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Erfassung von Rotmilan-Revieren

Der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) ruft auch 2026 zur Meldung von Rotmilanen auf

Aus der RUBS für Bad Salzdetfurth – Bockenem Lamspringe 29.04.2026

Der Rotmilan ist die durch Windkraft am meisten gefährdete Vogelart, immer wieder kollidieren die Vögel mit den Rotorblättern der Windräder. Aber auch andere Ursachen tragen zu ihrem Tod bei: Die Nester der Rotmilane werden von Fressfeinden geplündert, die Vögel fallen dem Straßenverkehr zum Opfer, werden gejagt oder vergiftet.

Um einen Überblick über die Population der Rotmilane im Landkreis Hildesheim zu bekommen, ruft der OVH auch in diesem Jahr wieder dazu auf Rotmilan-Beobachtungen zu melden, denn nur auf der Grundlage gesicherter Daten können Maßnahmen zu ihrem Schutz ergriffen werden.

Im letzten Jahr gab es 1836 Meldungen. In den Jahren davor waren es mal mehr mal weniger, je nachdem, ob es sich ein gutes oder ein schlechtes „Mäusejahr“ handelte; der Umfang der Rotmilan-Population ist jeweils abhängig vom Nahrungsangebot.

Aus den erfassten Rotmilan-Daten werden die Reviere für den gesamten Landkreis geschätzt. Es gibt zwischen 60 und 90 Reviere. Die besten Habitate sind in den Wäldern des Innerste-Leine-Berglands. Die Rotmilane bauen Ihre Nester im Bereich der Waldränder, meist innerhalb einer 50-Meter-Zone vom Waldrand entfernt. Ihre Nahrungsreviere sind die umliegenden Felder. In der Hildesheimer Börde brüten sie auch in Baumreihen entlang der Gewässer.

Ab Mitte April sind alle Reviere besetzt und die Horste gebaut. Die meisten Paare legen Ihre Eier zwischen Ende März und Anfang Mai. Meist sind es 2-3 manchmal aber auch 4 Eier. Die Jungen schlüpfen nach 5-6 Wochen, die Nestlingsdauer liegt zwischen 45 und 50 Tagen, bei schlechten Nahrungsbedingungen kann es 60-70 Tage dauern. Die Gelege werden von beiden Partnern bebrütet, dabei trägt das Weibchen den größeren Anteil. Ab Mitte Mai bis Ende Juni werden die Jungvögel flügge. Bei Nachgelegen kann der Ausflug im August stattfinden.
Die Bestimmung der Rotmilane ist verhältnismäßig leicht. Durch ihren langen gegabelten Schwanz unterscheiden sie sich deutlich von anderen Greifvögeln; im Volksmund heißen sie auch „Gabelweihen“. Der Rotmilan ist ein recht bunter Vogel  mit schwarz-weiß-rotem Gefieder. Die Oberseiten der Flügel sind bei Sonneneinstrahlung hell und wirken mitunter goldgefärbt. Eine Verwechslung ist allenfalls mit dem Schwarzmilan möglich. Der Schwarzmilan, von dem es auch einige Paare im Landkreis Hildesheim gibt, ist etwas kleiner, sein Schwanz kürzer und nur schwach gegabelt. Sein Gefieder wirkt oft sehr dunkel beinahe schwarz.
Wenn Sie Rot- oder Schwarzmilane sehen, melden Sie sie bitte per E-Mail an rotmilan@ovh-online.de. Nennen Sie Ihren Namen und machen Sie möglichst genaue Angaben zu Standort, Datum und Uhrzeit. Die Daten werden an www.ornitho.de , einer Datenbank die bundesweit Vogelbeobachtungen sammelt, weitergeleitet. Bruthinweise werden zum Schutz der Vögel dort „verdeckt“ aufgenommen. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

Erfassung von Rotmilan-Revieren

Der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) ruft auch 2026 zur Meldung von Milanen auf 

Aus RUBS Badsalzdetfurth-Bockenem-Lamspringe

Foto OVH Alistair Hill

Der Rotmilan ist die durch Windkraft am meisten gefährdete Vogelart. Immer wieder kollidieren die Vögel mit den Rotorblättern der Windräder. Aber auch andere Ursachen tragen zu ihrem Tod bei: Die Nester der Rotmilane werden von Fressfeinden geplündert, die Vögel fallen dem Straßenverkehr zum Opfer, werden gejagt oder vergiftet. mehr lesen…

