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Aus der HAZ vom 06. Februar 2017: zur Lage des Feldhamsters in Kreis Hildesheim

Kreis Hildesheim. Im April soll offiziell die Feldhamster-Kartierung im Landkreis beginnen. Doch schon jetzt kann die Borsumerin Nina Lipecki von der Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz von ersten Funden berichten. Rund um ihren Wohnort Borsum hat sie bereits viele Exemplare der streng geschützten Art gesichtet. „Das war sehr überraschend”, sagt Lipecki die auch für die Grünen im Hildesheimer Kreistag sitzt. Am 8. Februar wird sie bei einem Vortrag im Nachbarschaftszentrum b-west in Hildesheim (Alfelder Straße, Ecke Hach- meisterstraße) über die bisherigen Ergebnisse ihrer Arbeit berichten. Die von der BUND-Kreisgruppe und dem Ornithologischen Verein organisierte Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Sie richtet sich an alle Interessierten. Denn Lipecki hofft, dass bei der Veranstaltung auch noch mehr Ehrenamtliche gefunden werden, die bei der Feldhamster-Kartierung helfen wollen. Denn diese Bestandsaufnahme ist laut Lipecki wichtig, um den Feldhamster zu schützen. Weil er in Teilen Deutschlands vom Aussterben bedroht ist, wird er als streng geschützte Art unter anderem in der der Berner Konvention genannt.

Der gute Hildesheimer Bördeboden mit seiner Schwarzerde ist nach Angaben von Lipecki einer der wenigen verbundenen Rückzugsorte dieser Art: „Das sind die letzten Inseln.” Die Expertin will mit ihrer Arbeit auch versuchen, das Image des Feldhamsters zu verbessern, der in der Öffentlichkeit oft nur als Verhinderer von Bauprojekten wahrgenommen wird. Schuld daran ist nach Meinung Lipeckis nämlich nicht der Feldhamster, sondern der Mensch, der häufig bei der Planung die Suche nach Feldhamster-Vorkommen vergesse.    skn

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung