Aus der Presse:
Pestizidzulassung braucht mehrheitliche Zustimmung in der EU
DNR Newsletter zur Europäischen Umweltpolitik 27.07.2017
Der Agrarausschuss des EU-Parlaments hat seinen Vorschlag vorgestellt, wie mit Enthaltungen von Mitgliedstaaten bei umstrittenen Entscheidungen wie der Zulassung von Pestiziden umgegangen werden soll.
EU-Abgeordnete stimmen für Pestizid-Verbot
Endlich Schluss mit Glyphosat & Co. auf ökologischen Vorrangflächen
Aus der NABU Newsletter International vom 26.07.2017
Im Land der tausend Kräne
Eine Reportage von Marita Zimmerhof
Seit Jahren unterstützen Hildesheimer die Erdbebenopfer in den Abruzzen.
Auch dank ihrer Hilfe ist in Camarda ein neues Gemeinschaftshaus entstanden, das den Zusammenhalt dieses geschundenen Dorfes festigt.
Tomaten, Chili, durchwachsener Speck, eine gehackte Zwiebel, dazu ein Schuss gutes Olivenöl: In unzähligen italienischen Restaurants überall auf der Welt stehen Spaghetti all’amatriciana auf der Speisekarte. In Amatrice, dem mittelitalienischen Bergdorf, das diesem Nudelgericht seinen Namen gegeben hat, steht keine Hausfrau mehr hinter ihrem Herd. Das schwere Erdbeben vom 24. August 2016 ließ die Mauern der uralten Steinhäuser in ihren Grundfesten erzittern, zwei schwere Nachbeben im Oktober und Januar vernichteten, was den Erdstößen bis dahin noch Stand gehalten hatte. mehr lesen…
Bundesregierung warnt vor dramatischem Insektensterben
Der Bestand verringert sich seit 1982 um 80 Prozent – Umweltministerin Hendricks fordert andere EU-Agrarpolitik
Von Marina Kormbaki
Berlin. Die Bundesregierung warnt vor einem verheerenden Insektensterben in Deutschland. In Teilen des Landes habe sich der Bestand von Insekten seit dem Jahr 1982 um bis zu 80 Prozent verringert, heißt es in einer Antwort des Bundesum-weltministeriums auf eine Anfrage der Grünen, die dem Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Das Bundesumweltministerium spricht von „dramatischen Rückgängen der Insektenbiomasse “. „ Wer heute mit dem Auto übers Land fährt, findet danach kaum noch Insekten auf der Windschutzscheibe”, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dem RND.
Kein Platz mehr für Insekten? Schmetterlingsstürme sind Geschichte
Nach dem Hendricks-Zitat: Landwirte und Naturschutzverbände streiten über die Ursachen und das Ausmaß des Insektensterbens
Aus der HAZ vom 22. Juli 2017
Von Marita Zimmerhof
Hildesheim. „Das ist reiner Wahlkampf”, wettert Wolf gang Rühm-kort und fiebert bereits der Bundestagswahl am 24. September entgegen. „Inzwischen ist es ja zum Volkssport geworden, alles auf die Landwirte abzuladen.” Was den Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes so in Rage bringt, ist eine kürzlich von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) veröffentliche Zahl, die seither heftig die Gemüter bewegt: 80 Prozent!

Zwischen Rübenfeld und Asphalt bleibt meistens nur noch wenig Platz, auf dem Wildkräuter als Nahrungsgrundlage für Insekten wachsen können.Zwischen Rübenfeld und Asphalt bleibt meistens nur noch wenig Platz, auf dem Wildkräuter als Nahrungsgrundlage für Insekten wachsen können. Foto: Kaiser
Um bis zu 80 Prozent soll sich in Teilen des Landes der Bestand von Insekten seit dem Jahr 1982 verringert haben. Und einer der Hauptschuldigen sollen die Landwirte sein. „Die heutige Landwirtschaft macht den Insekten das Überleben schwer: Es werden große Mengen von Pestiziden eingesetzt, und es gibt zu wenig Blühstreiten und Hecken” , wird Hendricks zitiert. mehr lesen…
Achtung: Drohnen drohen von oben
Strenge Regeln regulieren den Einsatz von Quadrocoptern und anderen Fluggeräten / Auch Ornithologen zeigen sich beunruhigt
Aus der HAZ vom 22. Juli 2017
Von Norbert Mierzowsky, Hildesheim. Gesellig sitzen die Nachbarn auf dem Pieperschen Hof am Moritzberg zusammen, als sie plötzlich ein Geräusch aufschreckt. Über den Grundstücken kreist eine Drohne und zieht gemächlich ihre Bahnen. Den Nachbarn wird es plötzlich ungemütlich. „Kann man da nichts gegen machen?“, fragt einer. Und noch etwas irritiert die Runde: Ein Schwarm Mauersegler umkreist die ganze Zeit das fremdartige Objekt, statt wie sonst waghalsige Flugmanöver zu unternehmen.
Zum ersten Mal überhaupt brüteten Steppenweihen 2017 in den Niederlanden
Neuestes vom DDA 17.07.2017
Die Steppenweihe ist eine Vogelart der eurasischen Steppen und Halbwüsten. Bereits seit den 1990er Jahren wird aber ein deutlich zunehmendes Auftreten westlich der Brutgebiete festgestellt und mehrfach kam es zu individuenreichen Einflügen. Die letzten Bruten in Mitteleuropa liegen lange zurück. In Deutschland gab es in den 1950er Jahren die letzten Brutnachweise. Nun gelang in den Niederlanden ein neuer Brutnachweis und der erste jemals dort dokumentierte. Beeindruckende Aufnahmen sind in einem Youtube-Video zusammengefasst worden. mehr lesen…
Wie im Rekordjahr 1989: 177 singende Nachtigallen 76 Leser beteiligen sich an Vogel-Zählaktion des Ornithologischen Vereins
Aus der HAZ vom 15. Juli 2017
Hildesheim. Diese Zahlen lassen das Herz eines Ornithologen höherschlagen: Bei der jüngsten Nachtigallen-Zählung sind Karl-Heinz Rosanowski in Stadt und Kreis 177 singende Männchen gemeldet worden– 29 mehr als vor einem Jahr. Damit haben Vogelfreunde wieder genauso viele Nachtigallen registriert wie im Rekordjahr 1989, als Lothar Kaczmarek, der damalige Artbeauftragte des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH), noch die Zählung koordinierte.

