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Aus dem NABU Newsletter Umwelt April 2016

Anlässlich der Studie “Windenergie und Rotmilan – Ein Scheinproblem” des Schweizer Ingenieurbüros KohleNusbaumer kritisiert der NABU den Versuch von Teilen der Windenergie-Branche, mit unhaltbaren Aussagen den Eindruck zu erwecken, dass ein Konflikt zwischen Windenergie und dem Schutz von Greifvögeln gar nicht existiert.

Die nun vorgestellte Studie des Büros KohleNusbaumer und andere durch die Windenergiebranche in den letzten Monaten gestreute Dokumente sollen suggerieren, dass die weltweit anerkannte Gefährdung von Greifvögeln durch Windenergie nicht existiert.

So erhofft sich ein Teil der Branche, die Windenergie ausbauen zu können, ohne Rücksicht auf den Artenschutz und in der Praxis bewährte Regeln wie das Helgoländer Papier nehmen zu müssen. Greifvögel, wie der weltweit bedrohte und vor allem in Deutschland heimische Rotmilan, gehören zu jenen Arten, die am meisten durch Kollisionen mit Windrädern gefährdet sind.

Dieses Problem ist wissenschaftlich hinlänglich belegt. Es muss, genau wie andere naturschutzfachliche Belange, von der Branche anerkannt und bei der Planung von Vorranggebieten und jedes einzelnen Windrads berücksichtigt werden. Andernfalls ist der dringend erforderliche naturverträgliche Ausbau der Windenergie nicht möglich. © NABU

Anmerkung (AH)

Die NABU reagiert richtig. Aber auch alle andere Schutzverbänden gehen auf die Barikaden. Die Behauptung, dass es sich hier um einen “Pseudo” Bericht handelt, wird keine Rolle spielen. Die Windkraft Lobby hat dies in den letzten Tagen überall wiederholt. Es wird auch der ein oder der andere “Rechssprechung” für die Windkraft fällen – weil die Gerichte die Lage der Greifvogel nicht verstehten. Schade, aber es ist so. Die Behauptung, dass die Milanbestände zunehmen ist ein Hohn und durch alle Monitoringprogramme zu wiederlegen. Gutachter Büros führen keine Montoring aus sondern kurzzeitige Erfassungen. Die langzeitige Entwicklung ist nur durch weitere Montoringprogramme und Bestandserfassungen zu kontrollieren. Wir bleiben dran.

Hier ist ein Link zu der Veröffentlichung von KohleNusbaumer

Hier ist ein Link zur Internetseite von KohleNusbaumer

News 2016 April Windkraft-Lobbyisten ignorieren den Artenschutz