Aktuelles:
Gesucht: Platz für neue Bäume – die gäbe es sogar umsonst
Aus der HAZ vom 12.11.2025
Landkreis will Anpflanzungen in den Gemeinden fördern und hat dafür auch Geld im Haushalt zur Verfügung. Doch davon wussten bisher wohl nur wenige – das führt zu Debatte in der Kreispolitik.
Von Thomas Wedig
Wie hier am Bruchgraben sollen Ränder von kleineren Bächen und Gräben im Landkreis Hildesheim verstärkt bepflanzt werden. Foto: Clemens Heidrich
Der Landkreis Hildesheim übernimmt bis zu 100 Prozent der Kosten, wenn Städte, Gemeinden oder Realverbände auf eigenen Flächen heimische Gehölze anpflanzen wollen. Mittel dafür stehen schon im Haushalt für das laufende Jahr. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Bisher werden sie offenbar überhaupt nicht genutzt – weil kaum jemand davon weiß. Das wurde in einer Sitzung des Kreis-Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Hochwasserschutz deutlich.
Interview mit Doris Schupp zum Streuobstwiesentag
Für den Streuobstwiesentag am 3. Oktober 2025 in Groß Düngen hat Radio Tonkuhle 105,3 Hildesheim Doris Schupp interviewt.
Zuchtprogramm der AG Feldhamster
In der Folge ‘Hallo Niedersachsen’ vom 15.08.2025 wird über das Zuchtprogramm der AG Feldhamster berichtet, der Bericht beginnt ab Minute 10:58, es gibt in dem Video Sprungmarken.
Hallo Niedersachen vom 15.08.2025
Neue Nistkästen sollen Vögel und Fledermäuse in den Ehrlicher-Park locken
Naturschützer bringen Behausungen an – letzte Phase der umfassenden Sanierung des Parks ist abgeschlossen
Aus der HAZ vom 14. August 2025
Von Marie Baller
Das Klopfen des Hammers hallt durch den Park, als die Waldkauzröhre am Baum angebracht wird. Unten hat sich eine kleine Traube von Menschen versammelt, die seit Monaten an diesem Projekt arbeiten und nun die Früchte ihrer Mühen betrachten. Mit dem Aufhängen von 26 Nistkästen für Vögel und Fledermäuse wird jetzt der letzte Baustein der umfassenden Sanierung des Ernst-Ehrlicher-Parks abgeschlossen.

Naturschützer setzen sich für das Anbringen von neuen Nistkästen im Ehrlicher-Park ein.Foto: Chris Gossmann
Weißstörche fühlen sich in der Region Hildesheim pudelwohl
Als Ursache für ihre wachsende Zahl nennen Experten steigende Temperaturen
Aus der HAZ vom 28.07.2025
Von Kilian Schwartz
Die Zahl der von Weißstörchen besetzten Horste hat in der Region Hildesheim offenbar einen neuen Höchststand erreicht. Zwischen Alfeld, Bockenem, Sarstedt und Söhlde haben insgesamt 17 Paare ihr Nest bezogen, wie der Ornithologische Verein zu Hildesheim (OVH) auf Nachfrage dieser Zeitung angibt. „Das sind deutlich mehr als in den Jahren zuvor“, sagt Alistair Hill, ornithologischer Koordinator beim OVH. Wie hoch genau der Zuwachs ausfällt, ließe sich allerdings nicht ermitteln. Eine aussagekräftige Erhebung sei bislang nicht durchgeführt worden. Bisher wurden 29 Jungvögel gemeldet, von denen acht flügge geworden sind. „Die restlichen werden wohl in den nächsten Tagen ausfliegen“, sagt Hill mehr lesen…
Wasserkamp-Pläne gefährdet durch streunende Katzen?
