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Neues vom DDA 07.12.2016 EU behält bisherige Naturschutzrichtlinien
#NatureAlert erfolgreich: EU-Kommission gibt Pläne zur Änderung des Naturschutzrechts auf
Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) heute mitteilte, hat die Europäische Kommission beschlossen, die EU-Naturschutzrichtlinien in ihrer jetzigen Form beizubehalten (Pressemitteilung der EU-Kommission). Jean-Claude Juncker hat damit sein Vorhaben aufgegeben, die EU-Vogelschutz- und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu „verschmelzen und zu modernisieren“. Man kann dies durchaus als historischen Erfolg bezeichnen. Erstmals in der Geschichte der EU war versucht worden, bestehende Umweltstandards zurückzudrehen – unter dem Deckmantel der „Entbürokratisierung“ und in der Zuversicht, dass der Naturschutz keine starke Stimme in der Gesellschaft hat.
Weitere Informationen dazu finden sich auf der Internetseite des NABU sowie dem NABU-Blog „Naturschätze.Retten“.
Neues vom NABU 2. Dez. 2016
Die Vögelgrippe kommt zu uns auf dem Handelsweg aus AsienEinseitige Ursachenforschung
Viele Indizien sprechen bei Vogelgrippe für Hauptverbreitung durch Geflügelwirtschaft. Das aktuelle Vogelgrippe-Virus fand seinen Weg wahrscheinlich über den Handel aus der Geflügelwirtschaft in China nach Europa – ohne die Hilfe von Wildvögeln. Das zuständige Friedrich-Loeffler-Institut ignoriert die Indizien jedoch.
30. November 2016 – Angesichts einer neuen kritischen Analyse zum derzeitigen Auftreten der Vogelgrippe und ihrer Verbreitung erneuert der NABU seine Kritik an der bislang einseitigen Ursachenforschung zur Ausbreitung der Geflügelpest. Eine Expertengruppe des Wissenschaftsforums Aviäre Influenza (WAI) hat das bisherige Ausbruchgeschehen in Europa detailliert dokumentiert. Diese Aufstellung geht weit über die aktuelle Risikoanalyse des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hinaus. Anhand der aufgelisteten Indizien wird die Hypothese des FLI, dass das Vogelgrippe-Virus H5N8 allein durch Wildvögel verbreitet wird, kritisch hinterfragt. Zahlreiche Indizien sprechen vor allem für eine Verbreitung des Virus durch die Geflügelwirtschaft selbst. Der NABU fordert das FLI auf, diese Hinweise ernst zu nehmen und mit allen ihm als zuständiger Behörde zur Verfügung stehenden Mitteln zu prüfen.
Der Marienfriedhof soll (teilweise) geopfert werden
Aus der HAZ vom 11. Nov. 2016: Parkplatz auf dem Friedhof
Käufer der Bahnhofsschule will Teil des Marienfriedhofs für Stellplätze nutzen / Investor plant Büro-Umbau
VON RAINER BREDA UND PETER RÜTTERS
HILDESHEIM. Die Stadt will einen Teil des Marienfriedhofs für den Bau von Parkplätzen opfern: Das Rathaus hat sich gegenüber dem Käufer der früheren Bahnhofsschule verpflichtet, diesem 30 Stellplätze „unentgeltlich“ in der Nähe des Gebäudes zur Verfügung zu stellen. Ohne diese Zusage hätte der Mann – der 58-jährige Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Peter Seide aus Hannover – die alte Schule nach eigenen Angaben gar nicht gekauft. mehr lesen…
Living Planet 2016 neuster Bericht vom WWF 26. Okt. 2016
Die Ergebnisse des Living Planet Reports 2016 sind alarmierend: mehr lesen…
Zehntausende Zugvögel legen Rast ein
Ein Blick zurück: Aus der HAZ vom 15. März 2003
Ornithologen beobachten in der Feldmark zwischen Rössing, Giesen und Emmerke Zehntausende von Exemplaren
Kreis Hildesheim/Emmerke (wü)
