Blaukehlchen Blaukehlchen Frauenschuh Frauenschuh Eisvogel Eisvogel Erlenbruch Erlenbruch Gartenbaumläufer Gartenbaumläufer Kleiber Kleiber Knabenkraut Abenser Berg Knabenkraut

Aus der LDZ vom 14. Juni 2017

Bernd-Jürgen Schulz und Manfred Weinhold sind mit der Entwicklung des Nachwuches zufrieden

Von Mareike Ehlers

GRONAU Bernd-Jürgen Schul* hat die Lizenz zum Urningen. Der Einbecker war gestern ln der Gronauer Masch Im Einsatz: Dort hat er im Auftrag von „Storchenvater” Manfred Weinhold aus Gronau drei junge Störche mit einem Ring versehen. „Sie sind quietsch fidel”, freut sich der Einbecker Experte, der sich die etwa viereinhalb Wochen alten Jungtiere mittels Hubsteigergenau angeschaut hat. „Sie sind gesund und gut ernährt“, stellt der 76-Jährige in zwölf Meter Höhe erfreut fest, wo er auch zwei Störche in luftiger Höhe beringt hat. Damit es das Trio im Horst auch schön kuschelig hat, hat er den Jungstörchen Nistmaterial, das etwas außen lag, liebevoll untergelegt – erst dann durfte , Thomas Schulz vom Bauhof • Ihn wieder runterbugsieren. Dort hatten kleine und große Storchliebhaber zuvor schon die Beringung eines Mini-Storches begeistert verfolgt. Neben „Storchenvater“ Manfred Weinhold aus Gronau, der täglich beim tierischen Nachwuchs vorbeischaut, war auch Helmut Lange mit seiner Tochter und Enkelsohn mit von der Partie. Sie beobachteten, wie flott so eine Beringung geht. Dass sich die Jungtiere dabei wie tot stellten, sei normal, erklärte der Einbecker, der die Beringung ehrenamtlich für die Vogelwarte Helgoland m den Landkreisen Hildesheim, Holzminden und Northeim vornimmt. „Die Beringung ist der Ausweis fürs Leben“, sagt Schulz.

Die Beringung diene wissenschaftlichen Zwecken, um die Zugrouten der Tiere zu erforschen, sprich wo sie im Winter ihr Quartier haben, pflichtet Schulz bei. Sie würden entweder die östliche Route bis Südafrika nehmen oder die westliche über Spanien nach Zentralafrika, wobei einige auch in Spanien bleiben würden, wenn sie genug Putter fänden. „Ein Weißstorch ist ein Segler, er benötigt die Thermik. Da er die über dem Wasser nicht hat, fliegt er auch ungern übers Wasser“, verklickert der Experte am Rande. Derzeit bringen die Jungstörche einzeln etwa zwei Kilo auf die Waage -bis sie ausgewachsen sind, verdoppele sich ihr Gewicht aber locker noch. Weinhold freut sich indes besonders, dass es im Gronauer Horst -wie im vergangenen Jahr -erneut dreifachen Nachwuchs gibt.

DEW 6T819 – mit dieser Nummer wird einer der drei Jungstörche am linken Fuß gekennzeichnet. ■ Fotos: Ehlers

Anmerkung die Bilder könnten nicht in sinnvoller Qualität geladen werden.

© Leine Deister Zeitung