Aus der Presse:

Das OVH Sommerprogramm 2016 Naturspaziergänge mit den Enkeln

Aus der HAZ vom 04.04.2016

Der Ornithologische Verein legt sein Sommerprogramm mit vielen Exkursionen und Vorträgen vor

von Marita Zimmerhof

Hildesheim. Ohne den Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH) gäbe es in Stadt und Landkreis viele Schutzgebiete nicht, in denen bedrohte Tier- und Pflanzenarten eine Überlebenschance bekommen. Zahllose Ehrenamtliche kümmern sich um Streuobstwiesen und Trockenrasen, um Ackerrandstreifen und Maschgebiete. Allerdings braucht der Verein dringend weitere Helfer, die die Arbeit auch in der Zukunft fortsetzen wollen. mehr lesen…

Vögel bremsen Windpark-Planungen aus

Aus der HAZ vom 06.04.2016 Windpark Escherde Rössing – Vögel bremsen Windpark-Planungen aus

Sachverständiger soll zunächst Tiere im Bereich der geplanten Anlage bei Rössing erfassen

Von Sebastian Knoppik

Klein Escherde/Rössing. Die Planungen für den umstrittenen Windpark zwischen Klein Escherde und Rössing verzögern sich weiter. Die Gemeinde muss nun zunächst ein Gutachten in Auftrag geben, mit dem die Vogelwelt in dem Bereich analysiert wird. Diese Analyse wird aber erst im Juli vorliegen.

Anschließend müssen die Ergebnisse noch in die Vorlage fu?r die Ratsgremien eingearbeitet werden. „Es wird entsprechend verzögert“, sagt Gemeindebürgermeister Norbert Pallentin (SPD). Er ärgert sich selbst darüber, dass die Änderung des Flächennutzungsplans, in dem die zusätzliche Windparkfläche aufgenommen werden soll, nun noch länger dauert, als ursprünglich geplant. „Es ist eine unsägliche Schwebesituation“, findet Pallentin. Zuletzt sahen die Planungen vor, dass die Ratsgremien von Juni an über das Thema beraten. mehr lesen…

Auf Pflege folgt die Blütenpracht

Aus der Alfelder Zeitung vom 29.03.2016

Arbeitseinsatz im NSG “Schiefer Holzer Berg” Naturkundlicher Arbeitskreis Alfeld kümmert sich um Naturschutzgebiet Schneiderberg / Mitstreiter gesucht

Alfeld. Wieder in Schuss gebracht hat der Naturkundliche Arbeitskreis Alfeld im Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH) das Naturschutzgebiet „Schiefer Holzer Berg” bei Sack – auch bekannt als Schneiderberg. Das Gebiet erstreckt sich auf einem steilen Hang mit artenreicher Halbtrockenrasenflora, Gebüschen und Teilbereichen mit Laubmischwald. mehr lesen…

Störche wieder da: Frühlingsgefühle im Frost

Aus der HAZ vom 02.03.2016

Horste in Gronau, Elze und Brüggen bereits besetzt – Gronauer Vögel haben Gespür für den Kalender

von Tarek abu Ajameh

Weissstorch Bruggen M Weinhold

Da ist er wieder: Einer der Brüggener Störche inspiziert seinen Horst. Foto: Weinhold

Gronau/Brüggen. Störchen erkennt man ja die tollsten Eigenschaften zu – unter anderem, dass sie die Babys bringen. Dass sie allerdings auch Kalender lesen können, wäre neu. Und doch kann man in Gronau fast den Eindruck kriegen, es wäre so: Auf den Tag genau zum gleichen Datum wie im Vorjahr ist das Paar, das schon seit Jahren in der Gronauer Masch nistet, aus Afrika zu seinem Horst im Leinetal zurückgekehrt. Und obwohl es dort derzeit bedeutend kälter ist als im Winterquartier, entwickelt das Paar offenbar schon mächtig Frühlingsgefühle. Kaum war die erste Nacht im heimischen Horst durchschlafen, zeigte sich das Paar munter kopulierend auf seinem Hochsitz. Das lässt natürlich hoffen in Sachen Nachwuchs. Im Vorjahr schlüpften im Gronauer Horst zwei kleine „Meister Adebars“ – und in diesem Jahr tun ihre Eltern offenbar alles dafür, dass es wieder so ähnlich kommt. mehr lesen…

