Aktuelles:
Feldlerchen und stinkende Nieswurz
Naturkundlicher Spaziergang am Gallberg

Teilnehmer unseres Spazierganges am Gallberg, Foto: Dieter Herrmann
(PP) Unsere Veranstaltungsreihe “Naturkundliche Spaziergänge am Sonntagvormittag” ging in die nächste Runde. Diesmal haben wir zu einem Rundgang über den Gallberg am 03. 03.19 eingeladen. Viele Naturinteressierte sind der Einladung gefolgt und trotzten Wind und Wetter. Besondere Freude riefen die singenden Feldlerchen, der Anblick der “stinkenden Nieswurz” und die ersten zarten Blüten der Leberblümchen hervor.

Stinkende Nieswurz, Foto Petra Pahl
Außerdem gab es viel Wissenswertes über das FFH-Gebiet Gallberg und die Biotoppflege zu erfahren. So legen z. B. die Stadt Hildesheim und die Paul-Feindt-Stiftung als Flächeneigentümer zusammen mit den Tierhaltern die notwendigen Pflegemaßnahmen fest.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächsten naturkundlichen Spaziergang am 07.04.19 über den Hildesheimer Nordfriedhof.
Millionen Todesfälle an Stromleitungen
Anmerkung: seit etwa 20 Jahre werden die Opfer der Windkraft in einer zentralen Datenbank in Magdeburg erfasst. Eine solcher Datenbank fehlte für die Opfer der Stromleitungen. In den letzten Jahren hat es, vor Allem im Leinetal, Totfunde von Wasservögeln an den zahlreichen Leitungen entlang oder quer zur Leine, gegeben. In Elze hat es wiederholt Todesfällen von Weißstörchen an E-Leitungen gegeben. Es macht Sinn diese Vorfälle zu registrieren. Durch die neue Stromstrasse Wahle-Mecklar im Osten des Landkreises wird die Gefahr in unserem Raum noch erhöht. (AH)
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Langfristiger Rückgang der Überlebensraten erstjähriger Rotmilane
Neues vom DDA 11.01.2019
Landwirtschaftliche Intensivierung und eine Verschlechterung der Nahrungsverfügbarkeit, aber auch anthropogene Mortalität durch Vergiftungen und Kollisionen sind zentrale Bedrohungen für den Rotmilan in seinem stark begrenzten Verbreitungsgebiet. Bei langlebigen Vogelarten haben die Überlebensraten verschiedener Altersklassen einen wesentlichen Einfluss auf die Bestandsentwicklung. Eine erhöhte Mortalität hat daher langfristig auch für den Rotmilan besonders negative Auswirkungen auf die Bestandsgröße, insbesondere wenn mehr Altvögel zu Tode kommen.
Eine äußerst wertvolle Datenquelle um belastbare Überlebensraten zu bestimmen, ist die Beringung von Vögeln und die daraus resultierenden Wiederfunde von toten Individuen. Eine jetzt im Journal of Ornithology erschienene Studie, an der auch Wissenschaftler des DDA beteiligt waren, analysiert die Ring-Wiederfunde von toten Rotmilanen die zwischen 1970-2015 in Deutschland markiert wurden. Die Auswertung erlaubt so eine Schätzung der Überlebensraten von erstjährigen, subadulten und adulten Vögeln über fast 50 Jahre anhand von >29.000 beringten Individuen und etwa 1.500 Wiederfunden die durch das große Engagement der Beringer und die Bereitstellung der Daten durch die Beringungszentralen Hiddensee, Helgoland und Radolfzell ermöglicht wurden. mehr lesen…
Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel
Neues von Dachverband (DDA) 11.01.2019

Allein das Kapitel zum Rotmilan umfasst acht Seiten und mehr als 50 Literaturquellen
© Martin Lindner
Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen. Die „Dokumentation Vögel und Windenergienutzung“ auf der Internetseite des LUGV wurde nun aktualisiert und die Informationen und Kollisionszahlen auf den neuesten Stand gebracht. Nach der Erweiterung sind auf nunmehr 126 Seiten fast 500 Literaturquellen verarbeitet, die eine solide Basis für Entscheidungen verschiedenster Art bilden. Zusammen mit der gesamtdeutschen Datenbank der Kollisionsopfer ist diese Faktensammlung die Grundlage der Abstandsempfehlungen der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten für Windkraftanlagen. mehr lesen…
Neues vom DDA und das Komitee gegen den Vogelmord 27.11.2018
Tausende seltene Schreiadler sterben im Libanon

Jagdwilderer töten bei der Vogeljagd im Libanon auch Schreiadler aus Deutschland
© Thomas Krumenacker
5000 Schreiadler werden in jedem Jahr auf dem Weg in ihre Winterquartiere allein im Libanon von Wilderern getötet. Diese schockierende Schätzung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche des Komitees gegen den Vogelmord und des Journals Der Falke. Die Schätzung beruht auf der Auswertung und Zusammenführung zahlreicher Indizien. Vogelschützer legen damit erstmals eine konkrete Schätzung zum Ausmaß der Verfolgung von Deutschlands bedrohtestem Adler vor. mehr lesen…
Vortragsveranstaltung im Kreishaus 30. Nov. 2018
65 Jahre OVH
„Naturschutz und Landwirtschaft – Partner oder Gegner?”
Freitag 30. November 15:00 – 19:30 Uhr
Großer Sitzungssaal im Kreishaus Hildesheim
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OVH Spaziergänge am Sonntagvormittag
Der Ornithologische Verein zu Hildesheim e.V. bietet eine neue Veranstaltungsreihe an.
(PP) Alle, die sich für Natur und Vogelkunde interessieren sind herzlich eingeladen zu unseren „Spaziergängen am Sonntagvormittag“. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Spaziergänge finden an jedem 1. Sonntag des Monats statt. Wir werden im Laufe der Veranstaltungsreihe verschiedene Ziele in der Stadt Hildesheim und der näheren Umgebung erkunden. Die Dauer beträgt jeweils ca. 1,5 – 2 Stunden. Wir bemühen uns barrierefreie Wege zu nutzen und freuen uns auch über Gäste mit Kindern. Wir empfehlen wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk. Eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und kostenlos. Wir freuen uns aber über Spenden für die Naturschutzarbeit.
Unser erster Spaziergang führt uns rund um den Hohnsensee. Treffen ist am Sonntag, 07.10.2018 um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz am Hohnsensee (in der Nähe des Restaurants Noah), Dauer ca. 1,5 – 2 Stunden
Weitere Termine und Treffpunkte: mehr lesen…
Streuobstwiesentag 2018
Der Arbeitskreis Streuobstwiesen Hildesheim lädt seit 2012 alljährlich am Tag der Deutschen Einheit und an den angrenzenden Wochenenden zum Besuch der regionalen Streuobstwiesen ein. Lokal tätige Gruppen sind vor Ort, laden zum Verweilen ein und informieren über das Leben im und mit den betreuten Streuobstwiesen.
Auf 19 Streuostwiesen finden in diesem Jahr im Landkreis Hildesheim und in den angrenzenden Landkreisen Veranstaltungen statt. Hinweise zu den Veranstaltungen finden Sie auch auf dem Flyer 2018 (PDF, ca. 0,9 MB), der als Download und im gesamten Landkreis zum Mitnehmen ausliegt.
Ebenfalls neu: ein im Flyer abgedruckter QR-Code ermöglicht das sofortige Einlesen der Koordinate in die Karten Apps der Smartphones. Alternativ befindet sich auf dieser Webseite bei jeder Wiese eine Geo-URI, die von Smartphone Wander- und Karten-Apps gelesen werden kann
Am 3. Oktober 2018 findet der Streuobstwiesentag in der Streuobstwiese beim Waldfrieden/Groß Düngen statt mit:
- Führung über die Obstwiese
- Sortenverkostung
- Äpfel zum Selberpflücken
- Apfel-Pralinen
Quelle: Arbeitskreis Streuobstwiesen Hildesheim
Fachvortrag “Gewässerentwicklung im Spannungsfeld von Hochwasserschutz und Naturschutz”

Leine Hochwasser Juli 2017 Foto Jürging
(BG) Ende Juli 2017: 150 mm Niederschlag binnen 2 Tagen. Die verheerenden Überflutungen nach dem Starkregen sind keineswegs vergessen – ganz im Gegenteil! Die hiesigen Zeitungen erinnerten anlässlich des Jahrestages ausführlich an das Jahrhunderthochwasser. Die betroffenen Einwohner, Politik und Verwaltung, die Kommunen, Fachbehörden und Unterhaltungsverbände arbeiten intensiv an Lösungen, die allen Anforderungen gerecht werden: Die Sicherheit der Bewohner muss gewährleistet sein. mehr lesen…
Ornithologische Wanderung vom 13.05.2018
(PP) Zur 2. Exkursion zum Thema „Was singt denn da?“ trafen sich 10 Naturfreunde um unter der Führung von Herrn Laufer am 13.05.2018 in Himmelsthür. Erkundigt werden sollte die Vogelwelt des Gebietes Erlenbruch, Innersteaue bei Steuerwald, Mastberg und Bungenpfuhl. mehr lesen…
Unser Grillfest 2018

Am 24. Juli haben wir an der Grillhütte bei Graste unser diesjähriges Grillfest gefeiert.
Das Vogelbuch des Jahres: Shirihai !
Hadoram Shirihai und Lars Svensson: Handbook of Western Palearctic Birds – Passerines

Es ist 5 vor 12 – die Biodiversität nimmt unaufhörlich ab!
Frankfurter Erklärung zur Biodiversität im Deutschland
Am 8.6.2018 haben sich auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die unterzeichnenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt zu einem Workshop getroffen, um die Situation des Biodiversitätsverlustes in Deutschland aus Sicht der Wissenschaft zu bewerten und den Forschungs- und Handlungsbedarf abzuleiten. mehr lesen…
Die unglaubliche Odyssee von OVH
Neues vom Dachverband über unserem Patenkind: Rotmilan OVH
Als die Rotmilan-Dame OVH (benannt nach dem Ornithologischen Verein zu Hildesheim) Ende März 2017 aus dem portugiesischen Winterquartier in ihr Brutgebiet bei Leipzig zurückkehrte, hatte ihr Partner Herbert, der ebenfalls einen Sender trägt, schon mit einem anderen Weibchen begonnen zu brüten! OVH konnte es zunächst wohl nicht recht glauben und blieb bis Ende April an ihrem alten Nest. Danach machte sie sich auf zu einer viele hundert Kilometer langen Reise quer durch ganz Nordostdeutschland, auf der sie neun (!) Bundesländer besuchte bzw. streifte. Nach jedem Ausflug kam sie zum Nest bei Leipzig zurück und die Kollegen, die die Telemetrie für uns im Projektgebiet in Sachsen durchführen, konnten die Koordinaten von ihrem Sender herunterladen.
Hier können sie die Reiseroute von OVH Minutengenau verfolgen Kartengrundlage: Google Earth USGS/NASA

Rotmilan OVH Zugwege
In allen Regionen der Welt geht die biologische Vielfalt zurück
BfN Pressemitteilung Bonn, 18. Mai 2018.
In Deutschland steuert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt seit 2011 gezielt gegen diese Entwicklung. Das bundesweit finanzstärkste Förderprogramm für den Naturschutz wird inhaltlich vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreut. Ein neuer Film stellt das Programm mit seinen vier Förderschwerpunkten anhand von Projektbeispielen vor. Ein zweiter Film informiert über das Antragsverfahren. Anlässlich des Internationalen Tages der Biologischen Vielfalt am 22. Mai 2018 sind die Filme jetzt unter
[1]https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm
zu sehen. mehr lesen…