Aktuelles:

Aufruf zum Ablesen von Flügelmarken bei Rotmilanen – Neues vom DDA am 4. April 2017

© Jens Halbauer. Flügelmarkierungen stellen heute eine wertvolle Methode dar, um Informationen zum Aufenthalt von Vögeln im Jahresverlauf zu gewinnen. Seit einigen Jahren werden in Deutschland Rot- und Schwarzmilane mit Flügelmarken markiert, die spannende Erkenntnisse vom Aufenthalt im Winter über die Rückkehr in die Brutgebiete bis zu Ansiedlungen in neuen Gebieten erbracht haben. Voraussetzung für solche Ergebnisse sind möglichst zahlreiche Ablesungen und Meldungen gesichteter Vögel im Jahresverlauf. So wurden Ablesungen beringter Überwinterer beispielsweise bislang nur aus Spanien gemeldet.

Flügelmarken lassen sich oft selbst aus der Entfernung sicher ablesen Foto Halbauer
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Niedersachsen und Sachsen-Anhalt: Umweltminister einig – Antrag für UNESCO Biosphärenreservat Drömling beschlossen

Die Umweltminister aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben heute (Mittwoch) in Parsau (Landkreis Gifhorn) den Startschuss für die nächste Phase auf dem Weg zu einem länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Drömling gegeben. Grundlage hierfür war ein positives Votum der in dem Gebiet liegenden Kommunen. Jetzt wird ein gemeinsamer Antrag zur Anerkennung des Drömlings als UNESCO-Biosphärenreservat erarbeitet; gleichzeitig werden die rechtlichen Grundlagen für das Biosphärenreservat in den beiden Bundesländern geschaffen.
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Gemeinsame Exkursion OVH, Paul-Feindt-Stiftung und NABU Kreisverband an die Derneburger Teichen

Am Sonntag 26. März fanden sich eine ganze Reihe von neugierigen an dem Parkplatz in der Schlossstraße früh morgens ein. Andreas Humbert, der NABU Vorsitzende, begrüßte die Teilnehmer und führte in die Exkursion ein. Er begrüßte Manfred Bögershausen Vorstand der Paul-Feindt-Stiftung und Alistair Hill, Vorstand Ornithologischer Verein. Manfred Bögershausen trug über die Geschichte des Derneburger Landschaftsparks vor und erzählte, wie die Stiftung die Teiche bekommen hat und wie man heute die Teiche gestaltet. mehr lesen…

Vogelzug bei Wiesenweihen stark windabhängig

Neues vom DDA am 14.03.2016

Wiesenweihen sind Langstreckenzieher und überwintern südlich der Sahara.

Die Karte zeigt, die mit GPS-Logger ermittelten,  30 Herbst (rot) und 24 Frühjahrs (blau) Routen  von 19 Wiesenweihen

Für den Vogelzug über große Distanzen haben sich unterschiedliche Zugstrategien entwickelt. Werden große Strecken besser möglichst schnell zurückgelegt oder sind häufige Zwischenstationen eine günstigere Vorgehensweise? Um herauszufinden inwiefern sich der Ablauf des Zuges der Wiesenweihe räumlich und saisonal sowie bei besonderen Windbedingungen verändert, haben niederländische Wissenschaftler die GPS-Daten besenderter Wiesenweihen ausgewertet. mehr lesen…

Der Rotmilan mit dem Namen “OVH” fliegt zur Überwinterung nach Portugal

Der Ornithologischer Verein hat eine Patenschaft für ein Rotmilan Weibchen mit dem Namen “OVH” übernommen.

Der Dachverband der Deutschen Avifaunisten (DDA)  hat sich an dem Projekt Land zum Leben beteiligt. Ziel ist es die Lebensbedingungen des Rotmilans in Deutschland sicherzustellen. Das Projekt wird auch vom Bundesamt für Naturschutz gefördert. Um die Forschung der Lebensraumnutzung voranzubringen, würden etwa 30 Milane mit GPS-Satelliten Tracking Sender bisher ausgestattet. Die Kosten werden von Privatsponsoren gefördert.