Die ersten Störche kehren aus ihren Winterquartieren zurück

Aus der HAZ vom 23.02.2016 Adebar kommt wieder

von Valea Schweiger

Das ging jetzt aber doch ganz schnell. Kaum zeigen sich die ersten Knospen an Bäumen und Büschen, blühen die Primeln und Krokusse, sind die ersten auch schon wieder aus dem Winterurlaub zurück: Die Rede ist vom Weißstorch. Aber gut. Was soll er auch in Spanien oder Afrika? Hier ist es ja schließlich auch nicht wirklich kalt. mehr lesen…

Unbekannter erschießt Seeadler-Weibchen

NDR Niedersachsen: Seeadler auf dem Horst erschossen

Gerade einmal 44 Seeadler gibt es in Niedersachsen. Nun hat ein Unbekannter im Landkreis Stade eines der majestätischen Tiere erschossen. Ein Vogelexperte hatte das tote Weibchen in seinem Nest in der Nähe der Gemeinde Balje entdeckt. Der Naturschutzbund NABU reagierte entsetzt und erstattete umgehend Anzeige. Bei dem ohnehin geringen Bestand zähle jedes Individuum, hieß es vonseiten des NABU. Gemeinsam mit der Umweltorganisation WWF hat er eine Belohnung zur Ergreifung des Täters ausgesetzt. Diese lag zunächst bei 5.000 Euro, mittlerweile hat der Naturschutzbund auf 10.000 aufgestockt.Vogelexperte findet toten Seeadler im Nest
Besonders häufig sind die Tiere in der freien Wildbahn nicht zu sehen. Gerade einmal 44 Exemplare gibt es in Niedersachsen. Nun hat Fritz Bechinger, ehrenamtlicher Naturschutzbeauftrager des Landkreises Cuxhaven, einen traurigen Fund gemacht. mehr lesen…

Der Rotmilan soll ein Einsehen haben

Aus der Leine Deister Zeitung vom 21. Jan. 2016

„Windkraft ist fast alternativlos”
Die Grünen: „Wir hoffen, dass der Rotmilan ein Einsehen hat und einen Windpark westlich der B3 ermöglicht”

GRONAU ■ Die bevorstehende Kommunalwahl wirft ihre Schatten voraus. Daher planen die Grünen in der Samtgemeinde Gronau eine Reihe an Veranstaltungen. Neben den eigentlichen grünen Themen wie erneuerbare Energien, Ressourcennutzung und Nachhaltigkeit sollen weitere Schwerpunkte gesetzt werden, wie die Grünen im Rahmen ihres jüngsten Stammtisches informierten. Ein Anliegen ist beispielsweise der Öffentliche Personennahverkehr. mehr lesen…

Großer Kohlweißling in Januar gefunden

Aus der HAZ vom 29.01.2016 Schmetterling wärmt sich in der Januar-Sonne

Familie Schaare entdeckt einen Großen Kohlweißling und freut sich über den seltenen Anblick

Von Marita Zimmerhof

HILDESHEIM. Nanu. Eben tanzten noch die Schneeflocken durch die Luft. Und jetzt das: Am Kuhanger entdeckten Klaus Schaare und seine Familie diesen kleinen Frühlingsboten, der sich in der Jahreszeit ganz offensichtlich vertan hat. Denn für Schmetterlinge ist es im Januar in unseren Breiten eindeutig viel zu kalt. Bei dem fragilen Wesen handelt es sich um einen Großen Kohlweißling, auch Pieris brassicae genannt. Burkhard Rasche. Schmetterlingsexperte im Ornithologischen Verein zu Hildesheim (OVH), weiß es sogar noch genauer: mehr lesen…

Brief vom OVH an den Landwirtschaftsminister

Aus der HAZ vom 04.01.2016

Naturschutz warnt vor Schuss ins Blaue

Brief ans Ministerium: Ornithologischer Verein befürchtet Verwechslung mit stark bedrohten Gänsearten