Es ist was los…am Abbenser Berg

Sehr drum bemüht, schon fast verblüht

Text. B. Scharfenberg und L. Wiegand

Die Mühen der Ehrenamtlichen Pflegearbeiten am Abbenser Berg nahe Sibbesse zeigen wieder ihre Pracht. Seit Kurzem blühen auf den steilen Hängen wieder seltene Orchideen, wie der farbenprächtige Frauenschuh (Cypripedium calceolus). mehr lesen…

Verhaltensregeln für Mitglieder des OVH

Für alle Mitglieder des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim e.V. sollte ein rücksichtsvolles Verhalten in der Natur selbstverständlich sein. Dies bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf Naturschutzgebiete, sondern gilt generell überall dort, wo Vögel und alle anderen in der Natur vorkommenden Arten beobachtet werden. Dies gilt genauso für die Schutzgebiete der Paul-Feindt-Stiftung und des OVH sowie private Schutzgebiete im Allgemeinen.
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Naturkundlicher Spaziergang ins Feldhamsterland

Auf der Suche nach Feldhamsterbauen wird der Acker in einer Reihe abgelaufen Foto Salvatore Bologna(PP)Einst gab es so viele Feldhamster, dass er als Schädling verfolgt wurde. Professionelle Hamsterjäger stellten ihm mit Fallen nach oder fluteten die Baue. Er galt als Nahrungskonkurrent und sein weicher Pelz war begehrt. Seit den 1950er Jahren ist der Bestand alarmierend zurückgegangen. Heute ist der Feldhamster akut vom Aussterben bedroht. In Niedersachsen zählen die fruchtbaren Böden der Hildesheimer Börde zum Feldhamsterland, bei uns ist der bunte Ackerbewohner noch anzutreffen. Er bevorzugt offenes Agrarland. Damit steht er als Leitart für all die anderen Bewohner dieses Lebensraumes wie Rebhuhn, Feldlerche oder Kiebitz. Wo es dem Feldhamster gut geht, geht es auch diesen Nachbarn gut. Aber wo lebt der Feldhamster und wie viele gibt es noch? mehr lesen…

Mehrheit im EU-Parlament für Nature Restoration Law | UN-Dekade-Newsletter Nr. 12

Neues von der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen

Ausgabe Juli 2023

Neues von der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen

Ausgabe Juli 2023

Der Entwurf für ein Nature Restoration Law hat im EU-Parlament die erforderliche Mehrheit erlangt! Mit einem Ergebnis von 336 zu 300 Stimmen stimmten die Abgeordneten für den Entwurf, den die EU-Kommission im Rahmen des Green Deals eingebracht hatte. Nachdem der EU-Ministerrat zuvor bereits zugestimmt hatte, geht der Entwurf nun in die Trilog-Verhandlungen zwischen Parlament, Kommission und Ministerrat. Der wissenschaftliche Beirat der UN-Dekade hatte sich in seinem Statement im Juni für eine Verabschiedung des Nature Restoration Laws eingesetzt.

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70 Jahre OVH

Naturerlebnistag an der Panzerwaschanlage

(PP)Am Fuße des Osterberges an der ehemaligen Panzerwaschanlage lud der OVH am 03.06.2023 zu einem Naturerlebnistag ein. Die Vorsitzende des OVH Sabine Wochnik erklärt: „Der Anlass zu diesem Erlebnistag war das 70-jährige Vereinsjubiläum des OVH.  Wir wollen unser Jubiläumsjahr zum Anlass nehmen und über die unterschiedlichen Schwerpunkte der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit informieren, die der OVH und auch unsere befreundeten Organisationen wie die Paul-Feindt-Stiftung, der BUND, die AG-Feldhamsterschutz, die Igel-AG und Jägerschaft leisten.“ mehr lesen…

EINLADUNG  70 Jahre OVH – Vereinsinterne Feier 06. + 07. Oktober 2023

Jugendwanderheim Windmühle Marienrode

70 Jahre OVH – Viele Mitglieder hat es im Laufe der Jahre in alle Welt verschlagen. Dieses Jubiläum ist die Gelegenheit sich mal wieder zu treffen und auszutauschen. Ein besonderes Event ist unsere vereinsinterne Feier am Freitag, 06.10.2023 und Samstag, 07.10.2023. Dafür haben wir einen besonders reizvollen Ort gefunden:  Wir sind im Jugendwanderheim Windmühle Marienrode zu Gast. Die historische Bockwindmühle und das Jugendhaus befinden sich in der Nähe des Klosters Marienrode im Süden Hildesheims. mehr lesen…