Der Rotmilan “OVH” würde am 4. April 2015 in der Nähe von Rödgen, Gemeinde Zscheplin in Kreis Nordsachsen an einem vertraulich gehaltenem Ort gefangen genommen und mit ein einem GPS sender ausgestattet. Bei dem Weibchen OVH handelte es sich vermutlich um ein sehr junges Individuum, wie an dem dunklen Schnabel zu erkennen ist. Mit dem Alter wird bei Rotmilanen der Schnabel heller und die Gelbfärbung nimmt zu. Wir können von einem Vogel im 2. Lebensjahr wohl ausgehen.

Der Name “OVH” steht für Ornithologischer Verein zu Hildesheim. mehr lesen…

24. Floristische Runde Röderhof am 18. Juni 2017 am Osterberg

Zur 24. Floristischen Runde Röderhof laden wir in diesem Jahr wieder einmal nach Hildesheim ein. Die Exkursionen am Vormittag führen auf den 2007 von der Bundeswehr aufgegebenen Standortübungsplatz am Osterberg bei Himmelsthür einschließlich der Giesener Berge. Wir werden in drei Gruppen die Farn- und Blütenpflanzen nach bekannter Methodik erfassen sowie die Bestandsgröße der gefährdeten Arten ermitteln. Innerhalb des FFH-Gebietes „Haseder Busch, Giesener Berge, Gallberg, Finkenberg“ werden dabei die Naturschutzgebiete „Lange Dreisch und Osterberg“ sowie „Giesener Teiche“ aufgesucht.

Treffpunkt: Sonntag, den 18.06.2017, 09.30 Uhr, Hildesheim, Parkplatz des Restaurants und Cafés „Hacienda“, Markgrafstr. 2, 31137 Hildesheim; TK: 3825/1, MF 10. Internet: www.hacienda-hildesheim.de
Parkmöglichkeiten bestehen auch entlang der Markgrafstraße. mehr lesen…

Zugverhalten junger Kuckucke dank moderner Technik erstmals im Detail verfolgt

Neues vom DDA am 20. Feb 2017

Zugwege junger Kuckucke von Skandinavien in den Winterquartieren

Mehr als 100 Wirtsvogelarten sind vom Brutparasiten Kuckuck bekannt. Über das Zugverhalten der Jungvögel wusste man bislang hingegen wenig.
Die Bestände von Zugvogelarten gehen in vielen Teilen der Welt stark zurück. Ein solcher Bestandseinbruch wurde auch beim Kuckuck in Großbritannien registriert. Die Ergebnisse einer 2016 veröffentlichten Telemetriestudie mit adulten Kuckucken ergab, dass die Bestandsrückgänge offenbar mit der gewählten Zugroute zusammenhängen (siehe DDA-News vom 20.7.2016). Die Mortalitätsrate während des Zuges bis zur Überwindung der Sahara war bei den Westziehern signifikant höher als bei nach Südosten über Italien oder den Balkan ziehenden Vögeln. Die Kenntnis der Variabilität im Zugverhalten einzelner Arten ist wichtig, um die Gründe für Populationsrückgänge bei Zugvogelarten erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.
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Zweiter Europäischer Brutvogelatlas: Erste vorläufige Karten online

Neues vom DDA am 14. Feb. 2017

Bild zur Meldung

© EBCC

Für einige Brutvogelarten Europas können vorläufige Verbreitungskarten des Zweiten Europäischen Brutvogelatlas (EBBA2) nun online abgerufen werden. Die Informationen werden dabei anhand eines 50×50-Kilometer-Rasters dargestellt. Neben der reinen Brutverbreitung lässt sich auch der Brutstatus (mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brüten) sowie die Häufigkeit nach Anzahl der Brutpaare je Quadrant abfragen. Darüber hinaus wird eine Vergleich der Daten mit dem Ersten Europäischen Brutvogelatlas aus dem Jahr 1997 präsentiert.
Dargestellt werden vorerst noch vorläufige Karten. Die endgültigen Verbreitungskarten der Brutvögel Europas werden zum Ende des Projektes im Jahr 2020 veröffentlicht.
Die vorläufigen Karten für 15 ausgewählte Arten sind verfügbar unter: http://mapviewer.ebba2.info/

Weitere Informationen

© DDA

Zugvogel und Windenergie

Neues vom DDA 20.12.2016 : Weltweit erste kombinierte Studie zu Schlagopfern und Vogelzugintensität

In der Studie wurden vor allem nachts ziehende Kleinvögel wie Drosseln als Kollisionsopfer registriert.

