Aktuelles:
Kommissionsbericht betont Mehrwert der EU-Naturschutzrichtlinien
Neues vom DNR vom 16. Juni 2016
Die EU-Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitatrichtlinie sind effektive Naturschutzwerkzeuge und könnten durch eine verbesserte Umsetzung sogar noch mehr Vorteile bringen. Das geht aus einer im Juni durchgesickerten Studie der EU-Kommission hervor, die Teil des „Fitness-Checks“ der EU-Naturschutzrichtlinien ist.
Mit der Studie sollte festgestellt werden, ob die Richtlinien effektiv, effizient, kohärent, relevant und ein Mehrwert für die EU sind. Die Autor*innen kommen zu dem Ergebnis, dass die Richtlinien „fit for purpose“ sowie ein wichtiges Standbein der EU-Biodiversitätspolitik sind und einen kohärenten rechtlichen Rahmen bieten. Zudem müssten Naturschutzmaßnahmen besser finanziert werden, um die Wirkung der Richtlinien zu erhöhen. Um die Umsetzung in den EU-Mitgliedstaaten zu verbessern, sollten Managementpläne für Natura-2000-Schutzgebiete, deren Basis die Richtlinien sind, und der Informationsaustausch zwischen den Ländern verstärkt werden.
Laut den Expertinnen müssen Naturschutzmaßnahmen besser finanziert werden, um die Wirkung der Richtlinien zu erhöhen. Um die Umsetzung in den EU-Mitgliedstaaten zu verbessern, sollten Managementpläne für Natura 2000-Schutzgebiete, deren Basis die Richtlinien sind, und der Informationsaustausch zwischen Ländern verstärkt werden. [ej]
NLWKN Presseinformation vom 29. Juni 2016
Freilassung eines Wolfswelpen – Weibliches Jungtier abgemagert gefunden – jetzt zum Rudel zurück geführt
Neue Exkursion: Ackerwildkräuter – Spaziergang über die Wernershöhe
Siehe Kalender für genaue Information.
Führung: Bernd Galland, Paul Feindt Stiftung
Wir werden in Everode mit allgemeinen Informationen über Ackerwildkräuter, ihre Bedeutung für die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft und Möglichkeiten ihres Schutzes beginnen. Nach der Mittagspause werden wir auf einer kurzen Wanderung über die Wernershöhe viele Ackerwildkräuter zu sehen bekommen, die hier ohne den Einsatz von Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden Entfaltungs- und Überlebensmöglichkeiten finden.
Die 25 ha der Wernershöhe werden seit über 20 Jahren von Hof Luna bewirtschaftet.
Für die Pausenversorgung am Hof ist gesorgt. Es erwartet Sie ein vielfältiges Kräuterbuffet.
Kostenbeitrag: 15 € für das Kräuterbuffet, gerne eine kleine Spende für weitere Naturschutzmaßnahmen.
Anmeldung bis spätestens 29. Juni erforderlich: 05184 950868 oder lernen@mida-solena.de
Neues vom BirdLife International 20. Juni 2016
EU Environment Ministers speak up for Nature laws
On 20 June the EU Environment Council, (ministers with responsibility for the environment from all 28 EU member states) met in Luxembourg. BirdLife Europe was also there to support ministers in reiterating their backing for the Birds and Habitats Directives, the laws that protect Europe’s nature.
Neues vom ORNITHO: 20 Millionen Datensätze bei ornitho.de
100.000 Melderinnen und Melder ornitho-weit!
Gleich zwei beeindruckende Schwellenwerte wurden in den letzten Tagen überschritten: Am Samstag, 21. Mai 2016 wurde bei ornitho.de bzw. ornitho.lu die 20-millionste Beobachtung eingetragen. Keine zwei Jahre nachdem im August 2014 die 10-Millionen-Marke erreicht wurde, hat sich der Datenschatz erneut verdoppelt. Die mehr als 20 Millionen Vogelbeobachtungen wurden alle per Hand über das Portal bzw. in zunehmendem Maße auch über die ornitho-App „NaturaList“ übermittelt. Fast 18.000 Personen haben sich mittlerweile registriert und es liegen Beobachtungen aus fast jedem Winkel der Republik vor. Bis zu 47.000 Einträge gehen pro Tag ein!
Doch nicht nur in Deutschland und Luxemburg wird ornitho so gut angenommen. Ornitho-Portale erfreuen sich auch in Frankreich, Italien, der Schweiz, Österreich, Polen, Katalonien und dem Baskenland einer großen und stetig wachsenden Beliebtheit. Die Zahl aller Nutzerinnen und Nutzer der „ornitho-Familie“ ist mittlerweile sechsstellig. Der 100.000. Nutzer registrierte sich am 28. Mai 2016 in Frankreich. Das große Citizen-Science-Netzwerk ermöglicht durch diese großartige Entwicklung auch auf internationaler Ebene spannende Auswertungen. Nicht zuletzt fließen die Daten aller ornitho-Portale auch in das europaweite EuroBirdPortal.
Ein ganz besonderer Dank gebührt dem Team von Biolovision um Gaëtan Delaloye, das im Hintergrund großartige Arbeit leistet. Das Portal läuft trotz der gewaltigen Datenmenge schnell und die wenigen Probleme werden in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit behoben. Merci beaucoup!
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude beim Erkunden unserer Vogelwelt, online auf ornitho, vor allem aber draußen in der Natur. Vielen Dank für Ihre großartige Unterstützung!
Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Exkursion in die Magdeburger Börde Mai 2016
“Bienenfresser – Exoten in der Bördelandschaft”.
Unter diesem Thema unternahm der Hildesheimer Ornithologische Verein am Sonntag, dem 29. Mai, bei bestem Frühlingswetter eine Exkursion in die Magdeburger Börde, die zum vierten Mal in Folge große Nachfrage fand.

Ganz angespannt Exkursionsteinehmer vor den Bienenfresser Bruthöhlen Foto Salvatore Bologna
Unter der Leitung von Johannes Laufer und Detlef Wochnik konnten die fast 20 TeilnehmerInnen an verschiedenen Standorten zwischen 10 und 65 Exemplare der prächtig gelb, türkisblau, grün und zimtbraun gefärbten Bienenfresser in einem ihrer nördlichsten Brutgebiete beobachten. Die Vögel sind erst vor etwa 14 Tagen aus dem Winterquartier in Afrika zurückgekehrt und haben jetzt ihre Brutreviere besetzt. Bienenfresser, die in Kolonien brüten und Brutröhren in steilen Abbruchkanten von Sand-, Kies- oder Tongruben graben, gehören zu den Gewinnern des Klimawandels.
Keine Einigung über Glyphosatgenehmigung
Neueste Meldung vom DNR EU Koordination vom 19.05.2016
Die EU-Länder haben ihre Entscheidung über die Neuzulassung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat vertagt. Die Vertreter/innen der 28 Mitgliedstaaten brachten heute keine Mehrheit für oder gegen die Neuzulassung in Europa zustande. mehr lesen…
Trauerschnäpper überqueren die Sahara in weniger als 60 Stunden
Neues vom Dachverband DDA 27.04.2016
Beeindruckende Leistungen: Singvögel fliegen Nonstop über die Sahara
Nonstop-Flüge über bis zu 60 Stunden konnten für die Sahara-Überquerung von Trauerschnäppern mithilfe von Datenloggern ermittelt werden.
© Frank Sudendey
Mehr als zwei Milliarden Singvögel passieren auf dem Weg in ihre Winterquartiere jährlich die Sahara. Bislang war man nicht sicher, ob diese Vögel unterwegs zur Rast einfallen oder die Wüste vorwiegend Nonstop überqueren. Zwei Wissenschaftler der niederländischen Universität Groningen sind dieser Frage nun mithilfe einer relativ simplen, aber innovativen Untersuchung nachgegangen. mehr lesen…
Bäume werden im Nationalpark Białowieża gefällt
Neues vom DNR – Verstößt Polen gegen FFH-Richtlinie?
Eine Gruppe von Umweltorganisationen hat bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Polen eingelegt, weil es in dem Nationalpark Białowieża den Holzeinschlag verstärken will.
Laut der Organisation Client Earth würde die geplante Verdreifachung des Holzschlags gegen Artikel 6 der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH-Richtlinie) verstoßen. Dieser hält die EU-Mitgliedstaaten an, „in den besonderen Schutzgebieten die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume und der Habitate der Arten sowie Störungen von Arten, für die die Gebiete ausgewiesen worden sind, zu vermeiden“. Die reiche Biodiversität des geschützten Waldes umfasst neben Wisenten, Schrei- und Schlangenadlern auch 5.500 bisher nachgewiesene Pflanzenarten. [ej]
Beiträge zur EingriffsregeIung VI in Niedersachsen
Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen 2/2015 neues vom NLWKN
NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) (2015): Beiträge zur Eingriffsregelung VI. – Inform.d. Naturschutz Niedersachs 35, Nr. 2 (2/15): 49-116.
Wenngleich seit Langem vor allem die gemeinschaftsrechtlich verpflichtende Sicherung der Natura 2000-Gebiete im Fokus des Naturschutzhandelns steht, hat die Eingriffsregelung nicht an Bedeutung verloren. Eine Herausforderung ist sie auch weiterhin für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – nicht nur für die Zulassung des einzelnen Eingriffs, sondern auch im nationalen Maßstab mehr lesen…
Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Brutvögel aktualisiert
Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen 4/2015 Rote Liste
KRÜGER, T. & M. NIPKOW (2015): Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Brutvögel – 8. Fassung, Stand 2015. – Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 35 (4) (4/15): 181-256.
Die neue Rote Liste der gefährdeten Brutvögel für die Bundesländer Niedersachsen und Bremen liegt jetzt in der 8. Fassung vor. Die aktuelle Bilanz zeigt, dass nach wie vor mehr als die Hälfte der heimischen Vogelarten auf der Roten Liste und der sogenannten Vorwarnliste steht und nur etwa 44 Prozent der Arten als ungefährdet gelten können. Die Liste der in ihrem Bestand gefährdeten Brutvögel ist damit gegenüber der Vorgängerliste von 2007 zwar nicht länger geworden, aber es haben sich zahlreiche Änderungen ergeben, die sowohl negative als auch positive Trends in der Vogelwelt widerspiegeln. mehr lesen…
Angriff der Windenergie-Lobby auf Artenschutz
Aus dem NABU Newsletter Umwelt April 2016
Anlässlich der Studie “Windenergie und Rotmilan – Ein Scheinproblem” des Schweizer Ingenieurbüros KohleNusbaumer kritisiert der NABU den Versuch von Teilen der Windenergie-Branche, mit unhaltbaren Aussagen den Eindruck zu erwecken, dass ein Konflikt zwischen Windenergie und dem Schutz von Greifvögeln gar nicht existiert.
Die nun vorgestellte Studie des Büros KohleNusbaumer und andere durch die Windenergiebranche in den letzten Monaten gestreute Dokumente sollen suggerieren, dass die weltweit anerkannte Gefährdung von Greifvögeln durch Windenergie nicht existiert. mehr lesen…
Auswirkungen Klimawandel auf Vogelarten
Neues vom Dachverband DDA 05.04.2016
Starke Klimawandelauswirkungen auf häufige Vogelarten in Europa und den USA

Wie gewonnen, so zerronnen: Je nach Region wird der Zaunkönig vom Klimawandel-Gewinner zum -verlierer © Karsten Berlin
Erstmals ist es gelungen nachzuweisen, dass häufige Brutvogelarten in Europa und den USA in ähnlicher Weise auf den Klimawandel reagieren. Ein internationales Team von Wissenschaftlern, koordiniert durch die britische Universität Durham, fand heraus, dass über einen Zeitraum von 30 Jahren (1980-2010) die Bestandsentwicklungen potenziell vom Klimawandel profitierender Vogelarten in beiden Regionen deutlich positiver sind als die potenziell negativ beeinflusster Arten. Koautor Sven Trautmann vom Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA) erläutert: „In der nördlichen Hemisphäre verändern sich die Vogelartengemeinschaften gegenwärtig großräumig. Das Erstaunliche daran ist, dass sich dabei über die Kontinente hinweg trotz unterschiedlicher Artenzusammensetzung und naturräumlicher Ausstattung nahezu gleich starke Effekte des Klimawandels zeigen.“
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Der Stieglitz (Carduelis carduelis) – Vogel des Jahres 2016

Stieglitz (W. Bussler)
Mit der Wahl zum Vogel des Jahres 2016 wird der fortschreitende Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft ins Blickfeld gerückt: Der Stieglitz ist ein Botschafter für mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarräumen und Siedlungsbereichen. mehr lesen…
ARD Mediathek Film über Vogelzug
Planet Wissen: Faszination der Tierwanderungen
10.03.2016 | 59 Min. | Verfügbar bis 10.03.2021 | Quelle: SWR
Über 1.000 Tierarten begeben sich weltweit auf Wanderschaft. Alle haben nur ein Ziel: ihre Brut-, Nist- und Futterplätze zu erreichen. Enorme Distanzen legen sie dabei zurück. Bis heute bergen ihre Zugrouten und ihr Verhalten unzählige Geheimnisse. Um diese Tierbewegungen rund um die Uhr zu beobachten und zu analysieren stattet Prof. Martin Wikelski weltweit tausende von Tieren mit modernster Sendertechnik aus. Denn viele wandernde Tiere haben einen großen Einfluss auf die Ökosysteme der Erde.
Ein Hinweis von Kartsen Passior: anbei eine Empfehlung zur einer Sendung über die Faszination der Tierwanderungen.
Mit winzigen Sendern werden Schmetterlinge, Fledermäuse und weitere Tiere telemetriert.