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Toter Mäusebussard hatte Geflügelpest

Aus der HAZ vom 11. Feb. 2017

Landkreis ordnet Stallpflicht von Sarstedt bis Wülfingen an 

Kreis Hildesheim. Ein toter Mäusebussard, der am 28. Januar auf einem Feldweg zwischen Gronau und Eddinghausen gefunden wurde, ist mit dem Geflügelpestvirus H5N8 infiziert gewesen. Das teilte der Landkreis gestern mit. Es handelt sich um den zweiten Nachweis von H5N8 bei einem Greifvogel im Kreis. Greifvögel fliegen bei der Nahrungssuche weite Strecken. Der Ort, an dem der Mäusebussard gefunden wurde, dürfte daher nicht der Ort sein, an dem er sich infiziert hat. mehr lesen…

Feldhamster: Schon etliche Sichtungen

Aus der HAZ vom 06. Februar 2017: zur Lage des Feldhamsters in Kreis Hildesheim

Kreis Hildesheim. Im April soll offiziell die Feldhamster-Kartierung im Landkreis beginnen. Doch schon jetzt kann die Borsumerin Nina Lipecki von der Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz von ersten Funden berichten. Rund um ihren Wohnort Borsum hat sie bereits viele Exemplare der streng geschützten Art gesichtet. „Das war sehr überraschend”, sagt Lipecki die auch für die Grünen im Hildesheimer Kreistag sitzt. Am 8. Februar wird sie bei einem Vortrag im Nachbarschaftszentrum b-west in Hildesheim (Alfelder Straße, Ecke Hach- meisterstraße) über die bisherigen Ergebnisse ihrer Arbeit berichten. (mehr …)

Schüler und Schülerin unterstützen den OVH bei der Pflege im NSG “Gallberg”

Aus der HAZ vom 1. Feb 2017 Aktiv in der Region: Gymnasium Himmelsthür

Mehr als 100Schüler des Gymnasiums Himmelstor beteiligten sich an dem Arbeitseinsatz am Gallberg.

Das südlich von Himmelsthür liegende Naturschutzgebiet „Gallberg“ ist unter Naturfreunden aufgrund seines besonderen Artenreichtums bekannt. Dank eines Pflegeeinsatzes von über 100 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Himmelstor konnten dort weitere Lebensräume für Schmetterlinge und viele andere Arten des blütenreichen Graslandes geschaffen werden. Auf den Weideflächen des Gallbergs wurden aufkommende Gebüsche entfernt, so dass offene Flugplätze für licht- und wärmeliebende Schmetterlingsarten und Wuchsorte für seltene Orchideenarten entstehen. mehr lesen…

Der Waschbär als Einwanderer

Aus der HAZ vom Montag, 23. Januar 2017 Der angepasste Einwanderer

Neugierig, hungrig, hartnäckig: Der Waschbär hat sich in Deutschland etabliert – aber nicht jeder möchte ihn haben

Von Valea Schweigen

Das Tier ist mit nur einem Wort gut zu beschreiben: putzig. Dieses Gesicht! Das Fell! Die Öhrchen! Man möchte sich den  Waschbär auf den Schoß setzen unordentlich durch kraulen.In den allermeisten Fällen bleibt  es natürlich beim reinen Wunschdenken. Der Waschbär hat schließlich überhaupt keine Lust auf irgendwelchen Schößen zu sitzen. Schon gar nicht dann, wenn er abends aus seinem Versteck getrottet kommt. Tagsüber versteckt er sich und hält Nickerchen, nachts überkommt ihn der kleine Hunger. Und dann geht es los! So ein Waschbär, der ist sich für wenig zu schade: Fische, Frösche, Vögel, Mäuse, gern auch mal eine Nuss oder saftiges Obst. Und wenn er seinen Lebensraum in der Nähe des Menschen eingerichtet hat, freut er sich über einen gut zugänglichen Kompost, geöffnete Mülltonnen oder auch Fressnäpfe, die mit Hunde- oder Katzenfutter gefüllt sind. Kurzum: Was das Fressen angeht, ist der Waschbär ziemlich flexibel und durchaus anpassungsfähig.

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Aus der Hannoversche Allgemeine 4. Jan. 2017 Fasanenschwund Aufgeklärt?

