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Aus der HAZ vom 23.02.2016 Adebar kommt wieder

von Valea Schweiger

Das ging jetzt aber doch ganz schnell. Kaum zeigen sich die ersten Knospen an Bäumen und Büschen, blühen die Primeln und Krokusse, sind die ersten auch schon wieder aus dem Winterurlaub zurück: Die Rede ist vom Weißstorch. Aber gut. Was soll er auch in Spanien oder Afrika? Hier ist es ja schließlich auch nicht wirklich kalt.

Störche machen glücklich. Nicht nur der Babys wegen. Störche machen glücklich, weil sie demjenigen, der sie erblickt, ein Lächeln ins Gesicht bringen. Denn: Wer freut sich nicht, einen Storch zu erblicken? Schließlich ist Meister Adebar – wie der Storch auch genannt wird – kein Vogel, der tagein, tagaus hemmungslos durch den Garten hüpft. Der Storch ist eher selten. Laut der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz des Nabu Niedersachsen, die seit 1970 Störche beobachtet, gab es im Jahr 2015 in Niedersachsen und Bremen knapp 800 Weißstorch-Pärchen. Das ist zwar eine ganz ordentliche Zahl, trotzdem verteilen die sich natürlich im weiten Land. Früher gab es ohne Zweifel mehr dieser Vögel bei uns zu erblicken. Heute muss der Storch lange suchen, um einen geeigneten Nistplatz zu finden. Die Lebensräume haben sich geändert. „Insbesondere die Entwässerung der Wiesen in den 40er, 50er und 60er Jahren war zum Nachteil der Wiesenvögel“, sagt Manfred Weinhold vom Ornithologischen Verein Hildesheim. „Heute fehlt das Grünland.“

Wer einen Storch erblicken möchte, der muss den Kopf heben. Störche nisten gerne auf Dächern, Bäumen oder Gebäuden. Hauptsache schön luftig. Von oben haben die Vögel einen exzellenten Blick auf ihr Revier – das gefällt. Und wenn dann das Umland noch schön grün ist, sich wilde Wiesen und Weiden mit einem Gewässer abwechseln – geradezu perfekt. Ein intaktes Ökosystem bietet ausreichend Nahrung für das weiße Federvieh: Mäuse, Maulwürfe, Frösche, Eidechsen, dazu noch Regenwürmer und Insekten. So ein Storch, der hat Hunger, erst Recht, wenn er noch weitere (klappernde) Schnäbel zu stopfen hat. Und das dürfte im Frühling der Fall sein, schließlich ist von April bis August Brut- zeit. Ist der Nachwuchs erst einmal auf der Welt, wird der nicht nur rührend betüdelt, sondern auch täglich mit unzähligen Regenwürmern gefüttert.

Dabei kommen die Kücken in kommod hergerichteten Nestern zur Welt. Denn treu ist der Storch vor allem einem: dem Horst. Oder besser gesagt: seinem Horst. Hat der große Vogel – wieder Grund reinbringt. Es kommt durchaus vor, dass auch die Dame des Nestes wieder den Weg dorthin findet – und ein Storchenpaar auf diesem Weg viele Jahre gemeinsam verbringt: pragmatisch romantisch.

Der Storch wiegt gute drei bis vier Kilo und kann erstaunliche 30 Jahre alt werden. Der Vogel erfliegt sich in seinem Leben viele zehntausende Kilometer. Überwintert wird meist in Afrika, und dorthin gibt es für den Vogel genau zwei Wege: die Ost- und die Westroute. Erstere führt über die Türkei, Israel und Ägypten nach Afrika, letztere verläuft über Frankreich, Spanien, bis nach West- oder sogar Südafrika. Ein bis zwei Monate brauchen Storche, um in ihrem Quartier anzukommen. Dann haben sie es warm. Vor allem aber: Sie haben genügend zu fressen. Schließlich treibt sie nicht die Kälte des deutschen Winters in den Süden – sondern das sinkende Nahrungsangebot während der kalten Monate.

Flügelspannweite zwei Meter! – ein guten Platz zum Brüten gefunden, kehrt er jedes Jahr wieder dorthin zurück und baut weiter daran. Das führt dazu, dass sich mitunter riesige Storchennester auftürmen können, die noch dazu ein beachtliches Gewicht von bis zu zwei Tonnen erreichen können. Manfred Weinhold beobachtet seit mehr als zehn Jahren Störche in Gronau, seit 2010 kehrt immer wieder dasselbe Paar zum Nest zurück. Bisher ist der Horst aber noch leer.

Da der männliche Storch als erstes aus dem Winterrevier zum Horst zurückkehrt, ist auch er der Erste, der dort mal wieder Grund reinbringt. Es kommt durchaus vor, dass auch die Dame des Nestes wieder den Weg dorthin findet – und ein Storchenpaar auf diesem Weg viele Jahre gemeinsam verbringt: pragmatisch romantisch.

Der Storch wiegt gute drei bis vier Kilo und kann erstaunliche 30 Jahre alt werden. Der Vogel erfliegt sich in seinem Leben viele zehntausende Kilometer. Überwintert wird meist in Afrika, und dorthin gibt es für den Vogel genau zwei Wege: die Ost- und die Westroute. Erstere führt über die Türkei, Israel und Ägypten nach Afrika, letztere verläuft über Frankreich, Spanien, bis nach West- oder sogar Südafrika. Ein bis zwei Monate brauchen Storche, um in ihrem Quartier anzukommen. Dann haben sie es warm. Vor allem aber: Sie haben genügend zu fressen. Schließlich treibt sie nicht die Kälte des deutschen Winters in den Süden – sondern das sinkende Nahrungsangebot während der kalten Monate.