Stadt muss Naturschutzgebiet sichern – Grundsatzdebatte in der Politik
Aus der HAZ vom 14. Juni 2025

Von Rainer Breda
Auf dem Weg zu einer Bebauung des Wasserkamps ist die nächste Etappe vollzogen: Der Stadtentwicklungsausschuss hat mit den Stimmen von SPD und CDU beschlossen, die Unterlagen für die Änderung des Flächennutzungsplanes auszulegen – das ist nötig, damit aus dem Ackerland ein Wohngebiet entstehen kann.
Bürger können die zusammen über 1300 Seiten starken Papiere demnächst im Rathaus und im Internet für sieben Wochen einsehen und sich dazu äußern. Der Tagesordnungspunkt geriet einmal mehr zur Grundsatzdebatte über die Siedlung. CDU und SPD stellten sich hinter die Pläne. Dagegen übten mehrere Grüne, Hamun Hirbod (PARTEI) sowie die Naturschutzverbände BUND und OVH Kritik. mehr lesen…
Wo ertönt der Ruf der Nachtigall?
OVH sammelt Meldungen über die schmerzbefreiten Sänger
Aus der HAZ vom 03.05.205
Von Robin Pardey
Immer weniger Nachtigallen singen im Landkreis Hildesheim – das geht aus einer seit über 70 Jahren geführten Statistik vom Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH) hervor. Dabei ist es gar nicht so schwer, das Kreisgebiet für den singenden Frühlingsboten wieder interessanter zu machen. Und dabei kann jeder einzelne unterstützen. mehr lesen…
Bei Adlum können jetzt Störche nisten Aufsteller einigen sich mit OVH auf Standort
Aus der Hildesheimer Allgemeine von 20.03.2025
Von Hubert Kleeberg und Andrea Hempen
Adlum/Henneckenrode. Ein Nistplatz für Störche steht ab sofort am Ortsrand von Adlum. Hubert Kwiotek und Alexander Becker haben das Konstrukt aus Schrott und einem alten Strommast mit Norbert Bruns gebaut. Zum Standort am Lavesfeldweg hat der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) geraten. Dabei hatten die Vogelschützer ursprünglich Bedenken gegen das Vorhaben. mehr lesen…
Gewinner und Verlierer: Wie Waldstörungen die Vogelwelt beeinflussen
Neues vom DDA 20.02.2025
Diese Waldflächen im Harz sind durch ein Mosaik unterschiedlicher Habitate gekennzeichnet, die durch Waldstörungen entstanden sind: Freiflächen mit einer ausgeprägten Kraut- und Strauchschicht wechseln sich mit stehendem Totholz und störungsfreien Waldbereichen ab. Durch wiederkehrende Störungen und unterschiedliche Entwicklungsstadien entsteht ein heterogenes Waldbild mit Lebensräumen für verschiedene Arten. © Anne Graser mehr lesen…
Wie die Aktion „Bioblitz“ in Hildesheim eingeschlagen hat
Ornithologischer Verein ruft zum Artenbestimmungs-Wettbewerb auf / Mitmachen mit kostenloser App

Alistair Hill beszimmt mit dem Handy eine Pfanzenart. Foto Werner Mierzowksy
Region Hildesheim liegt derzeit bundesweit auf Platz 24 aus 407
Naturbeobachten geht einfacher denn je, und gleichzeitig kann man dabei etwas für den Artenschutz tun. Das Handy reicht dafür. Und eine App. Schon kann man bei der Bioblitz-Aktion mitmachen. Die kommt jedenfalls in der Region Hildesheim ziemlich gut bei vielen Menschen an. Deutschlandweit liegt der Landkreis Hildesheim immerhin auf Platz 24 von 407 Landkreisen. Und es ist erst gut die erste Halbzeit um. mehr lesen…
