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Die Axt im Walde: Gut für die Natur – oder doch eher für die Stadtkasse?
Immer wieder werfen Hildesheimer der Stadt vor, zu viele Bäume zu fällen / Kommune weist Vorwürfe zurück
Von Rebecca Hürter
Hildesheim. Die Menschen wollen Schränke aus gesundem Holz haben, meint Förster Michael Eikemeier. Trotzdem ist der Aufschrei jedes Mal groß, wenn in der Stadt oder im Landkreis Bäume fallen. Vor allem den Einsatz der Mitarbeiter des zuständigen Forstamtes Liebenburg am Steinberg kritisieren manche Hildesheimer immer wieder: „Es sieht so aus, als hätte dort der Dreißigjährige Krieg stattgefunden“, behauptete Eberhard Johl von der Initiative Baumschutz beispielsweise schon 2014 gegenüber dieser Zeitung. Doch die Baumfällarbeiten in den Wäldern der Stadt – insgesamt rund 700 Hektar – finden kein Ende. mehr lesen…
Im Kräuterbund: Zaunkönig sucht sich ungewöhliches Nest
In ihrem Carport unter der Decke entdeckt Familie Ernst aus Borsum einen der kleinsten Vögel Europas samt hungrigem Nachwuchs
Aus der HAZ vom 2 Juni 2017

Das Zaunkönig-Weibchen versorgt ihre drei Jungen im Weihebund und lässt sich dabei nicht groß stören FOTO: WIECHENS mehr lesen…
Raubvogel stürzt auf Joggerin am Giesener Waldrand zu
Ornithologischer Verein: „Die Greifvögel sind nicht gefährlich“ / Schutz des Nachwuchses steht an erster Stelle
Aus der HAZ vom 27 Mai 2017
Von Viktoria Hübner
Giesen. Der Greifvogel stürzt ohne Vorwarnung in Sekundenschnelle aus der Luft herab, hält mit ausgefahrenen Krallen Kurs auf eine Joggerin. Diese rettet sich vor der nahenden Attacke mit einem Satz in die Büsche. Eine 38-Jährige hat diese Szene am Donnerstagmorgen bei ihrer Laufrunde am Giesener Waldrand live erlebt. Es ist nicht der erste Vorfall im Landkreis Hildesheim. Immer wieder mal berichten Jogger und Spaziergänger von Raubvögeln, die unerwartet Angriffe aus der Luft auf die Erdbewohner gestartet hätten. Der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) rät aber zur Besonnenheit, denn von den Vögeln gehe üblicherweise keine Gefahr aus. mehr lesen…
Neueste Erkenntnisse zum Hamster
Aus der HAZ vom 30 Juni 2017
Hildesheim. Dem Feldhamster im Landkreis Hildesheim widmet sich ein Vortrag am heutigen Dienstag, 30. Mai, ab 19 Uhr in der Fachsitzung des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim. Die Hamster-Expertin Nina Lipecki berichtet allgemein über den Feldhamster, stellt aber auch die ersten Ergebnisse aus dem aktuellen Forschungsprojekt „30 Jahre später“ vor. Neben Einblicken in die Lebensweise des kleinen Feldbewohners werden Möglichkeiten zum Schutz und die Problematik der Berücksichtigung des Hamsters bei Eingriffen in die Natur erläutert.
Die Veranstaltung ist kostenfrei und auch für Nichtmitglieder offen. Treffen ist in den Räumen des Kreissportbundes in der Jahnstraße 52 in Himmelsthür. ha
Wanderung am Tag des Naturerbes
Aus der HAZ vom 20 Mai 2ß17
Hildesheim. Das Bundesamt für Naturschutz hat den 9. und 10. Juni zum Tag des Nationalen Naturerbes ausgerufen. Auch die Paul-Feindt-Stiftung des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH) beteiligt sich und bietet am Sonnabend, 10. Juni, eine naturkundliche Wanderung über den ehemaligen Standortübungsplatz in Himmelsthür an.