Von Marita Zimmerhof

KREIS HILDESHEIM. Schon lange sind Landwirte vor allem im nördlichen Landkreis auf Gänse nicht gut zu sprechen. Wenn sich die Vögel zu Hunderten über die frisch gekeimten Getreide- und Rübensaaten hermachen, bleibt oftmals kein Hähnchen übrig. Sie fordern deshalb vom Landwirtschaftsministerium in Hannover eine Verlängerung der Gänsejagd bis in die Brutzeit hinein. Nun aber warnt der Ornithologische Verein (OVH) davor, die Jagdzeiten weiter auszudehnen. Dieser Schuss könne ganz schnell nach hinten losgehen, fürchtet der OVH-Vorsitzende Alistair Hill und hat dem Ministerium eine Stellungnahme mit seinen Bedenken zugesandt. mehr lesen…

Pflegemaßnahmen an den Derneburger Teichen

Aus der HAZ vom 30.12.2015

Ziemlich trockene Angelegenheit – Warum ausgerechnet ein Mönch das Aussehen der Derneburger Teiche komplett umgekrempelt hat

von Michael Bornemann

DERNEBURG. Fast sieht es so aus, als wäre Derneburg von einer großen Dürre heimgesucht worden. Gleich mehrere Teiche in der Umgebung des Schlosses sind leer. Doch des Rätsels Lösung ist einfach: Die Pächter haben das Wasser bewusst ablaufen lassen, um vor allem einer weiteren Verschlammung entgegenzuwirken. mehr lesen…

Jahres Rückblick 2015 OVH und NABU gehen getrennte Wege

Aus der HAZ vom 29.12.2015

Ein Kurznotiz im Jahresrückblick der Hildesheimer Allgemeine Zeitung läßt aufhorchen.

Lange schein es, als ob der Ornithologischer Verein und der Naturschutzbund Deutschland fusionieren würden. Doch die strukturellen Gegensätze zwischen dem lokal arbeitenden OVH und der Nabu-Kreisgruppe, die nur begrenzte Freiheiten hat und den Großteil der Beiträge an den Landes- und Bundesverband abtritt, sind zu groß. Beide Vereine gehen wieder auf Abstand. © HAZ

AHill HAZ 29122015

Neuer OVH-Chef wird Alistair Hill. (ha)

Die Ökologische Station ist eröffnet

Aus der Leine Zeitung vom 9. Dez. 2015 ÖSLM eröffnet

Betreuungsgebiet von Hannover über Laatzen bis nach Gronau – Mitarbeiter beraten zum Thema Naturschutz

Seit Dienstag läuft der Betrieb der Ökologischen Station Mittleres Leinetal (ÖSML) in Grasdorf offiziell: Die Einrichtung, die Klima- und Naturschutzprojekte zwischen Hannover und Hildesheim koordiniert, ist im Beisein von rund 40 Gästen eröffnet worden. Mit der ÖSML hat Laatzen einen neuen Spieler im Umweltschutz: Die Mitarbeiter koordinieren Naturschutzprojekte, betreuen Schutzgebiete und erarbeiten Konzepte zur Naherholung. Für die Einsätze greift die Station auf Ehrenamtliche der beteiligten Organisationen zurück. Dazu gehören die Nabu- und BUND-Orts- und Kreisgruppen aus Laatzen, Hemmingen, Hannover und Hildesheim, der Omithologische Verein zu Hildesheim (OVH) sowie die Paul-Feindt-Stiftung. mehr lesen…

Ehrlicher Park die Stadt muss absterbende Bäume fällen

Aus der HAZ vom 05.12.2015

Efeu setzt den Stämmen im Ernst-Ehrlicher-Park zu / Infoveranstaltung im nächsten Jahr

Efeuverfall Ehrlicher Park

Trügerisches Naturidyll am Ehrlicher-Park: Der Efeu hat sich vieler Stämme bemächtigt, in den Kronen wuchern Misteln. Foto: Moras

Von Norbert Mierzowsky
Hildesheim. Der Druide Miraculix hätte seine Freude am Ernst-Ehrlicher-Park: In vielen der Baumwipfeln wimmelt es nur so von Misteln. Doch für Heinz Habenicht, Fachbereichsleiter Tiefbau und Grün, sowie seine Kollegin Martina Bertram schlägt innerlich die Alarmglocke. Denn Misteln sowie Efeubewuchs rund um die Stämme und Pilzbefall machen vielen der Bäume in dem Naherholungsgelände bald den Garaus.In den vergangenen Monaten sind bereits Kronen gekappt und Äste gestutzt worden. Doch nun wollen die beiden noch stärker durchgreifen und etliche der Bäume fällen lassen. Zwar steht der Park selbst unter Denkmalschutz. Aber sobald herabstürzende Äste eine Gefahr für Passanten bedeuten könnten, hat die Stadt keine andere Wahl und muss die Bäume zur Not auch fällen lassen.

Derzeit lässt sich das gut erkennen. Wenn man vom Gelände der Justizvollzugsanstalt in den Ehrlicher-Park geht, sind viele der Bäume von grünen Blättern dicht umfangen, in den Kronen nähren sich Misteln von dem Lebenssaft der Riesen. „Wir müssen nächstes Jahr loslegen“, kündigt Habenicht an. Allerdings will er zuvor noch eine Informationsveranstaltung für den Stadtentwicklungsausschuss, den Ortsrat und interessierte Bürger abwarten. Und mit denen rechnet er ganz fest. „Wir bieten eine Begehung vor Ort an, damit wir es den Menschen direkt erklären können“, sagt erund verspricht, dass es sich nicht um einen Kahlschlag handeln werde.

Seine Kollegin Martina Bertram stimmt ihm zu: „Man wird an vielen Stellen gar nicht merken, dass dort Bäume fehlen.“Außer an dem Buchenbestand im Bereich an den Teichen, wo auch die neue Brücke die Wege wieder verbindet. Dort hat unter anderem der Lackporling zugeschlagenund raubt den Buchen die letzten Kräfte. Der Lackporling ist eine von den Pilzarten, die ausnutzen, dass die Stämme auf zu feuchtem Boden stehen und nun zu faulen beginnen. Anden anderen Stellen, an denen gefällt werden soll, drängen Jungpflanzen bereits darauf, in die Höhe zu wachsen. Die Buchensetzlinge sollen hier allerdings keine Chance haben, sagt Bertram.„Wir pflanzen Linden und andere verträgliche Arten.“ Außerdem sollen an einigen Stellen entlang der Teichufer und der Wallanlagen Sträucher gerodet werden, um bessere Sichtachsen zu schaffen. Und damit den Parkcharakter zu verbessern. Stehen bleiben noch einige Solitärstämme ohne Kronen: Die bieten als sogenannte Habitatbäume Tieren wie Spechten oder Fledermäusen ein sicheres Zuhause.

Im Stadtentwicklungsausschuss ist das Konzept gut angekommen – selbst bei OVH-Vertreterin Maren Burgdorf und Grünen-Fraktionschef Ulrich Räbiger. Ein eigenes Bild können sich die Bürger Anfang nächsten Jahres bei der Infoveranstaltung verschaffen. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Weiterer Vorfall von vergifteten Gänsen

Neues vom Dachverband DDA:

Vergiftete Wildgänse in Mecklenburg-Vorpommern: Folgen für Agrarbetrieb

Nach dem Tod von rund 150 Wildgänsen am Salzhaff in Mecklenburg-Vorpommern (siehe Nachricht vom 10.11.2015) haben die Behörden ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Landwirtschaftsbetrieb eingeleitet, auf dessen Gelände Mäusegift unsachgemäß ausgelegt worden war. Außerdem muss das Unternehmen mit einem Abzug finanzieller Zuwendungen rechnen, wie Agrarminister Till Backhaus (SPD) am 19. November im Landtag in Schwerin sagte. Das Gift lag nach seinen Worten auf der Oberfläche und war nicht, wie vorgeschrieben, tief in die Mauselöcher geschoben worden. Bauern müssen das Auslegen von Giftködern beantragen. Auch dies sei in diesem Fall nicht erfolgt, sagte der Minister. In der Nähe der Haffpromenade des Ostseebades Rerik im Landkreis Rostock waren seit Anfang November fast täglich tote Vögel gefunden worden.

Quelle: Schweriner Volkszeitung, 20.11.2015

Naturwaldflächen in Niedersächischen Landesforsten

Aus der HAZ vom 22. Oktober 2015 Mehr Urwald wagen

Neues Landesprogramm: Forstgebiete sollen sich ohne menschlichen Einschlag entwickeln

von Tarek Abu Ajamieh

Kreis Hildesheim. Ein dichter Dschungel bedeckt das Land vom Steinhuder Meer bis zum Harz. Zwischen umgestürzten Baumriesen, engem Buschwerk und hoch aufragenden Buchen tummeln sich ungezählte Tierarten. Nur vereinzelt haben sich Menschen Platz für Felder und Siedlungen freigerodet. Doch wer von einem Ort zum anderen will, muss sich auf eine gefahrvolle Wanderung durch den Urwald begeben – und hoffen, keine Wölfe oder Braunbären zu treffen.