Noch liegt der Frühling in den ersten Zügen. Doch wer die Natur aufmerksam beobachtet, spürt: Nach den frostigen Wintertagen kehrt Leben in die Landschaft zurück. In jüngster Zeit legten im Landkreis zehntausende Zugvögel auf ihrer Reise zu den Brutgebieten eine Pause ein. Seit Jahrzehnten bevorzugen sie ganz bestimmte Rastgebiete. mehr lesen…
Ab in den Süden! Kraniche auf Tour Herbstbeginn in luftigen Höhen: Ornithologen hoffen auf Hilfe bei Zählung verschiedener Vogelarten
Aus der HAZ vom 8. Okt. 2016

Foto Ziehende Kraniche © OVH/A.Hill
„Jetzt ist aber wirklich Herbst“ – es gibt viele Anlässe, warum Menschen dieser Tage im Gespräch diesen Satz fallenlassen. Wenn sie morgens aus der Tür kommen und ganz erschrocken wieder zurückeilen, um einen dickeren Mantel zu holen, etwa. Oder wenn das Laub am Straßenrand hörbar raschelt, weil es eben nicht mehr nur vereinzelte gelbe Blätter sind, die dort liegen. Oder eben, wenn sie einen lange nicht gehörten Laut von irgendwo über sich vernehmen und dann instinktiv den Himmel absuchen. Denn: Das war doch ein Kranich? Und dazu kam es an den vergangenen beiden Tagen im Landkreis Hildesheim immer wieder. mehr lesen…
Rotmilan und Gerfalke von Windrädern zerfetzt
Aus der HAZ vom 20. Okt. 2016 von Marita Zimmerhof
Ornithologischer Verein spricht von einer „Spitze des Eisbergs“ und fordert Verzicht von Windparks in vogelreichen Gebieten

Die Bestände des Rotmilans schwinden. Windräder fordern zusätzlich Opfer. Foto © OVH/AHill
Holle/Hotteln/Bledeln. Naturschützer warnen seit langem: Windkraftanlagen bringen Tausenden von Vögeln den Tod. Hersteller und Betreiber versuchen zwar, das Thema mit Gegengutachten herunter zu spielen. Allenfalls handele es sich um Einzelfälle. Alistair Hill, der Vorsitzende des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH), hat nun aber innerhalb kurzer Zeit gleich zwei tote Greifvögel gefunden, die von Rotorblättern erschlagen worden sind. Und er ist sich sicher: „Diese Totfunde stellen nur die Spitze des Eisberges dar.“ Es war ein grausiger Anblick unter dem Windrad im Holler Windpark, nicht weit vom Autobahndreieck Salzgitter entfernt. Auf dem Weizenstoppelfeld, nur wenige Schritte von der Turbine entfernt, lag ein totes Rotmilan-Weibchen. Ein Rotorblatt hatte ihm einen Flügel abgeschlagen, der Vogel verendete elendig. mehr lesen…
Steppenweihe „Potku“ zieht abermals unbemerkt durch Deutschland vom DDA 5. Okt. 2016
Zugroute der Steppenweihe „Potku“ auf dem Wegzug 2016

Bereits mehrfach berichteten wir an dieser Stelle über das in Finnland besenderte Steppenweihe-Weibchen „Potku“. Ihr Wegzug konnte 2015 erstmalig per GPS-Ortung bis ins westafrikanische Winterquartier verfolgt werden. Obwohl sich die Weihe damals für mehr als eine Woche in Deutschland aufhielt, gab es keine Sichtbeobachtungen. Ähnlich verlief es auf dem folgenden Heimzug im Frühjahr 2016. Hier hatte es der Vogel allerdings eilig und hielt sich nur vom 15. bis 17. April bei uns auf, bevor es über Polen, Litauen, Weißrussland, Lettland, Russland und Estland bis nach Finnland und dort bis an die Grenze zu Schweden ging. Bereits in den ersten Maitagen erreichte Potku ihr Sommer- und potenzielles Brutgebiet. mehr lesen…
Klimaschutzplan 2050: BfN fordert Abbau naturschaedlicher Subventionen
BfN Pressemitteilung: Bonn, 11. Oktober 2016
Der Entwurf des Klimaschutzplans derBundesregierung sieht, wie auch verschiedene internationale Umweltabkommen, den Abbau ökologisch schädlicher Subventionen vor.Konkretisierungen fehlen hingegen noch völlig. Anlässlich derbevorstehenden Abstimmung des Klimaschutzplans unterstreicht Prof. BeateJessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), die Bedeutung,die der Abbau solcher Subventionen gleichermaßen für den Natur- wie auchfür den Klimaschutz hat. Hierzu seien insbesondere konkrete Beschlüsse erforderlich. mehr lesen…
Süd.Link: Alle Trassen liegen im Kreis
Erdkabel soll westlich oder östlich an Hildesheim vorbei – Unzufriedenheit besondersim Südosten der Region – Große Grafik im Innenteil: Süd.Link-Routen im Landkreis
Aus der HAZ vom 28. Sep. 2016 von Tarek Abu Ajamieh
Der Netzbetreiber Tennet hat gestern erste Entwürfe für die geplanten neuen Höchstspannungsleitungen Süd.Link und Südost.Link veröffentlicht. Die beiden Gleichstrom-Trassen 0sollen ab 2025 Windstrom aus Norddeutschland in den Süden der Republik transportieren. Ursprünglich waren sie als Freileitungen geplant, massive Proteste aus der Bevölkerung führten aber zu einer Gesetzesänderung. Und dazu, dass die Netzbetreiber ihre Leitungen komplett neu planen mussten. mehr lesen…
Der Landkreis wird zum Strom-Zentrum
Drei Varianten gibt es für die Süd.Link-Erdkabel – und alle führen durch den Landkreis / Bündelung mit ICE-Trasse oder A7 als Option
Aus der HAZ vom 27. Sep. 2016
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Gelbknopf-Krankheit bedroht Grünfinken
Naturschutzbund Deutschland fürchtet Ausbreitung des Usutu-Viruses
Aus der HAZ vom 5. Okt. 2016 von Andrea Hempen.
Eine Meldung aus dem Landkreis bereitet den Ornithologen Sorge. Eine Gronauerin meldete den Vogelkundlern vor wenigen Tagen, dass sie zahlreiche tote Grünfinken in ihrem Garten gefunden habe. Sind die Vögel möglicherweise Opfer des Usutu-Virus geworden, vor dem der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) derzeit warnt? „Oder sie hatten die Gelbknopf-Krankheit“, mutmaßt Dieter Goy, Ornithologe aus Sarstedt. Ein Hinweis darauf, so Goy, sei Schleim am Schnabel. mehr lesen…
Minister Meyer und Wenzel begrüßen vollständige Erdverkabelung bei Gleichstromtrasse SuedLink
Pressemitteilung Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 27. Sep. 2016
„Raum- und umweltverträgliche Variante” – Hohe Bürgerbeteiligung geplant
HANNOVER. Die Landesregierung verbucht die neu vorgelegten Pläne zu dem Höchstspannungsgleichstromleitungen (HGÜ)-Projekt SuedLink als „vollen Erfolg”. Denn Niedersachsen hatte sich frühzeitig für die nun geplante vollständige Erdverkabelung ausgesprochen, um mehr Akzeptanz in der Bevölkerung und eine Schonung der Landschaft zu erreichen.
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Mehr Wasser für die Knoblauchkröte
Eine Windradpumpe soll den Lebensraum für die Amphibien an Kemmer Teich verbessern
Aus der HAZ vom 20. Sep. 2016 von Hans Theo Wiechens

Jens Lütge und Friedhelm Hallmann mit Umweltdezernent Helfried Basse und dem bisherigen Landrat Reiner Wegner (von links) vor der Windradpumpe. Foto: Wiechens
Welche Konsequenzen haben Veränderungen in der Sahelzone für die Wiesenweihe?
Neuestes vom DDA 20. Sep. 2016
Aufgrund klimatischer und anthropogener Veränderungen haben es Wiesenweihen im Winterquartier in der Sahelzone immer schwerer ausreichend Nahrung zu finden
Millionen afro-paläarktischer Zugvögel nutzen zur Überwinterung die Sahelzone, einen semi-ariden Gürtel südlich der Sahara. Hier kam es in den letzten Jahrzehnten allerdings zu weitreichenden ökologischen Veränderungen, die es für die Vögel immer schwieriger werden lassen, eine ausreichende Kondition für den kräftezehrenden Heimzug aufzubauen. Trotz der weitreichenden Folgen für viele europäische Brutvögel existieren bislang nur wenige empirische Untersuchungen zu den ökologischen Bedingungen und ihren Auswirkungen auf die Vogelwelt.
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