TiHo-Forscher lösen Rätsel des Fasanen-Schwunds

Seit Jahren nimmt die Zahl der Fasane in Niedersachsen ab. Lange befürchtete man, dass ein Virus die Vögel tötet. Doch nach mehrjährigen Untersuchungen haben Forscher der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) in Hannover nun eine andere Theorie: Die Fasane schwinden, weil die Zahl der Insekten zurückgeht.

Hannover. Den Rückgang bei den Wildvögeln bemerken zuerst die Jäger: Laut Landesjagdbericht wurden im vergangenen Jahr rund 33.000 Fasane geschossen – das sind rund 4100 weniger als im Vorjahr. Auch in den Jahren davor gingen die sogenannten Jagdstrecken stetig zurück: 2007 wurden noch über 150.000 Tiere getötet. Die Jagdstrecke, also die Zahl der erlegten Tiere, ist der wichtigste Indikator, um den Bestand einer Art zu erfassen.

Der Fasan kann in ganz Niedersachsen vorkommen. Die größten Bestände gibt es laut Landesjagdbericht in der Ems-Hunte-Geest, der Dümmer-Geestniederung sowie im Unteren Weserbergland. Seit einigen Jahren rätseln Experten bereits über die Ursachen des Fasanensterbens. Insekten waren zunächst nicht im Fokus der Wissenschaftler am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) an der TiHo. Denn die Vögel ernähren sich hauptsächlich von Beeren, Samen und Wurzelsprossen. Würmer und Insekten machen bei erwachsenen Tieren nur einen kleinen Teil der Nahrung aus. mehr lesen…

Vogelwarte Aktuell vom 21.12.2016: Der 150 Jahrestag der DO-G wird in Halle stattfnden

Ankündigung der 150. DO-G Jahresversammlung 2017 in Halle (Saale)

Die 150. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft fi ndet auf Einladung des Ornithologenverbandes Sachsen-Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von Freitag, 29. September (Anreisetag) bis Dienstag, 3. Oktober 2017 (Exkursionen) in Halle (Saale) statt. Die lokale Organisation dieser Tagung liegt in den Händen eines Teams um Dr. Dirk Tolkmitt, Mark Schönbrodt und Dr. Frank Steinheimer. Das Programm unserer Jubiläumsversammlung soll ein breites Spektrum von Themen unter dem Motto „Ornithologie – von der Vergangenheit in die Zukunft “ abdecken. mehr lesen…

Die Uhus am Hildesheimer Dom im Jahr 2016

Beitrag zu einer Veranstaltung im Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Hildesheim am 18.11.2016

Bericht von Wilhelm Breuer

Am 15. Januar 2016 schreibt Dr. Brehm aus Hildesheim:  „Die Uhubalz hat vermutlich begonnen. Heute gegen 21:15 Uhr waren zunächst lang anhaltende Uhurufe am Domhof zu hören. Schließlich flog ein Uhu in die bekannte Öffnung des Westwerks hinein und setzte sich dann an die Öffnung.“ Ende Februar 2016 sitzt das Uhuweibchen im Westwerk des Hildesheimer Domes – brutbereit oder bereits brütend in einem nagelneuen komfortablen Zuhause, das dort Ende 2015 eigens maßangefertigt eingebaut worden ist. Die Kosten für den Kasten haben Eulenschützer aus ganz Deutschland aufgebracht. Der neue Kasten ist recht groß und kann mit einer Klappe zum Dachboden hin geöffnet werden, so dass die jungen Uhus ausreichend Platz für erste Flugversuche haben und nicht vorzeitig das Westwerk verlassen müssen. Mit jedem Tag, den die Jungen als Infanteristen auf dem geschützten Dachboden verbringen, verbessern sich ihre Überlebenschancen.

Die Brut ist gescheitert mehr lesen…

Pressemitteilung der Schweizerischen Vogelwarte Sempach vom 28.11.2016 Kollisionsopfer Zugvögel

Zugvögel und Windenergie

Kollisionen von Vögeln mit Windenergieanlagen (WEA) gehören zu den grössten Kritikpunkten bezüglich der Nutzung von Windenergie.

Um die Auswirkungen von WEA auf Zugvögel zu beurteilen, müssen sowohl die Anzahl der insgesamt an einer WEA vorbeiziehenden Vögel als auch die Anzahl der dabei verunglückenden Vögel (Schlagopfer) bekannt sein. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat im Auftrag des Bundesamts für Energie die international erste Studie erstellt, die diese Fragestellung beantwortet. Dazu wurde am Standort Le Peuchapatte (Jura) parallel zur systematischen Suche nach Schlagopfern auch die Intensität des Vogelzugs mittels eines kalibrierten Radargeräts gemessen. Pro Windenergieanlage wurde dabei ein Medianwert von 20,7 Vogelopfern pro Jahr ermittelt. mehr lesen…

Zugvogel und Windenergie

Neues vom DDA 20.12.2016 : Weltweit erste kombinierte Studie zu Schlagopfern und Vogelzugintensität

In der Studie wurden vor allem nachts ziehende Kleinvögel wie Drosseln als Kollisionsopfer registriert.

© Mathias Putze:  Kollisionen von Vögeln mit Windenergieanlagen (WEA) gehören zu den größten Kritikpunkten bezüglich der Nutzung von Windenergie. Um die Auswirkungen von WEA auf Zugvögel zu beurteilen, müssen sowohl die Anzahl der insgesamt an einer WEA vorbeiziehenden Vögel als auch die Anzahl der dabei verunglückenden Vögel (Schlagopfer) bekannt sein. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat im Auftrag des Bundesamts für Energie die international erste Studie erstellt, die diese Fragestellung beantwortet. Dazu wurde in einem Untersuchungsgebiet in der Nordwest-Schweiz parallel zur systematischen Suche nach Schlagopfern auch die Intensität des Vogelzugs mittels eines kalibrierten Radargeräts gemessen.

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Neues vom DDA 20.12.2016 Rotmilan-Paten gesucht!


Rotmilane suchen Paten

Gibt es einen persönlicheren Weg als Ihre Faszination für Vögel durch eine Patenschaft zum Ausdruck zu bringen? Seit 2014 besendert der DDA Rotmilane in Deutschland. Für viele dieser Vögel suchen wir noch Patinnen und Paten! Mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit brütet in Deutschland. Doch intensive Landwirtschaft und der vielerorts einförmige Anbau von Wintergetreide und Raps machen dem Rotmilan das Leben bei uns schwer. In der monoton bewirtschafteten Agrarlandschaft finden die Vögel oft nicht genügend Futter. Mehr nahrungsreichen Lebensraum zu schaffen und so den Rückgang des Rotmilans aufzuhalten, ist Ziel des bundesweiten Schutzprojektes Land zum Leben, das der Deutsche Verband für Landschaftspflege und die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit dem DDA unter fachlicher Betreuung des Bundesamtes für Naturschutz und mit Mitteln des Bundesumweltministeriums durchführen.Wo suchen Rotmilane ihre Nahrung während der Brutzeit? Wie muss ein Rotmilan-Revier beschaffen sein, damit die Vögel erfolgreich brüten können? Um Fragen wie diese herauszufinden, stattet der DDA im Rahmen des Projekts etwa 30 in Deutschland brütende Rotmilane mit modernen GPS-Sendern aus.

Werden Sie Patin oder Pate unserer besenderten Rotmilane! Als Patin/Pate erhalten Sie eine Patenurkunde und die zweimal im Jahr erscheinende „Rotmilan-Post“, in der wir Sie exklusiv mit Neuigkeiten über „Ihren“ Milan informieren. Natürlich können Patenschaften auch als Geschenk abgeschlossen werden.

Bitte füllen Sie einfach das Formular aus und senden Sie es an uns zurück: per Email an Johanna Karthäuser oder per Post an Dachverband Deutscher Avifaunisten, An den Speichern 6, 48157 Münster.

Mehr Informationen über das Projekt und den Abschluss einer Patenschaft erhalten Sie unter www.dda-web.de/rotmilan.

Ihre Fragen beantworten wir gerne unter 0251/210 140 00 oder per E-Mail an Johanna Karthäuser .

© Thomas Kirchen

Gibt es weniger Vögel am Futterhaus als in den Vorjahren?

Viele Anrufende fragen, wo die Nahrungsgäste geblieben sind

Die Hotline des OVHs steht kaum still. In den letzten zwei bis drei Wochen sind viele Anrufer besorgt über das Ausbleiben von Spatzen, Meisen und Amseln an den Futterhäuschen. Anfang Dezember  ist auch eine merkwürdige Stille im Garten festzustellen gewesen. Man fragt, ob die Vogelgrippe, Gelber Knopf (Trichomoniasis) oder der Usutu Virus Schuld daran haben. Tatsache ist, dass es bisher nur ein Verdachtsfall von Usutu beim OVH vorliegt. Eine erkrankte Amsel ist im Oktober in Sosmar gefilmt worden. Trichomoniasis wurde bei mehreren Grünfinken in Hildesheim im Oktober nachgewiesen. Vögelgrippe ist bisher nicht bei Singvogel nachgewiesen worden. Eine Anzahl infizierter Enten und Gänsen sind in der Region Hannover und im Kreis Peine festgestellt worden. Trotzdem ist diese Ausbruch eher auf Infektionswege des Tierhandels, als durch Wildvögel zurück zu führen.

Hier finden Sie alles was Sie wissen müssen über Winterfütterun

Die NABU will mit der “Stunde der Wintervögel” am 6 bis 8 Januar Vergleiche mit den Vorjahren ziehen. Daran kann jeder teilnehmen. Information und ein Link finden Sie unten. An verschiedenen Futterstellen hat die Zahl der Gäste in den letzten Tagen zugenommen. An einer Futterstelle im Bockfeld waren am 18-19. Dezember schön 16 Arten mit über 80 Individuen zu sehen. Diese Zahl entspricht das langjähriges Durchschnitts. Tatsache ist, dass die Vögel zuerst die Futterstellen besuchen, welche regelmäßig, vielleicht sogar ganzjährig ,mit Futter versehen werden.

Es sind noch sehr viele Vögel im Wald zu finden. Das zeigt, dass für eine ganze Reihe von Arten ausreichend Futter in der Natur vorhanden ist. Ganz anders sieht es in der Feldmark aus.  Dort ist  kaum etwas zu finden. Die Vögel kommen in die Dörfer auf der Suche nach Nahrung. Langfristig gesehen ist in der Tat ein enormer Rückgang festzustellen. Leider gibt es nicht adequate Langzeiterfassungen der Singvögelbestände im Winter.  Die NABU “Stunde der Wintervogel” hilft diese Lücke zu füllen. Ornithologen habe viel zu kritisieren an der Methodik dieser Erfassung. Es ist aber das Beste was wir derzeit zur Verfügung haben. mehr lesen…

Ein grünes Stück Innenstadt, das viele nicht verloren geben wollen

Aus der HAZ vom 19. Dez. 2016 Marienfriedhof und Parkplätze

Die Debatte über den Bau von Parkplätzen hat den Marienfriedhof ins öffentliche Blickfeld gerückt. Doch welche Bedeutung hater überhaupt? Wie ist er entstanden?

Von Wiebke Barth

Hildesheim. Die Einweihung des Marienfriedhofs wurde mit großem Publikum gefeiert; die ganze Stadt nahm daran Anteil: Am 12. August 1834 läuteten morgens früh die Glocken aller Kirchen Hildesheims. Jeweils ein katholischer und evangelischer Geistlicher, begleitet von Schuljungen beider Konfessionen und Tausenden von Einwohnern sollen dabei gewesen sein. Am Tag der Einweihung fanden auch die ersten Bestattungen auf dem neuen Friedhof statt. Die Erste, die auf dem früheren Ackerland ihre letzte Ruhestätte fand, war Maria Charlotte Herdtmann. Nach ihr, undnicht etwa nach der Jungfrau Maria,  ist der Friedhof benannt.

Der Marienfriedhof liegt in einer Art Dreieck, das im Westen von der Lüntzelstraße, im Norden von Butterborn und im Osten beziehungsweise Süden von der gleichnamigen Straße begrenzt wird. An der befindet sich unter anderem die Agentur für Arbeit (oberer Bildrand). Foto PixiSky.de mehr lesen…

Logenplatz am Maschteich

Aus der HAZ vom 14. Nov. 2016 Seitenblicke auf dem Gronauer Masch

von Klemens Volkmann

Es erinnert an eine Ritterburg: unten übermannshohe Palisaden mit Durchblicken wie Schießscharten. Dann eine steile Treppe in eine Art Wehrturm. Und von oben der überdachte und sensationelle Blick auf das Teichgebiet der Gronauer Masch. Bequem, regensicher, Action pur. Nur Fernsehen kann manchmal schöner sein.

Heinz Ritter, dem legendären und leider zu früh verstorbenen OVH-Vorsitzenden, hätte das Namensynonym von der „Ritter-Burg“ wahrscheinlich gefallen. Denn er war es, der insbesondere die Naturschutzoase Kronauer Masch und seinen Aussichtsturm massiv vorantrieb. Meines Wissens gibt es im Hildesheimer Land keinen ähnlich qualifizierten Aussichtspunkt, erst wieder in der Laatzener Leinemasch. mehr lesen…

Teilabriss der Panzerstraße beginnt

Aus der HAZ vom 17.12.2016 NSG “Osterberg Lange Driesch”  Rückbau der Panzerstrasse

Ausgleichsmaßnahme für Mobilfunkmasten/Bauarbeiten sollten eigentlich schon im Mai beginnen

Die erste Betonplatte der Panzerstraße ist schon entfernt worden. Demnächst geht der Abriss weiter. FOTO: KNOPPIK

Hildesheim/Giesen. Der Teilabriss  der sogenannten Panzerstraße zwischen Giesen und Hildesheim- Steuerwald hat begonnen.Eigentlich sollten die Betonplatten im ehemaligen Truppenübungsgelände schon im Mai entfernt werden. Doch die Abstimmung der Beteiligten untereinander war offenbar so schwierig, dass sich die Sache immer weiter verzögert hat. Panzer rollen auf dieser „Panzerstraße“ natürlich schon lange nicht mehr. Hier entsteht gerade ein Biotop. Das Gelände wurde von der Paul-Feindt-Stiftung übernommen. Die Entfernung eines Teils der Betonplatten erfolgt nun im Auftrag der Deutschen Funkturm GmbH, einer Telekom-Tochter. Die muss, wie andere Bauherren auch, wenn sie Landschaft versiegelt, dafür Ausgleichsmaßnahmen schaffen. mehr lesen…

Neues von DDA 07.12.2016 Stadtlärm übertönt Warnrufe der Vögel

Warnungen vor Prädatoren werden leicht vom Verkehrslärm übertönt.

© Marion Kraschl Eine oft wenig beachtete und doch fast allgegenwärtige Form der Umweltverschmutzung durch den Menschen, von der zahlreiche ganz unterschiedliche Tierarten betroffen sind, ist Lärm. Über den Einfluss von Lärm an Flughäfen auf die Gesangsaktivität der Vögel wiesen wir an dieser Stelle bereits Ende August hin. Zu anderen Lautäußerungen fehlten intensivere Studien bislang jedoch. Wissenschaftler u.a. vom Max-Planck-Institut für Ornithologie haben sich daher mit den Auswirkungen von Lärm auf die Äußerung und Wahrnehmung von Alarmrufen beschäftigt und ihre Ergebnisse frei zugänglich im Wissenschaftsmagazin Current Biology veröffentlicht. In Labor- als auch Freilandexperimenten wurden dabei Kohlmeisen untersucht – eine Singvogelart, die in lärmbelasteten Lebensräumen häufig vorkommt. Unter Laborbedingungen wurde ermittelt, dass die Vögel bei Lärm die Lautstärke, nicht jedoch die Häufigkeit ihrer Warnrufe veränderten. Im Freiland durchgeführte Experimente ergaben, dass der Verkehrslärm selbst diese lauten Alarmrufe übertönt und damit die Kommunikation der Vögel und deren Chance, Warnrufe zu empfangen, unmittelbar negativ beeinflusst. In Kombination zeigen diese Ergebnisse, dass Kohlmeisen trotz der stimmlichen Anpassungen nicht in der Lage sind, anthropogenen Lärm ausreichend zu kompensieren. In Lebensräumen mit starker Lärmverschmutzung, wie z.B. in Großstädten, sind die Vögel daher durch die fehlenden Warnungen der Artgenossen einem erhöhten Prädationsrisiko ausgesetzt, was sich auf ihr Verhalten und letztlich möglicherweise sogar auf ihre Bestände auswirken könnte.

Weitere Informationen

Templeton et al. 2016: Traffic noise drowns out great tit alarm calls. Current Biology Vol. 26 (22). DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.cub.2016.09.058