und links des Innerste-Ufers überhaupt keine Auswirkungen, wenn direkt daneben plötzlich ein neues Stadtviertel mit Licht- und Lärmquellen und jeder Menge Verkehr und Bodenbewegung entsteht? mehr lesen…

Uferschnepfe fliegt in 55 Stunden Rekordzeit vom Dummer ins Überwinterungsgebiet and der Niger Mündung in Mali

Neues vom Dachverband am 31.07.2019

Eine junge Uferschnepfe namens „Christiansieneson” hat die mehr als 4.100 Kilometer vom niedersächsischen Dümmer ins afrikanische Überwinterungsgebiet, das Innere Nigerdelta in Mali, in Rekordzeit und quasi in einem Rutsch geschafft. Das ergab die Auswertung eines Satellitensenders, den der Jungvogel als eine von 25 Uferschnepfen im Rahmen des LIFE-Projekts „Wiesenvögel” erhalten hatte. Für die Betreuung des Projekts ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) verantwortlich. Seit 2018 wurden am Dümmer im Rahmen des LIFE-Projekts „Wiesenvögel” 25 Uferschnepfen mit Satellitensendern ausgerüstet. Sie sind mit fünf Gramm äußerst leicht und werden wie ein Rucksack getragen.

Anders als die meisten seiner Artgenossen flog „Christiansieneson” die Strecke ohne längere Zwischenstopps und nahm auch nicht die „klassische” Zugroute anderer Sendervögel. Noch am 15. Juli wurde der Jungvogel zur Mittagszeit im Brutgebiet geortet, am 16. Juli überflog er bereits Algerien. Knapp 55 Stunden nach seinem Aufbruch am Dümmer erreichte er schließlich das Innere Nigerdelta in Mali. „Christiansieneson” flog damit durchschnittlich 74 Kilometer pro Stunde.

Auf dem Zugweg und im Brutgebiet senden die Sender Informationen zur Raumnutzung als Mauser-, Schlaf- oder Sammelplatz und zeigen die Bedeutung der unterschiedlichen Rastgebiete auf. Basierend auf diesen Daten möchte das Projektteam auch Anhaltspunkte zu Gefährdungen außerhalb Deutschlands gewinnen. Auf einer Web-basierten Karte unter http://www.wiesenvoegel-life.de/kingofthemeadow.html können die jeweils aktuellen Aufenthaltsorte in „Echtzeit” nachverfolgt werden.

Die Auswertung der 2019 im EU-Vogelschutzgebiet Dümmer mit Satellitensender ausgestatteten Vögel zeigt, dass diese deutlich später als die 2018 besenderten Artgenossen aus dem Brutgebiet abziehen. „Dies ist nicht einfach zu erklären und kann unterschiedliche Gründe haben. Möglich wären aber eine gute Nahrungsverfügbarkeit, durch gezielte Aufstauung lange überflutete Flächen, die im trockenen Sommer ein gutes Rast- und Nahrungsgebiet darstellen oder weniger Störungen durch Prädatoren“, sagt Christopher Marlow, Doktorand von der Universität Oldenburg, der die Sendervögel im Auftrag des LIFE-Projekts untersucht. Gezeigt hat sich außerdem, dass die diesjährigen Tiere keinen Stopp in den niederländischen Rastgebieten einlegten, völlig anders als im Vorjahr. Woran dies liegt, darüber kann bisher nur spekuliert werden, möglicherweise hat dies mit dem längeren Aufenthalt im Brutgebiet zu tun. Zukünftig erhofft sich Heinrich Belting, Projektleiter des LIFE-Projekts „Wiesenvögel” und Mitarbeiter des NLWKN in der Naturschutzstation Hüde, eine noch intensivere Kooperation mit den niederländischen Kollegen, um solche Zusammenhänge besser erklären zu können.

Die anderen besenderten Jungvögel rasten aktuell noch in Westfrankreich und Spanien. In diesen Gebieten, darunter der Nationalpark „Coto de Doñana” in Südspanien, rasteten auch ein Großteil der 2018 und 2019 besenderten Altvögel. Die Satellitendaten zeigen außerdem, dass die Uferschnepfen in geeigneten Rastgebieten über einen Monat Zwischenrast einlegen können, bis sie weiterfliegen. Die meisten Langstreckenzieher legen je nach Situation Stopps ein, um die verbrauchten Fettreserven zu erneuern und um zu ruhen. In der Nacht wird dann der Vogelzug wieder aufgenommen.

Quelle: Pressemitteilung NLWKN, 26.7.2019

Weitere Informationen

 

Wieder Angriff von Bussard?

Ochtersum: Student von Vogel attackiert

Ochtersum. Ein großer Vogel hat am Samstag in Ochtersum erneut einen Mann attackiert. Der 24-Jährige kam mit einer blutenden Kopfwunde davon. Warum das Tier angriff, ist unklar.

Der Maschinenbaustudent war gegen 11.30 Uhr im Theodor-Bötel-Weg unterwegs, als er plötzlich einen harten Schlag gegen den Hinterkopf spürte. „Es fühlte sich so an, als wenn mir jemand mit einem Stock auf den Kopf schlägt“, berichtet er der HAZ.

Aus den Augenwinkeln bemerkte er dann einen großen Vogel, der eine Runde flog und ein weiteres Mal angriff. Ob es sich wie bei den Fällen, die sich vor wenigen Wochen in der Nähe abgespielt hatten, ebenfalls um einen Bussard handelt, kann er nicht mit letzter Gewissheit sagen. „Aber von der braun-weißen Färbung des Gefieders her würde das schon passen.“

Der junge Mann machte sich auf den Weg ins Bernward Krankenhaus, um die Wunde versorgen zu lassen. Eine Freundin berichtete ihm später, dass es in der Umgebung schon mehrfach Attacken gegeben habe. cha

HAZ vom 01 07 2019

Anmerkung PP: Vögel verteidigen gerade in der Zeit der Jungenaufzucht ihren Brutplatz. Dies ist ein natürliches Verhalten, welches dem Schutz der Jungen dient. Angriffe erfolgen nicht aus heiterem Himmel. Der seinen Nistplatz oder seine Jungen verteidigende Vogel wird zunächst Warnrufe ausstoßen und/oder Scheinangriffe fliegen. So wird dem Eindringling die Möglichkeit zum Rückzug gegeben. Wir Menschen sollten daher während dieser Zeit besonders aufmerksam sein. Kommt es zu einer Attacke, sollte man sich langsam zurückziehen. Verzichten Sie auf Musikhören per Kopfhörer, um den warnenden Vogel rechtzeitig zu bemerken und tragen Sie eine Kopfbedeckung.