Wolfsrisse bedrohen die Zukunft eines Rössinger Traditionsbetriebs
Aus der HAZ am 13.11.2024
Von Joscha Röhrkasse
Der Wolf lebt seit 2011 wieder in Niedersachsen. In diesem Jahr mehren sich die Angriffe auf Nutztiere. Die Herde einer Schäferei aus dem Landkreis Hildesheim ist in nur vier Wochen drei Mal von einem Rudel attackiert worden. Für den Familienbetrieb bedeutet das nicht nur einen wirtschaftlichen Schaden. Die psychische Belastung wächst – auch aufgrund von Anfeindungen im Internet. Das Land fördert den Herdenschutz zwar mit Millionensummen. Aber reicht das? mehr lesen…
Annas Nachwuchs ausgewildert: Gelbbauchunken im Ochtersumer Biotop
Aus der Hildesheimer Allgemeine Zeitung von 26.09.2024
Von Andrea Hempen
28 Nachkommen von Anna sollen die Gelbunkenpopulation in Hildesheim stärken. Die weibliche Unke mit dem schönen Namen lebt im Schulbiologiezentrum in Ochtersum, ihr Nachwuchs ist vor etwa sechs Wochen geschlüpft und gesichert worden. Nun ist der Unkennachwuchs mit klarem Auftrag in die Freiheit entlassen worden. Die Aufzuchtstation für Gelbbauchunken im Schulbiologiezentrum Hildesheim wird im Rahmen des EU-Projekts „LIFE BOVAR“ betrieben.
Vermehrtes Amselsterben durch Usutu-Virus
Naturschutzbund ruft Bevölkerung auf tote Amsel zu melden
Von Hanna IIea Enkhardt
Mach mehreren Jahren der Ruhe gibt es derzeit im Niedersachsen zunehmend Meldungen toter Amseln, die vermutlich dem Usutu-Virus zum Opfer fielen. Das aktuelle Verschwinden der Feldsperlinge in der Region wirft beim Ornithologischen Verein Hildesheim (OVH) zusätzliche Fragen auf. Bürgerinnen und Bürger sind angehalten Totfunde zu melden. Für den Menschen selbst ist das Virus ungefährlich. mehr lesen…
Aktivisten fordern nächtliches Verbot von Mährobotern – zum Schutz der Igel
Die ersten Gemeinden in Deutschland reagieren bereits auf die Gefahr durch die Maschinen. Für Region und Stadt will die Arbeitsgruppe Igel, dass sie nur tags und beaufsichtigt eingesetzt werden dürfen.
Aus der Hildesheimer Allgemeine Zeitung von 8.8,2024
Von Kathi Flau
Wenn am kommenden Sonntag, 11. August, das Tierheimfest in der Mastbergstraße startet, dann wird Marianne Rübesamen mit ihren Mitstreitern aus der Arbeitsgruppe Igel vor Ort sein, um ein Problem zu thematisieren, das sie wie viele andere Tierschützer regional und bundesweit beschäftigt: die Sicherheit der Igel. Die ist nämlich durch Mähroboter gefährdet, vor allem dann, wenn die Geräte nachts unbeaufsichtigt durchs Gras fahren, dort, wo die Igel ebenfalls aktiv sind. mehr lesen…
Orchideenvielfalt – von Frauenschuh bis Knabenkraut
Allein in den Sieben Bergen gedeihen 26 verschiedene Orchideenarten. Üppige Naturräume zeichnen das Hildesheimer Land aus.
Aus der Hildesheimer Allgemeine Zeitung von 5.Aug.2024
Von Andrea Hempen

Das Purpur Knabenkraut ist eine heimische Orchideenart Julia Wiesenmüller hat die blühende Pflanze entdeckt und fotografiert.