Grossmann Waldbild

Bild Grossmann

Zumindest letztere dürften hier auch in den nächsten Jahrhunderten nicht wieder auftauchen. Doch einen Hauch des urzeitlichen Dschungels wollen Land und Umweltverbände jetzt wieder aufle- ben lassen – mit dem „Programm Natürliche Waldentwicklung“ (NWE). Das Ziel: Zehn Prozent der Waldfläche in öffentlicher Hand in Niedersachsen sollen sich natürlich entwickeln und nicht mehr bewirtschaftet werden. Dafür wurden jetzt landesweit zahlreiche Waldstücke definiert – auch in Stadt und Landkreis Hildesheim.

Das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium stellten gestern die 27 800 Hektar Landeswaldfläche vor, die bereits aus der forstlichen Nutzung genommen sind oder genommen werden sollen. 5800 Hektar fehlen noch, um das Zehn-Prozent-Ziel zu erreichen. Deshalb sind nun Bürger, Kommunen und Ver-bände eingeladen, bis zum 18. Dezem ber Vorschläge zu machen, welche Flächen für Artenvielfalt und Naturerleben gesichert werden sollen, um die Lücke zu füllen.
Wobei „Lücke“ ein gutes Stichwort ist. Denn die geplanten Urwaldflächen bilden auf der Karte meist nur einen Flickenteppich, und dafür ist der Hildesheimer Wald ein gutes Beispiel. Dort finden sich westlich und südlich von Hildesheim zwar viele kleine Inseln, doch die umfassen oft weniger als einen Hektar Fläche. Das größte zusammenhängende Gebiet im Landkreis sind gut sieben Hektar Buchenwald auf dem Tosmarberg oberhalb des Diekholzener Ortsteils Söhre sowie mehrere Hektar Roterlen-Bestand nebenan.

Genau das kritisieren die Umweltverbände BUND, Nabu und Greenpeace, auch wenn sie das Land grundsätzlich sehr für sein Engagement in Sachen „Sicherung des niedersächsischen Naturerbes“ loben. Doch seien „die bisher aus- gewählten Flächen räumlich noch nicht so verteilt, dass sie ein funktionierendes Verbundnetz ergeben“. Außerdem seien naturnahe Laubwälder gegenüber den Fichtenwäldern des Harzes bisher unterrepräsentiert. Und: „Viele der ausgewählten Flächen sind sehr klein und sollten zusammengelegt werden, weil erst ab 20 Hektar eine echte natürliche Waldentwicklung möglich ist.“ Um das zu er- reichen, wäre zum Beispiel im Hildesheimer Wald, aber auch im Sackwald und in den Sieben Bergen, wo ebenfalls Areale für die natürliche Waldentwicklung vorgesehen sind, noch einiges zu tun. Zudem fordern die Umweltschützer „mindestens zwei Wildnisgebiete mit jeweils mindestens 1000 Hektar in den alten Buchenwäldern des Sollings und Süntels als Leuchtturmgebiete“. Die bislang größten in Niedersachsen vorgesehenen Flächen finden sich im Harz sowie in Deister, Süntel, Hils und Solling.
Details und Karten im Internet auf www.nw-fva.de.

© Hildesheimer Algemeine Zeitung

Anmerkungen (AH)

Hier ist die angesprochene Karte. Es zeigt eine auf eindrucksvoller Art und Weise  eine sehr schlechte Situation in Kreis Hildesheim.Such der Ornithologischer Verein und der Paul-Feindt-Stiftung beklagen diesen miserablen Zustand. Im Bereichen des landeseigenen Klosterforst ist die Lage noch sehr viel schlechter. Die mangelhafte Waldmanagement der letzten 20 Jahren führt dazu, dass unsere Wälder für den nächste 3 Generationen in einem sehr schlechten Zustand sich befinden werden.  Die Errichtung von wenigen kleinen inselartigen Refugien wird wenig daran ändern. Doch ist jeder Anfang zu begrüßen.

Anteil Naturwald der Landesforsten Kreis Hildesheim

Anteil Naturwald der Landesforsten Kreis Hildesheim