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Aus der Leine Zeitung vom 9. Dez. 2015 ÖSLM eröffnet

Betreuungsgebiet von Hannover über Laatzen bis nach Gronau – Mitarbeiter beraten zum Thema Naturschutz

Seit Dienstag läuft der Betrieb der Ökologischen Station Mittleres Leinetal (ÖSML) in Grasdorf offiziell: Die Einrichtung, die Klima- und Naturschutzprojekte zwischen Hannover und Hildesheim koordiniert, ist im Beisein von rund 40 Gästen eröffnet worden. Mit der ÖSML hat Laatzen einen neuen Spieler im Umweltschutz: Die Mitarbeiter koordinieren Naturschutzprojekte, betreuen Schutzgebiete und erarbeiten Konzepte zur Naherholung. Für die Einsätze greift die Station auf Ehrenamtliche der beteiligten Organisationen zurück. Dazu gehören die Nabu- und BUND-Orts- und Kreisgruppen aus Laatzen, Hemmingen, Hannover und Hildesheim, der Omithologische Verein zu Hildesheim (OVH) sowie die Paul-Feindt-Stiftung.

Mehr als 100 aktive Naturschützer seien für die Station im Einsatz, sagt Holger Buschmann, stellvertretender Vorsitzender der ÖSML. Das Einsatzgebiet liegt zwischen Hannover-Herrenhausen, geht über Laatzen, Hemmingen und Pattensen und endet bei Gronau im Landkreis Hildesheim. „In unserem Betreuungsraum hegen 20 Naturschutzgebiete mit einer Größe von 2139 Hektar“, sagt Geschäftsführer Kai-Olaf Krüger. 18 Flora-Fauna-Habitate (FFH) mit 5768 Hektar und zwei Vogelschutzgebiete mit 1147 Hektar gehören ebenfalls dazu. Im vergangenen Jahr wurde ein Kopfweidenkataster erstellt, die Haupt- und Ehrenamtlichen vermitteln auch zwischen Landschaftsnutzem und dem Naturschutz – zum Beispiel beim Bibermanagement, zu dem die ÖSML derzeit ein Gutachten erstellt.
Gegründet wurde der Verein im April 2012 von den Landesverbänden des Nabu und BUND – ein Domizil gab es aber noch nicht: Bis September 2014 wurden die Räume, in denen vorher das Igelhaus beheimatet war, saniert. „Die geplante Eröffnung musste aber verschoben werden, weil im darunterliegenden Kindergarten Schimmelaufgetreten war“, berichtete die Vorsitzende Gertraude Kruse.Die Station sei an jedem Vormittag geöffnet, manchmal sind die Mitarbeiter aber in der Natur unterwegs, sagte Kruse. Interessierte können sich an den Nabu wenden, der keine 100 Meter weiter das Naturschutzzentrum Alte Feuerwache betreibt.

Von Daniel Junker, Grasdorf © Hanoversche Allemeine Zeitung