Die Stiftung ist Trägerin dieses Geländes mit seiner vielfältigen Flora und Fauna. Seit fast 15 Jahren gibt es hier keine Panzer und Soldaten mehr. Heute erstreckt sich vor den Toren von Hildesheim wieder eine weite, offene Weidelandschaft. Inzwischen sind in Deutschland 156 000 Hektar als Nationale Naturerbeflächen an Naturschutzverbände übertragen worden. Treffpunkt für die Wanderung am Osterberg ist um 15 Uhr in Himmelsthür an der Endstatioder Bushaltestelle der Linie1. Anmeldung werden erbeten bei Wochnik unter Telefon 0 51 83/50 12 84. ha
Nachtigallen: Späte Vögel bleiben: 95 singende Männchen gemeldet
Aus der HAZ vom 11 Mai 2017
Hildesheim. Der Aufruf des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH), ihnen singende Nachtigallen in Stadt und Landkreis zu melden, ist auf viele offene Ohren gestoßen: Bei Karl-Heinz Rosanowski wurden in den vergangenen Wochen insgesamt 95 singende Nachtigallen-Männchen gemeldet. Dabei sang der erste Vogel bereits am 14. April in Heisede. „Ich habe den Eindruck, dass in der Stadt wieder mehr Nachtigallen sind“, freut sich der Vogelkenner. So gab es mehrere Meldungen vom Blauen Kamp, von den Sportplätzen, aus Himmelsthür. An den Giftener Teichen hielten sich gleich zehn Tiere auf, in der Gronauer Masch waren es drei. Den Rekord stellt Algermissen auf: Entlang des Bruchgrabens zwischen Borsumer Pass und der Nordkreis-Gemeinde haben Ornithologen mit geschultem Gehör bei einer Exkursion sogar 13 singende Nachtigallen ausgemacht. mehr lesen…
Kabinett beschließt Gesetzentwürfe zur Änderung des Niedersächsischen Wasser- und Naturschutzrechts
Presseinforamtion des Niedersächischen Umweltministeriums vom 9. Mai 2017
Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung am (heutigen) Dienstag beschlossen, die Entwürfe eines Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Wassergesetzes, zur Änderung des Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) und zur Änderung und Aufhebung anderer Gesetze und Verordnungen in den Landtag einzubringen.
Ziel der Gesetzentwürfe ist die Verbesserung der Wasserqualität von Grundwasser und Oberflächengewässern und der Erhalt der Artenvielfalt. Die beiden Novellen bilden Bausteine für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und der Naturschutzstrategie des Landes. mehr lesen…
Ein Interview mit EU Komissar Franz Timmermanns von BirdLife International 27. April 2017
In an exclusive interview with BirdLife, Frans Timmermans, First Vice-President of the European Commission, answers our questions on the future of Europe and the European Union’s role as a defender of fundamental freedoms.
von Gui-Xi Young
Leider gibt es, wie so oft, keine Deutsche Fassung des Interviews. Trotzdem geben wir das Interview hier wieder. mehr lesen…
Überwinterungsplatz der Löffelstrandläufer würde unter Schutz gestellt
Nachrichten vom BirdLife International vom 5. Juni 2017
Das Bericht wird nur in Englisch zur Verfügung gestellt. mehr lesen…
Agrarland in die Hände von Landwirten – neues vom Deutschen Naturschutz Ring DNR
- Ende April hat das Europäische Parlament den Initiativbericht des Agrarausschusses gegen die Konzentration von Agrarland in der Europäischen Union mit deutlicher Mehrheit angenommen.
Die federführende Berichterstatterin Maria Noichl fasst darin den aktuellen Stand der Vergabe von Agrarflächen in der EU zusammen, stellt die Frage, wie Bäuerinnen und Bauern leichter Zugang zu Ackerland bekommen können und schlägt entsprechende Maßnahmen dazu vor.
Seeadler könnte heimisch werden – und Graugänse jagen
Aus der HAZ vom 4. Mai 2017: Ornithologen beobachten drei der majestätischen Greifvögel im Leinetal
Hildesheim. Vor einigen Wochen wurde an den Giftener Seen ein Seeadler gesichtet – das war offenbar mehr als eine Stippvisite. Mindestens drei der majestätischen Greifvögel sind regelmäßig in der Region zwischen Hannover und Hildesheim unterwegs, vor allem im Leinetal. Ob einer oder mehrere dort auch nisten, ist noch unklar. „Wir wissen es wirklich nicht“, sagt Alistair Hill vom Ornithologischen Verein Hildesheim. Was nicht ist, kann indes noch werden. „Wenn sie einen Horst bauen, wird es nicht lange geheim bleiben“, glaubt der Vogel-Experte. „Seeadler geben sich keine Mühe, ihre Brutplätze zu verstecken.“ Genug Nahrung könnten die Großvögel in der Region jedenfalls finden. Wurden sich Seeadler tatsächlich hier niederlassen, wäre das für viele Landwirte eine gute Nachricht – für Windpark-Betreiber hingegen eher schlecht. mehr lesen…
Neue Studie des DDA: Wie stark stören Windenergieanlagen die Lebensräume unserer Vögel?
Neues vom Dachverband Deutscher Avifaunisten 02.05.2017

Der Schwarzstorch gehört zu den Arten mit besonders hohem Konfliktpotenzial zwischen Brutlebensraum und Windkraftnutzung.
© Hans Glader
Auswirkungen von Windenergieanlagen (WEA) auf Vögel wurden in den vergangenen Jahren in vielfältiger Weise untersucht. Großflächige Untersuchungen zu den möglichen Auswirkungen des bereits realisierten Ausbaustands des Windenergiesektors auf windkraftsensitive Arten fehlen jedoch bislang weitgehend. Im Rahmen einer Studie hat sich der DDA nun mit der Überlagerung der Brutzeithabitate ausgewählter Vogelarten mit Risiken, die von der Windkraftnutzung ausgehen, beschäftigt.
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Arktische Limikolen sind in akuter Gefahr. 45% sind verschwunden. Bericht von Birdlife International am 24.04.2017
45% of Arctic shorebirds are disappearing – here’s the plan to save them
Across the globe, 45% of Arctic-nesting shorebirds are decreasing. The Pacific Americas Shorebird Conservation Strategy aims to identify the threats and develop strategies to save them.
Across the globe, 45% of Arctic-nesting shorebirds are decreasing. The new Pacific Americas Shorebird Conservation Strategy aims to identify the threats and develop strategies to save them. Shorebirds—plovers, oystercatchers, sandpipers, godwits, curlews—can be found along the entirety of the Pacific coast of the Western Hemisphere during some time of the year.
Many species travel from Arctic breeding areas to spend their winter on the beaches and mudflats of North America, Central America and South America, where they share the environment with resident species. Whether migrants or residents, shorebirds and the habitats they depend upon are exposed to an increasing myriad of anthropogenic threats. Within the Pacific Flyway, 11% of shorebird populations face long-term declines; none are known to be increasing. Although the challenges are great, they are not without solutions. Across the Western Hemisphere, shorebird scientists, conservationists and managers have come together to tackle the conservation issues across the annual life cycle of this incredible group of birds.

Although there is no doubt that successful conservation depends upon actions initiated locally, isolated interventions will have the best chance for positively affecting populations if coordinated at a flyway scale.
The Strategy follows a logical sequence of setting shorebird conservation targets, identifying major threats and identifying highly effective actions to restore and maintain shorebird populations throughout the Pacific Americas Flyway.
The Strategy is being lead by an international group of more than 85 experts in 15 countries, including BirdLife and some of its Partners.
The intent is to assemble and synthesize information to present a comprehensive approach and to address the most pressing conservation needs in the flyway from Alaska to Patagonia, while considering the human communities that interact with shorebirds. Only with investments in the portfolio of strategies and actions will conservation of this extraordinary group of birds be achieved.
The strategy is not a step-by-step recipe for conservation success but rather a framework for ceaseless collaboration, innovation and accomplishment.
“Shorebirds form a valuable natural resource, and it is the plain duty of the present generation to pass on to posterity this asset undiminished in value” Wells Cooke, U.S. Biological Survey 1910.
Extensive partner involvement in the development of the Pacific Americas Shorebird Conservation Strategy will need to be sustained and augmented to achieve success across the flyway and to mold the broad strategies presented here into tangible, spatially explicit actions.
A well-coordinated, collective effort will be needed to achieve overall strategy success; thus, people, and transparent communication among them, are crucial for success.
Readers are encouraged to engage with the strategy’s partners to endeavor to sustain shorebird populations along the Pacific Americas Flyway well into the future.
Project contact information:
Isadora Angarita-Martínez, BirdLife International Stan Senner, National Audubon Society (BirdLife in the US) Brad Andres, US Fish and Wildlife Service
© BirdLife International
Aufruf zum Ablesen von Flügelmarken bei Rotmilanen – Neues vom DDA am 4. April 2017
© Jens Halbauer. Flügelmarkierungen stellen heute eine wertvolle Methode dar, um Informationen zum Aufenthalt von Vögeln im Jahresverlauf zu gewinnen. Seit einigen Jahren werden in Deutschland Rot- und Schwarzmilane mit Flügelmarken markiert, die spannende Erkenntnisse vom Aufenthalt im Winter über die Rückkehr in die Brutgebiete bis zu Ansiedlungen in neuen Gebieten erbracht haben. Voraussetzung für solche Ergebnisse sind möglichst zahlreiche Ablesungen und Meldungen gesichteter Vögel im Jahresverlauf. So wurden Ablesungen beringter Überwinterer beispielsweise bislang nur aus Spanien gemeldet.

Flügelmarken lassen sich oft selbst aus der Entfernung sicher ablesen Foto Halbauer
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Neues von DDA 31.03.2017 Kolkraben: “Junggesellen” leben in dynamischen sozialen Gruppen
Kolkraben haben erstaunliche kognitive Fähigkeiten beim Umgang mit Artgenossen; diese sind durchaus vergleichbar mit vielen Affenarten, bei denen die Entstehung ihrer sozialen Intelligenz mit ihrem Gruppenleben in Zusammenhang gebracht wird. In einer internationalen Zusammenarbeit hat ein Forscherteam der Universität Wien nun erstmalig das Gruppenleben nicht-brütender Kolkraben genauer untersucht, um die Evolution der Intelligenz von Kolkraben besser zu verstehen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht. mehr lesen…

