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See und Wälle: Jetzt sind die Bürger gefragt

Einer der Bereiche, die mit den Zuschüssen aufgewertet werden sollen, ist der Kehrwiederwall. Foto: Werner Kaiser

EINER DER BEREICHE, DIE MIT DEN ZUSCHÜSSEN AUFGEWERTET WERDEN SOLLEN, IST DER KEHRWIEDERWALL. FOTO: WERNER KAISER

Hildesheim. Die Stadt will den Hohnsensee und die historischen Wallanlagen in den nächsten Jahren für viel Geld umgestalten und bekommt dafür massive Unterstützung von Bund und Land. Rund 4 Millionen Euro stehen bis zum Jahr 2025 zur Verfügung. Inzwischen gibt es einen Plan, was alles gemacht werden soll. Doch nun will die Stadt von Bürgern hören, wie sie zu den Entwürfen stehen, welche Vorschläge und Wünsche sie noch haben – und lädt zu einem Treffen am nächsten Dienstag ein.

Auf alle Grünflächen der Stadt sei das Modell aber nicht übertragbar, mahnt Stadtbaurätin Andrea Döring angesichts der anhaltenden Debatten um die Grünpflege in Hildesheim. Deshalb gelte es, sich auf „besondere Flächen mit überörtlicher Bedeutung“ zu fokussieren. Ein Beispiel sei die Steingrube, ein weiteres das Netz historischer Wallanlagen unter anderem mit Liebesgrund, Kalenberger Graben, Sedanstraße und eben Hohnsensee. „Bereiche, in denen es um Freizeit, Denkmalschutz und Landschaftsschutz gleichermaßen geht“, wie Döring sagt.

Und zwar auf immerhin 42 Hektar, die allerdings zumeist aus langgezogenen Einzelgebieten bestehen. Die sollen unter anderem durch einen „Wallweg“ verbunden werden, eins der bekanntesten Teilprojekte ist ein Rundweg um den Hohnsensee. Nördlich des Gewässers soll ein „Landschaftspark mit eigenem Rundweg“ das Gewässer mit den Wällen verknüpfen. Weitere Vorschläge sind zwei größere Spielplätze nahe dem Noah am Hohnsensee sowie am Nordende des Kalenberger Grabens und mehrere kleine Plätze.

Zur Wiedererkennung schlagen die Planer zudem einheitliche Sitzbank-Typen im gesamten Projektgebiet vor. Das alles will die Stadtverwaltung am kommenden Dienstag, 19. März, ab 17 Uhr vor interessierten Bürgern im Detail vorstellen: „Wir wollen wissen, wie das Ganze ankommt, woran wir vielleicht nicht gedacht haben und welche Prioritäten die Hildesheimer setzen würden“, sagt Planungsamts-Leiterin Sandra Brouër. Dazu bittet die Stadt in den Lüntzel-Saal des Roemer- und Pelizaeus-Museums. Anmeldungen unter Telefon 301-3042 sowie per E-Mail an j.adamczewski@stadt-hildesheim.de sind zur Planung willkommen, aber nicht Bedingung.

Döring und Brouër planen, dass sich die Bürger nach einer zentralen Einführung in Gruppen zusammenfinden können, um über die Teile des Konzepts zu diskutieren, die sie besonders interessieren. Die Pläne, ergänzt um die Rückmeldungen der Bürger, will die Stadtverwaltung dann im Frühjahr in die Ratsgremien geben. Voraussichtlich am 20. Mai soll der Stadtrat das endgültige Konzept beschließen.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung