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Paare in Gronau und Ruthe beisammen / Einer kämpfte sich sogar durch den Schnee

Da ist er wieder: einer der beringten Gronauer Störche in der Leinemasch.Foto: Manfred Weinhold
Da ist er wieder: einer der beringtem Gronauer Storch in de Gronauer Masch
(ein Schutzgebiet der Paul-Feindt-Stiftung). Foto Manfred Weinhold

Den heftigen Wintereinbruch haben sie noch vom wärmeren Süden aus „beobachtet“ – inzwischen kehren immer mehr Weißstörche an ihre Nistplätze im Landkreis Hildesheim zurück. Erste Brutpaare haben sich bereits gefunden.

Früh wie nie rückten etwa die beiden Störche an, die sich seit Jahren im Horst auf der Ruther Leinewiese angesiedelt haben. Bereits am Mittwoch vergangener Woche beobachtet Olaf Klopsch das Duo auf seinem angestammten Platz, dem es seit acht Jahren die Treue hält. 17 Junge hat es in dieser Zeit aufgezogen. Üblicherweise kehren die Ruther Störche Anfang März zurück und beginnen, den Horst auf dem Mast am Ortsrand auszubessern.

Heimkehrer im Leinetal

Noch schneller waren allerdings die beiden Gronauer Störche. Bereits am 18. Februar landete zunächst das Männchen am Nistplatz in der Leinemasch, drei Tage später folgte das Weibchen, wie der örtliche Storchen-Experte Manfred Weinhold, der die Tiere im gesamten Landkreis Hildesheim beobachtet und über ein Netzwerk von Interessierten stets auf dem Laufenden ist, berichtet.

Doch nicht alle der beliebten Großvögel waren mit Blick auf das Wetter so treffsicher. Bereits am 7. Februar wurde ein Weißstorch im Schneetreiben zunächst in Dunsen bei Eime und dann auf einem Oberleitungsmast der Deutschen Bahn bei Elze beobachtet – bei Witterungsbedingungen, die die Störche sonst nach Möglichkeit meiden. „Hierbei könnte es sich durchaus um den selben Vogel gehandelt haben“, vermutet Weinhold.

Duo in Alfeld

Inzwischen sind vor allem im südlichen Leinetal weitere Weißstörche aufgetaucht. In Elze wurden Exemplare auf einem weiteren Bahn-Strommast sowie auf dem Gittermast an der Kläranlage entdeckt, auch in der Feldmark zwischen Brüggen und Dehnsen wurde inzwischen ein Meister Adebar beobachtet. Am Wochenende wurde auch aus Alfeld die Rückkehr zweier Störche gemeldet.

Aktuell ist allerdings noch unklar, um wie viele verschiedene Tiere es sich bei den Sichtungen tatsächlich handelte und ob auch der Storch aus dem Schneesturm darunter war. Bei den Störchen in Gronau und Ruthe herrscht hingegen Klarheit, weil Beobachter die Ringe an den Beinen der Tiere ablesen konnten.

Probleme im Vorjahr

Im Vorjahr hatten sich insgesamt zehn Storchenpaare im Landkreis Hildesheim „häuslich“ niedergelassen. Allerdings schafften es nur fünf von ihnen, Jungvögel großzuziehen. Als wesentlichen Grund betrachteten Experten die Trockenheit im vergangenen Frühjahr – wichtige Beutetiere wie Frösche blieben rar.

©  Hildesheimer Allgemeine Zeitung 2. März 2021