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Aus der HAZ vom 31. Apri 2017: Jede Königin der Nacht zählt

Von Johanna Tilsner

Hildesheim. Ihr Aussehen ist unscheinbar, doch ihre Stimme gewaltig. Wer die rötlichbraune Nachtigall mit dem kastanienbraunen Schwanz in der Natur erblickt, ahnt vorerst nicht, dass der Vogel einen Gesang beherrscht, der unzählige Komponisten inspirierte. Trotz der überwiegenden Sympathie, die Menschen dem Vogel gegenüber verspüren, wird die Population immer kleiner.

Verbreitung des Nachtigalls in Kreis Hildesheim in den Jahren 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016 (Daten aus Ornitho.de)

Anfang April kommt die Nachtigall für gewöhnlich aus ihrem Überwinterungsgebiet zurück und ist in Stadt und Landkreis Hildesheim zu sehen und zu hören. „Wegen des warmen Frühlingswetters könnten die ersten Nachtigallen in diesem Jahr schon früher eintreffen“, sagt Karl-Heinz Rosanowski vom Ornithologischen Verein Hildesheim (OVH). Der Verein hat es sich wieder zur Aufgabe gemacht, die örtliche Population zu zählen.

Der OVH ruft alle Bürger in Stadt und Land dazu auf, den Gesang unter 0 51 21/ 84 38 3 oder kh-rosanowski@gmx.de zu melden. Wichtige Informationen sind dabei das Datum, die Uhrzeit, der Ort des Gesanges, die Anzahl der Sänger und die Anschrift des Melders. Um zeitiges Melden wird gebeten, um Doppelmeldungen zu vermeiden.

Zu finden sind die Nachtigallen an Plätzen mit viel Unterholz in der Nähe von Wasser. Vor allem entlang des Stichkanals, am Bruchgraben und den Giftener Seen sind die Vögel häufig gehört worden. Nur die männlichen Vögel geben Gesang von sich, vor allem nachts. Wem die Stimme der Nachtigall nicht bekannt ist, kann sich diese im Internet anhören. Beschrieben wird sie als lange Serie von gedehnten, reinen Pfeiftönen, die einen wehmütigen Charakter haben können. Die Rufe können einem Knarren, einem gedämpften „Taktak“ oder einem leicht ansteigenden „Huit“ ähneln.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung