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Blanke, I. (2019): Pflege und Entwicklung von Reptilienhabitaten – Empfehlungen für Niedersachsen. – Inform.d. Naturschutz Niedersachs 38 (1) (1/19): 1-80.

Das neue Heft über Amphibien vom Informationsdienst der Naturschutz Niedersachsen wird hier vorgestellt

Reptilien sind typische Bewohner von Übergangsbereichen und Biotopkomplexen. Sie reagieren in ihren vielfach eng umgrenzten Lebensräumen sehr empfindlich auf strukturelle Veränderungen, auch durch Maßnahmen zur Biotop- und Unterhaltungspflege.

Im vorliegenden Heft werden typische Konflikte zwischen Reptilienschutz und der Pflege bzw. Bewirtschaftung bestimmter Biotoptypen und Lebensräume aufgezeigt. Grundsätzlich ist eine Pflege zur Offenhaltung von Lebensräumen auch für Reptilien positiv. Die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen kann jedoch direkte Beeinträchtigungen der Tiere zur Folge haben und ihre Bestände gefährden.

Verschiedene Verfahren wie Gehölzentfernungen, Mahd und andere mechanische Verfahren, kontrolliertes Brennen sowie Beweidung werden vorgestellt und aus Sicht des Reptilienschutzes bewertet: Reptilien reagieren sehr empfindlich auf Beweidung. Für Reptilien günstig ist dagegen eine gezielte mechanische Pflege unter Berücksichtigung spezifischer Schutzmaßnahmen (z. B. Schnitthöhen, Bearbeitung von Teilflächen), die auch anderen Tierarten zugutekommen.

Die Empfehlungen für eine reptilienfreundliche Pflege basieren auf Literaturauswertungen, Ergebnissen von Begleituntersuchungen zu den niedersächsischen Agrarumweltmaßnahmen und vielen weiteren Kartierungen sowie auf umfangreichen Praxiserfahrungen mit der Pflege von Biotopen und Reptilienhabitaten. Sie sind gestaffelt nach der unterschiedlichen Bedeutung der Flächen für Reptilien (besondere, allgemeine, geringe Bedeutung). Höchste Priorität hat ihr Schutz in den – i. d. R. nur sehr kleinen – Reptilienlebensräumen von besonderer Bedeutung (Kernlebensräume, Schlüsselhabitate).

Diese guten oder gar sehr guten Reptilienhabitate nehmen letztlich nur einen Bruchteil der Naturschutzflächen in Niedersachsen ein. Die speziellen Anforderungen des Reptilienschutzes beziehen sich daher meist nur auf relativ geringe Teilflächen. Der Schutz von Reptilien und deren Lebensräumen einerseits und die Pflege zum Erhalt bestimmter Biotop- und Lebensraumtypen sowie weiterer Arten andererseits müssen also kein Widerspruch sein. Die verschiedenen Ziele lassen sich in vielen Gebieten gut nebeneinander umsetzen.

Das Heft umfasst 80 Seiten und ist erhältlich gegen Rechnung (4,- € zzgl. Versandkostenpauschale) beim NLWKN:

Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) – Naturschutzinformation – Postfach 91 07 13, 30427 Hannover

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