Aus der Presse:

Ökologische Nische im platten Bördeland – Wätzumer Tonkuhle ist Biotop für seltene Arten

Aus der HAZ vom 31. August 2016

 Wätzumer Tonkuhle HAZ 31082016

Die Wätzumer Tonkuhle hat sich zu einem wertvollen Rückzugsgebiet für bedrohte Pflanzen- und Tierarten entwickelt.

WÄTZUM. Sanft wiegt das Schilfrohr im Wind, im Wasser spiegelt sich die Sonne. Auf dem Teich schwimmen Haubentaucher, Graugänse und Höckerschwäne.  Ein idyllisches Fleckchen Natur. Um ein Haar hätte es diese Idylle nie gegeben. Ende der 1970er-Jahre sollte aus der ehemaligen Tonkuhle bei Wätzum eine Deponie für Industrieabfälle werden. Massive Proteste aus der Bevölkerung verhinderten das Vorhaben. Eine Bürgerinitiative (BI) machte gegen die Deponiepläne mobil. Mit Erfolg: Die gut zehn Hektar große Fläche wurde 1986 zum Naturschutzgebiet erklärt. Doch die Unsicherheit blieb. Die 400 BI-Mitglieder befürchteten, dass dort wieder Ton abgebaut werden könnte. 1991 war die Tonkuhle sogar noch einmal als Klärschlammdeponie im Gespräch.

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Naturschutzverein Alpe-Bruch Algermissen feiert 30-jähriges Bestehen mit vogelkundlicher Exkursion:

Aus der Algermissener Gemeindebote 25.05.16

16 Nachtigallen grüßen zum Jubiläum

Algermissen. Mit einer traditionellen vogelkundlichen Exkursion am Bruchgraben hat der Verein für Naturschutz Alpe-Bruch Algermissen im Omithologischen Verein Hildesheim (OVH) kürzlich sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Dazu hatten sich über 20 Mitglieder und Naturliebhaber am frühen Morgen eingefunden» um in diesem Naturschutzgebiet Vögel zu beobachten und zu verhören. Bei herrlichem Sonnenschein sollte es ein ganz besonderer Tag werden denn zum Schluss der dreistündigen Wanderung konnten die Vogelexperten Monika Hartmann, Benjamin Raune und Bernward Kaevel nicht weniger als 41 Vogelarten zählen. Das, so bemerkte Vorsitzender Ernst-August Springmann, der seit Gründung des Vereins ununterbrochen an der Spitze des Vereins steht, sei seit Jahren ein Spitzenwert.

Mit großem Interesse verfolgten die Vogelschützer am Bruchgraben die Zählung des Vogelbestandes und lauschten dem Gesang der 16
Nachtigallen.   Text und Fotos: Hans-Theo Wiechens mehr lesen…

Libellen tanzen zum Konzert der Frösche und Vögel

Aus der HAZ vom 16. Juli 2016

Eine Industriebrache wird zum Naturreservat:

Die Paul-Feindt-Stiftung des Ornithologischen Vereins kümmert sich um die ehemaligen Klärteiche der Zuckerfabrik in Baddeckenstedt.

Baddeckstedt mit Innerste Uferzone

Aus den ehemaligen Absetzbecken der Zuckerfabrik ist ein Naturparadies geworden: Die Baddeckenstedter Stapelteiche haben sich zu einem wertvollen Biotop entwickelt, in dem viele längst verschwundene Tier- und Pflanzenarten langsam wieder heimisch werden. (alle Fotos © OVH/A.Hill)

von Johannes Laufer mehr lesen…

Nicht nur am Nordseestrand zu Hause

Aus der HAZ Sarstedt vom 11. Juli 2016

Austernfischer brüten in der Nähe des Gymnasiums / Vielleicht sind sie von Clauen nach Sarstedt umgezogen

SARSTEDT. Eigenartige Vögel gibt es derzeit rund um das Gymnasium in Sarst
edt zu beobachten. Gemeint sind nicht etwa Schüler oder Lehrer, vielmehr hat es Austernfischer dorthin verschlagen. Eine Vogelart, die eher für die Nordseeküste typisch ist. Es kann aber auch sein, dass die Fremdlinge aus Clauen zugezogen sind. Austernfischer im Binnenland, das ist für Alistair Hill keine Sensation, allerdings schon außergewöhnlich. Der Vorsitzende des Ornithologischen Vereins beobachtet seit einigen Jahren vereinzeltes Auftreten der Austernfischer in der Region. Zwar sind die Vögel als Zugvögel häufig unterwegs, manche reisen sogar bis nach Marokko, um dem Winter zu entkommen, aber Brüten im Binnenland gehört zu den Ausnahmen. mehr lesen…