Der Nachtigall immer auf der Spur: Der Ornithologe Karl-Heinz Rosanowski kartiert den Bestand des scheuen Vogels ganz genau. Foto: Kaiser
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Wie der junge Falke vom Andreasturm überleben lernt
Vogel war aus Horst gefallen / Experte: „Viele Menschen verstehen nicht, dass Jungvögel auch außerhalb des Horstes von Altvögeln weiter gefüttert werden“
Aus der HAZ vom 30. Juni 2017: Von Andreas Bode

Portrait des jungen Wanderfalken Weibchen Foto AHill/OVH mehr lesen…
BfN Bericht- alarmierender Rückgang der Artenvielfalt
BfN Pressemitteilung vom 20. Juni 2017
Bonn/Berlin, 20. Juni 2017: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt heute erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor. Das BfN zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. “Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein”, erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. “Wir brauchen deshalb dringend eine
Kehrtwende in der Agrarpolitik.” mehr lesen…
Neuer Natur- und Wanderführer bietet 33 Rundwege durch die Region
Aus der HAZ vom 10 Juni 2017 – Wo die dicksten Schinken wachsen
Von Marita Zimmerhof
Hildesheim. Wer die Natur genießenwill, findet in einem neuen Buch aus dem Verlag Gebrüder Gerstenberg Anregungen für 33 botanische Wanderungen. Der Titel ist aber weit mehr als nur ein Wanderführer: Es ist eine Bestandsaufnahme der heimischen Flora, eingebettet in zahllose Informationen über Geologie, Geografie und Entwicklungsgeschichte.

So schön kann sich der Stichkanal zeigen. Foto M. Burgdorf
Stunde des Tarnvogels
Aus der HAZ vom 6. Juni 2017 von Tarek Abu Ajameih
Über die „Stunde der Gartenvögel“ haben wir in den vergangenen Wochen öfter berichtet. Was auch daran liegt, dass es in der Region eine ungewöhnlich große und extrem fachkundige Ornithologen-Szene gibt. Die Leute vom Ornithologischen Verein kann man wirklich alles fragen, sie können sich in die Denkweise eines Seeadlers ebenso hineinversetzen wie in die Gefühlswelt eines Weißstorchs. Würden im Stichkanal Pinguine auftauchen, hätten die Herren und Damen wohl auch dafür eine stichhaltige Erklärung. mehr lesen…
Die Axt im Walde: Gut für die Natur – oder doch eher für die Stadtkasse?
Immer wieder werfen Hildesheimer der Stadt vor, zu viele Bäume zu fällen / Kommune weist Vorwürfe zurück
Von Rebecca Hürter
Hildesheim. Die Menschen wollen Schränke aus gesundem Holz haben, meint Förster Michael Eikemeier. Trotzdem ist der Aufschrei jedes Mal groß, wenn in der Stadt oder im Landkreis Bäume fallen. Vor allem den Einsatz der Mitarbeiter des zuständigen Forstamtes Liebenburg am Steinberg kritisieren manche Hildesheimer immer wieder: „Es sieht so aus, als hätte dort der Dreißigjährige Krieg stattgefunden“, behauptete Eberhard Johl von der Initiative Baumschutz beispielsweise schon 2014 gegenüber dieser Zeitung. Doch die Baumfällarbeiten in den Wäldern der Stadt – insgesamt rund 700 Hektar – finden kein Ende. mehr lesen…
Im Kräuterbund: Zaunkönig sucht sich ungewöhliches Nest
In ihrem Carport unter der Decke entdeckt Familie Ernst aus Borsum einen der kleinsten Vögel Europas samt hungrigem Nachwuchs
Aus der HAZ vom 2 Juni 2017

Das Zaunkönig-Weibchen versorgt ihre drei Jungen im Weihebund und lässt sich dabei nicht groß stören FOTO: WIECHENS mehr lesen…
Raubvogel stürzt auf Joggerin am Giesener Waldrand zu
Ornithologischer Verein: „Die Greifvögel sind nicht gefährlich“ / Schutz des Nachwuchses steht an erster Stelle
Aus der HAZ vom 27 Mai 2017
Von Viktoria Hübner
Giesen. Der Greifvogel stürzt ohne Vorwarnung in Sekundenschnelle aus der Luft herab, hält mit ausgefahrenen Krallen Kurs auf eine Joggerin. Diese rettet sich vor der nahenden Attacke mit einem Satz in die Büsche. Eine 38-Jährige hat diese Szene am Donnerstagmorgen bei ihrer Laufrunde am Giesener Waldrand live erlebt. Es ist nicht der erste Vorfall im Landkreis Hildesheim. Immer wieder mal berichten Jogger und Spaziergänger von Raubvögeln, die unerwartet Angriffe aus der Luft auf die Erdbewohner gestartet hätten. Der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) rät aber zur Besonnenheit, denn von den Vögeln gehe üblicherweise keine Gefahr aus. mehr lesen…