Die Hildesheimerin Julia Wiesenmüller hat die Natur für sich entdeckt. Seit sie einen Heilkräuterkursus besucht hat, streift sie mit einem anderen Blick, einem aufmerksameren, durch Wald und Flur. Dabei fallen ihr Schönheiten auf, die sie vorher nicht registrierte. Ein blühender Frauenschuh zum Beispiel oder das Purpur-Knabenkraut. „Am Galgenberg entdeckte ich den Fichtenspargel und am Dillsgraben bei Holle diese seltene Orchideenart“, berichtet Wiesenmüller begeistert. Über so viel Enthusiasmus freut sich Bernd Galland, Gründer der Paul-Feindt-Stiftung. „Der Frauenschuh ist ein hervorragendes Aushängeschild für den Naturschutz“, schwärmt der Mann aus Langenholzen. Der 81-Jährige erklärt, dass das Hildesheimer Land, von der Börde bis zu den Sieben Bergen, sehr üppige Naturräume beheimatet.
Allein in den Sieben Bergen mit dem Kalksteinboden gibt es 1800 Pflanzenarten. „Das ist eine ganze Menge“, sagt Galland. Er berichtet vom Messtischblatt, eine einst in Deutschland gängige Bezeichnung für die topografische Karte im Maßstab 1:25.000, auf dem verschiedenen Arten registriert werden. Derartige Quadranten mit allein 800 Arten gebe es sonst nur im Raum Göttingen und Northeim in Niedersachsen. „Wir leben hier in einer sehr besonderen Landschaft“, betont der Naturliebhaber. Die Karten werden regelmäßig aktualisiert.

Bernd Galland an seinem Arbeitsplatz Foto Chris Gossmann
Galland war gerade einmal 15 Jahre alt, als er begann, sich für Pflanzen- und Tierwelt zu interessieren. Er ist auch Mitglied im Ornithologischen Verein zu Hildesheim. Gehofft habe er, dass auch weiterhin junge Menschen sich für die Natur begeistern können. „Damals hatte der Ornithologische Verein 300 Mitglieder, die Hälfte davon war jugendlich“, erinnert sich Galland an seine Anfangszeit. Heute haben Mädchen und Jungen kaum Zeit, weil die Schule so einen großen Raum einnehme. Aber: Das Interesse der jungen Menschen an der Natur sei gewachsen. „Das ist toll, passiert aber nicht von ganz alleine“, sagt er und weist auf die Aktivitäten der Stiftung und des Vereines hin, an denen sich immer auch junge Menschen beteiligen.
In Gruppen für den Naturschutz zu arbeiten, sei eine feine Sache, mache Spaß und fördere den Zusammenhalt. Die Gruppen hätten eine Altersstruktur von Anfang 30 bis 93 Jahre. Gemeinsam pflegen sie Flächen, etwa auf einer Anhöhe im Schnakental bei Langenholzen. Auf dem Natura-2000-Gebiet, das nach EU-Recht geschützt ist, wachsen zahlreiche Orchideen, besonders der Mücken-Händelwurz. Wie Galland berichtet, gibt es in den Sieben Bergen bis zu 26 verschiedene Orchideenarten. Etwa das Helmknabenkraut, das Rote und das Weiße Waldvögelein.
Doch so schön diese Namen auch klingen, keine dieser Blumen ist so markant wie der Frauenschuh. Diese heimische Orchideenart, die ihre Blätter je nach Standort ab Ende April entwickelt, hat Blüten in Form einer kleinen Pantoffel – daher der Name. Frauenschuh wird bis zu 60 Zentimeter hoch, die Blüten entfalten sich in rot, orange, rosa, grün, gelb oder mehrfarbig. Das Purpur-Knabenkraut wird sogar bis zu 80 Zentimeter hoch. Naturfreundin Wiesenmüller ist jedenfalls gespannt, welche Schönheiten sie noch entdecken wird. Seit sie vor drei Jahren ihren Mischlingsrüden Sadness bei sich aufnahm, ist sie noch öfter im Wald unterwegs – mit offenen Augen für heimische Pflanzen.
Naturinteressierte sind willkommen, am Programm der Paul-Feindt-Stiftung und dem Ornithologischen Verein teilzunehmen.
© Hildesheimer Allgemeine Zeitung