Viel Nahrung – viel Nachwuchs: Leinetal ist Kinderstube fur Störche

Aus der HAZ vom 15. Juli 2016

Zwischen Brüggen und Ruthe haben vier Brutpaare 13 Jungtiere aufgezogen / Bestes Ergebnis seit fast drei Jahrzehnten

von Hans-Joachim Wünsche

KREIS HILDESHEIM. Keine zehn Jahre ist es her, da war Meister Adebar ein ziemlich seltener Gast in der Region. Nun entwickelt sich vor allem das Leinetal zur Kinderstube für Weißstörche. Zwischen  Brüggen und Ruthe ziehen vier Brutpaare ihren Nachwuchs auf. Der ist dieses Mal so zahlreich wie seit Jahrzehnten nicht mehr. 13 Jungstörche sind im Frühjahr in den Horsten geschlüpft – alle sind durchgekommen und schon putzmunter. mehr lesen…

Die Paul-Feindt-Stiftung erhält das 250 Hektar große Gelände als „nationales Naturerbe“

Aus der HAZ vom 10. Juni 2016 – Bund verschenkt den Osterberg

Einst donnerten die Panzer über den Osterberg, heute genießen Spaziergänger und Radfahrer die himmlische Ruhe in dem Naturschutzgebiet. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat die Bundesrepublik den ehemaligen Standortübungsplatz der Paul-Feindt-Stiftung geschenkt. Die will das 250 Hektar große Gelände mit mehr als 2000 nachgewiesenen Pflanzen- und Tierarten als „nationale Naturerbe“ für künftige Generationen erhalten.

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Bernd Galland von der Paul-Feindt-Stiftung (links) bedankt sich am Osterberg bei den vielen Unterstützern des Naturschutzprojekts. Alle Fotos © OVH/Salvatore Bologna mehr lesen…

OVH und Nabu gehen endgültig getrennte Wege

Aus der HAZ vom 13. Mai 2016 OVH bleibt selbstständig

Fusionspläne sind vom Tisch: 93 Prozent der Ornithologen in der Region Hildesheim wollen weiterhin eigenständig bleiben

Hildesheim. Fusion: ja oder nein? Über Jahre haben die Mitglieder des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH) und des Kreisverbands des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) über das Für und Wider beraten. Nun ist die endgültige Entscheidung gefallen: Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben sich die Ornithologen mit großer Mehrheit gegen einen Zusammenschluss ausgesprochen: 93 Prozent der OVH-Mitglieder lehnen die Verschmelzung ab. Damit dürfte das Thema nun ein für allemal begraben sein. mehr lesen…

Kreisverwaltung will K+S Einleitung erlauben

Aus der HAZ vom 01. Juni 2016

Wasserrechtliche Erlaubnis ist nächste Woche Thema im zuständigen Fachausschuss des Kreistags

Von Sebastian Knoppik

Kreis Hildesheim. Die Kreisverwaltung hat ihre Auffassung bekräftigt, dass der Landkreis dem Unternehmen K+S die Einleitung von Salzabwasser in die Innerste nicht verbieten darf. Es bleibe bei der Einschätzung der Verwaltung, dass „aus wasserrechtlicher Sicht keine Gründe gesehen werden, die eine Versagung der beantragten Erlaubnis rechtfertigen“, heißt es in einer Vorlage für den zuständigen Fachausschuss des Kreistags am 7. Juni. Auch CDU und FDP wollen das Thema in der Sitzung sowie am 16. Juni im Kreistag besprechen.Mit der umstrittenen wasserrechtlichen Erlaubnis für das Großprojekt hängt auch die Einrichtung eines zusätzlichen Kalibergs zusammen. Die rot-grüne Kreistagsmehrheit will zunächst auf den endgültigen Entwurf der Kreisverwaltung zu dem Thema warten. Notfalls soll sich dann der Kreistag noch zu einer Sondersitzung treffen. mehr lesen…

Vier Weissstorch Brutpaare im Landkreis ziehen derzeit Jungtiere auf

Aus der HAZ vom 24.05.2016 Elf Störche sollt ihr sein: Vier Brutpaare im Landkreis ziehen derzeit Jungtiere auf – alle im Leinetal

von Tarek Abu Ajamieh

Kreis Hildesheim. Wenn Weißstörche Fußball spielen würden, könnten sie im Landkreis Hildesheim eine eigene Nachwuchs-Mannschaft aufstellen: Bisherigen Erkenntnissen zufolge sind in der Region in diesem Frühling elf kleine Meister Adebars geschlüpft – zwei mehr als im Vorjahr und allesamt im Leinetal. Im Ostkreis scheiterte die Familienplanung hingegen. Dennoch: Kämen alle Jungtiere durch, wäre dies eins der besten Brutergebnisse der vergangenen Jahre, auch wenn sich die elf Nestlinge auf nur vier Brutpaare verteilen. mehr lesen…