Gelbbauchunke, Molche und Frösche

30.04.2023 Tag der offenen Tür Amphibienbiotop Ochtersum

Gelbbauchunke, Foto Andreas Kentler, OVH

(PP) Im Jahr 2023 feiert der Ornithologische Verein zu Hildesheim e.V. (OVH) sein 70-jähriges Vereinsjubiläum. Seit 1953 steht der OVH für 100% Naturschutz rund um Hildesheim. mehr lesen…

Nachtigallen kehren zurück Ornithologen rufen zur Zählung auf

Aus der HiAZ 20.04.2023

https://www.e-pages.dk/hildesheim/5768/assets/1fcf242dd72a6e06e5e9ee11a8766af5c3c3289f_max1024x.jpgEine Nachtigall, fotografiert von OVH-Mitglied Alistair Hill im April 2022           Foto: Alistair Hill

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz für Ornithologen, dass sie stolz darauf sind, als erste im Jahr bestimmte Zugvogelarten zu sehen oder – wie jetzt im Fall der Nachtigall – zu hören. „Ich war die erste“, erzählt Monika Hartmann vom Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH) stolz. Gemeinsam mit ihrer Freundin Barbara Mrongowius.

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Bastelaktion im Popup-Store

(PP) Zum Bauen von Nistkasten am 21.01.2023 hatte die OVH-Jugendgruppe auch über die örtliche Presse Kinder und Jugendliche eingeladen. Dem OVH steht von Mitte Januar bis Ende Februar 2023 eine Ladenfläche im Hohen Weg 34 in der Hildesheimer Fußgängerzone für Werbezwecke zur Verfügung. mehr lesen…

Aus dem Rundbrief des DDA vom 07. Feb .2023

Hört mal, wer da hämmert! Start in die Spechtsaison 2023

07.02.2023. Bestimmt kennen Sie es auch: ein Waldspaziergang gegen Ende des Winters, die ersten Meisen melden sich zaghaft zu Wort, auch der Kleiber ist vereinzelt zu hören. Leichter Wind streicht durch die noch laubfreien Baumkronen, hier und da ein Rascheln im Unterholz, ein Knistern und Knacken aus dem Dickicht des Waldes… doch dann, ganz plötzlich, irgendwo in der Ferne, erklingt ein lautes und schnelles Trommeln. Der „Schuldige“ ist schnell identifiziert und allen bekannt: ein Specht.
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Vortrag von Prof. Dr. Fritz Trillmich

Herr Dr. Köhler (rechts) vom Museumsverein Hildesheim dankt Prof. Dr. Fritz Trillmich für seinen Vortrag. Foto S. Bologna

(PP) In einer gemeinsamen Veranstaltung des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim e.V. und des Hildesheimer Museumsvereins hat Prof. Dr. Fritz Trillmich am 16.01.2023 einen Vortrag mit Bildpräsentation zu dem Thema: Vom Rotmilan in Hildesheim zu den Pinguinen in der Antarktis und den Darwinsfinken auf Galapagos gehalten. mehr lesen…

Wenn Fischwirtschaft auf Naturschutz trifft

70 Jahre OVH – 15.01.2023 Derneburger Teiche

 

Teilnehmer der 70 Jahre OVH Auftaktveranstaltung an den Derneburger Teichen, Foto Stephan Piwanski

Zu unserer Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe 70 Jahre OVH konnten wir mehr als 50 Personen begrüßen. Salvatore Bologna und Dr. Johannes Laufer haben diese Exkursion vorbereitet und geleitet. Anhand einer kleinen Karte stellte Salvatore Bologna das Gebiet der Derneburger Teiche vor. Die Fläche befindet sich seit 2007 im Besitz der Paul-Feindt-Stiftung (PFS) und liegt im Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet 121 „Innerste-Aue mit Kahnstein“. Die Teiche sind an einen Fischwirt verpachtet und werden bewirtschaftet. Die gesamte Wasserfläche beträgt ca. 300.000 m2.

Dr. Johannes Laufer und Salvatore Bologna leiteten die Exkursion, Foto Stephan Piwanski

In Derneburg sind bislang 204 Vogelarten nachgewiesen worden, Wieviel Vogelarten hier brüten, lässt sich nicht sagen. Wenn man bedenkt, dass in Niedersachsen 212 Vogelarten brüten, sieht man die enorme Bedeutung dieses Gebietes. mehr lesen…