© Mathias Putze:  Kollisionen von Vögeln mit Windenergieanlagen (WEA) gehören zu den größten Kritikpunkten bezüglich der Nutzung von Windenergie. Um die Auswirkungen von WEA auf Zugvögel zu beurteilen, müssen sowohl die Anzahl der insgesamt an einer WEA vorbeiziehenden Vögel als auch die Anzahl der dabei verunglückenden Vögel (Schlagopfer) bekannt sein. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat im Auftrag des Bundesamts für Energie die international erste Studie erstellt, die diese Fragestellung beantwortet. Dazu wurde in einem Untersuchungsgebiet in der Nordwest-Schweiz parallel zur systematischen Suche nach Schlagopfern auch die Intensität des Vogelzugs mittels eines kalibrierten Radargeräts gemessen.

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Neues vom DDA 20.12.2016 Rotmilan-Paten gesucht!


Rotmilane suchen Paten

Gibt es einen persönlicheren Weg als Ihre Faszination für Vögel durch eine Patenschaft zum Ausdruck zu bringen? Seit 2014 besendert der DDA Rotmilane in Deutschland. Für viele dieser Vögel suchen wir noch Patinnen und Paten! Mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit brütet in Deutschland. Doch intensive Landwirtschaft und der vielerorts einförmige Anbau von Wintergetreide und Raps machen dem Rotmilan das Leben bei uns schwer. In der monoton bewirtschafteten Agrarlandschaft finden die Vögel oft nicht genügend Futter. Mehr nahrungsreichen Lebensraum zu schaffen und so den Rückgang des Rotmilans aufzuhalten, ist Ziel des bundesweiten Schutzprojektes Land zum Leben, das der Deutsche Verband für Landschaftspflege und die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit dem DDA unter fachlicher Betreuung des Bundesamtes für Naturschutz und mit Mitteln des Bundesumweltministeriums durchführen.Wo suchen Rotmilane ihre Nahrung während der Brutzeit? Wie muss ein Rotmilan-Revier beschaffen sein, damit die Vögel erfolgreich brüten können? Um Fragen wie diese herauszufinden, stattet der DDA im Rahmen des Projekts etwa 30 in Deutschland brütende Rotmilane mit modernen GPS-Sendern aus.

Werden Sie Patin oder Pate unserer besenderten Rotmilane! Als Patin/Pate erhalten Sie eine Patenurkunde und die zweimal im Jahr erscheinende „Rotmilan-Post“, in der wir Sie exklusiv mit Neuigkeiten über „Ihren“ Milan informieren. Natürlich können Patenschaften auch als Geschenk abgeschlossen werden.

Bitte füllen Sie einfach das Formular aus und senden Sie es an uns zurück: per Email an Johanna Karthäuser oder per Post an Dachverband Deutscher Avifaunisten, An den Speichern 6, 48157 Münster.

Mehr Informationen über das Projekt und den Abschluss einer Patenschaft erhalten Sie unter www.dda-web.de/rotmilan.

Ihre Fragen beantworten wir gerne unter 0251/210 140 00 oder per E-Mail an Johanna Karthäuser .

© Thomas Kirchen

Gibt es weniger Vögel am Futterhaus als in den Vorjahren?

