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Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen 4/2015 Rote Liste

KRÜGER, T. & M. NIPKOW (2015): Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Brutvögel – 8. Fassung, Stand 2015. – Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 35 (4) (4/15):  181-256.

Die neue Rote Liste der gefährdeten Brutvögel für die Bundesländer Niedersachsen und Bremen liegt jetzt in der 8. Fassung vor. Die aktuelle Bilanz zeigt, dass nach wie vor mehr als die Hälfte der heimischen Vogelarten auf der Roten Liste und der sogenannten Vorwarnliste steht und nur etwa 44 Prozent der Arten als ungefährdet gelten können. Die Liste der in ihrem Bestand gefährdeten Brutvögel ist damit gegenüber der Vorgängerliste von 2007 zwar nicht länger geworden, aber es haben sich zahlreiche Änderungen ergeben, die sowohl negative als auch positive Trends in der Vogelwelt widerspiegeln.Zu den Arten, die quasi aus der Roten Liste entlassen werden konnten, zählen beispielsweise Uhu und Grünspecht. Verbessert hat sich auch die Situation für Weißstorch, Wanderfalke oder Eisvogel. Umgekehrt sind die Bestände bei Arten wie der Bekassine, die auf feuchte Grünlandstandorte oder intakte Moore angewiesen ist, deutlich zurückgegangen – allein in den letzten 25 Jahren landesweit um etwa 80 Prozent.

Insgesamt am stärksten gefährdet sind die Vögel der Agrarlandschaft Niedersachsens und Bremens, darunter das Rebhuhn, das mittlerweile als „stark gefährdet“ gelten muss. Da inzwischen auch ehemals häufige und weit verbreitete Arten wie Kiebitz, Star oder Bluthänfling auf der Roten Liste oder ihrer Vorwarnliste stehen, sind ein Umdenken und eine Umkehr in der Bewirtschaftung von Feldern und Wiesen notwendig, damit die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft nicht weiter schwindet.

Die neue Rote Liste soll einen wichtigen Beitrag zum Schutz der niedersächsischen Brutvögel leisten und zum Anlass genommen werden, dem teilweise dramatischen Rückgang an Vogel­arten insbesondere in der Agrarlandschaft entgegenzuwirken. Sie stützt sich auf Bestandszahlen, die von vielen Hundert ehrenamtlich tätigen Beobachtern erhoben worden sind. Aus den Zahlen werden regelmäßig Bestandstrends innerhalb der letzten 25 Jahre ermittelt. Sie liefern die Grundlage für die Einstufung der Vogelarten in verschiedene Gefährdungskategorien.

Das Heft umfasst 76 Seiten und ist erhältlich gegen Rechnung (4,- € zzgl. Versandkosten­pauschale) beim NLWKN:

Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) – Naturschutzinformation –Postfach 91 07 13, 30427 Hannover naturschutzinformation@nlwkn-h.niedersachsen.de, Tel.: 0511 / 3034-3305

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