So viele Vögel wie nie zuvor in 30 Jahren

Aus der HAZ vom 09.05.2016 – Ornithologen registrieren auf naturnahen Flächen am Bruchgraben so viele Vögel wie nie zuvor in 30 Jahren

Algermissen. Bei einer vogelkundlichen Exkursion am Bruchgraben haben Mitglieder des Vereins für Naturschutz Alpe-Bruch Algermissen im Ornithologischen Verein Hildesheim (OVH) nicht weniger als 41 Vogelarten gezählt. Das sei ein Spitzenwert, der seit Jahren nicht erreicht worden sei, erklärt der Vorsitzende Ernst-August Springmann, der seit Gründung des Vereins vor 30 Jahren ununterbrochen an dessen Spitze steht.

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OVH wartet auf Meldungen zur Nachtigall

Aus der HAZ vom 13. Mai 2016

Hildesheim. Die erste Nachtigall hat in diesem Frühjahr zwar schon zu Ostern gesungen – so früh wie noch nie, seit der Ornithologische Verein (OVH) den Bestand dieser seltenen Singvögel kartiert. Allerdings sind die ganz vorwitzigen Männchen, die als Erste ihre Liedchen erklingen lassen, in aller Regel nur auf der Durchreise: Sie ziehen noch einige hundert Kilometer weiter, um in Schleswig-Holstein und im nördlichen Niedersachsen ihre Familien zu gründen. Dort haben sie dann zugleich ihre nördliche Verbreitungsgrenze erreicht, denn in Dänemark und Skandinavien gibt es keine Nachtigallen mehr. mehr lesen…

Für den Naturschutz: Weniger Eichen sollen weichen.

Aus der HAZ vom 30.04.2016 – Zukunft der Wälder in Hildesheim

Zum ersten Mal will die Stadt einzelne Areale im Stadtwald unter Schutz stellen. Auf 5,8 Prozent der Fläche sollen keine Bäume mehr gefällt werden. Einigen geht das nicht weit genug.

von Marita Zimmerhof

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Wie soll sich der Stadtwald entwickeln? Der Arbeitskreis Stadtwald sucht einen Kompromiss zwischen Erholungs- und Wirtschaftswald. Fotos: Kaiser

Hildesheim. Ob Steinberg, Finkenberg oder Lerchenberg, ob Berghölzchen oder Hildesheimer Wald: Für zahllose Bürger ist der 700 Hektar große Wald der Stadt Hildesheim ein Ort zum Entspannen und sich Erholen. Doch der Wald ist nicht nur Freizeitoase. Er ist auch grüne Lunge und Lebensraum seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Und nicht zuletzt ist er ein Wirtschaftsgut, das durch die Nutzung seines Baumbestandes Geld in die Kassen des Eigentümers bringt. mehr lesen…

Die letzten Hamster kämpfen um das Überleben ihrer Art

Aus der HAZ vom 18. April 2016

Neuer Arbeitskreis des Ornithologischen Vereins (OVH) will sich nun für den Schutz der Feldhamster-Bestände in der Börde stark machen

In diesen Tagen krabbeln die Feldhamster wieder aus ihrem Bau. Doch über der Erde drohen den Nagern vielerlei Gefahren. Foto: dpa

In diesen Tagen krabbeln die Feldhamster wieder aus ihrem Bau. Doch über der Erde drohen den Nagern vielerlei Gefahren. Foto: dpa

Von Marita Zimmerhof

Hildesheim. Die fünf Hamster-Jungen hatten keine Chance. Tom und Jerry, zwei routinierte Mäusejäger, machten keinen Unterschied zwischen den ungeliebten Nagern und den streng geschützten Feldhamstern. Die ersten Ausflüge aus dem sicheren unterirdischen Bau waren bereits ihre letzten. Und die beiden Kater dürften nicht im geringsten verstanden haben, warum es für ihre Beute dieses Mal kein Lob von Frauchen gab, sondern nur bestürzte Blicke. Während vor 40 Jahren sogar noch staatliche Fangprämien für jeden erlegten Feldhamster ausgesetzt waren, sind die possierlichen Nager mit dem bunten Pelz inzwischen in ihrem Bestand bedroht. mehr lesen…

Der frühe Vogel hat Probleme

Pressmitteilung vom Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ)  13. April 2016

Rauchschwalben passen ihre Bruttermine an den Klimawandel an. Trotzdem überlebt immer weniger Nachwuchs.

Auch Zugvögel reagieren auf den Klimawandel und kehren früher aus ihren Winterquartieren zurück als noch vor wenigen Jahren. Das hat den Vorteil, dass sie eher mit dem Eierlegen beginnen können. Trotzdem profitieren die Tiere davon kaum, zeigt eine von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie Leipzig kürzlich im Fachjournal “Ecology and Evolution” veröffentlichte Studie. mehr lesen…