Viele Anrufende fragen, wo die Nahrungsgäste geblieben sind

Die Hotline des OVHs steht kaum still. In den letzten zwei bis drei Wochen sind viele Anrufer besorgt über das Ausbleiben von Spatzen, Meisen und Amseln an den Futterhäuschen. Anfang Dezember  ist auch eine merkwürdige Stille im Garten festzustellen gewesen. Man fragt, ob die Vogelgrippe, Gelber Knopf (Trichomoniasis) oder der Usutu Virus Schuld daran haben. Tatsache ist, dass es bisher nur ein Verdachtsfall von Usutu beim OVH vorliegt. Eine erkrankte Amsel ist im Oktober in Sosmar gefilmt worden. Trichomoniasis wurde bei mehreren Grünfinken in Hildesheim im Oktober nachgewiesen. Vögelgrippe ist bisher nicht bei Singvogel nachgewiesen worden. Eine Anzahl infizierter Enten und Gänsen sind in der Region Hannover und im Kreis Peine festgestellt worden. Trotzdem ist diese Ausbruch eher auf Infektionswege des Tierhandels, als durch Wildvögel zurück zu führen.

Hier finden Sie alles was Sie wissen müssen über Winterfütterun

Die NABU will mit der “Stunde der Wintervögel” am 6 bis 8 Januar Vergleiche mit den Vorjahren ziehen. Daran kann jeder teilnehmen. Information und ein Link finden Sie unten. An verschiedenen Futterstellen hat die Zahl der Gäste in den letzten Tagen zugenommen. An einer Futterstelle im Bockfeld waren am 18-19. Dezember schön 16 Arten mit über 80 Individuen zu sehen. Diese Zahl entspricht das langjähriges Durchschnitts. Tatsache ist, dass die Vögel zuerst die Futterstellen besuchen, welche regelmäßig, vielleicht sogar ganzjährig ,mit Futter versehen werden.

Es sind noch sehr viele Vögel im Wald zu finden. Das zeigt, dass für eine ganze Reihe von Arten ausreichend Futter in der Natur vorhanden ist. Ganz anders sieht es in der Feldmark aus.  Dort ist  kaum etwas zu finden. Die Vögel kommen in die Dörfer auf der Suche nach Nahrung. Langfristig gesehen ist in der Tat ein enormer Rückgang festzustellen. Leider gibt es nicht adequate Langzeiterfassungen der Singvögelbestände im Winter.  Die NABU “Stunde der Wintervogel” hilft diese Lücke zu füllen. Ornithologen habe viel zu kritisieren an der Methodik dieser Erfassung. Es ist aber das Beste was wir derzeit zur Verfügung haben. mehr lesen…

Neues vom NABU 2. Dez. 2016

Die Vögelgrippe kommt  zu uns auf dem Handelsweg aus AsienEinseitige Ursachenforschung

Viele Indizien sprechen bei Vogelgrippe für Hauptverbreitung durch Geflügelwirtschaft. Das aktuelle Vogelgrippe-Virus fand seinen Weg wahrscheinlich über den Handel aus der Geflügelwirtschaft in China nach Europa – ohne die Hilfe von Wildvögeln. Das zuständige Friedrich-Loeffler-Institut ignoriert die Indizien jedoch.

30. November 2016 – Angesichts einer neuen kritischen Analyse zum derzeitigen Auftreten der Vogelgrippe und ihrer Verbreitung erneuert der NABU seine Kritik an der bislang einseitigen Ursachenforschung zur Ausbreitung der Geflügelpest. Eine Expertengruppe des Wissenschaftsforums Aviäre Influenza (WAI) hat das bisherige Ausbruchgeschehen in Europa detailliert dokumentiert. Diese Aufstellung geht weit über die aktuelle Risikoanalyse des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hinaus. Anhand der aufgelisteten Indizien wird die Hypothese des FLI, dass das Vogelgrippe-Virus H5N8 allein durch Wildvögel verbreitet wird, kritisch hinterfragt. Zahlreiche Indizien sprechen vor allem für eine Verbreitung des Virus durch die Geflügelwirtschaft selbst. Der NABU fordert das FLI auf, diese Hinweise ernst zu nehmen und mit allen ihm als zuständiger Behörde zur Verfügung stehenden Mitteln zu prüfen.

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