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Junge Liebe auf der Poppenburg. Vogelfreunde hoffen, dass die beiden Störche bald mit der Brut beginnen. Foto Weinhold

Aus der HAZ vom 14. April 2018: Wildes Treiben auf der Poppenburg
Seit 2009 steht das Angebot, sich niederzulassen / Jetzt haben es zwei Störche angenommen

Von Andrea Hempen
Nordstemmen. Seit 2009 stand das Angebot, sich auf der Poppenburg einzunisten. Aber niemand nahm es all die Jahre an. In diesem Frühjahr aber hat sich endlich ein Jungstorchenpaar für die Burg entschieden. Die zwei ließen sich am 6. April nieder und widmen sich seitdem inbrünstig Arterhaltung. Manfred Weinhold, Storchenexperte des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim, hat die Neu-Nordstemmer im Blick. Fangen die Vögel an zu brüten, wären sie das fünfte Brutpaar im Leinetal, berichtet Weinhold. Die Elzer Störche sind schon einen Schritt weiter als die Nachbarn auf der Burg. „Glück für die Poppenburger Störche“, sagt Weinhold. Denn dadurch, dass in Elze ein Vogel immer auf dem Gelege sitzen bleibt, sucht nur einer Futter. Und so bleibt für die Neuzugezogenen genug Nahrung übrig. Denn daran hapert es im Leinetal. „Es gibt nicht genug Futtergebiete“, erklärt Weinhold. Vor allem, wenn die Störche ihren Nachwuchs füttern, kann es eng werden.

Störche brüten etwa 30 Tage, dabei wechseln sich Mutter und Vater ab. Eine Woche nach dem Schlupf können sich die ersten Jungen am Nestrand zeigen. Anders als andere Vögel füttern die Eltern ihre Küken nicht direkt in den Schnabel. Sie würgen das Futter in die Nestmitte, und der Nachwuchs bedient sich. Da der es natürlich mit ganzen Mäusen anfangs schwer hätte, gibt es in den ersten Tagen leichte Kost: Regenwürmer. Wie erfolgreich die Familienplanung auf der Poppenburg verläuft? Manfred Weinhold wird es im Blick behalten.

Junge Liebe auf der Poppenburg. Vogelfreunde hoffen, dass die beiden Störche
bald mit der Brut beginnen. FOTO: WEINHOLD