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Aus der Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 21. März 2026
„Birden mit Bene“ heißt es immer, wenn Benedikt Scharfenberg, Ornithologe beim Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH), zu Vogelbeobachtungen einlädt. Vor Kurzem traf sich eine Gruppe mit 17 Teilnehmenden zu einem Spaziergang im Hildesheimer Wald bei Diekholzen.Anfangs konnten sie den abendlichen Gesängen der Mistel-, der Sing- und der Schwarzdrosseln lauschen. Nachdem die Singvögel mit Eintritt der Dämmerung verstummt waren, erklangen die erhaltenen Gesänge von dämmerungs- und nachtaktiven Eulen. Als Erster meldete sich kurz ein Sperlingskauz, die kleinste der heimischen Eulenarten. Sperlingskäuze leben vereinzelt im Wald. Später waren mehrere Waldkäuze zu hören. Für kurzes Aufsehen sorgte eine überfliegende Waldschnepfe, die nach kurzer Sichtung im Schutz der Dunkelheit verschwand.
Ein unerwartetes Highlight war der plötzliche Schrei einer Wildkatze aus einem nahegelegenen Waldstück. Kurzerhand wurde der geplante Weg geändert und die Gruppe näherte sich mit großer Vorsicht der versteckten Katze. Mithilfe einer Wärmebildkamera, die mit einem Tablet verbunden war, konnte das Tier schließlich aus sicherer Distanz beobachtet werden: Es klammerte sich an einen Baum und schien die Gruppe zu beobachten.
Wegen des aufkommenden Windes konnte sich die Gruppe dann sogar noch an äsendes (fressendes) Rehwild heranpirschen und ebenfalls über die Wärmebildkamera beobachten.
Interessierte hatten zum Schluss noch die Gelegenheit, Flügel und einzelne Federn einheimischer Eulen aus der Sammlung von Benedikt Scharfenberg anzusehen und selbst in die Hand zu nehmen.