Aus Huckcup am 27.03.2019

Ornithologen auf Spurensuche

KREIS HILDESHEIM. Er gehört in der Region zu den Königen der Lüfte – doch der ist Bestand akut bedroht: Es gibt immer weniger Rotmilane im Landkreis Hildesheim. Als Hauptgründe gelten das extreme Wetter der vergangenen beiden Jahre, aber auch die Tatsache, dass zuletzt viele alte, hohe Pappeln vor allem in der Hildesheimer Borde gefallt wurden. Doch der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) hat noch einen weiteren dringenden Verdacht: Windkraft- Interessenten sollen versucht haben, Rotmilane (auch unter dem Begriff „Gabelweihe“ bekannt) aus angestammten Horsten zu verscheuchen, weil die Standorte Windpark-Plänen im Wege standen.Der OVH möchte nun möglichst verlässliche Daten zu den verbliebenen Rotmilan-Paaren und ihren Jagdrevieren bekommen. Dazu bittet er um Hinweise unter der Telefonnummer 05121/6966529 oder milane@ovh-online.de.

Die ersten Rotmilane haben nach der Rückkehr aus den Winterquartieren bereits mit dem Nestbau begonnen. Die letzten Nachzügler durften in den nächsten zwei bis drei Wochen eintreffen. Die tagaktiven Raubvögel sind vor allem in der Zeit von 10 bis 12 Uhr sowie zwischen 16 Uhr und Sonnenuntergang gut zu sehen. abu

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